Also wenn ich hier immer davon lese wenn das nur Ballgeschiebe war und man keine richtigen Chancen hatte und das berühmte U des Todes hat hier wirklich keiner mal selbst fußball gespielt.
Mainz hat 30m vor dem Tor mit 11 Mann verteidigt. Wir waren mit unseren IV teilweise 10-15m in der gegnerischen Hälfte heißt da haben sich knapp 20 Spieler aufgehalten und bei einem 6-3-1 kommst du halt auch nicht einfach durchs Zentrum. Da musst du außen rum spielen und daher kamen auch die vielen Flanken. Die vereinzelten Zentrumsdurchbrüche waren ja dann auch direkt gefährlich.
Vielleicht sieht ihn VK einfach noch nicht gefestigt genug für unser ZM? VK sieht ihn quasi jeden Tag Fußball spielen und dabei kommen Einsätze als Verteidiger raus.
Für mich kein Freak-Spiel sondern ein Fall für einen Sonderermittler. Dieser Urs Fischer - der Name ist schon verdächtig - macht da irgendwas spirtuell Voodoo-mässiges, um sich ein 2-2 zu erhexen.
Jedes Team der Welt hat so ein Spiel in jeder Saison. Ich sehe nicht wirklich den Sinn dahinter, dieses Fass aufzumachen, weil Bayern in dieser Saison seinen xG-Wert mehrfach deutlich überflügelt hat. Damals wurde ich von einigen hier belächelt dafür, dass ich diesen Artikel geschrieben habe. Solche Spiele „normalisieren“ den Schnitt dann halt. Es ist unmöglich, das zu halten.
Natürlich ist es richtig, dass du in einer K.-o.-Phase mit einem solchen Spiel dem Aus näher kommen kannst (bei 2:2 wäre schon noch alles offen, find ich), aber ein K.-o.-Spiel ist vom Fokus auch nicht wirklich mit dem Setting des gestrigen Spiels zu vergleichen. Bayerns Probleme in der K.-o.-Phase waren in der Vergangenheit weniger die punktuelle Chancenverwertung als das Herausarbeiten von mehr Qualität. Beides spielt aber natürlich eine Rolle.
Solche Spiele sind ganz normal. Besonders das zweite Gegentor ist zwar vermeidbar, aber auch solche Situationen kommen ganz normal vor im Laufe einer Saison. Mit den ganzen aufgeholten Rückständen sind wir auf dem besten Weg es so zu machen wie Leverkusen vorletzte Saison.
Umso bitterer unsere regelmäßigen Ausscheiden im DfB Pokal und UCL der letzten Jahre….
In der BuLi kann man das einplanen / verschmerzen solange >80% der Spiele eben gewonnen werden.
Dfb-Pokal und UCL sollte man nicht in einen Topf werfen. In der Champions League performten wir eigentlich fast immer stabil, es hat halt immer nicht ganz gereicht (wir sind einer unter mehreren Titelanwärtern und nicht der grösste Fisch im Teich). Im Pokal haben wir in der Tat underperformt als klarer Titelfavorit. Da war man oft nicht 100% konzentriert und dann kann es in einem ko-Spiel halt mal schlecht ausgehen. Ich hoffe dieses Jahr will man diesen Titel mit jeder Faser des Körpers.
PS: man darf nicht unterschätzen, dass der Pokal für praktisch alle deutsche Vereine ausser Bayern im Moment der einzig realistische Titel ist. Dadurch hat er einen ganz anderen Stellenwert als für uns
Keine Ahnung. Ich finde Bischof als AV nicht gut. Er ist für mich zu langsam und stellt sich im 1 gegen 1 ungeschickt an. Und in diese Situationen kommst du bei uns als AV öfter. Gestern mündete das in den Freistoss, der zum Tor führte. Als MF Spieler ist es nicht ganz so schlimm, wenn er zb auf der 8 einen Zweikampf verliert. Seine Stärken sind ganz klar offensiv. Als AV finde ich ihn falsch aufgestellt, weil er da erstens nicht seine Stärken zur Geltung bringen kann und zweitens seine Schwächen in der Zweikampfführung durchkommen. Warum stellt ihn Kompany dort also auf? Nach meiner Meinung will er ihm Spielzeit geben und andererseits hat er nicht den Mut, Goretzka dauerhaft draußen zu lassen. So kommt dieser suboptimale Deal dabei raus.
Mir ist der Pokal relativ egal subjektiv. Klar ist das Double toll, muss aber nicht sein.
Was mich sehr schmerzt sind solche unnötigen Niederlagen wie gegen Inter, Real, Athleti, Chelsea die letzten 15 Jahre (!)
Und ich behaupte dass diese am zu dünnen Kader bzw. der Qualität in der Breite lagen. Auch diese These natürlich rein subjektiv. Wir konnten halt nie wirklich von der Bank in engen Spielen nachlegen…. und ja, dann kam auch noch das Pech dazu (3€ ins Phrasenschwein)
In der CL muss man sich immer wieder bewusst machen, wie gering eigentlich die Wahrscheinlichkeit ist, das Ding zu holen. Selbst wenn du Topfavorit bist, hast du in dem Wettbewerb oft nur eine Quote von 15-20 Prozent bei den Buchmachern und Algorithmen dieser Welt. Als FC Bayern liegst du meist eher unter 10 Prozent. In diesem Jahr ist man mal unter den Topfavoriten.
Bedeutet: Selbst wenn du Topfavorit bist, wirst du nur in einem aus fünf Runs CL-Sieger. Das zeigt einerseits, wie enorm die Qualität in dem Wettbewerb ist und andererseits, dass es eben auch mal Jahre dauern kann, manchmal Jahrzehnte, bis es wieder klappt. Da war der FC Bayern mit drei Titeln in 19 Jahren schon arg verwöhnt.
Klar, da gibts noch Real Madrid, die alle Wahrscheinlichkeiten außer Kraft gesetzt haben, aber auch die haben streng genommen jetzt „nur“ 6 Titel in 15 Jahren geholt. Sicher: Überragend. Aber eben auch häufiger nicht gewonnen als gewonnen. Der Run mit 6 aus 12 Jahren ist schon bemerkenswert in der Hinsicht. Aber da kann man dann auch wieder auf die Detailebene gehen und sich anschauen, wie viel Glück es dafür teilweise gebraucht hat und wie da alles in kürzester Zeit zusammengelaufen ist. Lässt sich so vermutlich für niemanden wiederholen, der nicht Real Madrid heißt.
Will heißen: Selbst der absolute Primus in Europa hat im besten aller Fälle „nur“ eine 50-Prozent-Quote. Alle, die dahinter so herumschwimmen, sind mit 5-10 Prozent schon arg gut bedient.
Es ist simple Mathematik, dass Bayern eher ausscheidet als den Titel zu holen. Und es ist emotional logisch, dass man sich an den Niederlagen aufhängt und weniger an den Siegen, die es ja auch in den K.-o.-Phasen gab.
Den Gedanken hatte ich auch schon. Andererseits, wenn Bischof im ZM relevanten Mehrwert liefern würde, würde VK bestimmt nicht auf Bischof verzichten. Goretzka scheint ja grundsätzlich verzichtbar zu sein, da dieser inzwischen überwiegend als Einwechsler eingesetzt wird. Vielleicht ist Bischof für VK der Kimmich-Ersatz und nicht der Goretzka-Ersatz?
Korrekt. Dennoch bleibts dabei, dass für uns viel mehr drin war, insbesondere 2010-2017, und Real keine 15 Titel wirklich verdient hat, insbesondere nicht die letzten 6 Henkelpötte (vs Juve ausgenommen) !
Kann ich mir auch vorstellen.
Kimmich ist gesetzt und Pavlovic quasi auch. Danach gibt es dann den Zweikampf zwischen Goretzka Bischof, den Goretzka wohl daher gewinnt, weil er Erfahrung hat, gut im Training ist und vielleicht besser mit Kimmich funktioniert als Bischof.
Das subjektive Gefühl, dass mehr drin war teilt man aber wahrscheinlich mit dem Grossteil der anderen Titelanwärter für die es nicht gereicht hat. Das liegt rein psychologisch daran, dass man beim Ausscheiden immer die „Pechmomente“ wie vergebene Chancen, verletzte Spieler, unglückliche Gegentore emotional höher gewichtet als die „Glücksmomente“ wie ein Sonntagsschuss, verletzte Spieler beim Gegner, „Duseltore“…
Wie @Hibbs schreibt, hat Kimmich/Goretzka schon lange nicht mehr überzeugt und trotzdem kam es wieder zu dieser Konstellation. Irgendeinen Grund wirds dafür geben. Ich vertraue da VK, der die die jeden Tag sieht.
Also die aktuelle Saison in der Bundesliga zeigt ja, dass Bayern sehr gut mit dem kleineren Kader zurecht kommt. Man hat 38 Punkte nach 14 Spielen und 9 Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolger. Wenn es gerade kein Leverkusen gibt, dann gewinnt man mit diesem Kader locker-flockig die Bundesliga. Auch den Pokal gewinnt man mit diesem Kader locker, wenn man ihn ernst nimmt.
Also für 2 von 3 Wettbewerbe reicht der aktuelle Kader vollkommen aus. In der Champions League kann ein größerer Kader den Unterschied ausmachen, aber wie @justin eben vorgerechnet hat, stehen die Chancen auf einen Champions LeagueSieg sogar bei einem Favoriten bei nur maximal 20%.
Lohnt es sich dann für diese geringe Chance auf den Sieg den Kader um mehrere Positionen zu vergrößern?
Wenn es im Winter mal eine günstige und gute Gelegenheit gibt und man selbst das Gefühl hat, dass sich dadurch die Chancen nocmal erheblich verbessern, dann kann man vielleicht noch jemand zusätzlich verpflichten. Ansonsten ist das vernünftigste Vorgehen einfach das Verfolgen des Kosten-Nutzen-Prinzips. Das ist aktuell noch nicht vollständig maximiert, weil Spieler wie Goretzka oder Gnabry etwas zu viel für ihre gezeigten Leistungen verdienen. Aber die Kadergröße ist aktuell ziemlich nah dran am möglichen Optimum.
Dazu kommt ja auch, dass man aktuell Jugendspieler wirklich testen und „entwickeln“ kann. Das verbessert natürlich nochmal das Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Daraus folgt, dass ein größerer Kader nur durch unverhältnismäßig hohe Mehrkosten möglich wäre und da Bayern keinen „Geldscheißer“ in der Hinterhand hat und in Bayern auch kein Geld auf den Bäumen wächst, müsste man dafür unnötigerweise das Festgeldkonto „plündern“.