FC Bayern geht beim FC Barcelona unter: Ein Problem, das sich nicht beheben lässt

xG hat Schwächen. Ich verweise auf den Artikel oben. Aber zahlreiche Topanalysten und Topklubs nutzen diese Statistik aus einem Grund. Und sie wird immer verlässlicher, je größer die Zeitspanne ist. Mehr muss ich eigentlich nicht sagen, um zu erklären, was die Aussage des Artikels ist.

Wer das aus dem Kontext reißen will, um billig zu provozieren, kann das gern weiter tun. Einzelne Wetterereignisse und Klimawandel. Alles gesagt.

Eine Ergänzung noch:

Es geht darum, WENN man diese Leistungen und Zahlen halten kann. Gegen Barcelona konnte man das nicht. In vielen anderen sieglosen Spielen schon. WENN der xGa-Wert bei 0,7 im Schnitt bleibt, wird man nicht extrem nach oben abweichen im langfristigen Trend.

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Ebenfalls ist es aber so, dass Stürmer wie Marmoush diese Tore nicht immer machen und auch nicht immer gemacht haben. Das gleicht sich also aus.

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Laut TZ Interview mit Joshua Kimmich nach dem Spiel sei es aber „teilweise schon Harakiri“ gewesen, was Barça offensiv fabrizierte. Er bezog sich dabei auf das hohe Pressing der Gastgeber und ihr riskantes Passspiel in die Tiefe.
Eigentlich genau wie bei uns, nur das die Spieler von Barcelona präziser Fußball spielen können. Da merkt man den Unterschied schon krass! Hat jemand Sané gesehen….grausam!

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Ich finde, da ist aber viel retrograde Amnesie dabei bzw. Verklärung. Dante, Mandzukic, Martinez … das waren doch keine Transfers, bei denen man vor dem Triumph 2013 gedacht hat, dass sie internationale/Weltklasse verkörpern, hinterher wirkt das halt so. Robben haben 2012 viele geradezu verteufelt. Kroos war der „Querpass Toni“.

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Da hier gerade über das Thema Trend diskutiert wird.
Die Ergebniskrise fällt genau in die Zeit in der Musiala aktuell mit seiner Verletzungsproblematik zu kämpfen hat. Gar nicht spielt, ein- oder ausgewechselt wird.
Vielleicht auch ein ganz simpler Zusammenhang.

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das ändert ja nichts daran, dass der kader vor allem in der abwehr einfach ein ganz anderes kaliber war als heute! junger alaba, boateng in seiner prime ein philipp lahm … das war schon nochmal eine ganz andere hausnummer!

Da bewegen wir uns mMn im Bereich von Hypothesen und Vermutungen und nicht mehr im Bereich der wissenschaftlichen Datenerfassung, oder?
Aktuell würde ich sagen: Lass Marmoush 4mal unter den gleichen Bedingungen auf Neuer zulaufen und er trifft mehr als einmal, was bei einem xG von 0,25 dann ja eigentlich als Abweichung bzw. Überperformance gelten müsste.
Etwas böse formuliert: Wenn der Angreifer hingegen in der gleichen Konstellation einmal Marmoush heißt, einmal Coman, einmal Sane und einmal Davies und einmal steht Neuer im Tor, beim anderen Mal Courtois, beim dritten Mal Allison und beim vierten Mal Mamardashvili dann stimmt bei unserem Feldversuch der Wert von 0,25 am Ende wahrscheinlich, weil nur einer trifft. :wink:
Nicht falsch verstehen: Ich spreche dem Wert xG seine Eignung für Analysen gar nicht ab. Er ist auf jeden Fall genauer als z.B. das gute, alte Chancenverhältnis, das der kicker immer noch bei der Analyse einen Spiels unter dem Punkt Spielinfo drin hat.
Da hätte Bayern im Übrigen in Frankfurt auch gewinnen müssen bei 9:4 Chancen. Dieser Statistik nach wäre aber auch eine der größten Schlappen der jüngeren Vereinsgeschichte, nämlich das 2:5 gegen den BVB beim Pokalfinale 2012 eine knappe Geschichte gewesen, denn da stand es laut kicker was Chancen betrifft am Ende 6:5 für den BVB.

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So hat das z.B. Philipp Lahm auch gesehen. :wink:

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Ich auch damals im Stadion.

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Roman Bürki war nach einem 1:4 in München in dem Bayern sogar noch eine Vielzahl weiterer Chancen liegen ließ und nach dem der damalige BVB-Trainer Thomas Tuchel von einer Aufgabe, die zu schwer für sein Team gewesen sei, sprach, auch davon, dass Bayern „schlagbar“ gewesen sei.

Die Qualität von guten Stürmern ist es, ihren xG Überzuperformen. Das kann man übrigens gut mit xGOT erfassen, also dem xG, nachdem der Schuss abgegeben wurde. Für seine beiden Tore hatte Marmoush kumuliert einen xG von 0,54 (0,18 + 0,36) und hat daraus einen xGOT von 1,43 (0,7 + 073) hergestellt. Er hat also aus mittelguten bis guten Chancen einfach sehr effizient zwei Tore gemacht da sein Schuss eine sehr gute Qualität hatte. Aktuell ist er ja der Anführer der Torjägerliste mit 9 Toren, laut xG hätte er aber nur 4,99 also 5 Tore schießen müssen. Also eine Überperformance von 4 Toren. Da ist halt de aktuelle Qualität. Lewandowski hatte in seiner Rekordsaison übrigens auch „nur“ einen xG von 32,3 und einen xGOT von 35,9 aber am Ende trotzdem 41 Tore. Auch Raphinha hatte in der Champions League einen Sahnetage erwischt, denn seine Schüsse zum 3-1 und 4-1 hatten jeweils einen xG von unter 0,1. Worauf ich hinaus will,ist das gute Stürmer bzw. Stürmer die gut in Form sind ihren persönlichen xG-Wert stark überperformen können und das spricht dann einfach von Qualität. Das gleicht sich dann auch nicht an. Solche Tore wie Marmoush sie gegen uns geschossen hat würde in dem Spiel immer wieder schießen, wenn man es noch Mal spielen würde, weil er eben aktuell so gut drauf ist. Und da glaube ich, hat Bayern Frankfurt etwas unterschätzt. Aber jetzt passiert das sicher nicht mehr.

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Die größte Qualität von Stürmern ist es, hohe xG-Werte zu generieren. DAs ist oft ein Missverständnis. Es gibt Phänomene wie Haaland, aber in der Regel bleiben Stürmer in der Nähe ihres xG. Lewandowski stand in den letzten Jahren fast bei einer 1:1-Quote.

Ich würde schon sagen, dass es auch eine Qualität von Lewandowski bei Bayern war regelmäßig aus Chancen mit 0,1 oder 0,2 xG Tore zu machen. Zeigt ja auch seine Statistik von 2021. Er hätte nur 33 Tore schießen müssen, hat am Ende aber 41 geschafft.

Es kann punktuell eine Qualität sein. Kane steht auch bei einer 120 prozentigen Quote oder so mit Blick auf alle Jahre, in denen es Daten gibt. Aber Lewandowski steht langfristig bei 100 Prozent. 202 xG und 202 Tore oder sowas (letztes Mal als ich geschaut habe). Der ist das Paradebeispiel. Auch Stürmer mit weniger Qualität sind in der Lage, ihre xG-Werte überzuperformen. Auch mal langfristig. Aber sie haben deutlich geringere xG-Werte. Der Hauptqualitätspunkt – und das bestätigt dir jeder Analytiker, der sich mit xG auseinandersetzt – ist es, sich hohe Abschlussqualität herauszuspielen.

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Ich würde aber noch hinzufügen, dass man bei Marmoush und Raphinha einfach schon übers zuschauen sehen konnte, dass sie aktuell so gut in Form sind, dass sie auch aus niedrigen xG-Werten, in denen kein Tor erwartbar gewesen wäre, in der Lage sind Tore zu machen. Und da hat man glaube ich Marmoush einfach etwas unterschätzt.

Mal Ciro Immobile als Beispiel:
20,7 xG - 29 Tore
15,9 - 15
27,2 - 36
19,8 - 20
21,5 - 27
14,2 - 12
9,7 - 7

In den meisten Jahren „überperformt“ – aber als Weltklasse würde den wohl kaum jemand bezeichnen.

Niclas Füllkrug
11,9 - 14
3,8 - 2
1,8 - 4
5 - 6
17,9 - 19
12,8 - 16
12,4 - 12

Auch hier Tendenz zur Überperformance, aber sehr geringe xG-Werte und entsprechend natürlich auch wenige Tore.

Die Qualität Nr. 1 von Topstürmern ist: Ich komme in viele Situationen, in denen ein Tor wahrscheinlich wird. Erst danach ist der Abschluss entscheidend. Und natürlich sollte ein Weltklassestürmer in der Lage sein, die xG mindestens zu matchen, eher leicht überzuperformen. Aber das ist zweitrangig. Es gibt sogar viele Stürmer, die 120 Prozent oder mehr Quote haben, aber eben nur wenige, die in der Lage sind, die entsprechenden xG-Werte derart in die Höhe zu treiben.

Übrigens auch bei Topklubs gab es schon einige Stürmer, die den xG-Wert nicht wirklich in die Höhe bekommen haben. Am Ende wird die Analyse natürlich immer komplexer, weil auch das Team drumherum entscheidend ist. Aber das führt vom ursprung weg.

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Ich denke wir können uns darauf einigen, dass die besten Stürmer/Offensivspieler hohe xG-Werte generieren können und diesen dann auch überperformen können. Und gegen solche Spieler hatten Bayerns Defensive auch wieder Probleme.

Wunderbar auf den Punkt gebracht - genau so ist der Fußball. Brutal in beide Richtungen!

Aber doch besser mal ne schöne Klatsche mit viel Pech besonders hoch - 0 Punkte sind es so oder so.

Was wirklich entscheidend wird in dieser CL Ligaphase ist jetzt dann dass man gegen die vermeintlich schwächeren Gegner wirklich die erwarteten Siege holt!

Wenn wir uns zurückerinnern nach der Auslosung: da kam eine ziemlich optimistische Prognose hier auf MSR mit 6 Siegen und 2 Unentschieden.

Diese beiden Unentschieden wurden jetzt Niederlagen.

Man weiß mittlerweile auch daß man für ziemlich sicher Top 8 genau 16 Punkte brauchen sollte. Was heißt das nun genau?

Dass man jetzt halt statt noch 2 Unentschieden nur noch 1 Unentschieden „gut“ hat für die restlichen 5 Spiele.

Sicherlich kein Weltuntergang ebenso wie es auch keiner wäre wenn es beim ersten Mal mit VK doch nicht gleich für die Top 8 reichen würde!

Von daher alles halb so wild und vor allem eben „Glück auf“ für die restlichen 5 Spiele - denn da ist es eben viel viel entscheidender, daß man sich nicht mit Pech (und das Glück muss man dann eben erzwingen wie es @gerhard richrig darstellt) paar Unentschieden einfängt - als ob man gegen Barca jetzt paar Tore weniger bekommen hätte!

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Genau so ist es.

Und gleichzeitig ist es gerade ein wunderbares Argument pro XG:

https://x.com/xGPhilosophy/status/1333516417333923843?s=19

Denn völlig anders als ALLE diesen herkömmlichen Statistiken von oben zeigt einem XG prompt genau was für ein Spiel das war:

Eines das sehr wohl zwar völlig verdient gewonnen wurde von der Höhe her aber klar eher VIEL zu krass!

Genau wie die beiden Barca Spiele gegen uns und Real zuletzt!

Und wer alle 3 Spiele gesehen hat wird genau diese Sichtweise bestätigen…

Was will man mehr von einer einzelnen Stastistik???

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Das ist keine Verzerrung sondern genau Sinn und Zweck von XG!

Denn wenn man diese anderen Aspekte, die Du richtigerweise ansprichst, genau ins Visier nehmen will muss man einfach nur noch ne Stufe höher gehen und schon gibt es wieder den passenden Wert: XG on Target:

Was sieht man hier nun genau?

Erstmal, dass wie die Chancen in Torschüsse konvertiert wurde bei uns sogar besser funktioniert hat als bei der Eintracht: Sprich wir haben massiv mehr bei XG on Target draufgelegt als die!

Und zweitens sieht man eben, daß eines der Hauptthemen bei uns zuletzt (im Peak erst beim Spiel danach gegen Barca) keineswegs ein Pseudothema ist:

Denn während beim Gegner der Torwart aus 4 XG on Target 3 Tore gemacht hat waren es bei uns eben aus unter 2.0 dann ebenso 3 Tore.

Sprich gemäß dieser Statistik geht das Unentschieden eben völlig klar vor allem auf Neuers Konto…

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