und die Menschen sind so strunzdumm und lassen das mit sich machen… ![]()
Ich habe 1990 für eine Finalkarte 90 DM bezahlt.
1700 $ für die günstigste Karte und 5400 für die teuerste ist…
jedenfalls nichts für mich.
Was damals auch ein Heidengeld waren. Da haben größere Konzerte noch um die 30/40 DM gekostet…
Für die allermeisten werden 1.xxx Dollar aufwärts natürlich viel zu viel sein. Ich würde diejenigen, die sich das leisten wollen und können aber nicht als „strunzdumm“ bezeichnen, nur weil sie ihr Geld so ausgeben. Ich hätte sogar die Vermutung, dass viele davon das Gegenteil von „dumm“ sind, wenn sie sich so im System „Arbeitsmarkt“ bewegt haben, dass es ihnen möglich ist, solche Summen für eine Freizeitbeschäftigung aufzuwenden. Und, last but not least, lässt sich bestimmt in jeder Ausgabenliste von egal wem Punkte finden, wo irgendjemand anders auf der Welt sagen würde: „Wie seltsam/dumm, dafür so viel Geld auszugeben, das wär’s mir nicht wert.“
Das beschriebene Modell des „dynamic pricing“ wird ja im Musikkontext zurecht schon sehr kritisiert. Ebenso kritikwürdig ist natürlich der beschriebene Zweitmarkt - einerseits dass es scheinbar keine Regel der FIFA gibt. die „face value“ vorschreibt - und natürlich das zweimalige Abkassieren von jeweils 15% bei Käufer UND Verkäufer. Was natürlich das Interesse der FIFA an möglichst hohen Zweitmarktpreisen erklärt…
Immerhin Gegenwind von einige Spielern.
Der doppelte Preis eines teureren Konzerts wären heute zwischen 300 - 400 Euro. Reine Kaufkraft wäre es deutlich weniger. So ca.150 Euro.
Da hat die FIFA deutlich zugelangt. Für Moskau hatte ich Karten für 550 Euro. Das fand ich schon sehr viel (bin nicht hingegangen).
1700 Minimum ist eine andere Hausnummer.
Aber es gibt genügend Menschen die das bezahlen.
Ich muss dazu sagen, dass mir zwei Jahre zuvor (1988) holländische Fans bis zu 2000 DM zahlen wollten für mein Stehplatz Ticket in der Kurve des Olys für das EM Finale (habe abgelehnt und bin mit Van Bastens Tor belohnt worden).
Persönlich würde ich nie jemanden verurteilen. Das muss jeder selbst wissen. Ich würde es für mich nicht bezahlen. Ich habe ein WM Finale gesehen. Wir haben sogar gewonnen. Ich kann da glücklich sterben was das angeht.
strunzdumm bezeichnet selbstverständlich NICHT die kognitiven Fähigkeiten der Menschen (ich würde in diesem Forum erwarten, dass das klar ist) sondern die Handlung an sich - denn dadurch legitimiert man das Gebahren ja und bestärkt das Syndikat in seinem verbrecherischen Handeln!
Marc Lenz von der DFL zu Ligaspielen im Ausland.
„Dennoch habe er Verständnis für die Entscheidung seiner italienischen und spanischen Kollegen. „Der Mehrwert, den ausländische Ligen sehen, ist nicht zu verneinen“, sagte er. „Ein Spiel der Serie A und der La Liga bringt eine zweistellige Millionensumme – möglicherweise. An 20 Vereine allokiert, ergibt das eine Million“ , rechnete Dr. Lenz vor.“
Er geht hier offenbar von möglichen Einnahmen von um die 20 Mio aus.
Würde mich mal interessieren, wie er auf die Summe kommt. Wer soll das bezahlen?
Was mich an der Sache endlos nervt ist die Wettbewerbsverzerrung. Undzwar sogar und besonders wenn sie zu unserem Vorteil ist.
Wenn wir Hansis Mannen dann im Halbfinale dezimieren heisst es „ja, die sind aber auch erst die Woche zuvor aus Miami zurueck gekommen“. Mag sogar stimmen.
Und so gilt es ja in allen moeglichen Szenarien. Die Reisestrapazen, gerade parallel zum Aequator, werden fuer den Leistungssport noch immer unterschaetzt.
Wettbewerbsverzerrung ist immer so ein großes Wort. Sehe ich hier nicht. Und wenn, dann ganz gewiss nicht zum Nachteil des FC Barcelona. Das Spiel in Miami ist Villarreal vs. Barcelona, also auf dem Papier ein Auswärtsspiel für Barca. In Miami wird es neutraler Grund; was Fans angeht sogar Vorteil Barca. Die ebenfalls den besseren „Reiseapparat“ haben dürften (wobei Villarreal als regelmäßiger Europacup-Teilnehmer auch ausreichend erfahren ist).
Dass es tendenziell ein Vorteil für Barca ist, erkennt man ja bereits daran, dass Real Madrid sauer ist.
Das Spiel in Miami ist am 20. Dezember 2025, das UCL-Halbfinale ab dem 28. April 2026. Nein, eine eventuelle Niederlage Barcelonas im Halbfinale wird niemand mit Miami begründen.
Generell d’accord. Gerade beim zweiten Spiel AC Mailand vs. Como, das Anfang Februar in Perth (auch nochmal deutlich höhere Reisestrapazen als Miami) stattfinden wird, ist das eine erhebliche Belastung für die beiden Teams.
Aber auf Barca-Villarreal trifft das alles nicht zu. Das Spiel findet am 20. Dezember statt, danach hat La Liga zwei Wochen Weihnachtsferien. Fußballprofis verbringen ihre Feiertage ohnehin gerne in New York, Miami, auf den Bahamas oder sonst wo in der Karibik. Dieses Spiel wird für die Barca-Profis der Auftakt eines Wellness-Urlaubs.
Es gibt gute Gründe, internationale Spiele pauschal abzulehnen (ich tue es nicht). Aber die konkreten Argumente Belastung für Barca und Wettbewerbsnachteil für Barca treffen hier nicht zu.
Hey, @Georg - Ich bin grosser Fan von deinen Auftritten im Podcast!
Du hast hier meinem low effort Kommentar mit einem high effort Kommentar geantwortet. Natuerlich hast du faktisch recht was das Konkrete angeht.
Meine Anmerkung sollte eher ein Dammbruchargument darstellen. Wo kommen wir denn da hin und so weiter.
Kurz vor Weihnachten kann man natuerlich selbst mal die Inuit in den Genuss von Spitzenfussball kommen lassen, ohne dass man das in der Rueckrunde noch gross merkt.
Ich wollte mehr die Befuerchtung aeussern, dass die UEFA hier nur den Zeh in’s Wasser taucht, weil sie vorhaben, demnaechst mit Arschbombe reinzuspringen.
Wart ab.
„Katar und Saudi-Arabien sind allerdings noch nicht für die WM 2026 qualifiziert. Sie wurden in ihren Quali-Gruppen nur Vierter und Dritter. Doch zum Glück gibt es noch eine Runde, noch zwei weitere Dreiergrüppchen, über die sich die Sieger direkt qualifizieren und die Zweitplatzierten in ein Play-off gehen. Und beide Länder am Golf haben beste Erfolgschancen. Weil sie einen exklusiven Heimvorteil genießen.
Bereits im Sommer hatte der asiatische Verband AFC festgelegt, dass Katar und Saudi-Arabien Gastgeber der Minigruppen sind, ohne mitzuteilen, warum ausgerechnet die beiden.“
„Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den die beiden Länder genießen. Sowohl Saudi-Arabien als auch Katar durften am Mittwoch das erste und am kommenden Dienstag das zweite und letzte Spiel bestreiten und haben damit jeweils sechs Tage Zeit, um sich zwischen den Partien zu regenerieren. Ihre Gruppengegner, die am Samstag gegeneinander spielen, nur drei.“
Bei der FIFA steht man eben zu seinen Freunden.
kotz brech würg…
Sollen sie machen, damit schneiden sie sich am Ende nur selbst ins Fleisch.
das hoffen wir seit so vielen Jahren… allein:
es wird nicht passieren… ![]()
„Die Uefa könnte die Qualifikation für EM und WM grundlegend verändern. Laut einem Bericht von „Sport Bild“ wird intern über ein neues Format diskutiert, das sich am Champions-League-Modell orientiert – inklusive Ligaphase vor K.-o.-Spielen.
Demnach sieht die Europäische Fußball-Union in der aktuellen Gruppenstruktur ein Problem: Meist setzen sich dort die beiden Topfavoriten durch. Mit einer Reform will man offenbar mehr Spannung und damit auch größere Aufmerksamkeit bei Fans und TV-Sendern erreichen.“
Könnte ich mir interessant vorstellen. Wie man das sinnvoll hinbekommt, ohne die Zahl der Spiele auszuweiten wird die Herausforderung sein.
Ich denke, die UEFA tickt da so wie die FIFA und stellt sich eher die Frage „wie man das möglichst lukrativ hinbekommt, auch wenn sich die Anzahl der Spiele dadruch erhöht“. Z.B. Länderspielpause mit Mi-Sa-Mi Spielen statt nur Fr-Mo etc etc.
Zunächst werden ab 2026 die Länderspielfenster September/Oktober zusammengelegt und zusammen im ausgespielt. Und bzgl. des grundsätzlichen Quali-Formats: man wird einen Teufel tun und Spitzennationen irgendwie stärker gefährden. Erstens gehen die sonst auf die Barrikaden (funktioniert im Klubfußball auch) und zweitens würde ohne einen qualifizierten großen TV-Markt während des Turniers eher mehr Geld flöten gehen.
Ich denke das ist da unsauber dargestellt:
Es dürfte weniger darum gehen wer am Ende weiter kommt sondern dass der Weg dorthin spannender wird:
Ich glaube kaum, dass beim neuen CL Modus Spitzenteams wirklich öfter schon früh ausscheiden - im Gegenteil, durch die neue Zwischenrunde wird das sogar eher seltener dass jemand direkt nach der Ligaphase schon draussen.
Aber die Spannung ob man eben in Zwischenrunde muss und vor allem über welche Spiele das stattfindet:
Doch alles viel interessanter jetzt also zuvor gleich zwei gleiche Spiele Groß gegen Klein gibt es jetzt eben auch viel öfter schon Groß gegen Groß was früher der totale Ausnahmefall war…
Und natürlich wird nachdem sich das bewährt hat auch die NM Tunier Qualis so „aufgemotzt“, richtig so!