Lässt mich achselzuckend zurück. Ich weiß nicht, wie diese Summen die da bezahlt wurden mit dem FFP in Einklang zu bringen sind. Ich sehe da aber auch keine offiziellen Zahlen. Transparenz könnte da Substanz in die Diskussion bringen.
Soll das witzig sein?
Würde eher weiter gehen und sagen, dass es lauten müsste „Bayern in die Superliga oder sie gehen mit der Bundesliga den Bach ab“
Wer käme in Dland denn als Investor in Frage? Alle die Kohle haben und bereit sind diese zu verplempern würden wegen irgendwelchen Skandalen in der Luft zerrissen. Die deutschen Grosskonzerne bekommen ja heute schon kaum normales Sponsoring argumentiert. Auch Bayer und VW werden wohl nicht mehr reinstopfen. Einzig Mateschitz hat ja diese „Geld spielt keine Rolle“ Mentalität
Am Ende würden ab Platz 7,8 ala Augsburg Unternehmen wie Minimax Feuerlöscher, Flyeralarm oder Michael Kölmel (ich hab 1994 mal einen Film produziert) einsteigen. Damit fängst England aber auch nicht ab
The Athletic hat ein gutes Update zu Barcelonas Finanzen. Zusammengefasst: sie können sich mit den geplanten Anteilsverkäufen zwar teils entschulden, aber nicht gleich wieder auf Shoppingtour gehen. Nach den Liga-Regeln müssen Neuverpflichtungen über Spielerverkäufe gegenfinanziert werden, Einnahmen aus Finanzdeals können dafür nur sehr begrenzt herangezogen werden. Auch die langfristige Perspektive ist alles andere als rosig, weil durch die Rechteverkäufe Einnahmen wegfallen und Barcelona seinen Stars noch jede Menge Gehälter schuldet, die in der Corona-Zeit verschoben wurden.
Heisst für uns: ein Lewandowski-Transfer hängt vor allem daran, dass Barca einen guten Preis für de Jong bekommt. Und das könnte sich beides ziehen, da United mit letzterem keine Eile hat und Barca unter Druck steht. Mir wäre es sehr recht, wenn sich ein anderer Interessent wie Chelsea meldet und dieses Drama etwas abkürzt. Was Lewandowski selber angesichts dieser Lage nach Barcelona zieht, weiss der Himmel.
Die CL in ihrer neuen Konstellation kann man ja schon als die Keimzelle einer Superliga ansehen.
Vielleicht steht in der ferneren Zukunft eine Entwicklung wie bei unseren Basketballern ins Haus.
Absolute Priorität für die Europaliga, dafür nimmt man dann auch in Kauf mal nicht Meister zu werden.
Ja, aber den Klotz Bundesliga hast immer am Bein. Und solange die TV Einnahmen des englischen 12. immer noch höher sind als die Prämien wenn Bayern die Cl gewinnt bekommst da nie gleichstand. Und auch die Spieler sind irgendwann müde vom täglich Brot Bundesliga
Klar, klingt gut „große Potenziale in der Vermarktung des Fußballs“, so lange die woanders gehoben werden (Asien etc). Wenn das aber bedeutet, dass wir Fans hier noch mehr „media money“, etwa für TV/Streaming aufbringen müssen, dann ist mir der Fußball, der nicht sein „Potenzial“ ausschöpft, lieber. Nenn mich Träumer. Aber irgendwo habe ich eine Grenze, was mir Fußball in den Medien „wert“ ist.
Strengeres FFP klingt natürlich auch sehr gut. Mich würde aber interessieren, wo er da seinen Optimismus hernimmt. (also dass die strengeren Regeln, die kann man ja nachlesen, auch tatsächlich umgesetzt bzw. Verstöße sanktioniert werden. Ein Papiertiger bleibt ein Papiertiger, auch wenn jemand die „teeth“ noch etwas spitzer faltet).
Kleine Ergänzung, auch wenn in komplett anderem Zusammenhang: SO sehen bei der UEFA „Konsequenzen“ bei Fehlverhalten von Funktionären von Topclubs aus:
Wir sehen ja in D schon beim Thema CL, dass man wieder mehr Spiele im Free TV will. Seit die CL nur noch im Pay TV läuft und nun nur noch per Streaming ist das Interesse in der Bevölkerung gesunken. Sponsoren möchten darum mehr Free TV Spiele um besser wahrgenommen zu werden. Aber auch hier sind die Wachstumsmöglichkeiten, was man da einnehmen kann begrenzt. Private müssen sich durch Werbung refinanzieren und die öffentlich Rechtlichen haben eine Verantwortung gegenüber den Gebührenzahlern. Im deutschen Markt sehe ich die Möglichkeiten zum Wachstum bei TV Rechten als begrenzt an.
Und genau dieses Potential könnte die Superliga ausschöpfen indem sie amerikanische und asiatische Teams teilnehmen lässt. Und genau das ist das Hinkebein, welches ein Uefa Wettbewerb immer haben wird
Ich spreche auch nicht von der Bundesliga. Ich spreche vom Deutschen Fußballmarkt.
Es ist das größte und bevölkerungsreichste Land Europas mit großer Wirtschaftskraft.
Es ist für den Fußball im generellen nicht egal. Für Chelsea mag es total egal sein, weil die Geldtöpfe für den Verein sicherlich nicht in Deutschland liegen.
Eine CL ohne deutsche Klubs oder eine Super League ohne deutsche Klubs mag Geld generieren. Aber da fehlt ein Stück des Kuchens das nicht sehr klein ist.
Im übrigen wird man sehen, wie Länder wie Italien und Spanien auf die aktuelle Lage mit hoher Inflation reagieren werden. Werden die mehr Geld bezahlen um Fußballspiele zu sehen im Stadion oder am TV? Die Einkommen dort sind nicht so hoch wie bei uns oder in England. Da trifft es viele härter weil das Geld nun anderswo ausgegeben werden muss.
Nur mit Logen und VIPs kann der Fußball nicht überleben. Die Faszination der Sportart ist doch auch, dass er breit durch alle Gesellschaften die Menschen fasziniert und dadurch auch verbindet. Ja, daraus kann man ein Business machen. Was ich persönlich im Grunde nicht verwerflich finde. Ich denke auch, dass die Strahlkraft der großen europäischen Klubs weltweit noch zulegen kann. Das Kerngeschäft ist und bleibt aber der europäische Markt für all diese Klubs. Wenn der Fußball hier an Interesse einbüßt, wird sich das auch auf die anderen Märkte auswirken.
La hausse amene la hausse
Wenn Du in Europa einen Boom hast in Sachen Fußball und sich alle dafür interessieren, dann wird das auch die Menschen auf anderen Kontinenten anlocken. Wenn das Interesse hier nachlässt, wird das nicht dazu führen, dass die anderen Märkte diese Lücke stopfen werden (meine Theorie).
Dass wir hier zu viele Debatten führen und das Jammern bei uns ganz groß ist und das Tun eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist ein ganz anderes Thema. Ich habe nichts gegen gute Investoren aus USA oder auch anderen Teilen der Welt. Es müssen aber integre Persönlichkeiten sein. Herkunft der Gelder aus unbedenklichen Quellen und aus Ländern deren Werte mit unseren vereinbar sind. So wie es jetzt bei uns läuft lockt die Bundesliga Leute wie einen Windhorst an. Unglaublich unseriös und Gift für den Profifußball.
Zu Herrn Boehly noch der Kommentar, dass der Sport mit dem er erfolgreich geworden ist, gerade brutal zu kämpfen hat. Baseball (ich mag Baseball) verliert massiv an Interesse in den USA. Gerade die jüngeren Generationen sind an diesem uramerikanischen Sport nicht mehr so interessiert. Es gibt riesige Diskussionen wie man den Sport wieder attraktiver machen kann. Ein schwieriges Unterfangen. Aber eines, dass uns mittelfristig im Fußball auch blühen könnte. Dieser Balanceakt zwischen Tradition und Moderne ist in jeder Sportart ein ganz schwieriger.
Dass wir aktuell Leute wie einen Windhorst anziehen mit diesen Regeln sagt alles. Natürlich ist es Zeit für Veränderungen. Es muss aber klare Regeln geben für den Kauf von Anteilen an Klubs. Es tummeln sich viele windige Investoren deren Mittelherkunft komplett unseriös ist und deren Liquidität fraglich ist. Ein Windhorst hat verspätet Gelder bezahlt was zu einem großen Nachteil von Hertha geführt hat. Solche Dinge müssen zwingend unterbunden werden durch klare und gut durchdachte Regeln.
In England konnte sich der Scheich mit der Kettensäge einkaufen (über Hintertürchen).
Genau das darf aber nicht passieren. Weder ein bin Salman noch ein Windhorst sind für die Entwicklung des Profifußballs gut. Ich fände es auch nicht gut, wenn sich Katarer etc. in der Bundesliga finanziell engagieren würden.
Ideal wären deutsche und internationale Firmen die eine klare Stratgie verfolgen, wozu ein Investment in einen deutschen Fußballklub gut sein soll. Das kann aber weder greenwashing sein noch sollen das anti demokratische Kräfte zum Imagegewinn benutzen. Die Herkunft der Mittel muss klar nachgewiesen sein etc.
Aktuell sehe ich noch keine Mehrheiten innerhalb der DFL für eine Aufhebung der 50+1 Regelung. Wenn man sich dann in Zukunft dafür entscheiden wird, wird die Lücke zur PL noch viel größer sein.
sehr gut der Watzke
Interessant.
Kommt natürlich auf die Details an. Wenn es nur um schnelles Geld geht, ist für einen solventen Verein wie den FCB damit natürlich nichts gewonnen.
Wer Geld haben will wie die PL, der muss seinen Kunden eben dieses Geld auch abnehmen.
Dann kostet ein Fussball-Abo einen dreistelligen Betrag - pro Monat. Und im Free-TV läuft dann gar nix mehr.
Aber bitte, wer’s braucht…
Watzke wie er leibt und lebt. Selbst tingelt der BVB im Kernmarkt Bad Ragaz rum und als Vorbild für USA Reisen nennt er seinen Schnucki Klopp und Liverpool und erwähnt Bayern nur am Rande
Konkret schwebt Watzke vor: "Wenn wir nachhaltig und in einem nennenswerten Umfang unsere Auslandserlöse erhöhen wollen, dann kommen wir nicht darum herum, Präsenz zu zeigen. Zu Ende gedacht bedeutet das, dass ab nächster Saison eigentlich jeder Bundesligist und zahlreiche Zweitligisten eingeladen sind, einfach raus in die Kernmärkte zu gehen. In die USA, nach Asien, irgendwann vielleicht auch mal nach Australien, so wie es jetzt der FC Liverpool gemacht hat. Jürgen Klopp setzt sich mit seinem Team 23 Stunden in den Flieger.
naja… so am rande nun auch nicht… kommt schon vernünftig rüber!
viel wichtiger:
er spricht sich weiter vehement für 50 + 1 aus - gut so!
Das Problem ist, dass sich in den USA keine Sau für den BVB interessiert. Sonst wären die längst über den Teich geflogen.
Bisserl besser sieht es in Asien aus. Aber in die Länder in denen das Reisen diesen Sommer problemlos war, ist das Interesse ähnlich schwach wie in den USA.
Haben die in Bad Ragaz wenigstens den Schweizer Markt ein wenig beackert? Interviews mit der lokalen (sprich Schweizer) Presse, Meet & Greet mit Chapuisat? Der Markt ist zwar klein, aber finanziell nicht ganz so schlecht und dem BVB historisch zugeneigt. Aber ich glaube nicht mal das raffen sie in Dortmund.
Ich wohne ja im kaum eine Stunde entfernten Grossraum Zürich und muss ganz klar sagen: Nein
Hier leben unfassbar viele Deutsche und folglich auch BVB Fans. Diese mussten nach Bad Ragaz zum öffentlichen Training. Ansonsten haben sie sich in diesem Kaff verschanzt. Die Freundschaftsspiele waren ja im österreichischen Altach und nicht im nahen Zürich oder St Gallen. Das ist insofern schade, als dass die Bundesliga im Hinblick auf die heimische Gurkenliga eine extreme Präsenz hat
Danke. Ich habs mir fast gedacht.
Wie geschrieben, nicht mal das können sie.
Nur jammern, dass sie so wenig umsetzen. Als ob es von Gott gegeben wäre.
ich sehe ihn als einseitig begabt.
