Würde ich auch sagen. Es gibt viele Fans, die in die Kurven gehen, weil sie da die Gemeinschaft spüren. Auf Festivals geht man zum Beispiel auch nicht nur wegen der Musik-Acts, sondern auch wegen der Gemeinschaft.
Wo habe ich das in Abrede gestellt?
Was ist mit Dir los?
Brauchst du jetzt plötzlich Leute die zu allem was du schreibst ja und amen sagen?
Das ist doch nicht nötig. Man kann doch fair kontrovers diskutieren.
Hier…
Kein Grund aggressiv zu werden
Bedauern, dass dabei ein Fotograf verletzt wurde. Aber kein Bedauern über die Sache an und für sich. Das ist doch der springende Punkt. Bedauern, dass man jemanden verletzt hat während er seinen Beruf ausgeübt hat ist ja im Grunde nicht mal erwähnenswert. Das ist doch selbstverständlich.
Völlig richtig - das Ganze ist ja Gott sei Dank noch relativ glimpflich ausgegangen.
Aber lass den Fotografen zB noch ne Vorerkrankung haben und bei so langer Bewusstlosigkeit kann es leider auch sein, dass er nicht mehr aufwacht auch wenn sich das jetzt niemand vorstellen will.
Die Sache (der Innenraum Sturm, dieser Raum wird ja nicht als Spaßbremse geschützt sondern um exakt solche Vorfälle zu verhindern!) an und für sich ist in der Tat das eigentliche Problem.
"Dass bei ihrem Jubel zwei Fotografen verletzt wurden, bestürzt die Fans des FC Bayern. Die Fan-Dachorganisation Club Nr. 12 äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP: „Wir bedauern die Verletzungen der Medienvertreter (…). Unseres Wissens nach fand hierzu bereits ein Austausch zwischen dem FC Bayern München und zumindest einigen der beteiligten Fans statt.“ Die Anhänger hätten für die „versehentlichen Verletzungen“ um Entschuldigung gebeten. „Dies halten wir für den richtigen Weg und begrüßen dieses Vorgehen und die schnelle Kommunikation deshalb“, hieß es in der Stellungnahme weiter, und: „Wir wünschen allen Betroffenen eine schnelle Genesung.“
Ich lese im oben verlinkten NTV Artikel auch kein Bedauern und Einsicht in Bezug auf das Fehlverhalten der Fans, nur auf dessen Ergebnis…
Die Polizei vermutet eine geplante Aktion.
Es gab 8 verletzte Polizisten.
Die Konfrontation begann schon gegen 15 Uhr. Die Stuttgarter rannten vom U-Bahnhof Fröttmaning zur Esplanade vor dem Stadion, wo die FC-Bayern-Anhänger auf den Einlass warteten. Dort kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, wobei sich einige der Randalierer auch vermummten.
Merkwürdige Darstellungen in den Medien. Die Videos, die es dazu gibt, wurden beim Busbahnhof aufgenommen. Die vier Buchstaben redet vom Südkurvenplatz. Die SZ schreibt von der Esplanade und davon, dass die Beteiligten auf den Einlass gewartet hätten. Wohlgemerkt gegen 15 Uhr. Also zu einer Zeit, in der die aktive Szene normalerweise längst im Stadion ist und sicherlich nicht auf den Einlass wartet.
Es stellt sich bei dem Fall außerdem die Frage, wie es trotz des neuen Weges von der U-Bahn zum Gästebereich überhaupt möglich ist, dass eine Gruppe von angeblich 500 Leuten organisiert zum Bus-Bereich der Heimfans laufen kann. Da muss es dann irgendeine gravierende Lücke in der Fantrennung gegeben habe.
So oder so ist das natürlich wieder Wasser auf die Mühlen der Hardliner unter den Innenministern.
Warum. Spielbeginn war doch 17:30
Hat die aktive Szene schon vor der offiziellen Stadionöffnung Zutritt?
Anpfiff war ja gestern um 17:30 Uhr, d.h. die Allianz Arena öffnete um 15:15 Uhr für den „normalen“ Zuschauer.
Nein. Einlass ist für quasi alle gleich.
Und als die Stuttgarter ankamen, waren auch noch alle Ultras am Südkurvenplatz.
Wie man allerdings auf die Idee kommen kann, ein Kampf oder eine Konfrontation sei abgesprochen an dem Platz, an dem die Kurve Material verkauft, Getränke und Essen anbietet und somit Geld, Material und unbeteiligte Fans stehen hat, ist schon reichlich absurd.
Dazu steigen die Zahlen immer weiter von 300 über 500 auf nun 1.000.
Außerdem stellt sich die Frage, wo die Polizei war.
Schon kleinere Fangruppen von Gästefans werden normalerweise darauf hingewiesen, dass sie auf die andere Seite müssen. Aber gerade gegen Stuttgart, wo man weiß, dass diese auf Münchner Fans nicht gut zu sprechen sind, kommen über 150 in komplett schwarz gekleidete Gäste ohne auf Polizei zu treffen viel zu nah an den Heim-Treffpunkt…
Ich war gedanklich bei 15:30.
Dann passt die Uhrzeit.
Mal eine kurze Frage an alle, die hier gerne Exzesse auf Seiten der Polizei/Innenminister anprangern: wundert es euch angesichts solcher Aktionen wirklich, dass die Polizei lieber präventiv tätig wird? Was dann infolge des Präventionsparadox natürlich unangemessen wirkt … !?
Es ist schon verständlich, dass die Polizei da reagiert und präventiv agieren will. Aber auch wenn die Vorfälle jetzt immer häufiger werden, werden es jetzt nicht immer mehr Fans, die sich daran beteiligen. Und dann ist eine kollektive Strafe eben nicht verhältnismäßig.
der Witz ist doch: hätten sie präventiv agiert, wie sonst bei diesem Spiel, dann wäre tatsächlich nichts passiert. Aber genau diesmal ist es nicht geschehen.
Problem nur: bei Spielen wie z.B. gegen Augsburg, wo es absehbar völlig harmlos ist, hast du dann eine riesen Anzahl Polizisten in Vollmontur genau dort rumstehen, wo gestern die Stuttgarter langlaufen konnten.
Ein weiterer Punkt: hätte man vorher mal mit dem Fanprojekt von München gesprochen, dann wäre klar gewesen: von unserer Seite droht nichts, aber erfahungsgemäß sollte man das Umfeld des U-Bahnhofs und die Stuttgarter im Blick haben. Aber auch das ist offenbar nicht geschehen.
Dass die ganze Geschichte natürlich Wasser auf die Mühlen von Reul und co ist, ist hier jedem klar. Nur: man kann halt erstmal nur sein eigenes Handeln beeinflussen.
Laut Darstellung der Polizei eben doch. Wenn die Zahl von 500 Angreifern stimmt, wäre das eine sehr ungewöhnliche Dimension. Die Polizei begründet auch ihren semi-erfolgreichen Einsatz damit, dass es diese Größenordnung in München noch nie gegeben hätte und sie daher nicht darauf vorbereitet gewesen sei.
Ist in dem Fall ohnehin nicht möglich, da der Fußball nichts dagegen tun kann, wenn sich Menschen vor den Stadien prügeln.
Ok, diesmal in München waren es so viele wie noch nie. Aber ich glaube generell gibt es schon immer wieder Vorfälle wo von ein paar hundert Fans geredet wird. Und solange es unter 1000 bleibt, sind das oft auch sehr niedrige Prozentzahlen von allen Stadiongängern und auch ein relativ kleiner Teil der Kurve/aktiven Fanszene/Ultras. Aber dargestellt wird dann oft, als würden das die ganze Kurve/aktive Fanszene/Ultras sein, die dann bei diesem Vorfällen beteiligt sind oder alle genauso denken. Die Stadien sind in den letzten Jahrzehnten auf jeden sicherer geworden. Ich glaube aber auch, dass die Kurve/aktive Fanszene/Ultras seit Corona lautstärker geworden ist um einfach aufzufallen.
Wenn man diese Diskussion hier erst komplett nach ein paar Tagen zur Kenntnis nimmt, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Ich hätte nicht gedacht, dass man zu dieser Kiste überhaupt in irgendeiner Form diskutieren könnte…
Es ist sicher nicht der schlimmste Vorfall des Jahres. Aber der Vorfall und das Verhalten dieser … Leute … war scheiße. Fertig.
Dass man sich vorwerfen lassen muss, dass man gegen Emotionen ist, wenn man so eine Scheiße nicht sehen will … unfassbar. Seit wann und wo bitte rechtfertigen Emotionen die fahrlässige Verletzung eines oder mehrerer Menschen? Bemerkenswert … würde so in anderen Threads niemals thematisiert werden.
Wenn Polizisten in Ausübung ihres staatlichen Auftrages und Dienstes die einzig legitimierte Gewalt ausüben, ist das ein Skandal und Gewalttäter sind Opfer. Wenn das Idioten von der Südkurve machen, dann sind das “Emotionen” … geht’s noch?
Ich nehme an, du thematisierst den Jubel am Ende des Realspiels?
Ja, die liegen wir offenbar auseinander. Es gibt absichtliche Verletzungen von Dritten und unabsichtliche. Für mich war das im Stadion ganz klar unabsichtlich. Ich, ein paar andere hier, und offensichtlich auch die Spieler, wenn man deren Reaktionen gesehen und Interviews gehört hat, finden es auch schön, wenn nach besonderen Ereignissen solcher überschwänglicher Jubel erfolgt und eben auch im Innenraum stattfindet. Daher kann, will und werde ich den Jubel nicht kritisieren und kann umgekehrt nicht nachvollziehen, wie man hier so absolut urteilen kann.
Trotzdem gab es eben einen Unfall. Daher ist aufzuarbeiten, wie das passiert ist und ob alle zukünftig was anders machen können, um die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Unfällen zu reduzieren. Nicht mehr und nicht weniger meiner Meinung nach.
PS: und zumindest meiner einer will auch keinen Polizisten verdammen. Die haben sicher das ein oder andere Mal gute Gründe. Manchmal sind sie aber auch sicher drüber. Hier einzelne Ereignisse auf die von dir getane Weise zu vermischen, finde ich nicht richtig.
Servus Bayernfans,
an einem dieser ersten sonnig-warmen Spieltage geht es sportlich für uns um nichts mehr. Die Meisterschaft ist entschieden, der Fokus liegt bei jedem Einzelnen von uns auf Mittwoch. Aber an dieser Stelle soll das Spiel am Mittwoch einmal ausgeklammert werden. Was es dazu zu sagen gibt, werdet ihr Anfang der Woche wie immer in der Vorschau auf den Spieltag lesen.
Noch ein kurzer Blick auf den Gegner: Es kommt der FC Heidenheim, wohl zu seinem vorerst letzten Gastauftritt in der Bundesliga. Als Tabellenletzter, mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz, scheint es eine Mammutaufgabe zu werden, den direkten Abstieg in den letzten drei Spielen noch abzuwenden. Ein Sieg wäre hierfür Pflicht. Rückschlüsse auf das Spiel in Mainz sind möglich – auch heute wird der FC Bayern nicht in Topbesetzung antreten. Lassen wir uns überraschen, was dieser Spieltag bringt, und wenden wir uns einem anderen Thema zu.
In den letzten Tagen und Wochen waren unsere Choreografien immer wieder ein großer Bestandteil der Berichterstattung. Vielen, die seit Jahren bzw. Jahrzehnten in der Kurve unterwegs sind, ist im September 2023 beim Heimspiel gegen Leverkusen sicherlich eine besondere Choreo aufgefallen. Dabei ging es nicht um den FC Bayern, nicht um Titel oder Ziele. Es ging um einen aus unserer Mitte. Einen, der viel zu früh gehen musste und ein aktiver Teil der Fanszene war – gerade im kreativen Bereich.
Er war immer dabei, wenn es um Choreos ging, entwickelte sie und setzte sie um. Dabei stets offen und freundlich, brachte er sich leidenschaftlich auch als Streetart-Künstler in Münchens Stadtbild ein. Dass das Schicksal nicht immer fair ist, wurde uns allen bewusst, als bei Lewy klar wurde, dass er eine Stammzellenspende benötigen würde – Diagnose: Blutkrebs. So organisierte die Fanszene im März 2022 eine Typisierungsaktion und hoffte, gemeinsam eine Stammzellenspenderin oder einen Stammzellenspender zu finden. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als wäre das Schicksal gnädig gewesen: Lewy fand Spenderzellen und besiegte den Krebs. Nach einem Krankenhausaufenthalt im Zuge eines Infekts verstarb er jedoch leider – zu unserer großen Trauer. Und so wurde ihm als letzte Ehre diese Choreo zuteil.
Heute, an diesem Heimspieltag gegen Heidenheim, werdet ihr auf der Esplanade viele Helfer von uns und der DKMS finden. Der FC Bayern hat es selbst bereits groß angekündigt: Es gibt eine Typisierungsaktion. Wir legen euch wirklich ans Herz – helft! Monatelang haben die Jungs und Mädels von „Südkurve hilft“ zusammen mit allen Beteiligten diese Aktion geplant. Es braucht nicht viel, nur ein paar Minuten Zeit – und ihr könnt Leben retten.
Es muss kein Blut gespendet werden, es geht ganz einfach: Stäbchen rein, Spender sein! Geht gemeinsam hin, lasst euch registrieren und belohnt euch danach im Stadion mit einer Bratwurst oder einem Bier. Wie sehr man auf die Hilfe anderer angewiesen ist, erkennt man meist erst, wenn es einen selbst oder nahestehende Menschen betrifft. Wir als Fanszene des FC Bayern sind selbst stolz auf diese Gemeinschaft, die wir haben. Es geht nur zusammen im Leben – egal ob Choreo oder Alltag.
Wir bedanken uns jetzt schon bei allen, die diese Chance heute nutzen.
Und sonst?
Die Amateure haben am Donnerstagabend beim FV Illertissen 0:4 verloren. In dieser aktuell doch sehr fragwürdigen Regionalliga Bayern geht es am 8. Mai gegen den VfB Eichstätt wie gewohnt um 19:00 Uhr in der HGK weiter.
Unsere Frauen spielen am Sonntag das Halbfinal-Rückspiel des Europapokals – bei keinem Geringeren als dem FC Barcelona. Nach dem packenden 1:1 im Hinspiel in München ist alles möglich, auch wenn es wohl eine enorme Kraftanstrengung erfordern wird. Anstoß ist um 15:30 Uhr, gespielt wird im Camp Nou. Bereits am Mittwoch geht es dann zu Hause gegen die TSG Hoffenheim weiter. Anstoß ist um 18:00 Uhr am Campus.
Freuen wir uns auf die kommenden Tage und Wochen.
Wir sehen uns später,
euer Club Nr. 12
Die DKMS-Typisierungsaktion finde ich vorbildlich - an unserer Schule gibt es diese Aktion dank des Engagements einer einzelnen Kollegin auch schon seit einigen Jahren für die Schüler:innen der Oberstufe (die dann mit Volljährigkeit später auch Stammzellenspender werden können). Es erfordert sehr wenig Aufwand und kann Leben retten.