Definiere „Bärendienst“…kann als Beispiel bald im Duden stehen. Unglaublich. Und zwar jeder der 4 „Bullet“-Punkte oben und das Zündeln in der Toliette.
Wie man ein vernüftiges Vorhaben direkt am selben Tag in den Wind schießen kann.
Die FAZ über den „Konflikt“ im Stehplatzbereich…
Den Artikel finde ich sehr gut. Wie dort gut herausgearbeitet wird, ist das Problem in den Auswärtsblöcken natürlich besonders groß. Wenn man tatsächlich dort ist, um das Spiel zu sehen, macht es dich wahnsinnig, wenn du zB bei Ecken den 16er nicht siehst. Ist mir in Hamburg (also im Volksparkstadion) tatsächlich mal 90 Minuten so gegangen. Das macht mich dann richtig ungehalten, vor allem weil man, wie in dem Artikel auch rausgearbeitet wird, ja keine Handlungsmöglichkeiten hat: Die Fahnenschwenker ansprechen und auf Vernunft und Solidarität oder zumindest Entgegenkommen hoffen: Aussichtslos. Den Platz noch kurzfristig wechseln: keine Chance, zumindest bei Spielen des FCB, bei denen die Stehplatzbereiche eh immer überfüllt sind. Jetzt kann man sagen: Stell dich halt gleich woanders hin…aber wenn man früh dran ist, weiß man ja noch gar nicht wo genau sich die Fahnenschwenker positionieren und außerdem sehe ich es natürlich nicht ein, von Haus aus darauf Rücksichtnehmen zu müssen…gut finde ich die Idee mit dem situationsabhängigen Kompromiss - allerdings musste ich „auch wieder wahr“ schmunzeln bei dem Satz: „Der Fahnenschwenker sieht ja selber oft gar nicht, was gerade passiert…“
Achtung Ironie:
Irgendwie muss ich bei diesen ganzen „Bräuchen“ immer an den Film „Wenn Ludwig ins Manöver zieht“ aus dem Jahr 1967 denken. Der Film hat ja auch Bayern-Bezug, denn Gerd Müller, Sepp Maier und „Tsick“ Cajkovski spielten in kleinen Rollen mit.
Handlung: Preußen und Bayern führen ein Manöver durch, bei dem es darum geht, der gegnerischen Seite die Fahne zu klauen. Dazu wird mit Platzpatronen geschossen.
Und was haben wir in und vor den Stadien?
Fanmärsche, die an die Umzüge erinnern, die der protestantische Oranierorden jedes Jahr, auch mit der Absicht zu provozieren, durchführt, um an den Sieg im Battle of the Boyne zu erinnern. Feuerwerk und Rauch. Fahnen wie bei Militärparaden. Challenges wie das Entwenden von Blockfahnen und Zurschaustellung der Beute. Sehr repetitiver Gesang.
Da kommt mir dann auch immer ein Gedanke:
Warum hat eigentlich die Bundeswehr so ein Nachwuchsproblem? Vielleicht sollten sie einfach mal an Bundesligaspieltagen am Eingang zu den Stehplatzbereichen rekrutieren. Da darf man all das machen und wird sogar noch dafür bezahlt. ![]()
Es ist ja auch ein Standard-Argument aus der Szene, dass Person XY nicht auf einen Stehplatz gehöre. Dann folgt man dieser Logik und geht auf einen Sitzplatz. Und stellt dann fest:
Oft stimmen sich die Ultra-Gruppen deshalb ab, wer die klassischen Stehplatzblöcke besetzt und wer sich Tickets für den Sitzplatzbereich besorgt, sodass dann die gesamte Fläche mit Fahnen, Bannern und Pyrotechnik bespielt werden kann.
Gerade bei uns ist das Thema Steh- und Sitzplatz bei Auswärtsspielen eh schon heikel, weil wir so viele Fans haben, dass zwangsläufig auch viele jüngere und supportwillige Fans auf den Sitzplätzen landen. Fans, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen auf einen Sitzplatz angewiesen sind, sehen dann wenig, weil viel gestanden wird. Es gibt dann auch immer mal wieder Stress und Diskussionen mit den örtlichen Ordnungsdiensten, die irgendwie versuchen, die Situation zu retten. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Seit geraumer Zeit kommt dann eben noch hinzu, dass die Ultras auch gezielt in den Sitzplaz-Bereich gehen, um den Sitzplazblock in einen Ultrablock umzuwandeln. Da gibt es dann als „Normalo“ überhaupt keine Chance mehr, dem aus dem Weg zu gehen.
Mein Vorschlag wäre daher auch, dass der Verein die Auswärtskontigente strikter aufteilen sollte. Ultragruppen sollten keine Sitzplatzkarten bekommen. Und in größeren Auswärtsbereichen sollte man versuchen, die Sitzplätze in einen Support-Block und einen puren Sitzblock zu unterteilen, damit dann jeder Fan seine Ticketanfrage für den Bereich stellen kann, in dem er auch sein möchte.
Ich würde mir echt gern mal wieder ein Auswärtsspiel unserer Bayern anschauen, hätte über den Fanclub auch die Möglichkeit.
Aber mit diesen Typen erst viele Stunden im Bus zu verbringen um dann im Stadion nichts zu sehen. Nein danke.
Irgendwann wirds jetzt schon mal klappen mit einer Anfrage beim Heimverein, um gemütlich auf der Gegengerade Fußball schauen zu können.
Ich bekomme leider seit Jahren fast keine Tickets mehr für Auswärtsspiele. Keine Ahnung warum. Selbst wenn man fast 40 Jahre Mitglied ist, gibt es da seit ein paar Jahren andere die höhere Prioritäten genießen.
Ich war früher viel unterwegs und habe immer gut gesehen.
Nur einmal kann ich mich erinnern war es Chaos pur. Viel ärgerlicher war es wie man von dem Stadionpersonal der gastgebenden Mannschaft behandelt wurde. Von Barcelona bis Hoffenheim war das teilweise erniedrigend. Aber ich da wahrscheinlich nicht repräsentativ.
das werden „die“ anders run sicher genau so sehen und danken dir sicherlich, für dein fernbleiben!
Der Arbeitskreis Fandialog (AKFD) hat bei seiner jüngsten Sitzung in der Allianz Arena vor dem Heimspiel gegen Freiburg gezeigt, wie erfolgreich die Reform wirkt: Mehr Themenvielfalt, konstruktiver Austausch und echte Teilhabe, zum Beispiel beim spannenden Einblick in das Gebärdenprojekt des Fanclubs „Red Deaf“.
Danke an alle Beteiligten für die wertvollen Impulse und das Engagement für unsere Fanarbeit! ![]()
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#MiaSanMia
Den vollständigen Artikel findet Ihr hier: https://fcbayern.com/U6ieW
Ganz sicher.
Ich werde dafür mal eine Tour durch NRW machen, um auf Amateurplätzen Fußball pur zu genießen. Ohne Pyro, Fahnenschwenker und sonstigen Kinderkram.
Oder nach England fahren, der Gästeblock in Liverpool ist geil. Zuletzt gesehen beim Spiel gegen Nottingham. Die schauen tatsächlich alle das Spiel an und merken wenn ihr Team ein Tor schießt. Find ich klasse.
Ein Esel schimpft den anderen „Langohr“.
Spanien ist da glaube ich ein berühmt-berüchtigter besonderer „Fall“. Vor allem in Kombination mit der örtlichen Polizei. Ansonsten kann ich von meinen Stadionbesuchen im In- und (viel seltener allerdings, N = sehr klein) Ausland nichts wirklich Negatives berichten. Ich denke, das ist immer eine Wechselwirkung (wie sehr ist die Stimmung eh schon aufgeheizt? Was ist kurz vorher passiert? Sind dem Ordner kurz vor dir etwa Bayernfans saublöd gekommen? Hättest du Messer und Pyro ihm nicht gleich zeigen und nicht an ihm vorbei rennen sollen?
- Scherz, ich denke du wirkst genau so harmlos wie ich.) Speziell in dieser Saison waren meine Erfahrungen immer positiv, es war aber auch immer grundsätzlich eine OK-e Atmosphäre - und ich hatte immer Sitzplätze (wenn sich auch der Block in Limassol als der gesperrte herausgestellt hat und ich dann doch gestanden bin). Das bringt mich zum Vorschlag oben, die Karten stärker zu trennen (Support/Nur Zuschauen). Klingt einerseits gut. Andererseits: Situationsbedingt supporte ich sehr wohl, auswärts mehr als daheim und aufstehen tu ich schon auch gerne mal (also auch eriegnisbezogen, nicht grundsätzlich). Und Leute, die danndarauf verweisen, dass es Sitzplätze sind, nerven mich fast so sehr wie die Fahnen etc im Stehplatzbereich. Ich sitze da, pun intended, also irgendwie zwischen den Stühlen… ![]()
Unwissenheit schützt vor kommentieren nicht…
Tore sind deutlich überschätzt.
Tore sind eigentlich das Salz in der Suppe beim Fußball.
Für Teilnehmer an Fackel- oder Fahnenschwenkwettbewerben natürlich weniger.
Die Prioritäten sind verschieden.
Ich dachte immer, von uns beiden wäre ich derjenige ohne Sinn für Humor. ![]()
auf die Grünen ist Verlass ![]()
Die Dauerkarte ist in Gefahr!
Nächste Woche beraten die Innenminister*innen von Bund und Ländern über neue Maßnahmen zur Sicherheit in Fußballstadien.
Zur Debatte stehen Änderungen für deinen Stadionbesuch, die die Fankultur schwächen und in Freiheitsrechte eingreifen. Und: Die Vorschläge wurden erarbeitet, ohne Fans, Vereine und Wissenschaft transparent miteinzubeziehen. Das geht so nicht!
Unsere Stadien verfügen über ein hohes Sicherheitsniveau. Pauschale Einschränkungen, die auch friedliche Fans gängeln und unter Generalverdacht stellen, lösen die Probleme nicht, sondern beschädigen das Vertrauen in die Sicherheitspolitik.
Wir schließen uns den Forderungen der Fanproteste an:
Keine verpflichtende Personalisierung von Eintrittskarten - die Dauerkarte weiterzureichen, ist ein Herzstück der Fankultur!
Kein Einsatz biometrischer oder KI-gestützter Massenüberwachung - das widerspricht demokratischen Standards und ist nicht erforderlich!
Stadionverbote nur als letztes Mittel - ihre Erteilung muss in der dezentralen Hoheit der Vereine bleiben. Sie sind ein angemessenes Mittel gegen Gewalt und Menschenhass und sollten nicht zum Standard bei anderem Verhalten werden!
Prävention und Fanprojekte stärken - moderne Sicherheitspolitik setzt auf den Ausbau dieser nachweislich erfolgreichen Instrumente, nicht auf ihre Marginalisierung. Ein Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeitende von Fanprojekten stärkt Vertrauen!
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie bekämpfen - dank vieler organisierter und politisch stabiler Fanszenen werden solche Einstellungen zunehmend aus den Kurven zurückgedrängt. Maßnahmen müssen hier weiter gestärkt und finanziell abgesichert werden.
Man tut sich leider auch keinen gefallen, wenn man jetzt mit diesem Framing Dinge behauptet, die nicht stimmen. Man kann auch personalisierte Dauerkarten problemlos weitergeben. Das ist mit dem DTC des FCB jetzt schon möglich. Die Dauerkarten sind auch jetzt schon personalisiert. Die Dauerkarte ist überhaupt nicht in Gefahr. Das ist auch nicht das, worum es geht.
Wie in Rostock oder in Frankfurt?
dank vieler heißt nicht in allen…