FC Bayern Podcast – MSR388: Wirtz-Knall beim FCB! Wie geht es jetzt weiter?

Mir hat gefallen, dass @Georg ein Versäumnis angesprochen hat. Nämlich, dass es mit internationalen Maßstäben eigentlich provinziell wirkt, zwar einen schönen Campus neben die AA zu klatschen, aber weiterhin an der Säbener zu residieren, in einem zwar gehobenen, aber altbackenen Wohnviertel. Die ganze Anlage strahlt für mich wenig Flair aus, auch wenn sicherlich alles sportlich/medizinisch auf dem aktuellen Stand ist. So was macht sehr wohl Eindruck bei den jungen Leuten, wie Georg es andeutete, wenn man z.B. den AXA Komplex als Vergleich heranzieht. Der Faktor Modernität plus Ruhe durch die abgeschiedenere Lage(gated) wäre für mich an Wirtz Stelle absolut ein Zünglein gewesen.

Im internationalen Vergleich protzen wir mit der Säbener jedenfalls nicht gerade. Oder habt ihr da einen anderen Eindruck?

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naja die wohnen ja alle in Grünwald, da brauchst nicht jeden Tag in die Akademie fahren und zurück, da hilft dir dein schöner AudiSUV gar nix wennst dich täglich 2x über die Donnersbergerbrücke stauen musst.

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:rofl:Das kann man ja ändern. Grünwald ist eh seltsam. Herzogpark, Bogenhausen, Nymphenburg sind auch ordentliche Adressen. Und der Leon radelt eh.

Du willst von all diesen Orten nicht nach Neuherberg fahren. Das macht keinen Spaß.
Auch vom Tegernsee ist es die falsche Seite. Niemand hat so richtig Bock zu mir raus zu fahren :wink: .

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Ich bin leider erst jetzt dazu gekommen, mir den Podcast in ganzer Länge anzuhören, aber das Warten hat sich gelohnt.
Ich habe festgestellt, dass das Leiden von @georg mir selbst geholfen hat, mit dem Wirtz-Verlust umzugehen, Stichwort: Trauerbewältigung… :wink:

Sehr hübsches Spiel auch von @georg mit der Frage nach den theoretischen Alternativen mit den in Punkto Marktwert vor Wirtz stehenden Jungs. Ich würde hier Wirtz sogar auf Platz 1 setzen. Mbappe zerstört dir sehr wahrscheinlich jegliches Gefüge, auf und neben dem Platz. Und nix gegen Haaland, aber da bin ich idealistisch auch bei @georg: echte Neuner braucht kein Mensch…
Okay, aber zur Wirklichkeit:

Total interessant, eure Debatten rund um die Folgen und die Wunschvorstellungen der zu erwartenden oder erhofften Investitionen.
Ich bin ganz bei euch, dass es fast schon seltsam wäre, jetzt für ne Wirtz-Light-Variante auch ne Riesensumme im Bereich über 60, 70 Mios hinzulegen. Jetzt ist vielmehr die Gelegenheit, zwei oder drei Baustellen zu schließen. Und ebenso plädiere ich für @justin’s (nicht neuen, aber leider immer noch sehr aktuellen) Appell, angesichts des Campus-Potentials (und auch angesichts der Altersstruktur im Kader) eine vertiefte Perspektive auf die Jugend zu werfen, sprich Spieler, die vielleicht erst in zwei, drei Jahren, da aber dann umso überzeugender ein bestimmtes Niveau erreichen können oder werden.
Auch mein Eindruck vom Markt der Flügelspieler ist so, dass ich im Ausland kaum Potentiale sehe vom Kaliber Olise. Da kann man nur auf Freund vertrauen, der ja schließlich nicht nur Olise, sondern auch Doue auf dem Zettel hatte.

Aber einen Namen möchte ich für die Offensiv-Positionen jetzt doch nochmal reinwerfen. Er wurde bereits genannt, natürlich, aber nach wie vor vereinzelt und ohne großen Nachdruck. Und das überrascht mich doch etwas, denn:
Er ist jung.
Er hat Riesen-Talent.
Er ist Deutscher.
Ohne seine Vertragsposition zu kennen, würde ich eine zu investierende Summe niedriger einschätzen, weit niedriger, als die vielgenannten Kandidaten aus dem Ausland.
Und der Haupt-Vorteil: er kann zwei Baustellen auf einmal schließen.

Die Rede ist natürlich von Nick Woltemade.

Er würde die Müller-Rolle als auch den MS-Backup übernehmen können. Ich finde, der Kerl ist fast ein Spätstarter, nachdem Ole Werner seltsamerweise nicht viel mit ihm anfangen konnte, aber der entwickelt sich grade rasend schnell. Zu Beginn der Saison hieß es noch, der macht keine Tore wie ein Stürmer, dann hieß es, der kann für so einen Riesen keinen Kopfball. Die letzten Wochen hat er dann begonnen, Mittelstürmertore zu schießen und Kopfbälle zu versenken.
Ich sehe den noch nicht am Ende seiner Entwicklung, und auch wenn das alles mein persönliches Faible für drei Meter große Techniker zeigt: Ich würde prophezeien, dass der in zwei Jahren nicht mehr bezahlbar sein wird.

Und daher würde ich die Offensive lieber mit ihm besetzen als mit einem linken Flügel (natürlich in der Hoffnung einer Sane-Verlängerung) und den Fokus diesbezüglich dann auf die Campus-Jungs setzen, Karl allen voran natürlich, der MUSS einen festen Kaderplatz bekommen.

Und sollte das nicht gehen, weil auch Woltemade nicht zum antiquierten FC Bayern gehen will :wink:, dann nehme ich sogar am ehesten die ganz kleine, irre Variante und checke nochmal, ob man Zirkzee aus dem United-Schlund befreien kann. Dessen Marktwert muss doch auch gepurzelt sein, und ich habe ihn bei Brighton oft gesehen. Das kann er doch nicht alles verlernt haben?

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Woltemade wäre definitiv was für uns. Aber nicht jetzt als HK-Backup, sondern nächste Saison als HK-Nachfolger. Der hat IMO wirklich das Zeug dafür. Den sollten wir perspektivisch vom VfB loseisen.

Und unseren Münchener Stiller gleich mit dazu. Ich will mir nicht vorstellen, dass sich den mittelfristig Real holt.

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A99 , einmal ringsherum?:wink: Mit den Öffis erst recht nix, hast ja recht.

Der Standort wäre aber nicht in Stein gemeißelt. Es geht mir ums Prinzip.
Sollen die Millionäre doch alle nach Ampermoching ziehen!:stuck_out_tongue_closed_eyes:

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So sehr ich euch in der Sache Recht gebe:
Ich bin in Harlaching geboren und aufgewachsen und hab jahrelang direkt neben der Säbener Straße Fußball gespielt. Und klar, das Areal wurde und ist zu klein und beengt für einen Weltverein. Gleichwohl hab ich was übrig für diesen fast englischen Aspekt, meinen FC Bayern immer noch quasi mitten im städtischen Wohngebiet zu wissen anstatt vor den Toren Münchens mit einer Multi-Dingens-hypermodernen kleinen eigenen Stadt.
Schon klar, ist so’n nostalgisches Identifikations-Ding. Aber für mich schon ein Wert.

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Geht mir ähnlich. Zumal man ja die Jugend ausgelagert hat und auch ansonsten schon Platz geschaffen hat.

Vom Footballer Belt - oder Golden Triangle (Cheshire) - wo die meisten Fußballer von Liverpool und Manchester leben - sind es eine dreiviertel Stunde Fahrtzeit zum Training. Da lobe ich doch Grünwald, das Gärtnerstraßen viertel oder auch Bogenhausen - da kann man sogar mit dem Fahrrad an die Säbener Straße fahren.

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Willkommen im Klub.

Das ist es ja im Grunde zu Recht. Die Säbener ist nicht irgendeine Adresse. Da weht die Geschichte des FC Bayern um die Nase. Es ist der Ort an dem man einfach noch hingehen konnte, Autogramme holen und ihnen beim kicken zusehen konnte.

Aber die Zeiten sind ja auch alle längst vorbei. Man trifft ja nicht mal mehr den Ingwer Phonzie ;).

Von der Fannähe ist nicht mehr viel übrig geblieben. Den FC Bayern zum Anfassen gibt es dort auch kaum mehr.

So greislig es da draußen nahe der A99 auch ist. Man hätte zumindest Platz. Der Campus würde wieder etwas näher an die Profimannschaft rücken und ein kleines FC Bayern Disneyland für die Fans aus fern und ferner könnte man auch noch gleich hinstellen. Schön ist die Vorstellung nicht. Aber der Trend geht ja zum „Verschanzen“. Auch an der Säbener.

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Naja, inzwischen werden ja wohl tatsächlich taktische Feinheiten trainiert, die muss man den gegnerischen Spionen ja nicht auf dem Silbertablett präsentieren.
Beim früheren „Heldenfußball“ hatte man das Problem natürlich nicht … :rofl:

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Wird von uns kurz genannt, aber da deutet alles auf einen Wechsel innerhalb Spaniens hin.

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Gärtnerplatzviertel. Von da ist das Fahrrad schon eine Option, aus Bogenhausen eher nicht, denke ich.

Ob der Standort „Säbener“ jetzt wirklich (junge) Spieler abhält, beim FCB zu unterschreiben? Das würde ich deutlich anzweifeln. Ob die Trennung in Süd- vs Nordmünchen so praktisch ist, allerdings auch. Aber die Implikationen, den Campus jetzt um die Kapa für die erste Herrenmannschaft zu erweitern, stelle ich mir sehr viel komplexer und größer vor, als die Säbener regelmäßig auf den jeweils neuesten Stand zu bringen.

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Das die Säbener Straße ein ausschlaggebender Faktor für Absagen ist, halte ich für arg an den Haaren herbeigezogen. Veraltet ist die wahrlich nicht.

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Auf gar keinen Fall. Es ist einfach bekannt, dass der LFC und andere einfach weitaus bessere, modernere und schönere Trainingsgelände haben. Das kann beeindrucken. Deswegen wechselt per se natürlich niemand zu Klub A oder B.

Florentino Pérez würde bestimmt an der Säbener Wohnhäuser errichten lassen. Sie Schörghuber Gruppe würde sich freuen. Mit dem Geld würde sich vortrefflich ein neues Trainingsgelände finanzieren lassen und noch etwas mehr.

Wenn sie jetzt tatsächlich neu bauen an der Säbener wird daraus sichtlich nichts. Ich wäre auch nicht traurig. Ich hänge emotional schon am aktuellen Standort. Aber vieles was man sich nicht vorstellen konnte passiert dann trotzdem irgendwann.

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Darauf wollte ich ja hinaus. Aus der Perspektive eines jungen, insbesondere nicht-deutschen, Spielers, können die facilities besonders Eindruck machen. Vom Hauch der Geschichte ist denen ja nichts bekannt und der sehr wohl vorhandene Charme der Säbener im Wohnviertel Harlaching wird eher weniger wahrgenommen. (außer man heißt Leon Goretzka und kommt in der Tat von Tag 1 an mit dem Radl😉).
Ich wollte das eigentlich aus der Wahrnehmung eines Spielers wie Wirtz oder auch Doué beschreiben, ohne selbst eine Wertung abzugeben. Die Säbener hat viel Charme durch den Standort und seine Geschichte, allein vermute ich, dass es einem Hochkaräter wie Doué, Williams oder Yamal altersgemäß um andere Dinge geht und da spielt Protz/Status heutzutage schon eine zunehmende Rolle.
Damit wollte ich nicht ausdrücken, dass ein Spieler per se dem FC Bayern absagt und lieber bei Crystal Palace anheuert, obwohl die auch sehr fancy aussehen was das Clubhaus angeht. Wäre ja noch schöner.:face_with_raised_eyebrow:
Stichwort Nähe. Ich glaube, wir hatten von Anfang an gute Karten bei Harry Kane, als der erstmal aufgezeigt bekam, wie zackig er u.a. beim Training ist. Da bleibt mehr Zeit für die große Familie.:grinning:

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Taxisstrasse❤️!
Wenn man ehrlich ist, liegt die Säbener ja nicht wirklich urban, sondern schon sehr ruhig und beschaulich, mit kurzen Fahrwegen für die meisten Spieler. Und trotzdem gehört sie zum Stadtbild, ja. Das hat Charme. Wie @cheffe sagt, ist das Gelände eigentlich zu klein, es wird zwar modernisiert, aber es fehlt der Platz um richtig zu klotzen.

Aber ich finde schon, dass man nicht unterschätzen sollte, welche Faktoren bei der verwöhnten Jugend von heute😏so eine Rolle spielen können und da gehört das Trainingsgelände/Stadion/Infrastruktur ab einem gewissen Niveau auch dazu, gerade wenn man sportlich und finanziell eh zu den Top 5 in Europa gehört.

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Wenn er es tatsächlich täte, wäre das ein gutes Auslesekriterium.
Wer sich davon allen Ernstes abschrecken ließe, wäre hier sowieso nicht richtig.

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Hier im Artikel wird jetzt glaube ich zu Wirtz nochmal einiges aufgeklärt (ich konnte den Artikel nicht lesen, da ich kein SZ-Abo habe und habe jetzt nur ein paar Ausschnitte davon bei Twitter gelesen).

Der Artikel in etwa so:

Erst waren alle da (wirklich alle, am Tag der Meisterfeier) und dann ging das Gespräch wie folgt:

Letztlich, so deuten sie es zumindest beim FC Bayern, habe Wirtz abgesagt, weil er fürchtete, sich in einem Positionsgerangel mit Jamal Musiala aufzureiben; mit Musiala, dem gleichaltrigen Stammplatzinhaber auf der Zehn, der schon seit Jahren im Klub ist. Man hätte etwas tricksen müssen, im Grunde eine neue Position für Wirtz erfinden müssen, heißt es. Entweder hätte er hinter der Spitze gewirkt, und Musiala wäre auf eine halblinke Position verrückt worden. Oder das Trainerteam hätte eine Achse der Kreativen gebaut, mit Kimmich auf der Sechs, Wirtz auf der Acht und Musiala auf der Zehn, direkt hinter Harry Kane.

Im Chambre séparée sprach Kompany eine ganze Stunde mit dem Spieler. Er hatte einen Laptop dabei und Präsentationen. Erst sei das Gespräch ganz, ganz schwierig gewesen, hört man, dann sei es etwas launiger geworden. Aber als es vorbei war, soll Kompany bereits große Zweifel geäußert haben bezüglich der Chancen der Bayern auf eine Zusage. Kompany soll den Eindruck gehabt haben, dass Liverpool und dessen Trainer Arne Slot sich schon tief hineingegraben hatten in die Gedanken des Spielers. Weil sie ihm das klare Modell einer Mannschaft präsentiert hatten, in der das Spiel um Wirtz herum neu aufgebaut werden sollte.

Anstelle eines Schuldigen wurde immerhin eine zu optimistische Vorhersage diagnostiziert: Zwei Wochen vor Wirtz’ Geheimreise nach München hatten die Bayern eine Art Zusage von dessen Eltern erhalten. Fatalerweise haben sie diese gleichgesetzt mit einer Zusage des Sohns, sich zurückgelehnt und den Fuß vom Gas genommen, wie es heißt. Als Hoeneß und Rummenigge kurz darauf aus den Medien vom England-Trip der Familie Wirtz erfuhren, sollen sie vor Schreck vom Hocker gefallen sein. Einen letzten Versuch unternahmen sie trotzdem – und fuhren den Feldherrn in die Tiefgarage.

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