@Crowd-Intelligence: Hat jemand Statistiken parat, die zeigen, wie viel die Bayern in den hinsichtlich des Ergebnisses relativ schlechten Spielen zuletzt gelaufen und gesprintet sind, verglichen mit den besseren Spielen davor oder in der ersten Saisonhälfte?
Gibt es andere plausible Ursachen für den Leistungsabfall? Rotation? Ungewöhnliche nicht-systematische Häufung individueller Fehler?
Mir ist vom Anfang der Saison (als ich mir das mal angeschaut hatte) in Erinnerung, dass gerade das Hoffenheim-Spiel, dessen erste Halbzeit lange als die schlechteste unserer Saison galt, auch eine unterdurchschnittliche Laufleistung aufwies (118km, Durchschnitt: 123.8km). Auch gegen PSV lag man in dieser Größenordnung. Man findet aber auch Negativ-Beispiele wie jetzt gegen den HSV, wo man ziemlich genau im Durchschnitts-Wert gelandet ist. Andererseits: Im Hinspiel gegen den HSV ist man auch nur 119km gelaufen. Das lag aber daran, dass man zur Pause 3:0 führte und das Spiel dann im Energiesparmodus verwaltete. Man findet also Beispiele in alle Richtungen.
Ich denke, man wird da keine direkte Korrelation zwischen Laufleistung und Ergebnissen finden. Dafür ist diese Statistik zu volatil, hängt zu stark vom Gegner und dem Spielglück ab. Bei Ermüdungserscheinungen sehe ich auch eher nicht die reinen Kilometer als das Problem an, sondern dass man dann nicht mehr bereit ist, diesen einen Extraschritt zu gehen. Es fehlen dann immer ein paar Meter, um den maximalen Pressing-Druck aufzubauen. Das sieht man kaum in der gesamten Laufleistung, kann aber den entscheidenden Unterschied aus machen.
Rotation sicherlich verletzungsbedingt im Bereich der Außenverteidiger. Da stimmen aktuell viele Abläufe nicht. Individuelle Fehler sind nach meiner Wahrnehmung stark angestiegen. Das Spiel in Hamburg wirkte recht hektisch und nervös. Da gab es einige dumme Fehlpässe, schlechte Dribblings oder generell falsche Entscheidungen insbesondere in Phasen, in denen es besser gewesen wäre, den Ball risikoavers in den eigenen Reihen und damit das Spiel ruhig zu halten. Das könnte natürlich ein Indiz für Erschöpfung sein.
Wenn man meint saisonübergreifend passieren schon keine gröberen Ausfälle und Jamal Davies sind die Neuzugänge im Winter, sprich der Kader ist bestens gerüstet für die Mission Triple (?), dann nenne ich das (grob) fahrlässig.
Man stelle sich vor Kane oder Diaz fallen längerfristig aus (oder gar 2 der Stamm-Offensive)…..
Der überteuerte Jackson-Blitztransfer ist mE absolut sinnfrei gewesen (!) Eberl, Freund und VK waren über den AR-Veto-August sicherlich not amused….
Ja gut… so kannst Du aber keine Kaderplanung machen bei dem was gute Spieler kosten. Wir sind nicht Chelsea mit ihrer Leiharmee oder allgemein irgendein PL Klub die 50 Millionen Transfers einfach mal auf die Bank setzen können
Wenn das aktuell was zeigt dann doch dass der Blitztransfer gerade NICHT sinnfrei war.
Wäre Jackson ganz normal früh im Turnier ausgeschieden hätte er genau den entscheidenden Unterschied in der Belastung der Topspieler in der Offensive machen können:
Auch mit ihm auf dem Feld wären Kantersiege gewonnen worden - die anderen wären aber alle wohl ein wenig weniger ausgelaugt gewesen nach 3 englischen Wochen in Serie?
Es gibt in jedem Kader Spieler die unersetzlich sind. Kane ist einer von denen. Lewandowski war auch unersetzlich. Gleichwertiger Ersatz ist nicht möglich.
Das Problem bei Jackson ist, dass er komplett anders spielt als Kane. Wenn du mit Jackson gleich spielst und der Spieler ähnlich angespielt wird wie Kane, kann das niemals funktionieren. Da muss man die Spielweise anpassen, sonst kann das nichts werden.
Jackson braucht die Bälle in den Raum. Sein Vorteil ist die Beschleunigung und der erste Kontakt. Er ist kein Spieler zum “totkombinieren”, er braucht das direkte Spiel. Am besten flach und scharf. Wenn er zwischen den Linien steht müssen seine Mitspieler die Tiefe suchen und ihn so anspielen.
Kane willst du in die Füße spielen, damit er das Spiel macht und dann in die Box nachrückt. Jackson willst du in den Raum spielen, damit er das Spiel bricht – mit Tempo in die Tiefe und flachen Hereingaben.
Das ist ein sehr großer Unterschied zwischen den beiden. Wenn wir unser Spiel nicht umstellen, wenn Jackson Kane ersetzt auf dem Platz kann das nicht erfolgreich sein (meine Meinung).
Wie viel Entlastung bringt ein Spieler, der nicht funktioniert (und gar nicht zum System von Kompany passt) und der als Offensivspieler keine Akzente oder Scorer liefert?
Weltklasse werden wir natürlich nicht 1:1 ersetzen können. Jedenfalls nicht solange 50+1 hält. Das hindert heute wie damals (Lewa) jedoch nicht daran einen zweiten Topstürmer zu verpflichten. Bestenfalls einer, welcher auch Linksaußen kann.
Eberl war ja an einigen dran, Coman wurde abgegeben und dann kam das unverständliche und mE (grob) fahrlässige Veto.
Du weißt schon wen wir da holen sollen? Topstürmer und Flügel kann er auch. Dazu auch noch auf dem Markt….. oder man sagt Gnabry kann das auch
Aus meiner Sicht ist es nicht möglich Kane adäquat zu ersetzen. Die Idee mit Jackson wäre grundsätzlich nicht die schlechteste. Die Mannschaft müsste aber in der Lage sein ihr spiel anzupassen. Das habe ich bis jetzt nicht erlebt. Am Ende werden wir die Klausel unter diesen Voraussetzungen eh nicht ziehen.
Man kann wie ich finde aber schon auch passendere Backups finden, jemand der vielleicht auch ein paar Stärken von Kane besitzt. Zum Beispiel hat Choupo-Moting sehr gut gepasst.
Es ist schwierig, Spieler vorzuschlagen da viele nur eine oder wenige Sachen gut können im Vergleich zu Alleskönner Kane. Ich finde Havertz und Woltemade kommen da aktuell am nächsten an Kane dran. Ansonsten finde ich noch Nico Paz und Matias Soule aus Italien spannend. Wie gut diese Spieler in München wären, kann man natürlich nicht sagen, aber ich behaupte sie würden zumindest besser zum Stil von Kompany passen.
Ich muss eh sagen, ich verstehe gar nicht, wieso die immer Fußball spielen müssen zwischendrin. Man könnte sich doch das ganze Jahr durchgehend mit Transferspielchen beschäftigen. Da liegt die wahre Expertise des Fachmannes. Wenn man immer wieder zusehen muss, wie der Ball rollt, kann man sich doch gar nicht mehr ausführlich mit den Vertragsinhalten beschäftigen oder damit, die 327 Namen außerhalb der bestehenden Kader zu droppen. Und was wäre das für eine öde Fußball-Welt.