Nur kurz meine persönlichen Gedanken zum gestrigen Spiel (mit einigem zeitlichen Abstand): lieber verliere ich als FCB mit 0:3 in Rotterdam als so zu spielen wie Rotterdam gestern. Dort stehen dann 10 Spieler im und am eigenen Sechzehner, es werden lange Bälle geklopft und es wird auf Luftlöcher der Verteidiger und (unnötige) Elfmeter gehofft - das wäre nicht so wirklich mein Ding. Es war am Ende erfolgreich für Feyenoord - und auch nicht unverdient - weil die Bayern es halt (mal wieder) nicht geschafft haben, den Ball über die Torlinie des Gegners zu schubsen. Aber so will ich als Fan den FCB wirklich nicht gewinnen sehen. Die eigenen Chancen für den FCB waren da (und wurden nicht genutzt), der Gegner macht dann das Maximum aus seinen Chancen, der Keeper ist in sehr guter Form (was sonst) - und dann steht am Ende ein 0:3 auf dem Papier, was fast nach Blamage aussieht gegen den Tabellenvierten aus den Niederlanden. Mitnichten für mich, die Richtung ist absolut in Ordnung (und wenn das andere anders sehen: absolut ok für mich).
Da unterscheiden wir uns von Feyenoord nur durchs Personal/individuelle Klasse. Einen Plan hat da grundsätzlich jeder. Ansonsten ist verteidigen auf diesem Niveau mental mMn. so schwer, dass Wille automatisch Grundvoraussetzung ist.
Danke für den Link - kannte ich noch nicht und schöne Ergänzung zu Understat das die Tabelle wiederum für alle Topligen hat:
Und hier sogar auch inkl. XG on Target, wirklich toller Fund!
Jetzt müssen nur unsere ganzen Offensiv Diven endlich mal wieder den Beisschutz ablegen und die verdammten Dinger auch reinmachen. In der Liga, siehe Link oben, können dies doch auch!
Fast so schlecht wie Real und City, den anderen beiden aus den Top3 des UEFA Club Rankings ![]()
Letztere müssen mit 2 Punkten Abstand auf den rettenden Platz 24 schon froh sein wenn es überhaupt in die Zwischenrunde schaffen! Und in der Liga ist man drauf und dran selbst die CL Quali für nächstes Jahr zu verspielen zudem wegen Finanzbetrug ein Zwangsabstieg droht…
Es geht immer noch wesentlich schlimmer!
Bei uns ist das eigentlich immer noch Jammern auf sehr hohem Niveau ![]()
Diese Aussagen nur stellvertretend für so viele hier.
Zur Systemfrage hat @justin schon das Passende gesagt.
Mir geht es um die Art und Weise, wie wir mit Niederlagen oder Gegentoren umgehen.
Was bei Bayern intern gesprochen wird, können wir denke ich außen vor lassen. Mehr als Spekulation wird nicht draus, billig scheint mir nur, das dann zur Rechtfertigung für eine eigene Behauptung zu nutzen. (Dass fehlender Erfolg für jeden Trainer bei Bayern zum Problem wird, ist ja wirklich eine Binse.)
Ich persönlich sympathisiere stark mit der Sicht von @Lukenwolf1970. Ich mag unseren Ansatz und halte ihn auch für den erfolgversprechendsten. Es ärgert mich etwas, dass einige vergessen haben, wie wir Ende der letzten Saison ausgesehen haben. Da hatte man das Gefühl, wir hätten das Spielen komplett verlernt (von Attraktivität gar nicht zu reden.)
Nun ist eine halbe Saison vorbei, der Kader weitgehend noch derselbe, einzig Olise die offensichtliche Verstärkung, auch durch die Verletzungen von Ito und Palhinha. Aber wir spielen einen völlig anderen Fußball, nach allgemeinem Dafürhalten offensiv, attraktiv und intensiv. Es sind klare Abläufe zu sehen, die darauf schließen lassen, dass sich das Gespann Trainerteam-Kader gefunden hat.
Dass die Ergebnisse rein von den Zahlen her sogar leicht hinter denen der Tuchel’schen Hinrunde liegen, wird von interessierter Seite oft erwähnt, führt aber in die Irre. Glaubt irgendjemand wirklich, dass man mit einem solchen Einbruch und spielerischen Verfall zu rechnen hat wie in der letzten Rückrunde? Wenn wir das Niveau nur halbwegs halten, werden wir - auch rein von den Zahlen her - die letzte Saison in der Liga locker toppen. Ob es dann zum Titel reicht, hängt halt auch von Leverkusen ab, und wer es für selbstverständlich hält, dass wir den Zwei-Klassen-Rückstand zu Bayer mal eben in der Folgesaison pulverisieren, lebt meines Erachtens halt auch nicht in der Realität.
Dabei geht es nicht darum, jegliche Kritik und Analyse abzubügeln. Nur kann man das auch sachlich und konstruktiv tun, etwa indem man konkrete Vorschläge macht, wie es denn besser ginge. Vorbildlich lese ich das etwa bei @LH25, dessen sportliche Expertise ich übrigens sehr schätze (so Neuzugänge brauchen wir häufiger!).
Und dann gibt es da so grundsätzliche Diskrepanzen, die ich ums Verrecken nicht begreife, aber immer wieder lesen muss:
- Unser Kader wird bezüglich Zusammenstellung, aber auch bezüglich Einzelfällen seit langer Zeit übel kritisiert.
- Was niemanden daran hindert, Höchstleistungen einzufordern. Mit welcher Berechtigung, wenn man die Spieler doch für individuell nicht gut genug hält?
- Landen wir Kantersiege, hält man den Gegner für nicht würdig, mit uns in der gleichen Liga zu spielen.
- Lassen wir Punkte liegen, ist die Kritik sogleich derart heftig, dass man das Gefühl bekommt, die Welt geht unter, mindestens aber seien sofortige Entlassungen gerechtfertigt.
- Alle Gegner unterhalb Real Madrid werden äußerst herablassend beurteilt und müssten demzufolge von uns locker abgebügelt werden. Wieder die Frage: Wie soll das gehen, wenn unsere Kicker doch so üble Schwächen haben?
- Dass in Europa auch andere Mannschaften ein wenig kicken können und clevere Coaches haben, scheint von vielen nicht gesehen zu werden. Mir kommt das arrogant vor.
- Zugleich hindert die Geringschätzung der Qualitäten anderer viele nicht, unserem Team fehlende Einstellung - sprich Arroganz - vorzuhalten, wenn wir nicht gewinnen. Dabei ist die Intensität seit Saisonbeginn das offensichtlichste Element, welches man diese Runde beobachten kann.
Letzteres war grade wieder gegen Rotterdam beispielhaft. Vor dem Spiel schien für alle völlig klar zu sein, dass wir die locker schlagen, man machte sich lustig über die Punktverluste der über uns Stehenden. Dass wir selbst in Probleme geraten könnten, im De Kuip locker drüber zu laufen, das schien keiner für möglich zu halten. Als es dann so war, kamen die üblichen Reaktionen:
Überbordende Kritik gepaart mit den üblichen Narrativen, die schon so oft widerlegt und argumentativ begleitet wurden (ohne tiefere Wirkung).
Ich selbst konnte das Spiel gestern nicht live sehen, habe nur Ausschnitte nachgeholt. Mit wenig Motivation, wie man sich denken kann. Mein Eindruck:
Natürlich war das ein Freak-Spiel. Die Spielanteile, die Chancenverteilung lässt eine andere Sicht wirklich nicht zu. Das heißt nicht, dass wir alles richtig gemacht haben, natürlich nicht.
Ich hätte mir schon gestern meine geliebten Halbraum-Zehner vorstellen können, als ich unsere gar nicht mal sooo schlechten Winger verzweifelt auf die Feyenoord-Wand zulaufen sah, Haken schlagend, Flanken servierend, und immer ein Fuß dazwischen oder sonst ein Körperteil, oft zuletzt der wie üblich gegen uns überragende Torwart. Und klar: ein Königreich für bessere, erfolgversprechendere Abschlüsse. Auch dies ein Plädoyer für die Abkehr vom lange Jahre üblichen Flügelfokus, wie es schon mehrfach hier in Artikeln und Podcasts angesprochen wurde. Olise etwa hat in meinen Augen neben der Außenlinie einfach zu wenig Einfluss aufs Spiel. Der ist so intelligent und spielstark, aber von weit rechts kommend in seinen Kombinationsmöglichkeiten doch eingeschränkt. Ob man es doch mal probieren könnte mit Musiala und ihm im Halbraum hinter Kane? Dafür keine klassischen Winger und ein Dreier-Mittelfeld mit Palhinha, Pavlo und Jo.
Natürlich sind solche Anpassungen abhängig, dass man sie trainieren kann, sprich unter Verletzungen und dem laufenden Spielbetrieb schwer umsetzbar. Aber ich bin sicher, Vincent und Rene arbeiten daran.
Und ebenso sicher bin ich, dass unser Kader nächstes Jahr zwei, drei Anpassungen diesbezüglich bekommen wird. Für diese Saison hoffe ich einfach mal auf einen Joker, über den kaum einer spricht, der aber unsere strategisch-taktischen Möglichkeiten enorm, womöglich entscheidend erweitern würde - Ito. (Ganz zu schweigen davon, dass er ein besseres Stellungsspiel mitbringt als Davies und Kim zusammen. Man könnte sogar mal Dreierkette spielen… Ich bin sicher, dass sich dann auch das elendige Langer Ball-Stürmer auf und davon-Spielchen erledigen würde.)
Habe mal den Tabellen-Rechner bemüht. Wenn ein paar Sachen zusammen kommen, könnte es sogar noch für einen Platz in den Top 8 reichen. Zugegeben, groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht.
Als kleiner Service die Spiele, auf die es aus unserer Sicht ankommt. Bei 18 Paarungen schon ein paar:
(1)
Zuallererst natürlich unser eigenes Spiel gegen Bratislava. Ladehemmung ist da verboten.
(2)
Die Einordnung am Ende bezieht sich immer auf einen für uns positiven Ausgang
BVB - Schachtar: Falls der BVB auch gewinnt müssen wir mit 2-3 Toren mehr gewinnen um vor dem BVB zu bleiben. // machbar
Barca - Atalanta: Barca muss Atalanta schlagen, sonst rutscht Atalanta dank des besseren Torverhältnis vermutlich vor uns. Tja, danke 0:3 in Rotterdam. // denkbar
Inter - Monaco: Inter können wir nicht mehr holen, daher braucht es hier einen Inter-Sieg oder ein Unentschieden. Bei Sieg zieht Monaco sonst vorbei. // denkbar
Leverkusen - Prag: Wäre natürlich schön, wenn Kusen durch ein Unentschieden hinter uns rutscht. Realität geht anders, die ziehen vorbei // leider nein
Zagreb - Milan: Hier müsste Zagreb gewinnen, sonst zieht Milan selbst mit einem Unentschieden vorbei // unwahrscheinlich
Lille - Feyenoord: Hier hilft uns nur ein Unentschieden. Hat das Spiel einen Sieger, dann zieht der an uns vorbei. Wäre natürlich die Höchststrafe, wenn das ausgerechnet Feyenoord wäre. // unwahrscheinlich
Salzburg - Atletico: Ein Brause-Sieg würde Atletico hinter uns schieben. Sonst ziehen Simeone & die Unsympathen vorbei. // leider nein
Aston Villa - Celtic: Hier darf Aston Villa nicht gewinnen, sonst ziehen die vorbei // unwahrscheinlich
Brest - Real: Wir sollten mindestens mit dem gleichen Abstand wie Real gewinnen, sonst haben die ein besseres Torverhältnis // machbar
===
Fazit:
- Wir sind von schlappen 9 Spielen abhängig
- Bei den 2 „leider nein“-Spielen von Leverkusen und Atletico ist IMO nahezu ausgeschlossen, dass das für uns läuft. Die fallen schon mal weg.
- Wir wir unsere Hausaufgaben machen und mal wieder Tore schießen sollten wir die 2 „machbar“-Spiele von Real und dem BVB irrelevant machen, sprich ein besseres Torverhältnis als die erreichen.
- Die 2 Heimsiege von Inter und Barca sollten Bitteschön auch laufen.
- Bleiben 3 Spiele, die sehr kritisch für uns werden:
Zagreb - Milan
Lille - Feyenoord
Aston Villa - Celtic - Von diesen drei Spielen müssen mindestens 2 einen für uns optimalen Ausgang nehmen. Dann reicht es Platz 8.
Insofern also Daumen drücken für Zagreb und Celtic!
Ich habe vorhin überreagiert. Ich habe einfach nur Angst, dass man diese Saison wieder keinen Titel holt und dann Kompany entlässt, weil er eben doch (noch) nicht das Format für den FC Bayern hat. Und damit geht dann der Abstieg aus der Riege der Top-Mannschaften Europas weiter.
Ich doch auch… ![]()
Am besten also, wir loben VK hier dauerhaft für seine tolle Idee vom Fußball. Falls die wichtigen Herren doch mal reinlesen
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#…>Stichwort(…Defensives)Zweikampfverhalten_oderEsReicht(…Wahr…AufDemPlatz)EbenN!chtDie(…Rat-gebenden)AnweisungenDesEinstigenWeltklasse-Verteidigers(…Narra…Beschwörend:st)ZuBe-schwärmen(…>AufDieFreak-…Prost!
)!?
…
![]()
![]()
Was man auch einfach mal sagen muss: Es gab bisher eine Niederlage, bei der man zu Recht sagen könnte, dass die Bayern das klar schlechtere Team waren. Und selbst bei dieser Niederlage hätte man ebenfalls zu Recht argumentieren können, dass man es sich selbst verbockt hat, weil nicht für starke erste 25 Minuten belohnt. Das war Barça.
Bei allen anderen Niederlagen/Unentschieden – mal mehr, mal weniger – war man entweder klar besser, leicht besser oder zumindest ebenbürtig.
Nun sehe ich natürlich das Argument vieler hier, man könne sich davon nix kaufen. Fair enough und sei euch unbenommen. Dagegen lässt sich schwer argumentieren. Ich persönlich denke mir dennoch: Lieber so verlieren als die Erkenntnis mitnehmen, dass es einfach nicht reicht.
Ich lese immer wieder von „immer Pech ist Unvermögen“. Da ist was dran natürlich. Aber man sollte auch nicht darauf beharren und es als Totschlagargument strapazieren. Meine Ansicht ist, dass wenn man nach einem halben Jahr Kompany schon so nah dran ist, dann sieht das nach anderthalb Jahren mit entsprechendem Finetuning auf allen Ebenen nochmal besser aus.
Mir ist klar, dass das eine optimistische Gegenüberstellung zur eher pessimistisch dominierten Meinung hier ist. Aber ich finde diese Perspektive trotz allem Anspruch, den der FCB haben muss, nicht so verkehrt. Denn wenn wir zurückschauen, dann muss man trotz Halbfinale im letzten Jahr konstatieren, dass man auch schon deutlich weiter weg war von „ganz oben“.
Aber das ist doch wie in der Politik (und bei allen anderen Themen), dass der eigene Standpunkt, die eigene Perspektive die Wahrnehmung der „dominierenden Meinung“ massiv beeinflusst.
Heißt, man selbst denkt immer „ich bin der Realist“. Ein „Positiver“ denkt also, „mann sind die alle negativ hier“, ein eher kritischer „oh, wie hoffnungslos optimistisch die alle sind“…
Da ist schon was dran.
In dem Sinne dürft ihr mich dann zu den Überoptimisten (nach Definition von @wohlfarth) dazu nehmen, mir ist das auch alles hier zu negativ ![]()
Ich denke, dass VK mehr aufzuweisen hat als Sahin. Und ich sehe auch, dass die Mannschaft spielerisch eine Idee hat, die wir so lange nicht mehr gesehen haben. Insofern sehe ich die Kernsanierung vor allem im Bereich des Kaders. Wir brauchen halt Spieler, die die richtige Mentalität haben. Wenn wir vorne statt Sané, Coman und/oder Gnabry einen Winger hätten, der deutlich besser abschließt, dann wäre schon viel gewonnen. Wenn wir einen IV hätten, der stabiler ist als Kim, dann würden wir auch weniger Gegentore kassieren. Und wenn wir einen echten Leader auf dem Platz hätten, an dem sich die Mannschaft in schwierigen Phasen aufrichten könnte, dann würde man solche Spiele wie gegen Rotterdam auch gewinnen. Insofern geht es für mich vor allem darum, dass wir im Sommer ordentlich am Kader schrauben und mehr Klasse reinbekommen - dann sehe ich auch wieder optimistischer in die Zukunft. Aber aktuell reicht es aufgrund der Qualität der Spieler nicht, denn wir machen zu viele individuelle Fehler.
Wie stellst Du dir das ganz konkret vor?
Das liest man doch jetzt schon seit mehreren Jahren und Transferperioden, umsetzbar ist das aber in der Praxis wohl nicht so einfach.
Also für mich ist der Verweis auf vermeintlich viel Pech als Unvermögen kein Totschlagargument. Bestes Beispiel ist Sané, der wieder nur den Pfosten getroffen hat. Natürlich ist das im Einzelfall Pech, weil der Ball auf dem Kopf nur einen Zentimeter weiter links/rechts/vorne/hinten landen muss, damit er reingeht. Doch wer immer wieder längere Phasen mit schwachen Leistungen hat, der hat einfach kein Pech. Da fehlt es an Qualität (zumindest um ganz vorne mit dabei zu sein). Und das gilt für die Mannschaft an vielen Stellen. Einzelne Fehler können immer passieren - wie eben der bei Kim. Doch wenn sich diese (zu oft) wiederholen, dann stimmt was nicht.
In der Sache bin ich ja bei Dir, weil ich die spielerische Entwicklung und VK auch sehr erfreulich finde. Und die teilweise hohen Siege gegen „schwächere“ Gegner belegen ja auch, dass das System funktioniert. Nur funktioniert es eben nicht mehr (so gut), wenn der Gegner auch eine höhere Qualität hat. Und dann gibt es zwei Optionen: Entweder das System wird noch besser (vielleicht ist da noch Luft, aber ich finde, das wird nicht reichen) oder die Spieler werden besser. Und daran glaube ich nicht. Sané, Gnabry, Coman sind alle in einem Alter, indem keine nennenswerten Leistungssprünge mehr zu erwarten sind. Ähnliches gilt für Kimmich/Goretzka und auch Kim ist inzwischen 28. Und so müssen wir genau da ansetzen: Wer macht zu viele individuelle Fehler und muss daher gehen oder zumindest einen weiteren Konkurrenten bekommen?
Ja, absolut.
Aber denken wir nur mal an die IV: Dier wird wahrscheinlich gehen. Kim macht zu viele Fehler. Also brauchen wir mindestens einen Ersatz, um wieder 3 IVs und ein Talent zu haben. Warum hat man Tah nicht schon klar gemacht?
Und bei den Wingern braucht es auch frisches Blut. Olise ist als Neuling der bester der 4 Flügelspieler. Da gilt es wieder, jemanden zu finden. Ich bin da nicht genug drin, um jetzt einen geeigneten Spieler zu benennen. Aber genau das ist ja die Aufgabe von Eberl und Freund, die das - soweit ich weiß - hauptberuflich machen und zudem auch noch Scouts als Unterstützung haben. Aber da muss man eben zumindest etwas ausprobieren. Zudem ist Gyökeres ablösefrei im Sommer. Der Kerl schießt alles kurz und klein - also sollte man versuchen, ihn zu bekommen.
Natürlich ist klar, dass man nicht alle Spieler bekommen wird, die man sich wünscht. Aber ich finde schon, dass man sieht, dass die Konkurrenz der Mannschaft gut tut. Goretzka wird wieder besser, seitdem Palinha da ist. Auf den Flügeln in Olise der beste Mann.
Was ich verstehe: Dass nach dem Feyenoord-Spiel Diskussionen über die Leistung der Bayern in diesem Spiel entbrennen. In diesem Spiel waren einige Spieler nicht auf der Höhe ihres Könnens und jede fundierte Kritik daran ist berechtigt.
Was ich nicht verstehe, ist, dass nach dem Feyenoord-Spiel eine Grundsatzdiskussion über die Spielweise der Bayern ausbricht: Warum haben die Bayern keinen Verwaltungsmodus? Warum können die Bayern nicht situativ tiefer verteidigen wie Leverkusen? Warum ist das System von Kompany so eindimensional? Usw. usw.
Zunächst einmal basiert die Forderung, die Bayern sollten tiefer verteidigen, auf der unbewiesenen – und in meinen Augen irrigen – Annahme, dass die Bayern in einer tieferen Aufstellung pro Spielminute weniger Gegentore kassieren würden als in ihrer aktuellen, sehr hohen Positionierung. Regalmeter empirischer Evidenz, zuletzt just aus der letzten Saison unter Tuchel, sprechen dagegen. Ich verstehe einfach nicht, wie eine Mannschaft, die unter Kompany im Schnitt weniger als ein Gegentor pro Spiel kassiert, mehr als die Hälfte ihrer Spiele zu Null spielt und die in der Geschichte des Vereins historisch wenigsten Torschüsse auf das eigene Tor zulässt, dafür kritisiert wird, defensiv zu anfällig zu sein. Das ist faktisch schlicht falsch. Es entspricht nicht den Tatsachen. Ja, in diesem Spiel war das so, aber das lag an unzureichenden Leistungen der Spieler in diesem Spiel und nicht an grundsätzlichen Defiziten des Systems. Das System funktioniert in der Regel ganz ausgezeichnet.
Meine sichere Prognose ist, dass, wenn die Bayern ihr System in Richtung einer größeren Bandbreite von Defensivmodi weiterentwickeln (ich würde eher sagen: verwässern) würden, darunter die defensive Stabilität insgesamt leiden würde und die Bayern am Ende sogar mehr Tore kassieren würden als heute, ganz entgegen der Intention derjenigen, die hier eine tiefere Verteidigung fordern. Möglicherweise würden die Mannschaft wegen der Spillover-Effekte auf den Angriff, die sich aus einer tieferen durchschnittlichen Positionierung und der dementsprechenden Notwendigkeit der Anpassung von Spielzügen ergeben, sogar weniger Tore schießen als heute. Also mehr Tore kassieren und weniger Tore schießen. Das kann doch niemand wollen.
Wenn es nach mir ginge, würde Kompany die Mannschaft noch konsequenter auf ein aggressives Vorwärtsverteidigen in der gegnerischen Hälfte verpflichten und die zuletzt immer wieder eingestreuten tieferen Phasen komplett vermeiden. Ich glaube, dass ein Teil der punktuellen Desintegration der Bayern-Abwehr in einigen Spielen darauf zurückzuführen ist, dass die Bayern ihre hohe Verteidigung nicht konsequent und mit ausreichender Intensität und Aggressivität durchführen.
Wurde doch schon oft besprochen.
Man war nicht bereit, die geforderte Ablösesumme an Leverkusen zu überweisen.
Sein Vertrag läuft bis 2028, Ausstiegsklausel liegt bei 100 Mio. €.
Als Allgemeingültigkeit definiert sehe ich es auch nicht als Totschlagargument. Wenn man aber jetzt die Stichprobe aus vier, fünf Spielen nimmt, in denen das Ergebnis gleich ist und ein paar Dinge passieren, die vergleichbar sind und daraus schlussfolgert, dass jegliche Bemühung darum, die Unterschiede herauszuarbeiten und die Individualität der Ereiegnisse zu benennen, Quatsch ist, weil immer Pech einfach Unvermögen sei, und das ist hier manches Mal passier, dann empfinde ich das schon als eine Art Totschlagargument. Muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden, inwiefern er sich davon angesprochen fühlt.
weil der bei Rückstand ganz ungünstig ist ![]()