Scheinbar werden nur Transfer aus dem Sommer betrachtet. Sonst fehlt auf der Ausgabenseite nämlich noch Perrone.
Jetzt würde mich im Prinzip noch die Werte für den FC Bayern interessieren, hast du dazu zufällig auch eine Frage gestellt ?
Scheinbar werden nur Transfer aus dem Sommer betrachtet. Sonst fehlt auf der Ausgabenseite nämlich noch Perrone.
Jetzt würde mich im Prinzip noch die Werte für den FC Bayern interessieren, hast du dazu zufällig auch eine Frage gestellt ?
Ich versuche mich mal an einer Erklärung zu der Thematik,
Also grundsätzlich erstellt der FC Bayern seinen Jahresabschluss nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Dieser Jahresabschluss besteht aus einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung.
Eine Bilanz hat immer 2 Seiten (Aktiva und Passiva), die gegenübergestellt werden. In der Bilanz wird dargestellt 1. Wie wird das Vermögen des Unternehmens eingesetzt (Aktiva) und 2. Woher kommt eigentlich das Vermögen des Unternehmens (Passiva). So ist zum Beispiel das Bankkonto ein Posten auf der Aktiv-Seite, da hier gezeigt wird mein Vermögen liegt auf dem Konto. Ein Beispiel für einen Posten auf der Passiv Seite ist z.B. ein Kredit von der Bank.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden alle Erträge/Erlöse den Ausgaben gegenübergestellt. Wenn also Bayern Geld von den Sponsoren kommt, sind dies Erträge. Zinsen für den oben als Beispiel aufgeführten Bankkredit sind Aufwand/Ausgaben.
Aus diesen Grundsätzen folgt, dass es Vorgänge gibt, die sich lediglich in der Bilanz abspielen. Wenn du einen Teil des Kredites mit deinem Geld vom Konto zurückzahlst, wird dein Geld dort weniger, aber gleichzeitig wird auch der Stand des Kredites weniger. Durch die bloße Rückzahlung hast du aber keinen (bilanziellen) Aufwand davon getragen. Die Aussage : „Der FC Bayern hat Gewinn gemacht“ muss sich folglich nicht unbedingt in einem höheren Festgeldkonto Wiederspiegeln. Der FC Bayern könnte auch Verlust machen und gleichzeitig sein Kontostand erhöhen.
Ich hoffe meine Ausführungen waren einigermaßen verständlich. Wenn etwas unklar war, kannst du gerne (auch per PN) nochmal nachhaken.
Ich habe die Liste eben mal mit der Transfermarkt-Statistik abgeglichen. Die Diskrepanz kommt daher, dass Citys U21 bei TM als separater Verein mit eigener Bilanz geführt wird. Die haben im Sommer u.a. die Herren Bazunu, Lavia, Edozie, Larus und Gyabi für die genannten Beträge abgegeben und damit einen Überschuss von nahezu 50 Millionen erwirtschaftet. Auf Vereinsebene gerechnet hätten sie damit tatsächlich für grüne Zahlen gesorgt.
„Werden wir für immer in England sein? Nein.“ so John Henry, Eigentümer der Fenway Sports Group und damit u. a. der Reds.
Daran macht die FAZ heute einen Artikel zur grundsätzlichen Problematik rund um Investoren fest: Am Ende müssen immer Rendite und Gewinn stehen.
Wie das laufen kann, sieht man u.a. an ManU, Inter, dem AC, 1860 usw.: Kaufen, pimpen oder durcheinanderwirbeln, wieder abstoßen, oder frustriert halten.
Das grundsätzliche Problem an Investoren-Modellen ist natürlich der damit einher gehende Kontrollverlust, der fatal für den Verein enden kann - nicht muss.
Wer hier im Forum wäre z. B. Fan eines FC Bayern, der zum RB Imperium, oder wie die Reds zu FSG gehört?
Rein finanziell kann man da natürlich mit der „Verzwergung der Bundesliga“ und Wettbewerbsfähigkeit argumentieren. Das o. a. Grundproblem bleibt aber ungelöst. Zumal mehr Geld im Kreislauf letztendlich nicht bei den Klubs bleibt, sondern den Spielern und ihren Beratern zufließt.
Für dieses Dilemma sehe ich momentan keine befriedigende Lösung.
Wir hatten das Thema ja schon öfters.
Ich persönlich bin überhaupt nicht dafür, dass der FC Bayern an einen Investor verkauft wird. Ich kann mir das nicht vorstellen und will das auch nicht.
Ich bin aber nicht der Meinung, dass das verboten gehört. Das muss jeder Klub doch selber entscheiden können ob er das will oder nicht. Wieviel Prozent seiner Aktien er an einen Investor verkaufen will oder nicht.
Die PL ist die weltweit populärste Liga. Alle Vereine gehören Investoren. Es ist immer einfach die negativen Beispiele herauszupicken. United war ein großartiger, sehr erfolgreicher Klub. Da war er auch schon in den Händen von Investoren. Leider wurde er an die Glazers verkauft.
Im übrigen muss Liverpool keine fetten Dividenden bezahlten oder riesige Gewinne machen. Der Investor ist an einer Wertsteigerung interessiert. Wenn sein Klub an Wert zulegt ist er zufrieden. Er braucht den Klub dafür nicht auspressen.
59+1 ginge es trotz des unfähigen Investors besser, gäbe es kein 50+1. Dann könnte jedenfalls jemand die Zukunft des Klubs bestimmen. So ist der Klub total handlungsunfähig. Hätte Mercedes vor ein paar Jahren den gesamten Vfb Stuttgart kaufen können, wäre das für den Klub sicherlich nicht schlechter gewesen als die aktuelle finanzielle Lage. Man findet für alles gute Beispiele und schlechte.
Jeder Fußballklub sollte sich genau überlegen, an wen er Anteile verkauft. Dass da viele unseriöse Fische in diesem Teich schwimmen ist sonnenklar. Es zu verbieten halte ich trotzdem für nicht richtig.
@918: Danke für diese Zahlen. Ich habe mir die von dir angesprochene Seite 116 mal angeguckt. Hier ist ein Screenshot:
Wenn Du die Grafik richtig liest, straft sie Deine und @ChrisCullens düsteren Einschätzungen sowohl zur gegenwärtigen Höhe der commercial revenues der Bayern Lügen als auch Eure Befürchtung, dass sie schon bald von der Konkurrenz links und rechts überholt würden. Denn wie die dreifarbig codierten Bubbles zeigen, sind die commercial revenues der Bayern nicht nur die im Geschäftsjahr 2022 dritthöchsten in ganz Europa hinter denen der staatsalimentierten City und PSG, sondern sie sind auch in dem hier betrachteten Zeitraum von 2019 bis 2022 jedes Jahr stetig gewachsen, sogar durch die geschäftlich verheerenden Jahre der Pandemie hindurch. Bei City und PSG geht es nicht mit rechten Dingen zu, und Eure hochgelobten Real Madrid und FC Barcelona (Spotify!) haben über die hier betrachtete Periode kontinuierlich von Jahr zu Jahr geringere commercial revenues verzeichnen müssen als im Jahr davor, der FC Barcelona ist mit einem Rückgang von €360m auf €260m sogar regelrecht abgestürzt (Real ist aber auch nicht viel besser). Nicht mal die ach so tolle Marketing-Großmacht Manchester United hat heute höhere commercial revenues als 2019.
Der einzige Club, bei dem ich vorbehaltlos anerkenne, dass er in den letzten Jahren in Sachen Vermarktung wirklich einen hervorragenden - und möglicherweise sogar besseren - Job gemacht hat als die Bayern, ist der FC Liverpool*. Die haben zwar mit Fenway auch enorme Reichtümer im Hintergrund, aber anders als bei City und PSG dürfte da nicht ganz so blatant mit Schattenfirmen, generös dotierten Sponsorship-Verträgen und dergleichen mehr getrickst werden, um möglichst viele davon ohne große Umwege direkt in den Club zu pumpen.
(*selbstverständlich begünstigt durch ihren einmaligen sportlichen Aufstieg in den letzten Jahren)
Aber alle anderen Clubs? Na ja, ihr seht’s ja selbst. Die Bayern sind nicht abgehängt, die Bayern werden nicht im großen Stil überholt, die Bayern verkaufen sich nicht unter Wert. Ihre commercial revenues liegen in der absoluten Spitzengruppe und - vielleicht noch wichtiger - sie wachsen kontinuierlich und unbeirrt weiter. Jahr für Jahr.
Eure ganz düstere Prophetie ist durch die Faktenlage einfach nicht gedeckt.
Sehr gut, sehr gut. Hoffentlich geht die Verzwergung weiter, bis diverse Leute sich endlich nur noch für irgendwelche Scheichclubs in England interessieren.
Das Fußballfachblatt Financial Times bittet zum Ball der Ölbarone…
The University of Liverpool’s Maguire points out that Manchester United’s £583 million revenue represents only 55 pence per follower per year.
Ich erinnere mich an die Uli Hoeneß Rechnung, wenn der Chinese ein Bayern Spiel für einen Euro anschaut.
Für mich ist ein Follower kein Gradmesser wie viel Potential im Umsatz steckt. Aber egal.
The eyeballs, the revenue and the growth potential are there; the industry just needs to sort out its dysfunctional cost structure. In effect, it’s a turnaround situation — and that’s what private equity firms do, rationalizing operations and squeezing out inefficiencies to improve profitability.
Man darf gespannt sein.
After all, what is more likely: that this large, socially and culturally important industry continues to spiral into a black hole of out-of-control spending and widening losses, or that somehow it is pulled back to a sustainable path that enables rational investors to profit?
Genau. Wenn ich Chelsea anschaue erwarte ich eher das schwarze Loch.
Ich glaube in erste Line sind und bleiben es diese Punkte
It’s easy to understand why super-wealthy individuals or oil-rich nations might want to buy football clubs. There’s the glamor of associating with a sport followed by billions of fans and, for governments with a challenging public profile, the chance to project a softer, more cuddly image.
Die spannendsten Nachrichten werden hier am wenigsten kommentiert.
Ein absoluter, für alle Vereine unter dem Dach der UEFA verbindlicher salary cap wäre in der Tat eine kleine Revolution im europäischen Fußball. Ich wüsste allerdings nicht, wie man eine ligaübergreifend einheitliche, faire Höhe für so einen cap bestimmen will, die große Vereine nicht stranguliert, aber für kleine nicht irrelevant, weil viel zu hoch ist.
Aber wenn ein solcher salary cap käme und wenn er tief genug angesetzt wäre, dann wäre sämtliches Kaufen des Fußballs mit einem Schlag eliminiert.*
*beziehungsweise es würde sich auf die dunklen Kanäle und die Hinterzimmer verlagern, nach dem Motto: €400m-für-zwei-Jahre-Anschlusskarriere in der saudi-arabischen Liga.
Ich finde man darf an dieser Stelle auch die Unterschiede in den Steuersystemen (und bei den Sozialabgaben) der verschiedenen Länder nicht vergessen. Da sich Fußballspieler natürlich (berechtigt) primär um ihr Nettogehalt sorgen, kann ein Spieler für den FC Bayern effektiv teurer und damit auch einschränkender sein, als für Monaco.
Dann kommt am Ende doch noch die Super League ![]()
Diesen Fatalismus wollte ich mit meinem Kommentar nicht bedienen. ![]()
Da eine mögliche Super League sehr problematisch für die UEFA ist und die UEFA durch ihren Sitz in der Schweiz ja schon Geschick in Steuerthemen bewiesen hat, halte ich einen tax-adjusted Salary Cap doch für das deutlich realistische Szenario.
Das war auch eher mit einem Augenzwinkern auf den Namen der schweizer Liga bezogen ![]()
Aber vielleicht liessen sich ja mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:
In der FAZ gibt es unter dem Titel „Das große Beben“ einen interessanten Artikel, der einen guten Überblick gibt über „rund ein halbes Dutzend Verfahren gegen die UEFA und den Internationalen Fußball-Verband (…), die allesamt darauf zielen, das aktuelle Fußballsystem auf unterschiedlichsten Feldern zu attackieren“. Der Verfasser sieht dabei das „europäische Fußballsystem (…) in seiner größten Zerreißprobe.“
(Paywall!) Champions League und Super League: Die UEFA und das große Fußball-Beben
Du bist einfach so eine bedauernswerte Kreatur.
Ich bewundere deine optimistische Interpretation dessen, was man aktuell beobachtet!
Danke, liebe Saudis. #miasansaudi
gut, dann warte ich noch ein paar Jahre und lege es auf „Wiedervorlage“! ![]()
Nachdem hinter paywall könntest Du bitte zumindest (wir machen hier immerhin vorallem mal kostenlose Werbung für solche paysites und Du hast offensichtlich Zugriff) diese Grafik/Aufstellung mal rauskopieren?
Wäre ja doch ziemlich interessant (sicher nicht nur für mich) wie da der aktuelle Stand überall