Ich würde sagen der Kader wurde sogar schlechter, erinnere dich mal was alles verkauft wurde. Und die Neuzugänge Stanisic und ITO spielten noch gar keine Rolle.
Natürlich ist ein Ausscheiden in der 3. Pokalrunde kein Erfolg aber besser als letzte Saison.
Und dann bedenke mal was Tuchel für eine verunsicherte und völlig aus der Form spielende Mannschaft er hinterlassen hat. Da wurden einzelne Spieler richtig demontiert, dass kann man nicht innerhalb kürzester Zeit wieder aufbauen.
Ich sehe in dieser Saison als einziges Ziel die Meisterschaft und das ist schwer genug.
CL ist ein zubrot, und der Unterschied zwischen den beiden Modi ist schon gewaltig, ich bin der Meinung Bayern hat viel stärkere Gegner, wobei man schon sagen muss alle anderen Spiele außer gegen Barca hätte man auch gewinnen können.
Daher schön den Ball flach halten, man muss jetzt noch den Kader die nächsten 1-2 Jahre umbauen und dann kann man wieder die großen Ziele angehen.
Was wurde letzte Saison geschrieben es muss ein große Zesur geben etc. Im Prinzip spielt man jedoch mit dem gleichen Kader und jetzt erkennt man auch was mit einem guten Trainer alles möglich ist mit dem Kader. Tuchel hat uns um Jahre zurück geworfen, das ist einfach Fakt. Er mag ein guter Trainer sein so mit Ancelotti passt aber eben nicht zu uns.
Das wirklich dumme an der Niederlage gestern ist, dass schon ein Remis gereicht hätte, um die Zwischenrunde zu umgehen. Ein Punkt mehr und Bayern stünde mit 3 Toren Vorsprung vor Leverkusen auf Rang 8. Mit dem Heimspiel gegen Bratislava (Vorletzter mit 0 Punkten) hätte man alles selbst in der Hand gehabt. Jetzt muss schon extrem viel für Bayern laufen, damit die Top 8 noch erreichbar sind. Chance auf Top 8 mit einem Unentschieden würde ich auf 80-90% beziffern. Mit der Niederlage dürften es unter 5% sein.
Also wenn ich mir die Tabelle so anschaue, würde ich Top 8 schon komplett abhaken, habe keine Fantasie wie das noch klappen soll. Letztlich aber auch nicht tragisch
Beim xG, wie ich ihn verstanden habe, wird nicht mir eingerechnet wie stark der Spieler unter Druck stand, wie viel Zeit er hatte den Ball anzunehmen, wie stark gezogen oder gedrückt wurde. Deswegen ist es bei 20 Mann im Strafraum meist schwerer dem Ball rein zu machen, als wenn man beim Konter frei auf den Torhüter zu läuft. Selbst wenn beide Abschlüsse den selben xG haben.
Damit musst du aber eingestehen, dass du die Messlatte für den sportlichen Erfolg des FC Bayern ganz schön nach unten verschiebst. Das kann man schon machen, dann möchte ich im gleichen Atemzug aber hinzufügen: für einen Kader, der sicher zu den drei best bezahltesten in Europa gehört, ist das zu wenig, selbst wenn man im „Umbau“ ist (was so ziemlich jeder Verein ist).
Eine knappe Meisterschaft in einer Liga, der man finanziell seit Jahren komplett einteilt ist und Pokal und CL als Schmankerl - dafür braucht der FCB nicht so einen Aufwand betreiben. Finanziell risikoreich ist es ohnehin.
Indirekt. Kompany hat dem Verein wieder eine Philosophie und ein System gegeben. Hört man die Spieler die letzten Monate, ist das unisono der große Unterschied zu Tuchel. Kompany hat außerdem ein deutlich breiteres Kreuz, und Gespür diesen Verein sportlich zu führen, als sein Vorgänger. Insofern war seine Verpflichtung bislang Eberls bester Zug.
Was fehlt, ist eine Gewinner-Mentalität. Von der hat sich der Verein die letzten Jahre schrittweise verabschiedet. Ich teile die Meinung einiger hier: der Kern des Kaders hat nicht das Zeug für große Spiele, dem Verein mangelt es an Typen und Big-Time-Playern (daher auch meine heftige Kritik im Sommer am MdL-Verkauf).
Ich würde den radikalen Umbau wagen, mich vom Kern dieser Truppe trennen und mit Musiala, Kane und Pavlo einen „echten“ Neuanfang starten. Durch das Auslaufen vieler (hochkarätiger) Verträge hat der Verein Spielraum. Leider stehen die Zeichen eher auf Gegenteil: man verlängert und wird in das x-te Jahr gehen mit Neuer im Tor, einem Mittelfeld-Duo Kimmich/Goretzka zur Saison-Halbzeit und Davies an der Außenlinie.
Auch das sind normale englische Wochen, die ein Klub mit Spitzenanspruch zu bestehen hat.
Wenn diese Belastung zu viel sein sollte, muss der nächste Kader eben breiter aufgestellt sein, mindestens mit 30 Spielern.
Wie @solari schon geschrieben hat läuft Kanes Prime ab. Er scheint aktuell nicht so auszusehen, als könnte er noch 40 Spiele pro Jahr in guter Verfassung für den FC Bayern spielen.
Musiala ist neben Kane und Olise der beste Offensivspieler, aber in Spielen wie z.B. gestern oder gegen Leverkusen tritt er jetzt noch nicht als Unterschiedsspieler.
Pavlovic hat viel Potential aber auch viel Verletzungspech.
Im Endeffekt haben diese Saison eigentlich nur Upamecano und Olise mehr oder weniger konstant performt.
Daher kann dieser Kern die Mannschaft potentiell in eine erfolgreiche Zukunft führen, aber auch mit diesen Spielern ist das nicht garantiert.
Im Football heißt es immer, dass es die Ausreden von Verlierern sind, wenn man das Spiel an einem oder zwei Spielzügen aufhängt, die man einfach für sich hätte entscheiden müssen. Und so ist es ja auch: Das ist alles blabla, denn Du hast es nicht hinbekommen, als es darauf ankam. Natürlich gibt es auch mal Pech. Aber so oft wie bei uns? Das ist nicht Pech, sondern einfach mangelnde (individuelle) Qualität.
Bei dem derzeitigen Zustand der Mannschaft in wichtigen Spielen wird das genau die Phase sein, in der wir die Meisterschaft aus der Hand geben. (hier zuerst gelesen)
Immer Glück ist Können, immer Pech ist Unvermögen. Die Frage ist, in welchen Aspekten die Qualität fehlt. Fehlt die Qualität nur in der Mannschaft oder auch anderswo?
Kompany wird von der Mannschaft gemocht, aber auch Sahin wurde/wird von der Mannschaft gemocht. Kompany sollte jetzt langsam auch verstanden haben, welche Schwächen die Mannschaft hat, aber er lässt weiterhin ein System spielen, welches die Schwächen exponiert. Auch der Umgang mit Talenten ist fragwürdig. Damit kann man auch die Brücke zu Eberl und Freund schlagen.
Eberl und Freund scheinen es ja zu schaffen Verträge zu verlängern aber auf dem Transfermarkt hat bisher noch wenig funktioniert bzw. im Verein kann man sich nicht dazu durchsetzen zu investieren.
Also man kann schon Argumente dafür finden, dass der Verein kernsaniert werden müsste. Ist nicht meine Meinung, aber man dafür argumentieren.
Lewandowski hat seine beste Saison mit 41 Toren in der Bundesliga im Alter von 32-33 Jahren gespielt. Ich sehe aktuell nicht, dass Kane das bewerkstelligen könnte.
Puh. Wo soll man da anfangen? Am besten gar nicht.
Wobei, eine Frage hätte ich dann doch: Welches System ist denn die Superlösung, die alle Trainer nicht zu finden scheinen? Weil moderat-hohes Pressing unter Nagelsmann wars nicht, abwartend und tiefer unter Tuchel wars nicht und jetzt ist es hohes Pressing offenbar auch nicht. Was bleibt denn noch?