Fankultur - Fanklubs

Aus mehrerlei Hinsicht interessanter Vorfall der Mietzekätzchen.

Die Aktion zeigt, wie gefährlich Pyro in den Händen von Chaoten ist. In dem Fall nennen sie sich ja auch so.

Und deren Ultras zeigen mal wieder, dass vielen ihre Gruppierung wichtiger als der Verein ist.

Kopfschütteln reicht da nicht mehr aus. Dumm wie Brot, haben wir früher gesagt. Eine Beleidigung für Brot würde ich sagen.

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Schöne Diskussion unter dem Artikel!

Da musste man ja erstmal 100km runterscrollen nach so viel Werbung. Hab nicht geahnt, dass da noch Kommentare kommen. Scheinen ja realistische und vernünftige Fans von denen dort unterwegs zu sein.

ich habe auch erst geflucht: Zefix, wo sind denn jetzt die Kommentare?!?! Aber ja, dort schreiben echt ein paar vernünftige Alt-Löwen (Oxymoron, ich weiß) die kein gutes Haar an der Vereinsführung und vereinzelten Fangruppierungen lassen. Geil, wenn auch etwas wacklige Metapher (sinngemäß zitiert): “Meine Freundin hat heute den Toast verbrennen lassen. Was bildet die sich ein. Ich habe daraufhin den Support eingestellt. Den Abwasch durfte sie selber machen!”

Interessant, dass hier der Überfall auf, ich denke der Name ist kein Geheimnis, auch wenn die Presse ihn nicht genannt hat, Andi Brück überhaupt nicht erwähnt und diskutiert wird. Hat man den außerhalb Münchens gar nicht mitbekommen (SZ hat berichtet; in Fankreisen ist das natürlich auch ein Thema)?

Ich bin da durchaus auch persönlich betroffen, weil ich Andi seit mindestens 30 Jahren kenne, damals auch mit ihm/in seinem “Umfeld” auswärts gefahren bin.

Idioten gibt es auf beiden, auf allen, Seiten. Aber nach einem Basketballspiel einen Fan aber eben auch bekanntermaßen Fanbeauftragten eines Lokalrivalen, der mit seiner Ehefrau auf dem Heimweg war, zu überfallen, um ihm die Fanclub Fahne (Red Munichs, haben wir alle schon mal gesehen) zu rauben: Das hat eine neue “Qualität”. Ein Begleiter von ihm sei wohl sogar auf den Mittleren Ring (eine nicht gerade wenig befahrene Straße) geschubst worden. Irr. Es droht eine innerstädtische rot-blaue Eskalation. Obwohl besonnenere, ältere Vertreter zu Deeskalation aufrufen. Aber wenn die Fahne jetzt irgendwann, irgendwo mal brennt…Kindergarten, nur leider in brutal.

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Du hast doch gesehen, was schon Berlin nach dem Fahnenklau von Dresden los war. Ich denke manche Leute aus dem Fankreisen wollen so eine Verschärfung der Situation auch einfach provozieren, weil es aktuell sonst nichts gibt wogegen man kämpfen kann.

natürlich bekommt man das mit - wer das nicht mitbekommt, sollte mal sein Fan-Dasein kritisch unter die Lupe nehmen…

Andi dürfte wohl eine der am verdienstesten Fanpersönlichkeiten aller Zeiten sein - und er hat nichts mit den Ultras zu tun!

ihn in seiner multiplen Rolle und mit seinem Status anzugehen (im Beisein seiner Frau etc.), den RM-Banner zu klauen - das ist ein Tabubruch sondergleichen…

dass das diverse Löwen-Fan-Unterkünfte aus dem Täterumfeld noch nicht in Schutt und Asche liegen ist entweder ziemlich schwach oder aber die Ruhe vor dem Sturm…

der einzige, der eine massive Eskalation verhindern könnte, wäre Andi selbst, in dem er öffentlich zur Mäßigung aufruft - hätte ja auch was nobles…

ich bin da hin und her gerissen… das alberne Ultra-Fahnen-klauen und sich gegenseitig ans Bein pinkeln finde ich kindisch und lache mich da eher kaputt - aber hier geht es um deutlich mehr!

entweder Total-Eskalation oder aber ehrbare Friedensstifterei öffentlich dargeboten - was anderes sehe ich da eigentlich nicht… es sei denn unsere Szene ist mittlerweile eingeschlafen, was ich nicht hoffe…

schlimm würde es auf jeden Fall, wenn es jetzt noch zu einer öffentlichen zur Schau Stellung der Fahne kommt, vielleicht sogar mit Zerstörung…

wenn ich Täter wäre, würde ich untertauchen, ganz kleine Brötchen backen und beten, dass sich die übrige blaue Szene um Friedensgespräche bemüht!

und ich wäre dankbar, dass es 2026 ist… vor 20 bis 40 Jahren wäre ich jetzt wohl im Krankenhaus oder tot…

Nach Oldenburg-Spiel: Maskierte rauben Fan der FC-Bayern-Basketballer Fahne - München - SZ.de Nach Oldenburg-Spiel: Maskierte rauben Fan der FC-Bayern-Basketballer Fahne - München - SZ.de

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Zu allen obigen Aussagen: Genau so sehe ich das auch!

Da bin tatsächlich auf der Seite "Deeskalation”, allerdings würde das natürlich bedingen, dass die Fahne unbeschadet zurückgegeben wird…eigentlich schüttele ich auch lächelnd den Kopf (“mei, die Deppen, wenn sie sonst nix haben…”), aber der Vorfall liegt eben leider, wie du schon schreibst, etwas anders.

ich habe aus früheren Zeiten durchaus Erfahrungen in der dritten Halbzeit - oberstes Gebot war Einhaltunh der Regeln und dass niemals Unbeteiligte zu Schaden kommen!

solange es die Ultras mit ihrem Fahnen-Mimimi genau so halten - sollen sie sich die Köppe einhauen… :zany_face::laughing:

aber das hier liegt halt so viele Ebenen darüber - mir fällt akut nichts Vergleichbares ein, und ich bewege mich in der aktiven Szene (ob selbst direkt oder als Interessierter verfolgend aus der Ferne) seit über 25 Jahren…

zu gewissen Zeiten hätte das alles Potenzial für Stellvertreterkriege - die Bochumer Jungs machen die Glubberer platt etc.

ich bin wirklich gespannt…

mittlerweile glaube ich schon, dass die grundsätzliche Verrohung der Gesellschaft und die Aufkommende rechte Szene massives Eskalationspotential für die Szene bereithält…

es bleibt spannend!

Naja, oben argumentierst du noch, dass es vor 20-30 Jahren jetzt ganz anders (gewalttätiger) zugehen würde, was die Vergeltung angeht. Auch sehe ich in dem Kontext bei den mir vorliegenden Informationen jetzt keinen Ansatz, “rechte” Gewalt als Begründung herbeizuziehen oder in die Gleichung mit aufzunehmen. Vielleicht waren die Tätet ja sogar “Löwenfans gegen rechts”, die Sticker sieht man hier auch oft.

Bin ich komplett dagegen.
Das Argument „Wenn niemand Unbeteiligtes zu Schaden kommt, ist es egal“ greift viel zu kurz. Selbst wenn sich zwei Gruppen freiwillig zur sogenannten dritten Halbzeit verabreden, bleibt das keine private Freizeitbeschäftigung. Sobald Polizei, Rettungsdienst, Notaufnahme, Gerichte und Arbeitgeber betroffen sind, trägt die Allgemeinheit die Folgen.

Verletzte müssen behandelt werden, Einsatzkräfte werden gebunden, Krankenhäuser und Sanitätsdienste belastet, Polizisten stehen nicht für andere Aufgaben zur Verfügung, und Arbeitsausfälle landen am Ende ebenfalls irgendwo im System. Das ist also nicht „deren Sache“, sondern eine bewusste Verlagerung privater Gewaltlust auf die Gesellschaft.

Wer sich aus Spaß prügeln will, kann nicht erwarten, dass alle anderen die Infrastruktur, die Risiken und die Folgekosten tragen. Genau deshalb ist das keine harmlose Subkultur, sondern eine Zumutung für die Allgemeinheit.

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das eine ist die konkrete Situation um Andi in München - das andere ist die grundsätzliche Entwicklung der Szene in Hinblick auf Enthemmung, Grenzüberschreitunt und interner Lagerverschärfung weil rechte Gruppen Aufwind bekommen und viele etablierte Ultragruppen eher linksorientiert sind…l

kann man in einem Beitrag ansprechen und dennoch trennen… wobei letzteres als Grundlage dienen kann, sich den Angriff auf Andi zu erklären…

denn die Ausrede, dass vor einigen Wochen ein ultrainterner Angriff stattfand kann keine Ausrede sein, ihn anzugehen…

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Zum Thema „dritte Halbzeit“: vermeintlich erwachsene Menschen (vor allem Männer!) treffen sich z.B. auf einer Wiese, um sich unter dem Deckmäntelchen der Vereinszugehörigkeit gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und ignorieren dabei gekonnt jeglichen zivilisatorischen Fortschritt, den die Menschheit in den letzten Jahrhunderten erzielt hat. Die Vereinsliebe dient dabei als denkbar dünnste Ausrede dafür, den eigenen Verstand an der Garderobe vorher abgegeben zu haben - das sind Steinzeitrituale, um ein Gruppengehörigkeitsgefühl und eine gewisse Rebellion gegen soziale Normen auszuleben. Mir fällt nur wenig ein, was ich noch sinnloser finde.

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ja, kann man so sehen…
das ist bei mir über 20 Jahre her und hielt ein halbes Jahr an… aus Interesse reingeschnuppert - war auf Dauer nicht meins…

wir diskutieren ja auch nicht um Dich. Was Du gemacht hast oder nicht ist ja Deine Sache.

Es geht grundsätzlich um solche Dinge. In den Augen vieler leidenschaftlicher Fußballfans ist das einfach bullshit. Braucht kein Mensch.

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Ich finde es bemerkenswert, dass solche Diskussionen um rituelle Prügeleien in einem Thread mit dem Titel “Fankultur” zu finden sind.

Mehr gibt es dazu dann eigentlich auch nicht mehr zu sagen …

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Du meintest damit ja den Herrn Lehmann, aber die Frage muss erlaubt sein…
Gilt das nicht für diese komplette „Feier“?

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Absolut. Hatte ich ja auch schon geschrieben, dass das einfach nur schlimm ist.

Ich guck mir das auch schon seit Jahren nicht mehr an. Denke das ist langsam überholt, es kommen ja vornehmlich nur „Touristen“ zum Feiern. Ich finde ab Double kann man drüber nachdenken aber jedes Jahr dieses lahme Format da auf dem Balkon finde ich auch peinlich.

Richtig geil war es zuletzt 2013 mit dem Autokorso. So wird gefeiert!

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