FIFA / UEFA / ECA - Entwicklungen im Weltfussball

Man kann aktuell schon den Trend beobachten, dass die Top-Teams die Spiele gegen kleine Teams viel ernster nehmen. Im alten Modus haben viele Teams es in der Hinrunde schleifen lassen, weil es egal war, wenn man mal einen Ausrutscher drin hatte. Letzte Saison hat dann gezeigt, dass das so nicht mehr geht (siehe PSG, Bayern, City und Real).

Man sollte als Top-Team mindestens 15 Punkte gegen kleinere Gegner holen können und dann noch den ein oder anderen Punkt gegen andere Top-Teams. Wenn wir beispielsweise unsere restlichen Spiele gegen kleine Gegner alle gewinnen, sind wir dank dem Sieg gegen Chelsea bei 18 Punkten. D.h. die Spiele in Paris und London sind nicht mehr relevant für die Frage, ob wir in die Top 8 kommen. Die könnten wir auch beide 5:0 verlieren und uns trotzdem noch problemlos direkt fürs Achtelfinale qualifizieren.

Worauf ich hinaus will, ist, dass der neue Modus nicht mehr Spannung ums Weiterkommen reinbringt. Die Konstellation wie in der letzten Saison, als sich City und Real in der Zwischenrunde begegneten, werden wir wohl nur noch sehr selten sehen und dank Setzliste im Achtelfinale werden schlecht balancierte Turnierbäume auch noch deutlich unwahrscheinlicher. Dies ist letztlich auch der Sinn des Formats: Die Top-Teams sollen möglichst garantiert ins Viertelfinale kommen. Sonst hätten sie dem Modus nicht zugestimmt.

Wo ich zustimme, ist der Teil:

Es gibt mehr (auf dem Papier) Highlightspiele. Und Spiele, in denen Top-Teams ein kleines Team konsequent 5:0 weghauen sind auch interessanter, als sich mit der B-Elf zu einem langweiligen 1:0 durchzumogeln.

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Na ja, ob jetzt mehr Spannung entsteht, weiß ich nicht, aber die Gesamttabelle zu betrachten, finde ich auf jeden Fall … vielleicht nicht spannender, aber interessanter. Ich habe mehr das Gefühl einer „Liga“. Aber, dieser Eindruck ist natürlich stark subjektiv.

Klingt schon interessant, zumindest solange es optional bleibt :wink:

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Finde ich auch interessant. Bei EA FC habe ich mir diese Daten auch immer gerne selbst angeschaut. Aber falls das Spiel nicht gut läuft, interessiert das wenig.

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Und so soll das Ganze etwa aussehen:



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Lieber von Picasso gemalt als vom Leben gezeichnet…

Demnächst bitte noch: Lippen- und Gedankenlesen.

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Infantino wird Libanese.

„FIFA-Präsident Gianni Infantino wird künftig die libanesische Staatsbürgerschaft besitzen. Einen Erlass von Libanons Präsident Joseph Aoun bestätigte Hashem Haidar, Vorsitzender des libanesischen Fußballverbands (LFA), der Nachrichtenagentur AFP.“

Und als Begrüßungsgeschenk gleich ein ganzes Stadion im Gepäck.

"Mit dem Start seiner neuen Staatsangehörigkeit will Infantino gleich ein neues, „hochmodernes Stadion“ in Beirut finanzieren. „Wir prüfen die Möglichkeit, ein brandneues Stadion für 20.000 bis 30.000 Zuschauer zu bauen“, sagte Infantino: "Der Libanon braucht ein Symbol für Sport und Fußball, das zeigt, dass er in einer modernen Umgebung in die Zukunft gehen will. Für die Jugend dieses Landes. „Laut LFA-Chef Haidar habe Infantino „zugesagt, alle Kosten für das neue Stadion im Libanon zu übernehmen. Wir müssen das Grundstück für das Stadion sichern, und sie werden sich um den Rest des Bauprozesses kümmern“, sagte Haidar.“

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Die Gianni-Infantino-Arena, wetten wir? Der und Trump sind wirklich in so vielen Dingen ähnlich, kein Wunder dass die sich so gut verstehen…

Wäre mal interessant zu wissen, aus welchen Töpfen das finanziert werden soll und welche FIFA Statuten den Stadion-Bau in einem Mitgliedsland abdecken. Letztlich müßten ja alle Mitglieder, vor allem die armen Länder, an deren Breitensport-Fußball der Fifa ja so viel gelegen ist, da mit entscheiden können. Schließlich gehen ja Millionen dafür drauf.

Interessant wäre natürlich auch, welche persönlichen weiteren Vorteile Gianni da hat.

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" Der 55-Jährige ist mit einer Libanesin (Leena al-Ashqar) verheiratet, die früher für den LFA tätig war. „Ich habe sie (libanesische Staatsbürgerschaft, d. Red.) noch nicht, aber bald. Ich fühle mich sehr gut und sehr stolz, ich bin sehr glücklich“, sagte Infantino kürzlich gegenüber dem libanesischen Sender LBCI: „Ich bin schon seit vielen, vielen Jahren Libanese, daher ist es gut, dass wir dies nun auch offiziell machen.“

Die Libanesische Staatsbürgerschaft hätte er also längst haben können.

" We discussed with the President the stadium project, which will be fully funded by FIFA, will be modern, and will represent an opportunity for Lebanon."

Also schon wirklich aus FIFA Mitteln.

Klingt für mich wie üblich ziemlich skandalös - über 200 Mitgliedsländer und das Land seiner Ehefrau und der Fußballverband, für den sie früher gearbeitet, bekommt ein Stadion geschenkt auf Kosten aller. So ein Zufall aber auch…

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Der Verband gehört komplett aufgelöst. Reine Klüngelei im Sinne der Ölstaaten.

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Die FIFA ist so durch und durch korrupt, es ist der helle Wahnsinn. Oder, höflicher formuliert: Die FIFA-Führung handelt jederzeit so, dass sie den Verdacht, die Organisation sei von hinten bis vorne korrupt, mit atemberaubender Zielsicherheit regelmäßig bestätigt.

Es ist faszinierend, wie anrüchiges und unrechtes Verhalten im Geschäftsverkehr gedeihen kann, wenn man das weltweite Monopol auf ein extrem stark nachgefragtes Gut besitzt (organisierten Fußball auf Nationen-Ebene, die FIFA-Weltmeisterschaft), das zudem auch noch ein hohes Maß an gesellschaftlicher Akzeptanz genießt (anders als etwa Drogen). Jeder Politiker will mit Fußball in Verbindung stehen, jedes Land will daran teilhaben, jedes Land will zur WM oder die WM in seinem Land oder Mitglied der FIFA werden.

Die Versuchung für Leute wie Infantino, diese globale Nachfrage nach dem Produkt, auf das sie ein globales Monopol haben, in persönliche Vorteile und zur Selbstbereicherung umzusetzen, ist gigantisch groß. Offensichtlich können sie Ihr nicht immer widerstehen.

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