Ex-Trainer Julian Nagelsmann

Damit hast du sicherlich recht, und berührst hier gleichzeitig einen Punkt, wo bei mir das Nachdenken darüber einsetzt, wie weit man dem Fantribalismus erliegen sollte. Ich goutiere zähnefletschendes und wölfisches Gehabe an der Seitenlinie nicht besonders, gleich für und von wem.

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Mal bitte genau lesen: nichts davon tue ich, sondern weise lediglich darauf hin, welche Verhaltensweisen - wenn auch in sehr stark unterschiedlichen Feldern - gewisse Dynamiken bewirken. Ich habe nirgends behauptet, Klopp sei wie die Genannten oder bezwecke Ähnliches.

Das stimmt. Insofern wäre es vielleicht besser gewesen, diese Namen nicht anzuführen, weil sie letztlich auf eine falsche Fährte führen. Kein Drama, sowas ist mir auch schon passiert. :wink: Da hat man plötzlich mehr Erklärungsbedarf als erhofft.

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Nun schau dir mal die Wortwahl an: „emotional sein und Menschen einfangen“, funktioniert auf diese Weise auch in anderen Feldern, und dafür gibt es links und rechts historische Beispiele, gerade in unserem Land. Nochmal, und ganz langsam: ich sage nicht, dass Klopps Denke so ist, ich stelle ihn gewiss in keine totalitäre Ecke, aber die Reiz-Reaktionsmuster sollten zu denken geben. Dass er aber auch bewusst Feindbilder pflegt, dürfte kaum zu leugnen sein.
„Emotional sein“ an sich ist kein Wert, sondern wird grad im Politischen sehr oft dort eingesetzt, mit Erfolg, wo es dir wahrscheinlich nicht recht ist -mir übrigens auch nicht.

wow…
also positive aspekte der menschenführung und erfolgreiches arbeiten werden in so einen bezug gesetzt… alter verwalter…

was kommt als nächstes? training macht frei? :scream:

dann darfst du wohl fast jeden erfolgreichen personalverantwortlichen in diese reihe stellen!

nur weil einige geisteskranke erfolgreiche verhaltensweisen pervertieren ziehst du sie heran um klopp bzw. seine arbeitsweise zu diskreditieren… auf solche ideen muss man erstmal kommen!

was ist das hoeneß für dich? goebbels’ enkel?

Wenn du glaubst, Personalverwalter und öffentliche Personen mit großer medialer Wirkreichweite seien vergleichbar…aber lassen wir das sein. Auch über Klopps „Arbeitsweise“ habe ich nicht gesprochen, es sei denn, du zählst Ausraster an der Seitenlinie dazu, sondern über seine medialen Auftritte.
Hab noch einen schönen Nachmittag.

Das ist doch immer so. Effenberg, Matthäus, Kahn, Ribery, Robben usw würden von der FCB-Fanbase gehasst wenn sie bei anderen Vereinen so gewesen wären wie sie bei uns waren. Und wir wären nachsichtiger mit Pipo Inzaghi, Neymar und Marco Reus hätten sie unser Trikot getragen.
Heruntergebrochen aufs Forum: wenns wohlfarth schreibt ist es böse, schreibt 918 dasselbe ist es nicht schlimm :wink::joy:

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Bisher fande ich die meisten deiner Beiträge sehr lesenswert, aber Klopp hier in einem Atemzug mit Trump und Co zu nennen schießt dann doch deutlich über das Ziel hinaus.

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Also, ich hätte wohl deutlicher machen sollen, dass es sich nicht um die gleiche Form der INSTRUMENTALISIERUNG handelt, aber halt eine bestimmte Dynamik greift. Ich störe mich an autoritärem Auftrittsverhalten, und daran, wie es oft wirkt auf die Menschen, welche Faszination es ausübt: Kloppo war mir anfangs, noch in der Mainzer Zeit, sogar mal sympathisch. Fachlich habe ich ihm sowieso nichts abgesprochen.

EDIT: Aber schon richtig: diese Nennungen sind zum einzigen Diskussionspunkt geworden und insofern wars dann ein Schlag ins Kontor.

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Keine Überraschung, dass Du diesen Vergleich anstellst. Hier liegt aber ein Irrtum vor: weder bin ich ein Fan von 918, noch hege ich eine irrationale Aversion gegen Dich. An einigen Deiner Verhaltensweisen nehme ich Anstoß, das stimmt; das würde ich aber auch bei jedem anderen tun. Nicht alles, was 918 schreibt, finde ich toll, gelegentlich - allerdings eher ausnahmsweise - vergreift er sich auch mal im Ton. Das, was ich von Dir wahrnehme, hat quantitativ und qualitativ eine andere Dimension.

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@anon47051198; @anon49020724:
Eine interessante Diskussion. Beide Argumentationen haben manches für sich. „Emotional“ ist kein Wert an sich, da stimme ich zu; der Begriff wird im Sport übrigens inflationär verwendet. „Es ist sehr emotional!“ Wie oft muss man das hören und empfindet es in der steten Wiederholung nur noch als hohle Floskel.

Das heißt aber nicht, dass Emotionen in einem positiven Führungsprozess keine Rolle spielen. Ich selbst habe mich als Verantwortlicher für Personalführung und -weiterentwicklung permanent mit Fragen wie derjenigen befasst, wie ich in angemessener Weise mit meinen eigenen Emotionen und denen der anderen umgehe. Und ich habe vielfach das Führungsverhalten anderer beobachten können. Da gibt es ganz unterschiedliche Stile; mit manchen konnte ich mich mehr identifizieren, mit anderen weniger. Meine persönliche Auffassung ist, dass Emotionen nicht unter Umgehung des Bewusstseins stimuliert werden sollten. Es ist eine Frage des Menschenbildes; eine solche Haltung drückt sich dann konsequenterweise im Bemühen um eine wohldosierte und sachlichen Gesichtspunkten nicht widersprechende Aktivierung von Gefühlen aus.

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Dagegen sagt ja auch keiner was, aber es wird doch wohl bitte niemand hier in Abrede stellen, dass gerade durch das mediale Verhalten von Klopp in der BVB-Zeit und den Tobsuchtsanfällen (wie oft bekam er eine rote Karte) auch eine große Emotionalisierung der Fanszene, eine aggressiv aufgeheizte Stimmung, ein Hetzklima entstanden sind. Wie gesagt: er hat schon auch die Feindbilder bzw. das „Feindbild FCB“ enorm gepflegt, denn ohne sowas geht es halt auch nicht. Und sowas wirkt nunmal enorm auf schlichte Gemüter und zeitigt auch schon mal Folgen, die nicht sehr angenehm sind. Und diese Dimension hat Klopp zumindest in der Anfangszeit zu wenig reflektiert.

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Da gibt es eben so manchen Zielkonflikt. Ich persönlich mag ja z.B. „Operettenpublikum“, das sich in Ruhe ein Fußballspiel anschauen möchte. Heute eher eine Minderheitsmeinung. Ja, und wenn das Publikum aktiv sein soll, liegt es nahe, die Emotionen auch etwas aufzuheizen. Man muss das nicht mögen, aber da wird eben auch sehr vieles ausgelebt, was einfach mal raus muss. Soll man das verurteilen? Sicher nicht. Irgendwo werden dann Grenzen überschritten, und wo genau das passiert, ist wieder eine Frage des individuellen Urteils: darüber kann man endlos diskutieren, wird aber keinen allgemein gültigen Maßstab finden.

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Schon, aber das beschränkte sich ja nicht nur auf das Spiel, sondern wurde fortgeführt und vervielfacht durch die sozialen Medien, die Foren der Zeitungen usw. Dadurch entsteht schon mehr Prägung von gesamtgesellschaftlichem Klima. Mir fehlte da ein wenig das Gespür, was solche Äußerungen und solches Verhalten bewirken können, wenn man für viele eine Vorbildfunktion hat.

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Und auch keine Überraschung, dass hier angeblich nur ein Irrtum vorliegt :hugs::hugs:

Danke für Dein Argument! :wink:

Danke für nichts :smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts:

Da doch nich’ für! :sweat_smile:

Hab dich halt ganz doll lieb :kissing_closed_eyes::kissing_closed_eyes::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts::kissing_heart::kissing_heart: