Fan aus der Miasanrot-Community startet Petition gegen Jérôme Boateng beim FC Bayern

Jetzt kommen wir der Sache langsam näher.

Sorry, dass ich so direkt bin und Pöbeln ist nicht meine Absicht. Ich bin nicht der große Formulierer.

Also doch, ihr erwartet, dass er Reue zeigt. Wie genau stellt ihr euch das vor? Und wenn er es dann getan hat, hat er sich dann so weit rehabilitiert, dass er endlich seine Hospitation machen kann? Denn daran stellt sich die zweite Frage an: er möchte anscheinend Trainer werden. Momentan seht ihr das als Ding der Unmöglichkeit ein. Soll das mit der Petition auch verhindert werden? Schließlich bastelt hier gerade jemand daran, eine Zukunft für sein Leben zu entwickeln nach der Zeit als Profifußballer. Ob er dann letztendlich erfolgreich sein wird, das wird man sehen.

Ihr möchtet also direkten Einfluss nehmen auf das Leben eines prominenten Menschen, den ihr nur aus der Ferne kennt und aus Berichten? Ich habe damit tatsächlich so meine Probleme…

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Ich hab mal Perplexity bemüht straffällig gewordene Spieler des FCB der letzten 20 Jahre aufzuzählen sowie den Umgang des Vereins mit diesen Fällen.
Wieso die Kampagne gegen Boateng so extrem getrieben wird… :man_shrugging:

Breno
• Der Klub blieb in engem Kontakt, organisierte eine Beschäftigung im Verein während des Freigangs und holte ihn täglich aus der JVA zur Arbeit am Campus bzw. in der Jugend, was Uli Hoeneß öffentlich als „Familie FC Bayern“ rahmte.[spiegel]
• Vorstand und sportliche Leitung bereiteten die Freigänger-Tätigkeit vor und boten Perspektiven im Jugendbereich an, um die Wiedereingliederung zu fördern.[spiegel]

Lucas Hernández
• Während der in Spanien drohenden Haftvollstreckung trat der Verein äußerlich ruhig auf, konzentrierte sich auf sportliche Planung und reagierte nach der Bewährungsentscheidung erleichtert und positiv über den Ausgang.[sueddeutsche +1]
• Offizielle Stimmen wie Oliver Kahn betonten nach Aufhebung des Haftantritts die Erleichterung, ohne den Spieler öffentlich zu sanktionieren oder aus dem Kader zu nehmen.[sport1]

Franck Ribéry
• In der Rotlicht-Affäre sicherte der Verein (u. a. Matthias Sammer) dem Spieler Unterstützung zu, während das Verfahren in Frankreich lief, anstatt sich öffentlich von ihm zu distanzieren.[augsburger-allgemeine]
• Der Klub stellte Loyalität und interne Betreuung in den Vordergrund, bis die gerichtliche Klärung mit Freispruch erfolgte.[augsburger-allgemeine]

Christian Lell
• Beim Komplex um Anzeigen und Polizeikontakte gab es keine prominenten vereinsöffentlichen Strafmaßnahmen; der Klub agierte im Vergleich zu den anderen Fällen zurückhaltend und ohne große Kommunikations-Offensiven.[sport]
• Der Umgang blieb weitgehend intern, ohne die Spielerrolle vergleichbar stark öffentlich zu thematisieren wie bei Breno oder Hernández.[sport]

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weiß nicht ob hier jemand zeit artikel lesen kann:

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Da will ich vehement widersprechen!

Denn doch, genau diese Aufmerksamkeit, die das Thema nun (siehe die immer mehr Artikel zum Thema in großen Medien, sicherlich kein Zufall, dass das genau jetzt nach Start der Petition geschieht!) erhält ist das EINZIGE was helfen kann das Thema in Zukunft zumindest zu reduzieren, wirklich lösen wird man es leider nie können.

Daß das Ganze NICHTS mit einer „Hexenjagd“ gemein hat haben andere hier in der Zwischenzeit schon dargelegt. Warum diskutieren wir aber überhaupt darüber aktuell?

Boateng hat das Ganze eben sogar selber ins Rollen gebracht indem er es offensiv in einem Interview angesprochen hat mit den Hospitanzen.

Mit ein BISSCHEN Feingefühl hätte er diese Hospitanzen einfach gemacht aber vorher nicht groß darüber rumposaunt als jemand mit SEINER Vergangenheit und er hätte sich all das was jetzt in den Medien über ihn hinweg rollt erspart!

Aber im Grunde kann man nur froh sein, dass er das nicht so gemacht hat:

Denn wie gesagt - mehr Aufmerksamkeit für solche heiklen Themen:

Das EINZIGE was langfristig überhaupt was bewirken kann!

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Ist das einfach nur der Schrei nach Aufmerksamkeit? Und Boateng muss dafür herhalten?

Nee, das ist mir zu wenig und ich halte diese Methodik für fragwürdig.

Jetzt kommt vielleicht das Argument: ja, irgendwo muss man halt anfangen… nein, diese Stufe wurde schon längst überschritten. Wir können uns gerne über konkrete Maßnahmen unterhalten, andere Länder haben das inzwischen längst umgesetzt (z.B. die explizite Zustimmung über Sex). Aber nur Aufmerksamkeit erzeugen? Mir reicht das nicht.

Ich steige aus dieser Diskussion an dieser Stelle aus, da ich mich mit dieser Petition nicht identifizieren kann und sie für falsch und nicht zu Ende gedacht halte.

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naja das hier ist ja ein bayern forum - und es geht ja u.a um den lehrgang von boateng bei bayern münchen …?

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Scheinbar möchten viele den Boateng jetzt doch nicht mehr als Nachbarn

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das meinst du nicht ernst, oder?? „Feige und geheim: Boateng beim FCB“ (such dir aus welchen). „Sie wollten die öffentliche Diskussion vermeiden: Die Bayern schmieden Geheimplan mit Boateng“ „jetzt kommt es raus: Warum haben sie es verborgen???“ etc etc.

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Sehr wohl meine ich das Ernst:

Hast Du jemals VORAB davon gehört, daß irgendwer irgendwo eine Hospitation machen wird?

Ich kann mich jedenfalls vor Boateng da an NIX erinnern!

Gemacht werden sie aber natürlich sicherlich durchaus öfter Mal bei großen Vereinen.

Hätte er zum Thema geschwiegen gäbe es die Diskussion aktuell eben überhaupt nicht - auch VK wurde in PK nur darauf angesprochen wegen des Boateng Interviews direkt davor.

Ob wir es mitbekommen hätten im Nachhinein - keine Ahnung, aber selbst wenn:

Der FC Bayern tut ja selbst jetzt so als ob überhaupt nix dabei und für die Fans hätte es im Nachhinein auch nix groß mehr zu diskutieren gegeben. Man wäre vor vollendete Tatsachen gestellt gewesen und das Thema wäre wohl im Sande verlaufen.

Nur durch das vorab „Rumposaunen“ von ihm selber wurde daraus jetzt diese Riesennummer!

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Erstmal ich bin überhaupt nicht Ihr. Ich bin ich. Ich bin vielleicht gar der falsche Adressat, weil ich die Petition nicht unterzeichnet habe. Ich habe aber volles Verständnis für die Petition.

Die Menschen die diese Petition unterstützen haben natürlich kein Recht, sich ins Privatleben der Opfer oder in jenes von Boateng einzumischen.

Aber, das ist wichtig, sie haben sehr wohl das Recht, eine Haltung einzufordern, wenn ihr Klub jemanden mit dieser Vorgeschichte offiziell einbindet.

Die Frage, wie Bayern damit umgeht betrifft nämlich auch die Fans – weil es um die Werte und die öffentliche Identität des Vereins geht.

Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem. Wenn prominente Fälle bagatellisiert werden, sendet das ein Signal, das über den Einzelfall hinausgeht. Fans dürfen deshalb fragen: Welches Signal sendet mein Klub?“

Fußballer und Ex-Profis wie Boateng sind keine „Privatpersonen im stillen Kämmerlein. Sie stehen auf Bühnen, repräsentieren Klubs, Marken und Werte. Fans haben also berechtigtes Interesse daran, wie diese Rolle gefüllt wird.

Jeder hat eine zweite Chance verdient. Dazu braucht es aber eine Aufarbeitung. Es braucht Reue, es braucht Verantwortung für das was man getan hat.

Juristisch natürlich nicht. Aber es geht hier eben um moralische Werte. Dinge für die der Fußball steht. Für die er teilweise gar Werbung macht.

Für Fans und Medien ist es im übrigen egal, ob er nur 10 Tage oder 10 Jahre da ist. Schon die Einladung bedeutet: Der FC Bayern gibt Boateng Raum, Nähe, Anerkennung. Dafür müsste er aber vorher zeigen, dass er einen anderen Weg geht. Dass er bereut und dass er Verantwortung übernimmt für das was er getan hat.

Du kannst das komplett anders sehen (meine Meinung).
Aber ich finde schon, dass die Kritik aus den genannten Gründen seine Berechtigung hat.

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Deshalb wird auch IMMER z.B. nach Abschluss von Qatar Deals gar nicht mehr drüber diskutiert. (um nur ein Beispiel zu nennen, in denen die Empörungswelle lange andauerte, auch wenn die Entscheidung/das Ereignis schon zurücklag. Ich verstehe nicht, wie man zu dem Schluss kommen kann, dass ein Thema, das schon im Konjunktiv hier so hohe Wellen schlägt, dann wenn es wirklich eintritt in der selben (social media) Kultur dann keine Welle brächte, aber sei’s drum.

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Das mit Qatar ist doch aber auch das beste Beispiel, dass die Welle viel größer werden kann wenn die Entscheidung noch ansteht!

Was war das nicht 2022 vor der JHV für ein Mega Thema inkl. des damaligen Antrags Dramas:

Dagegen war doch letztens das mit Emirates als neuer Airline Sponsor ein laues Lüftchen im Vergleich?

Empfand ich jedenfalls durchaus so…

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Ein klares Zeichen aus der Südkurve, niemand lässt sich hier beschwichtigen. Danke!

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Protest ist hier durchaus angebracht, wobei sich die Kurve mit der Aussage „Kein Platz für Charakterschweine in unserem Verein“ mMn keinen großen Gefallen tut bzw. sich eigentlich sogar selbst unter Zugzwang setzt.
Bei Charakterschwein fallen mir z.B. zwei Spieler ein, die meines Wissens niemals als solche bezeichnet wurden, obwohl ihr Umgang mit ihren Ehefrauen durchaus Anlass dazu gegeben hätte. Und ich meine in diesem Fall nicht die Spieler Lell und Hernandez, die ja deswegen vor Gericht standen, sondern zwei absolute Vereinslegenden.
Wer seine schwangere Frau betrügt (Olli Kahn) bzw. das sogar wie Ribery noch mit einer Prostituierten (die sich „blöderweise“ dann auch noch als minderjährig herausstellt) tut, ist für mich ein „Charakterschwein“, wie es im Buche steht.
Und wir hatten ja zurecht im Zuge der Diskussionen um Boateng angemerkt, dass für moralische Verurteilungen nicht unbedingt ein Gerichtsurteil notwendig sein muss.
Von daher: im Fall Boateng kann ich Proteste verstehen. Man sollte nur damit aufpassen, dass man sich mit der Wortwahl „Charakterschwein“ nicht irgendwann selbst unter Zugzwang setzt, wenn wieder einmal ein geschätzter Spieler seine Triebe nicht im Griff hat und aus einer überlegenen Machtposition heraus seiner Partnerin auf psychischer Ebene extrem weh tut, denn ich stelle mir vor, dass es wenig schlimmere Dinge für eine schwangere Ehefrau gibt als zu erfahren, dass der Ehemann sie betrügt.

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Bingo! Die beiden Fällen lagen mir in der Diskussion auch schön öfter auf der Zunge … wobei ich jetzt nicht weiß, ob es z.B. zu Ribery auch Proteste gab (erinnern könnte ich mich an keine) !?

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Heute gäbe es Proteste und heute würde Ribéry nicht mehr so davonkommen wie damals. Times are changing.

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Sehe ich auch so, wenn damit gemeint ist, dass er in der Kurve nicht so davonkomme würde. Aber dass Profifußballer, ins Besondere wenn sie so talentiert sind, mit ziemlich viel davonkommen, auch heute leider, ist dann doch schon Teil der Wahrheit.

Es gibt ja ernsthaft Leute, die glauben, dass Boateng in irgendeiner Form beschädigt worden sei. Da habe ich gar kein Verständnis für. Der hat weiter in seinem Beruf Geld verdienen können, er kann jetzt weiter seine ersten Schritte als Trainer gehen, er bekommt kostenlose Deckung der Bayern-Bosse, wenn auch diplomatisch formuliert …

Mason Greenwood kickt weiter bei Marseille, Thomas Partey kickt bei Villarreal. Es gibt noch viel mehr Fälle aus Gegenwart und Vergangenheit. Aussitzen und Resozialisierung vorschieben reicht nach wie vor komplett aus. Ein Boateng lacht sich doch über so eine Petition schlapp – und das meine ich nicht despektierlich der Petition gegenüber oder den Protesten im Stadion. Der wird von denen gedeckt, die er für seine weitere Karriere braucht. Und wenn es vereinzelt dann doch mal Menschen gibt, die Haltung zeigen und ihm etwas verwehren, dann öffnet sich eben eine andere Tür.

Ich meine trotzdem zu verstehen, was du meinst.

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Ich denke das berühmteste Beispiel ist Christiano Ronaldo. Die Vorwürfe bzgl. einer Vergewaltigung haben ihm nicht geschadet, sie wurden aber nie abschließend geklärt und somit weiß niemand wirklich was aktuell Sache ist. Aber es ist ein gutes Beispiel, dass umso berühmter man ist, desto besser kommt man nach solchen Vorwürfen weg.

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Was nahezu alle Fälle eint, ist das plötzliche Verschwinden von Zeuginnen. Diese Fälle sind alle individuell, haben aber auch viele strukturelle Gemeinsamkeiten. Und das darf man einfach nicht vergessen.

CR7 ist in der Tat das prominenteste Beispiel. Der zahlte ein üppiges Schweigegeld, um aus der Nummer herauszukommen.

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