Nkili hat schon nen Schnauzbart und ist wohl nicht nur „ambitioniert“ sondern ganz weit vorne in diesem Jahrgang. Und selbst da hat Bayern ein schlechte Quote wenn es darum geht gute Bundesligastammspieler (nicht mal unbedingt in München) zu machen
Im Rahmen der Saisoneröffnung spielte unsere U19 gegen die „FC Bayern World Squad“.
Diese World Squad ist natürlich sehr schwer einzuschätzen. Eine ganz ordentliche Truppe sollte das aber sein. Im letzten Spiel vorher konnte man immerhin die Hachinger U19, auch ein Bundesligist, mit 5:1 schlagen.
Unsere neuformierte Mannschaft machte in dem Spiel einen guten Eindruck und dominierte sehr überzeugend.
Vor allem in der 1.HZ. als so etwas wie unsere A-Elf am Start war, waren wir drückend überlegen und gingen mit einem wohlverdienten 3:0 in die Pause.
Nach einem kompletten Wechsel zur Halbzeit (bis auf den Torwart) kam die Word Squad etwas besser ins Spiel und hatte am Schluss auch die eine oder andere gute Szene.
Letztendlich legte die U19 aber noch ein Tor nach und gewann mit 4:0.
Natürlich kein Spiel um es zu hoch zu hängen. Aber beide Mannschaften gingen absolut engagiert zu Werke. Von daher war es sicher ein guter Test und hoffentlich ein gutes Omen für eine erfolgreichere Saison als letztes Jahr.
Das frage ich mich auch seit Jahren.
Obwohl das ja kein spezifisches Bayern-Thema ist, sondern sich allgemein durch den deutschen Fußball zieht.
Auf vielen Positionen gelingt es nicht mehr dementsprechende Spezialisten auszubilden.
Ich finde vor allem auf den offensiven Positionen ist das auffällig. Da gibt es viele Spieler bei denen es schwer fällt, die eine spezielle Position zu nennen. „Irgendwas mit offensiv“ denke ich mir da immer.
Mag sein es sieht für die Spieler einfacher aus. Je weniger du spezialisiert bist, desto mehr Einsatzmöglichkeiten sollte es geben.
Je festgelegter du bist, desto mehr musst du mit den Härten und Schwierigkeiten dieser Position leben.
Bist du eine echte Spitze? Ganz hartes Brot. Ständig stehen dir ein paar Typen auf den Füßen, zerren an dir rum, hauen dich von den Beinen. Du hast kaum Ballkontakte, die meisten Bälle und Zweikämpfe verlierst du. Kurz: Du siehst richtig schlecht aus, mit Ausnahme der wenigen raren Momente in denen du tatsächlich mal einnetzt.
Bist du im MF? Dann heißt es rennen bis die Socken qualmen, bei jedem Spielzug von vorne nach hinten laufen, immer defensiv aufpassen und die kleinen unspektakulären Dinge machen, auf die sowieso keiner achtet.
Da machst du dann vielleicht lieber „irgendwas mit offensiv“. Keine Prügel vorne, keine Drecksarbeit hinten.
Ganz neu ist das nicht. Ich glaube die 90er waren es als jeder ambitionierte Junge nur noch „hinter den Spitzen“ spielen wollte. Wenn man es sich richtig zurechtlegt eine sehr angenehme Position. Man war nicht unter Dauerbewachung, konnte offensiv glänzen, aber für den Laden hinten hatten andere zu sorgen.
Je weiter es nach oben geht, desto schwieriger wird es dann mit einer solchen Positionierung. Die Trainer, zumindest die in den Spitzenvereinen, brauchen eben keinen der irgendwie vieles kann. Man sucht den Topmittelstürmer, den Spitzenlinksaußen.
Wenn der dann auch noch einen guten Nebenjob wo anders machen kann? Ok, aber zuerst einmal muss er auf seiner Position abliefern.
Vereine an der Sitze der Nahrungskette wie der FCB tun sich da dann immer noch relativ leicht, weil es weltweit immer irgendwelche Spieler gibt, die du abgreifen kannst. Auch wenn du sie nicht selbst ausbildest, bzw. sie nicht im eigenen Land ausgebildet werden.
https://fcbayern.com/de/news/2022/07/u19-trainer-danny-galm-im-interview
Ein interessantes Interviews mit U19-Coach Danny Galm.
Vor allem dieser Satz „Kaderveränderungen während der Saison wollen wir in diesem Jahr größtenteils verhindern und als Team funktionieren.“ stimmt mich hoffnungsfroh.
So es denn umgesetzt werden sollte.
https://fcbayern.com/de/news/2022/07/fc-bayern-verpflichtet-nachwuchsspieler-adam-aznou
Wurde ja schon lange diskutiert. Jetzt auch offiziell.
Unsöld und Sen fehlen U19 zum Saisonauftakt (fcbayern.com)
Das ist natürlich bitter für die Jungs und für die Mannschaft.
Beide waren wohl auserkoren eine tragende Rolle in der neuen Saison zu spielen.
Bayern-Nachwuchsleiter Jochen Sauer: So findet der FC Bayern seine Talente | WEB.DE
Interview mit Jochen Sauer zum Scouting, Musiala&Co.
Das zweite Heimspiel für unsere Amateure gegen Aschaffenburg.
Unterhaching hatte durch seine Niederlage das Spiel vorher noch etwas „scharf“ gemacht. Bei einem Sieg wäre, bei entsprechender Höhe, sogar die Tabellenführung drin gewesen.
Die Aufstellung ohne den erwarteten/erhofften Wanner, aber mit Vidovic und Zvonarek.
Überhaupt scheint sich dieses Jahr schon ziemlich früh der Kern der Stammmannschaft herauszubilden. Insofern keine größeren Überraschungen, eine blutjunge Mannschaft aus 18,19-jährigen.
Man könnte sich vielleicht noch fragen, warum Schenk, der eigentlich als dritter TW im Verein ausgeguckt ist, wenn er schon dabei ist, nur auf der Bank sitzt, statt Spielminuten zu sammeln.
In der ersten HZ gab es relativ wenige Höhepunkte zu sehen. Die Aschaffenburger verteidigten stoisch zwischen tiefer Fünferkette und hohem MF-Pressing wechselnd. Die Bayern dagegen mit viel Ballbesitz. Das Chancenplus lag allerdings noch eher bei den Aschaffenburgern.
Nach der HZ machten die Bayern zu Beginn etwas mehr Druck und Tempo und wurden mit dem 1:0 nach 55 Minuten belohnt. Nach Eckball Aydin traf Janitzek per Kopf. Die Aschaffenburger waren nun etwas offensiver und kamen nach 77 Minuten zum Ausgleich. Ein böser Schnitzer von TW Mayer, der dem Gegner den Ball am Strafraum in die Beine spielte.
In der Nachspielzeit noch etwas Aufregung, als ein möglicher Strafstoß an Copado nicht gegeben wurde.
Ansonsten passierte nichts Entscheidendes mehr. Ein gerechtes Unentschieden, mit dem natürlich nur die Aschaffenburger zufrieden waren.
Vidovic hatte am Anfang einige Szenen in denen er sein Talent aufblitzen ließ, kam ansonsten aber wenig zur Geltung.
Zvonarek, im 4-2-3-1 am rechten Flügel, hatte zwar die erste Chance der Partie, blieb im weiteren Verlauf aber eher blass.
Man muss natürlich sagen, dass das nun im dritten Spiel die dritte Position für ihn war und keine würde ich als optimal ansehen.
Überhaupt hatte die ganze Mannschaft mit dem Spiel über die Flügel so ihre Probleme. So reichte es den Aschaffenburgern meist die Mitte geschlossen zu halten, um die Angriffsbemühungen der Amas zu neutralisieren.
Ich hab mal so etwa 30 Minuten zugeschaut in der ersten Hälfte: ich fand das ein doch recht erstaunliches „Flankengewitter“ seitens der Bayern, obwohl der echte Zielspieler in der Mitte scheinbar gar nicht da ist. Ich gestehe aber ein, dass ich die Amateure wirklich so gut wie gar nicht verfolge.
hab’s mir auch mal wieder im Stadion angeschaut. Ich finde, da hat keiner rausgeragt, dass man sagt: Boah, der kann bald weiter oben kicken (kleine Ausnahme folgt gleich). Im Umkehrschluss heißt das, das Zvoranek fast etwas enttäuscht hat. Allerdings ist es für ein Urteil noch viel zu früh, vor allem wenn, wie du schreibts, „seine“ Position eine ganz andere ist.
Die Ausnahme: der unglaublich ballsichere Aydin. Viele Ballkontakte, gefühlt eine hohe Passquote, nur wenige Unsicherheiten. Gutes Stellungsspiel auf der 6. Da könnte man fast überlegen, den nächste Saison nach oben zu ziehen, finde ich. Wenn die Konkurrenz und der Druck nicht so groß wäre.
Das 1:1 war sehr ärgerlich. Ohne unsere Hilfe hat sich Aschaffenburg wenig Chancen rausgespielt. Die Amateure aber auch nicht, weswegen der ganze Kick mich nicht vom Hocker gehauen hat.
Wer in Hz 2 positiv aufgefallen ist war Herold als LIV. In Hz 1 war das noch ganz anders, weniger offensiv Akzente.
Der klassische Zielspieler fehlt sicher. Der kleine und schmächtige Copado ist natürlich beweglich und wendig. aber sicher nicht der typische MS.
Das war allerdings schon letzte Saison nicht anders und da hat man 113 Tore geschossen. Es fehlen dieses Jahr aber die Spieler um die Spitze herum, die auf den Flügeln und in den Halbräumen Betrieb machten und üppig scorten.
Ich würde, analog zur Ersten, gerne mal Copado/Ranos als Doppelspitze sehen.
Ich habe mir auch überlegt, ob man jemand individuell hervorheben könnte, bin aber (leider) zu demselben Ergebnis gekommen.
Die einzige Ausnahme wäre bei mir vielleicht Tikvic gewesen, der neue IV. War jetzt auch nicht spektakulär, aber das scheint kein schlechter Fang zu sein.
War ein Freistoß.
Ich fand unser Spiel nicht so schlecht. Vorne fehlte die Durchschlagskraft. Ohne das unglückliche Gegentor hätte ein 1:0 das Spiel gut widergespiegelt.
So weit bin ich gar nicht gekommen. Nach 20 Min kam der Besuch, weshalb ich nicht wieterschauen konnte. Aber ich stimme hier den meisten zu, dass vorne drin ein „Brecher“ fehlt. Bis zum Strafraum speilen wir es ja sehr gut. Wie bei den Damen (deutsche NM) fehlt im letzten Drittel der letzte Punch in Sachen Zuspiel. Evtl. sollten sie auch mal sich was zutrauen und aus 20-25 Meter mal aufs Tor schiessen. Aydin hat doch einen guten Schuss.
Das wäre wirklich eine interessante Kombo.
Nicht umsonst und vollkommen in Einklang mit meiner Wahrnehmung wurde gestern wieder mal angestimmt „Schießen, einfach schießen…“
Die U19 startet morgen in ihre Saison. Und auch gleich mit dem Derby gegen Sechzig am Campus.
Zur Feier des Tages gibt es auch einen kostenlose Livestream auf der Homepage.
Getrübt wird die Vorfreude durch das gewaltige Verletzungspech schon zum Start.
Buchmann, Unsöld, Sen, Nkili und Dibrani fallen mit teils schweren und langwierigen Verletzungen aus.
Saisonauftakt am Campus für unsere U19. Das Derby gegen den Klassenneuling 1860 stand an, die Bayern in der Favoritenstellung. Dies auch, obwohl vor der Saison noch einmal bekräftigt wurde, dass man wieder mit einer sehr jungen Mannschaft an den Start gehen werde.
Abgesehen davon bot die Aufstellung die erste Enttäuschung der gerade begonnenen Saison.
Verletzt fehlten Buchmann, Sen, Unsöld, Dibrani, Nkili und Hülsmann.
Pollak, Jonathans, Wimmer erkrankt und Manuba aus unbekannten Gründen.
Mithin fast eine komplette Elf. Das hätten sich alle Beteiligten sicher anders gewünscht.
Der einzige externe Neuzugang war Lennard Becker der aus Dresden kam. Als Verstärkung von den Profis, wie von Nagelsmann schon angekündigt, Paul Wanner.
Beide Mannschaften gingen offensiv, mit offenem Visier ins Spiel, ohne sich zuerst allzu gute Szenen erarbeiten zu können. Bis nach 11 Minuten Ibrahimovic nach einer Traumkombination auf 1:0 stellte.
Das Spiel weiter munter, aber ohne große Höhepunkte. Mit überlegenen Bayern und Löwen die weiter mitspielen wollten. Mit der zweiten Chance in der 29. Minute dann die 2:0 Führung, Klanac auf Vorlage Ibrahimovic.
Kurz vor der Pause nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf, als Sechzig unvermittelt und aus dem Nichts zum 1:2 Anschlusstreffer kam. Den konterten die Bayern mit der letzten Aktion vor der Pause. Wanner nahm dankbar einen Zupfer im Strafraum an, Ibrahimovic verwandelte den Elfer.
Eine verdiente 3:1 Führung zur Halbzeit.
Nach der Pause machten die Bayern gleich weiter Dampf, kamen zu Chancen und auf Vorlage von Klanac machte Ibrahimovic das 4:1.
Das war es dann weitestgehend mit dem Spiel. Die Sache war entschieden und wurde heruntergespielt. Zwischen Wechseln, Verletzungen und Krämpfen kam groß kein Spiel mehr zustande. Nur die Löwen konnten noch einen kleinen Akzent setzen als sie in den letzten 10 Minuten noch zu Chance 2 und 3 kamen.
Es blieb aber beim verdienten und leistungsgerechten 4:1 Sieg. Ein klarer Derbysieg zum Auftakt, das passt natürlich. Wenn auch die Löwen mit ihrer fast schon etwas naiven Art des offenen Mitspielens dabei hilfreich mitwirkten.
Man sollte das jetzt nicht überbewerten, denn auch in diesem Spiel gab es noch sehr viel Luft nach oben. Auch ist es sehr fraglich, wie oft man die Mannschaft aufgrund der angesprochenen Personalprobleme noch in dieser Formation auf dem Platz sehen wird.
Man of the match natürlich Ibrahimovic, mit drei Toren und einem Assist. Aber auch sonst sehr auffällig und dominant im Spiel. Immer präsent, rochierend, sich anbietend, den Ball fordernd.
Eine klasse Leistung.
Viel weniger glücklich sah dagegen Paul Wanner aus. Zwei schöne Steckpässe, eine gute Aktion zum Elfmeter, das war es. Ansonsten über weite Strecken unsichtbar, sich oft festlaufend.
Wenn ich die Worte von Nagelsmann gestern zum Maßstab nehme, was er sich in solchen Spielen von Wanner oder allgemein von Jungs aus der ersten Mannschaft erwartet, kann man das nur als Enttäuschung werten.
Ich habe Wanner etwas besser gesehen, hat schon einige Bälle gut behauptet und weitergeleitet. „Unsichtbar“ würde ich daher nicht sagen, aber „über weite Strecken unauffällig“ schon. Weit liegen wir da nicht auseinander.
Mit „über weite Strecken unauffällig“ könnte ich auch gut leben. ![]()
Kann es sein, dass bei Wanner nach seinem Bundesligadebüt bei diesem Corona-Freakspiel damals gegen Gladbach völlig übertriebene Erwartungen (vor allem von Fans und Presse) an den Jungen enstanden sind?
Kann das selbst nicht so ganz einschätzen, aber habe schon länger das Gefühl bei dem Thema…