Nach Punkten pro Spiel sind sie sehr eng beieinander, ja - und beide deutlich hinter Ancelotti. Sonstige Faktoren, die für Kovac sprechen: der Pokalsieg und der Gewinn der Meisterschaft gegen einen ernsthaften Mitbewerber; für Nagelsmann: ein besseres Torverhältnis und dass die Highlights seiner Amtszeit eindrucksvoller ausgefallen sind.
Dass seine Amtszeit nicht wie die eines Papstes endet, dürfte klar sein. Aber immer hin bist du von „nach dem nächsten Spiel“ zu „irgendwann“ übergegangen. Du näherst dich der Realität an.
Weiter so ![]()
Fußball ist und bleibt Tagesgeschäft (wo ist das Phrasenschein in das ich einzahlen darf?)
Mannschaft & Trainer haben erstmal den Turn around geschafft. Nun warten noch wichtige Partien vor allem in der Bundesliga. Wenn heute in Hoffenheim gewonnen wird und die Spiele bis zur WM Pause positiv gestaltet werden (mehr Punktverluste als bei einem Untentschieden sollten es nicht werden), wird Nagelsmann diese Saison zu Ende spielen dürfen.
Danach wird man sehen, wo die Mannschaft im Sommer 2023 steht. Dann werden auch die Verantwortlichen genau analysieren, ob die Mannschaft einen Schritt nach vorne gegangen ist, oder ob sie feststeckt und neue und andere Impulse benötigt.
Grundsätzlich ist es eine besondere Saison. Ich erwarte, dass nach der WM die Karten international nochmals etwas neu gemischt werden. So ein Turnier kostet viel Kraft und Energie. Da wird es einige Spieler geben, die Ihre Leistungsniveau nicht in den Frühling werden retten können. Es ist die Aufgabe des Trainerteams hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. Hier kann man sich profilieren (wie das Team Flick in der Zeit der Corona Pausen), oder man kann schnell viel Goodwill verspielen.
ob es nagelsmann ähnlich geht wie pep…
Mit größerer Sorge frage ich mich, wie lange unser Freund @918 sich in den heiligen Kommentarspalten hier noch halten kann. Riecht auf die Dauer eher nach Trainingsgruppe 2… ![]()
Ob das jetzt so ein Rätsel ist?
Aber wirklich interessant das Nagelsmann-Zitat, dass Gravenberch am liebsten auf der Sechs spielt.
Das hatte ich bisher so noch gar nicht mitbekommen. Ist ja nicht ganz unerheblich für die Einsatzplanung.
Und täglich grüßt das Murmeltier…
Dass man sich bei ManCity über Jahre hinweg Pep’s Wunschkader nach Belieben zusammenstellen konnte wie auf der Playstation (Transferausgaben seit seiner Ankunft: 1.046.508.181 €) wird da natürlich komplett außer Acht gelassen.
Aber Hauptsache Du bringst wieder dein neues Lieblingswort „Trainertalent“ unter.
Das stimmt natürlich. Die Möglichkeiten hat niemand sonst weltweit. Nicht annähernd.
Pep hat aber bei Bayern auch ein phantastisches Pass und Positionsspiel etabliert, ohne so viel Geld ausgegeben zu haben.
Ich bin froh, dass es nun wieder besser läuft bei uns (hoffentlich werde ich nun nicht gleich Lügen bestraft).
Aber was die aufgeführten Punkte angeht, sehe ich auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. Auch wenn wir keine Milliarde ausgeben können, haben wir doch ganz passable Kicker am Werk. An dem Narrativ, dass die Spieler „zu blöd“ sind für die Trainingsformen von Nagelsmann mag ich ehrlich gesagt auch nicht glauben. Die einen mussten sich vom „Red Bull Fußball“ auf den FC Bayern umgewöhnen und andere waren schon unter Pep schon im Kader. Ich denke, dass ganz viele auch komplexeren Aufgaben gewachsen wären.
Ich denke, dass da bei uns Fans falsche Vorstellungen bzgl. der Überforderung herrschen. Wer glaubt, dass es sich dabei um Trainingsformen handelt, deren Resultat in weltbeherrschenden Spielzügen und Taktiken mündet, liegt mMn. falsch. Schon in Hoffenheim gab es Berichte von gezielter Überforderung der Mannschaft. Das ist/war Bestandteil seines Trainings und sollte wohl den Effekt haben, dass die Spieler in schwierigen/unübersichtlichen Situationen instinktiver richtig handeln. Nur bei uns ist es so, dass die Spieler bei uns sind, weil sie instinktiv besser handeln, als schlechtere Spieler und wenn unsere Stars auf, in ihren Augen, nervige Übungen keinen Bock haben, lässt man es lieber sein, da nicht kriegsentscheident. Vor allem dann, wenn man eh viel weniger Zeit für richtiges Training hat, als es z.B. in Hoffenheim der Fall war.
Also für letzteres hat er ja den „Franzosen Flüsterer“ Topmöller.
Ich denke auch arrivierte Spieler sollten sich für neue Trainingsmethoden öffnen. Das machen die doch teilweise auch mit ihren privaten Trainern die jeder noch nebenbei hat. Sie müssen aber den Sinn erkennen.
solari hat im Grunde die aus meiner Sicht die beste Antwort darauf gegeben.
Das ist für mich der springende Punkt: ein wirklich guter Trainer ist nicht der, der mit einer einzigen fixen Idee vom „richtigen“ Fußball kommt und versucht, sein Team dahin umzuerziehen, sondern einer, der die Stärken und Schwächen seines Kaders korrekt analysiert und ein System findet, das diese Stärken am besten zur Geltung bringt und die Schwächen so weit möglich kaschiert. Das Ganze ist zwangsläufig ein Prozess, der die bisherige Spielweise des Teams ebenso berücksichtigen muss wie die stetigen Veränderungen im Kader.
Auch Pep hat ja nur sukzessive Änderungen vorgenommen, wobei er natürlich ein eingespieltes Team übernommen hat, das gerade Triple-Sieger geworden war, zu dem Thiago - und ein Jahr später Lewandowski - dazu kamen.
Jürgen Klopp hat in Liverpool 4 Jahre gebraucht, bis er durch Neuzugänge und kontinuierliche Optimierung der Spielweise sein Team nach oben gebracht hat.
Ich frage mich immer, wie ihr zu der Ansicht kommt Nagelsmann habe seine ursrpünglichen Ideen über Bord geworfen … er versucht doch seit Amtsantritt eigentlich vorwiegend, aufgetretene Schwächen abzustellen. Um das von Flick übernommene Problem der Konteranfälligkeit zu lösen, hat er versucht das Zentrum zu verdichten; durchaus erfolgreich. Nach Lewa’s erzwungenem Abgang, der dann kurzfristig auch nicht adäquat ersetzt werden konnte, hat er halt mal auf ein System ohne echten Mittelstürmer gesetzt. Lief ja auch die ersten Spiele sehr gut. Gezwungen durch die Ergebniskrise hat er Choupo aufgebaut und ihn jetzt erfolgreich als „echten Neuner“ eingesetzt.
Sieht für mich nach einem flexiblen Trainer aus, der alle taktischen Varianten beherrscht und sie den Spielern auch gut vermitteln kann. Und nicht nach jemand, der „seine Ideen über Bord wirft“ und ein System gegen seine Vorliebe spielen lässt.
Das ganze ist natürlich ein Prozess und wenn Nagelsmann hier nach Rücksprache mit der Mannschaft, der Vereinsführung und seinem Trainerteam ab und zu mal nachjustiert, ist das doch eher ein positives Zeichen, dass alle an einem Strang ziehen.
Achso und weil der User XY dich hier im Forum völlig zurecht als
bezeichnet hat und ich damit konform gehe, darf ich das auch tun? Ist ja quasi keine Beleidigung bzw. Schmähung sondern nur ein Zitat
Aber dann drückst dann bitte nicht wieder nachts um 2:30 Uhr mit Tränchen in den Augen den Meldebutton
kann man sich sowas nicht per pn ausmachen?
Diese Stellung muss er sich aber mit Erfolgen erstmal erarbeiten. Ein Simeone war auch nicht von Beginn an in der Stellung die er jetzt inne hat. Sein Job ist sicher, auch wenn er aus der CL rausfällt aufgrund der großartigen Erfolgen die er dem Klub beschert hat.
Freiburg, das ist ein ganz anderes Niveau, ganz andere Erwartungen. Aber auch da hat der Trainer über viele Jahre im Grunde überperformt.
Es ist auch eine Frage der Kultur im Klub. Bei Bayern hat Nibelungentreue keine große Geschichte. Selbst die Größten mussten, wenn es länger nicht läuft ihren Hut nehmen. Bayern München ist, „wir wollen die 1 sein, immer und überall“.
Trotzdem wünscht sich natürlich jeder mehr Kontinuität.
Was mir bei Nagelsmann fehlt ist dieses Bekenntnis zum Kader und den Spielern. Dieses, „das sind meine Spieler, das ist ,mein Kader, wir gehen zusammen diesen Weg bis zum großen Triumph, daran glauben wir als Kollektiv“. Ich glaube ein Ancelotti identifiziert sich bei Real mehr mit seinen Spielern als es Nagelsmann tut. Wenn der mal über Toni Kroos spricht, dann spürt man seine Begeisterung für seinen Spieler. Das gibt Vertrauen und schweißt zusammen.
Das war doch auch, wenn Pep über Philip Lahm sprach oder Heynckes über Kroos etc.
Da hat Nagelsmann noch einen guten Weg vor sich, glaube ich.
Die meisten Deiner Punkte stehen eigentlich außer Frage. Natürlich zählt für die Sicherheit eines Trainers bei Bayern immer nur der Erfolg und der bemisst sich nun mal nach der CL. Im Falle von Nagelsmann muss er diesmal eigentlich das Halbfinale erreichen und darf dort nur gegen ganz große Teams knapp ausscheiden. Mit dem als Minimum würde danach relative Ruhe auch bei einer neuen Ergebnis-Delle herrschen. Schafft er Finale oder gar den Titel, könnte er wohl auch mal eine Saison ohne Titel überstehen (wenn er dabei junge Spieler intgeriert).
Ein absolutes No-Go wäre aber für jeden Trainer die drohende Nicht-Qualifikation für die CL. Da würde der Verein wohl aus schlichten wirtschaftlichen Gründen versuchen, per Trainerwechsel noch das Ruder herumzureißen.
Was mir etwas zu weit geht, ist das Deiner Ansicht nach fehlende …
So etwas muss sich beidseitig entwickeln, sprich wenn die jetzt nach der kleinen Krise zuletzt in der CL den Lauf so weiter durchziehen können und dann mal gemeinsam etwas Vorzeigbares erreicht haben, dürften solche Statements schon mal kommen. Immerhin lobt Nagelsmann ja auch jetzt schon seine Spieler individuell sehr häufig und nimmt sie auch bei Formkrisen in Schutz.
Bei Ancelotti ist ds was anderes, da liegt es ja wirklich vorwiegend am Kader, wenn seine Teams was reißen … ![]()
Da spielt auch das Alter eine große Rolle. Ancelotti oder auch Jupp waren bzw. sind für die Spieler Vaterfiguren, vor allem für die Jüngeren. Das kann JN logischerweise noch nicht sein.
Das ist ein wesentlicher Punkt. Bei Spalletti von Neapel herrscht ja gerade ein Hype als wären Happel und Lobanowsky auferstanden. Und der hat ja einen Briefkopf wie Nagelsmann. Aber er ist Jahrgang 1959 und ist seit Anfang der 90ziger auf dem Trainerradar aber verbrachte ein Grossteil der Zeit bei Vereinen bei denen er mit 5 Punkten aus 4 Spielen auf der Sänfte durchs Dorf getragen wurde oder eben jenseits der grossen Aufmerksamkeit in Russland.
Und Nagelsmanns Englisch gefällt mir auch sehr gut. Ist besser als das von Klopp, obwohl der drüben seit Jahren lebt.
Da wirst du alt wie eine Kuh und lernst immer noch dazu.
Warum sollte das nicht auch für Nagelsmann gelten. ![]()
Man sollte immer berücksichtigen: er ist auch nur ein top Talent wie du und ich … ![]()