Essen und Trinken - sportlich betrachtet

Alles Käse ohne Käse! :thinking:

Das ist eine Hammer Version.
Mit Sauce Mornay!
Wow!
C’est magnifique !

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Ich pack’s mal hier rein: ein recht interessanter Einblick in das Catering, die Küche und u. a. auch den VIP-Bereich rund um das letzte Championsleague-Spiel gegen Brügge:

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Championsleague-Spieltag #5: FC Arsenal - FC Bayern München: Bangers and Mash

Noch fast zwei Wochen hin, aber hier kommt trotzdem schon einmal mein nächster Rezepttip für das nächste CL-Spiel:

Paris SG wurde „abgefrühstückt“ dank heroischer Abwehrleistung in Halbzeit 2, auf geht’s also gegen Arenal, das nächste europäische Schwergewicht: Ich habe mich bisher gegen die englischen Mannschaften in der CL mit der „Mulligatawny Soup“ und „Chicken Tikka Masala“ zugegenermaßen etwas herumgewunden um die traditionelle englische Küche, für den anstehenden Spieltag aber gibt es heute von mir einen Rezeptvorschlag, der in nicht wenigen englischen Pubs auf der Karte steht und definitiv keinen kolonialen Einfluss hat: Bangers and Mash. Auch hier in Deutschland ist dieses Gericht durchaus bekannt: es handelt sich um Bratwürste (Bangers, weil sie nicht selten laut aufplatzen beim Bratvorgang) mit Kartoffelstampf (Mash) und einer deftigen Zwiebelsauce. Die gewisse „englische Note“ ist vielleicht dabei nur die Zubereitung der Würste (es ist eine Mischung aus Garen und Braten, wodurch die Würste sehr saftig bleiben) sowie die Zugabe der Worcestersauce zu den Zwiebeln (in England kommen dann oft noch Erbsen dazu, mir reicht die Basis). Ein recht einfaches „Soulfood“, gut geeignet für einen Herbstabend in London:

Zutaten (für 2 Personen)

  • ca. 500 g Kartoffeln
  • 2 große Bratwürste
  • 2 große Gemüsezwiebeln
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Milch
  • 4 EL Pflanzenöl und etwas Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Butter
  • 2 EL Worcestersauce
  • 2 TL Dijonsenf

Zubereitung (etwa 40 min)

  • die Kartoffeln schälen und klein würfeln
  • die Zwiebeln schälen und in recht dicke Halbringe schneiden
  • in einen kleinen Topf etwas Wasser und Öl geben und die Würste hinzugeben, so dass die Würste etwa zur Hälfte bedeckt sind. Unter großer Hitze ohne Deckel die Würste garen (gelegentlich umdrehen), bis das Wasser komplett verdunstet ist und dann im verbleibenden Öl mit der Zugabe von 1 El Butter bei etwas reduzierter Hitze die Würste anbraten (es „bangt“ dabei gelegentlich)
  • derweil in einem weiteren Topf die Kartoffeln kochen und
  • eine kleine Pfanne stark erhitzen, die Zwiebeln ordentlich anschmoren und zum Schluss mit der Gemüsebrühe, der Worcestersauce und dem Senf vermischen und kurz aufköcheln lassen

Die Kartoffeln abgießen, mit einem Stampfer und unter Zugabe von 1 El Butter und der Milch im noch warmen Topf zerstampfen (wer es mag, gibt noch etwas Muskatnuss dazu), mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann alles auf einem Teller anrichten.

Guten Appetit!

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Sollte ein Leckerli für den @folkfriend :black_heart: sein

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Tagliatelle Bolognese

Länderspielpause und Wochenende, es ergibt sich Zeit für langes Kochen: eines meiner Lieblingsgerichte überhaupt ist Tagliatelle Bolognese. Keine Spaghetti Bolognese, weil die Soße viel besser an den Bandnudeln haftet als an den dünnen Spaghetti, die zu eher flüssigen Soßen passen. Und auch keine „quick and dirty“-Version (Hackfleisch anbraten, Tomaten dazu, Gewürze - fertig), sondern eine mit einem ordentlichen Soffritto als Basis, welcher stundenlang eingekocht wird :face_savoring_food:. Es lohnt sich m. E. aufgrund der langen Kochzeit der Bolognesesoße, eine große Menge zuzubereiten und dann den Rest portionsweise (ohne Nudeln) einzufrieren - das hält sich dann mindestens 3 Monate im Gefrierschrank und kann problemlos bei Bedarf langsam und schonend über Nacht im Kühlschrank wieder aufgetaut werden, die Nudeln bereitet man dann immer wieder frisch zu.

Zutaten: (für bis zu 8 Personen)

  • 800 g Hackfleisch (60% Rind, 40% Schwein)
  • 2 große Gemüsezwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 4 mittelgroße Karotten
  • 4 Stangen Staudensellerie
  • 3 El Olivenöl
  • 2 El Butter
  • 3 EL Panzenöl
  • 800 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 300 ml (idealerweise selbstgemachte) Gemüsebrühe
  • 150 ml trockener Rotwein
  • 200 ml Vollmilch
  • 2 Tl getrockneter Oregano
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • Tagliatelle (ca. 100 bis 125 g pro Portion)
  • Frisch geriebener Parmesankäse

Zubereitung: (ca. 4 Stunden, der Großteil ist reine Garzeit)

  • Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Staudensellerie klein schneiden/würfeln
  • Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer bis großer Hitze erwärmen, etwas später die Butter dazugeben und zerlaufen lassen, Karotten und Sellerie ohne Deckel darin ca. 5 Minuten andünsten. Die Zwiebeln hinzufügen und 5 Minuten weich andünsten, zuletzt den Knoblauch kurz mitdünsten - fertig ist der Soffritto
  • den Soffritto in eine Schüssel geben
  • Pflanzenöl in den Topf geben, erhitzen und dann das Hackfleisch krümelig anbraten (nicht zu braun werden lassen), zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen
  • den Soffritto wieder hinzugeben, alles mit dem Rotwein ablöschen und unter hoher Hitze und Umrühren etwas einkochen lassen, bis der Alkohol verdunstet ist
  • stückige Tomaten, den Großteil der Gemüsebrühe, Oregano und Lorbeerblätter hinzufügen. Unter Umrühren kurz aufkochen, dann die Hitze deutlich reduzieren.
  • Die Soße 3 Stunden lang bei niedriger Temperatur leicht köcheln lassen bei leicht gekipptem Deckel. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen, die Soße darf dabei aber bewusst eher wenig flüssig sein (leicht bedeckt mit Flüssigkeit)
  • Nach den 3 Stunden die Milch einrühren, kurz aufkochen und 30 Minuten lang bei mittlerer Hitze wieder leicht köcheln lassen ohne Deckel: dies verleiht der Soße eine gewisse Sämigkeit, eine etwas hellere Farbe und auch wieder etwas mehr Flüssigkeit
  • etwa 15 Minuten vor Ende der Kochzeit die Tagliatelle in einem weiteren Topf zubereiten und dann in einem Sieb abgießen
  • zum Schluss die Lorbeerblätter aus dem Topf nehmen, portionsweise anrichten und kräftig mit frisch geriebenem Parmesan überstreuen

Guten Appetit!

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Warum so viel Sellerie?
Ich hätte bei der Menge Sellerie mindestens 4 Zwiebeln genommen. Aber es gibt bestimmt einen Grund.

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Es gibt eigentlich keinen konkreten Grund - ich mag ihn sehr, das mir überlieferte Rezept hat es drin. Mehr Zwiebeln stattdessen geht sicher auch (wobei zwei wirklich große Gemüsezwiebeln auch einiges erbringen).

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Man kann den Zusatz von Sellerie auch einfach mit den Vorteilen für die Gesundheit rechtfertigen, insbesondere im Winter

In dem Rezept geht es um Stangensellerie :wink: Das ist nicht das was Du uns hier zeigst :slight_smile:
Italienische Küche ist sowieso gesund. Die Menschen werden uralt, weil sie sich so gesund ernähren. Superfood ist da inkludiert und muss gar nicht benannt werden :wink:

Die Frage ging um die sogenannte heilige Dreifaltigkeit der italienischen Küche, das Sofritto.
Wieviel von was bei welchem Gericht.

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Habe ich verwechselt, sorry. Aber auch Stangensellerie ist sehr gesund. Aber generell ist die mediterrane Küche sehr gesund.

Aufgrund des hohen Wasseranteils ist Stangensellerie ein besonders kalorienarmes Gemüse. Sie liefert Vitamine der B-Gruppe (u.a. Biotin, Pantothensäure sowie Vitamin A).
An Mineralstoffen enthält sie u.a. Magnesium, Kalzium
und Kalium.

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Championsleague-Spieltag #6: FC Bayern - Sporting Lissabon: Pastéis de Nata

Gegen Arsenal gab es die erste (sicher nicht unverdiente) CL-Niederlage der Saison 25/26, gegen Sporting Lissabon zu Hause sollte aber bitte ein Sieg herhalten. Als kulinarische Einstimmung auf das nächste Gruppenspiel schlage ich eine umwerfende, süße Köstlichkeit aus Lissabon vor: Pastéis de Nata. Es handelt sich um kleine Törtchen mit umgebendem Blätterteig und einer weichen, cremigen Füllung aus Ei, Milch, Sahne und Zucker. Dabei sind die Pastéis de Nata eine Art „Raubkopie“ der Pastéis de Belém (welche im 19. Jahrhundert wohl im Kloster Belém in Lissabon erstmals gebacken wurden und deren Rezept bis heute geheim ist, weshalb die Pastéis de Belém nur in einer einzigen Konditorei in Lissabon zum Verkauf angeboten werden dürfen). Der geschichtliche Hintergrund stört beim Geschmack aber nicht, und klar ist auch, dass es sich dabei nicht unbedingt um das handelt, was man „sportliche Ernährung“ nennt - es ist einfach nur lecker! (und war für mich selbst eine Premiere in der Zubereitung)

Zutaten (für 12 Stück)

  • 250 ml Milch
  • 150 g Zucker
  • 150 ml Sahne
  • 30 g Speisestärke
  • die Schale einer halben Zitrone (von einer gewaschenen Biozitrone, möglichst am Stück mit dem Messer dünn abgetrennt)
  • 1 Zimtstange
  • 5 Eigelbe
  • 275 g frischer Blätterteig (fertig aus dem Kühlregal im Supermarkt)
  • Butter auf Zimmertemperatur zum Einfetten der Form (eine Muffinform mit 12 relativ großen Formen und glattem Rand)

Zubereitung (etwa 45 Minuten)

  • den Backofen auf 220 Grad vorheizen
  • die Milch mit der Sahne, der Zitronenschale und der Zimtstange in einem Topf verrühren und ganz kurz aufkochen, dann von der Hitze wegnehmen
  • die Stärke in einer kleinen Schüssel mit etwas zusätzlicher kalter Milch glatt anrühren
  • Zimtstange und Zitronenschale aus dem Topf nehmen
  • die verrührte Stärke in den Topf zugießen und langsam unter Rühren in den Topf geben
  • Zucker dazugeben, gut vermischen und unter ständigem Rühren kurz aufkochen und bei mittlerer Hitze weiterrühren, bis eine etwas angedickte Masse entsteht
  • die Masse mit Deckel etwa 10 Minuten abseits der Hitze abkühlen lassen
  • den Blätterteig von der kurzen Seite zu einem Zylinder / einer Schnecke aufrollen und danach in 12 gleichgroße Stücke schneiden (erst halbieren, dann vierteln, dann jedes Viertel in 3 Stücke abteilen)
  • die Blätterteigstücke mit der Schnittfläche nach unten in die kräftig mit Butter eingefettete Muffinform geben und jeweils mit leicht befeuchteten Daumen/Fingern von der Mitte aus nach außen an den Boden und die Ränder der 12 Metallförmchen der Muffinform drücken, so dass jedes Förmchen mit Teig ausgekleidet ist
  • anschließend die Eigelbe zu der etwas abgekühlten Masse in den Topf hinzufügen (das Eigelb darf dabei nicht stocken) und verrühren, bis die Creme wieder glatt ist
  • alle mit Blätterteig ausgekleideten Förmchen in der Muffinform nicht ganz bis zum Rand des Teigs mit der leicht angedickten Creme füllen (die Füllung steigt beim Backen an und sackt beim Abkühlen wieder zusammen)
  • die so gefüllte Mufffinform für etwa 15 bis 20 Minuten ins obere Drittel auf einem Backrost in den Backofen geben und backen, bis der Teig fest und die Oberfläche der Creme karamellisiert ist (mit bewusst deutlich braunen Flecken)
  • aus dem Ofen herausnehmen, auskühlen lassen, dann die Pastéis aus den Förmchen holen und am besten noch leicht warm servieren (schmecken aber auch komplett abgekühlt wirklich vorzüglich)

Guten Appetit bei dieser kleinen „Sünde“ aus Lissabon!

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Wieder mal großartig.
Herzlichen Dank!

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Championsleague-Spieltag #7: Bayern München - Union Saint-Gilloise: Stoofvlees mit belgischen Pommes

Zugegebenermaßen etwas sehr verfrüht kommt mein nächster Rezepttipp für das Spiel am 21.1.2026 gegen Saint-Gilloise aus Belgien - aber vielleicht sucht der ein oder andere ja noch ein Rezept für ein etwas anderes Weihnachtsgericht, z.B. Stoofvlees (Schmorfleisch auf deutsch, es ist eines der belgischen Nationalgerichte). Es handelt sich dabei um ein Rindergulasch in einer würzigen Biersauce (Grüße gehen raus an @folkfriend…). Dazu gibt es - ganz klassisch - belgische Pommes (bei mir allerdings sehr unklassisch aus der Heißluftfritteuse), für etwas zusätzliche Frische sorgt dann ein Feldsalat. Für die Biersauce habe ich die Biersorte „Leffe brune“ genutzt: ein dunkles belgisches Abteibier, welches man hier bei uns im gutsortierten Supermarkt finden kann. Es ist eher malzlastig, schmeckt leicht süßlich und gibt der Sauce den entscheidenden Charakter.

Die Zubereitung benötigt durchaus Zeit, es ist daher ganz sicher kein einfaches Alltagsgericht - aber die Zeit darf man sich nehmen, das Resultat lohnt sich aus meiner Sicht definitiv. Wie immer findet man im Internet viele Rezepte: das folgende Rezept ist wieder mein persönlicher Mix daraus (und war erneut eine Premiere für mich). Ich habe das Stoofvlees in einem Alugussbräter zubereitet, ein großer, backofentauglicher Topf tut es aber ganz sicher auch. Dank der Gewürze (v.a. Nelken und Piment) duftet die ganze Küche dabei recht weihnachtlich…

Zutaten (für ca. 4 Personen):

  • 1 kg Rindergulasch
  • 3 große Gemüsezwiebeln, grob gewürfelt (ca. 750 g)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Scheiben dunkles Roggenbrot
  • 3 EL Dijonsenf
  • 2 x 0,33 Liter dunkles belgisches Bier (s.o.)
  • bis zu 500 ml Gemüsebrühe zum Auffüllen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Rapsöl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 2 Nelken (alternativ eine Prise getrocknetes Nelkenpulver)
  • 3 Pimentkörner
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Balsamicoessig
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: (Vorbereitung 30 min, Schmorzeit 3,5 Stunden)

  • den Backofen auf 150°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen
  • das Fleisch trockentupfen mit Küchenpapier
  • Öl und Butter im Bräter stark erhitzen, danach das Fleisch portionsweise von allen
    Seiten einige Minuten scharf anbraten, dann herausnehmen und beiseitestellen
  • die gewürfelten Zwiebeln im Restfett des Bräters bei relativ hoher Hitze ca. 10 Min. goldbraun dünsten, gen Ende den fein gehackten Knoblauch und das Tomatenmark unter Rühren kurz mit anbraten
  • mit dem Essig und einem kleinen Schluck Bier ablöschen, das Fleisch mit Saft hinzugeben. Dann mit dem restlichen Bier und der Gemüsebrühe auffüllen, so dass das Fleisch vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist
  • Lorbeerblätter, Nelken und Pimentkörner in ein Tee-Ei geben und in die Flüssigkeit legen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen, Thymian und Honig hinzufügen und gut umrühren
  • die Brotscheiben sehr großzügig mit Senf bestreichen und mit der Senfseite nach unten
    auf die Flüssigkeit legen und etwas eindrücken, so dass sie mit Flüssigkeit bedeckt sind
  • den Deckel schließen und den Bräter für 3 Stunden in den Ofen stellen (nach je einer Stunde kurz umrühren, ggf. etwas Wasser nachfüllen, damit das Fleisch bedeckt ist)
  • nach den 3 Stunden den Deckel des Bräters etwas schräg anstellen und weitere 30 Minuten schmoren lassen (die Flüssigkeit verdampft dabei etwas, die Sauce wird noch etwas sämiger)
  • Zum Schluss das Tee-Ei mit den Gewürzen entnehmen, die eventuell noch nicht ganz aufgelösten Brotscheiben komplett unter die Sauce rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die belgischen Pommes - aus der Heißluftfritteuse: (ca. 90 min, mit der Zubereitung also 2 Stunden nach Beginn des Schmorvorgangs beginnen)

Zutaten (ebenfalls für etwa 4 Personen)

  • 10 mittelgroße mehligkochende (wichtig!) Kartoffeln
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Rapsöl
  • Salz, edelsüßes Paprikapulver

Zubereitung (die eigentliche Zubereitung dauert nur etwa 15 Minuten, dazu kommt viel Wartezeit)

  • die Kartoffeln schälen und in recht breite Pommesstreifen (mindestens 1 cm) schneiden
  • die geschnittenen Kartoffeln für 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben (äußerlicher Stärkeentzug), danach abgießen
  • die geschnittenen Kartoffeln etwa 5 Minuten in einem Topf mit dem Apfelessig im Wasser vorkochen, danach im Sieb abgießen und etwas auskühlen lassen, sehr gut abtrocknen mit Küchenpapier und in einer Schüssel mit dem Rapsöl gut vermischen
  • erster Frittierschritt: bei 150 Grad in der Heißluftfritteuse ca. 10 Minuten „anfrittieren“
  • etwa 15 Minuten abkühlen lassen, danach
  • zweiter Frittierschritt: bei 200 Grad weitere 15 Minuten „frittieren“ (gelegentlich den Korb schütteln). Die Pommes sollten jetzt außen kross und innen weich sein. Mit Salz und etwas Paprikapulver würzen und zusammen mit dem Stoofvlees auf einem Teller servieren.

Dazu passt z.B. wie gesagt ein Feldsalat auf Vinaigrettebasis (für 500 g Feldsalat 9 EL Olivenöl, 3 EL Apfelessig, 1 EL Dijonsenf, 1 TL Honig sowie Salz und Pfeffer als Dressing gut miteinander vermischen).

Mir selbst hat es hervorragend gemundet (zartes Fleisch mit einer für ein „klassisches“ Gulasch eher ungewöhnlichen Sauce, auch die belgischen Pommes aus der Heißluftfritteuse - ohne die ansonsten übliche Frittierung im Rindertalg - passten dazu sehr gut). Wenn das Bayernspiel gegen Union Saint-Gilloise so ausgeht wie es mir geschmeckt hat, dann ist uns ein Kantersieg gewiss!

Guten Appetit!

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Ich merke gerade. Es wird Zeit fürs Abendessen. :face_savoring_food:

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Hackfleisch im Kebab/Dürümstil mit Tortillas

Mein letzter Rezepttipp für dieses Jahr ist völlig losgelöst vom FCB in der Championsleague. Eines meiner absoluten Lieblingsfastfoodgerichte ist der Döner: ihn zu Hause zuzubereiten, ist aufgrund des eigentlich benötigten Drehspießes mit dem Schichtfleisch allerdings nicht ganz so einfach… Dank Ferien und diverser Youtube-Videos habe ich mich daher einmal an eine etwas andere Version herangewagt: Das ist hier natürlich kein echter Döner (das Rezept beinhaltet unter Umständen Schweinefleisch und Tortillas gehören natürlich auch nicht im Original dazu), aber es hat zumindest gewisse Ähnlichkeiten - und es ist wirklich ausgesprochen lecker!

Zutaten: (für ca. 4 Personen)

  • 4 Tortillas
  • 500 g Hackfleisch gemischt (Rind/Schwein), alternativ nur Rinderhack (aber dann nicht zu mager)
  • 1/2 Gemüsezwiebel für das Fleisch, 1/2 Gemüsezwiebel für die Füllung
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL griechischer Joghurt für das Fleisch
  • 1/2 TL Salz, 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver, eine Prise rosenscharfes Paprikapulver, 1/2 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Thymian, 1/2 TL Pfeffer, 1/2 TL Maisstärke
  • 4 EL griechischer Joghurt und 2 EL Ajvar zum Bestreichen der Tortillas
  • 100 g Schafskäse
  • 2 milde Peperoni
  • 1 kleiner Eisbergsalat
  • 1 kleine Salatgurke

Zubereitung: (20 min Vorbereitung, 60 min Ruhezeit der Fleischmasse, 30 min finale Zubereitung)

  • die halbe Zwiebel grob reiben, den Saft in einem Sieb auspressen und die ausgepresste Zwiebel in eine Schüssel zum Hackfleisch geben
  • 2 EL Joghurt und die Gewürze, die gepresste Knobpauchzehe sowie Stärke hinzufügen
  • etwa 10 Minuten lang alles mit der Hand gut verkneten (ordentlich zwischen den Fingern durchpressen), bis eine fast breiähnliche, zähe Masse entsteht
  • die Masse für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen (direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abgedeckt, damit das Fleisch nicht angraut)
  • danach den Backofen auf 230 Grad Ober/Unterhitze vorheizen
  • die Masse in 2 Hälften teilen, die erste Hälfte auf ein Backpapier geben und großflächig flach verteilen, mit einem weiteren Backpapier abdecken und mit einem Nudelholz auf wenige Millimeter Dicke ausrollen
  • das obere Backpapier entfernen und alles von der kurzen Seite her eng aufrollen zu einer „Wurst“, wiederholen mit dem zweiten Teil der Masse
  • beide Rollen in eine große Auflaufform geben und im vorgeheizten Backofen 15 min lang garen lassen
  • die zweite Hälfte der Zwiebel in hauchdünne Halbringe schneiden und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben
  • die Peperoni in feine Ringe schneiden
  • etwa ein Viertel des entstielten Eisbergsalats in ganz feine Streifen schneiden (den Rest später als Salat verwenden)
  • die Gurke schälen, entkernen und in feine Streifen schneiden
  • nach den 15 min die Rollen aus dem Ofen holen, auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech öffnen und die beiden „Teiglappen“ (gut durchgegart, aber außen noch nicht kross) ausrollen, mit Gabeln in halbwegs mundgerechte Stücke zerteilen und für etwa 6 Minuten mit der Grillstufe des Ofens angrillen recht weit oben im Backofen (nach 3 min die Stücke drehen), danach das dann auch außen krosse Fleisch herausnehmen
  • Die Tortillas 15 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen (sie werden dadurch biegsam und rollbar), jeweils bestreichen mit 1 großzügigen EL griechischem Joghurt und 1/2 EL Ajvar, Salz und Pfeffer dazugeben), Gurkenstreifen und Eisbergsalat auflegen, dann das Fleisch auflegen, den Schafskäse darüber fein zerbröseln, Peperoniringe und die dem Wasser entnommenen und im Sieb abgetropften dünnen Zwiebelhalbringe portionsweise mit oben auflegen. Darauf achten, dass die Füllung zum Rand der Tortilla etwa 3 cm Platz hat. Alles zusammen im Dürüm-Stil als Rolle kompakt zusammenrollen. Mit der Naht nach unten noch einmal etwa 2 min im Ofen auf dem Backblech mit Grillfunktion anbräunen, dabei vorher mit etwas restlichen Fleischsaft aus der Auflaufform von oben großzügig bepinseln.

Zum Servieren die Wraps/Döner/Dürüm (wie auch immer) jeweils schräg angeschnitten halbieren, nur für die Optik mit ein klein wenig edelsüßem Paprika bestäuben.

Guten Appetit!

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Lieber @Lukenwolf1970 :slight_smile:

Dir einmal ganz lieben Dank für Deine tollen Rezepte, die Du hier einstellst. Nicht nur die Idee, sondern die gesamte Aufbereitung des Themas empfinde ich als sehr liebevoll und mehr als engagiert. Ich hoffe, dass wir in der CL sehr weit kommen - auch aus kulinarischen Gründen!

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nächste Saison dann regionale Gerichte passend zu den Buli-Auswärtsspielen? :smiling_face_with_three_hearts::heart_eyes::face_blowing_a_kiss:

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@Faenger : vielen Dank für die netten Worte - ich hoffe natürlich auch auf ein möglichst weites Fortkommen in der Championsleague!

@folkfriend : da habe ich tatsächlich zu Beginn der Saison kurz drüber nachgedacht - ich kam aber zu dem Schluss, dass mich neue (also für mich neue) internationale Rezepte eher gereizt haben. Mal schauen, vielleicht streue ich ab und zu bei passender Gelegenheit mal etwas Regionales ein. Danke auf jeden Fall für die Anregung!

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17. Bundesligaspieltag: 1. FC Köln gegen Bayern München - Halver Hahn

Der letzte Spieltag der Bundesligahinrunde 25/26 führt den FCB morgen nach Köln. @folkfriend (der diesen kleinen Rezepttipp vermutlich oder gar ganz sicher sicher kennt) hat gerufen nach regionalen Rezepten zu der Bundesliga - ich folge heute dem Ruf sehr gerne mit dem halven Hahn, den man wirklich in jedem Kölner Brauhaus auf der Karte findet: es handelt sich dabei um eine gewisse Form von „Touristennepp“: Jeder Nichtrheinländer denkt bei dem Namen sofort an ein halbes Hähnchen - aber nichts könnte weiter davon entfernt sein: Es ist im Wesentlichen schlicht ein Roggenbrötchen mit Käse (um die Geschichte, wie es zu dem Namen kam, ranken sich so einige Anekdoten…). Die Zubereitung ist sehr schnell erledigt, die Qualität der Zutaten ist dabei entscheidend für den guten Geschmack.

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 4 frische Röggelchen (dunkle Roggenbrötchen)
  • 400 g mittelalter Gouda (wichtig) am Stück
  • Butter
  • ein recht scharfer Senf (selbst in Köln tatsächlich oft der scharfe Düsseldorfer (!) Löwensenf, alternativ z.B. Dijonsenf)
  • 4 Gewürzgurken
  • 1 Gemüsezwiebel
  • Paprikapulver edelsüß

Zubereitung (insgesamt etwa 10 Minuten)

  • mindestens 30 Minuten vor der eigentlichen Zubereitung die Butter und den Käse aus dem Kühlschrank holen, die Zwiebel in feine Ringe schneiden und in eine kleine Schüssel Wasser mit etwas Apfelessig geben
  • nach den 30 min die Brötchen halbieren, auf beiden Hälften mit Butter bestreichen
  • den mittelalten Gouda in dicke Scheiben (mindestens 1 cm Dicke!) schneiden und den Käse dabei jeweils auf die untere Brötchenhälfte legen
  • die Zwiebeln aus der Schüssel nehmen und mit Küchenpapier gut abtrocknen, auf den Käse legen und mit etwas Paprikapulver bestäuben
  • die Gewürzgurken in lange, schmale Scheiben schneiden
  • zum Anrichten die beiden Brötchenhälften mit der etwas aufgefächerten Gurke sowie einem Klecks Senf auf einem Teller präsentieren

Dazu gehört im Kölner Brauhaus auf jeden Fall ein frisch gezapftes Kölsch - bei mir muss heute ein Frühkölsch aus der Flasche herhalten… (und bitte keine Diskussionen hier darüber, ob man Kölsch als Bier bezeichnen darf oder auch nicht :slightly_smiling_face:)

Guten Appetit!

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