Also, mein Urteil über die PL hat sich am WoEnde eher bestätigt:
Die individuelle Klasse ist unbestreitbar, und dass die Spiele spannend und in der Regel eng sind, steht außer Frage.
Aber wenn ich das Spitzenspiel Arsenal-Chelsea sehe und lese, dass sich die xG-Werte auf beiden Seiten minimal über 1 bewegen, finde ich das einfach nicht attraktiv. Alle drei Tore fielen übrigens, welch Überraschung - nach Ecken.
Von Arne Slot waren diesbezüglich interessante Worte zu hören, und das, nachdem Liverpool an diesem WoEnde sogar auch davon profitierte: Er hat auch gesagt, dass diese Eckengeschichten nicht seiner Auffassung von Fußball entsprechen, und er hat den Trend, den Keepern das Leben so schwer zu machen, explizit kritisiert. Für ihn sei schöner Fußball eher beim Pep-Barca verankert, nicht bei diesen Massenversammlungen und Blocks im Fünfer.
Ich gebe natürlich zu, dass ich auch deswegen so leidenschaftlich gegen diese Art Fußball argumentiere, nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass es der FC Bayern momentan nicht so recht schafft, diese Flanken nach Ecken oder Freistößen zu verteidigen . Trotzdem: es widerspricht einfach meinem ästhetischen Empfinden, es ist nicht der Fußball, den ich gerne sehe, den ich speziell bei meinem eigenen Verein sehen möchte. Dies gilt auch im Erfolgsfall . Wobei ich auch einräume, dass ich mir da als Bayern-Fan leichter rede denn als Gunner.
Diese Taktik ist mMn einfach die Konsequenz der Risikominimierungsstrategie, die aber mit der besseren individuellen Qualität zuverlässig Punkte liefert und damit auch Vorteile für den investmentorientierten Ansatz der Klubführungen bietet.
Diese Fünferraum-Stampede ist gar nicht so ein neues Element. Ohne dass ich das jetzt an konkreten Beispielen festmachen kann, habe ich mich schon vor Jahren bei Spielen der deutschen oder der englischen Frauen-Nationalmannschaft manchmal gefragt, warum die sich da alle auf den Füßen stehen. Aber der Erfolg gab ihnen Recht. Die Männer kamen erst später auf den Trichter.
Udo Lattek hat das bei den Bayern schon in den 80-er Jahren mit gutem Erfolg angewandt. Nur durftest du damals den Torhüter natürlich nicht so angehen.
Das stimmt, wobei bei den Frauen die Gründe wohl eher passiverer Natur waren: Oftmals fehlt(e) es den weiblichen Torhüterinnen an Körpergröße und Sprungkraft, da lag es nahe, sämtliche Power im Fünfer zu ballen und auch die Kugel dorthin zu schicken. Aber das Arsenal’sche Blocken, Zerren etc. nach durchchoreographierter Weise ist schon nochmal ein anderes Niveau. Kein schöneres.
Die zusammengekaufte Weltauswahl vom Liverpool FC verliert gestern beim Tabellenletzten.
Da die Premier League aber 5 CL-Startplätze haben wird, hat diese bisher extrem miese Saison der „Reds“ wohl keine gravierenden Auswirkungen.
Ich bin gespannt auf die Duelle mit Galatasaray in der CL.
Fastet Can denn auch? In der Presse war ja nur von Guirassy (auch mit schwacher Leistung gegen Atalanta und Bayern) und Bensebaini (braucht man nicht weiter erklären) die Rede.
" Emre Can ist praktizierender Muslim, hat jedoch in der Vergangenheit während seiner Karriere als Fußballprofi darauf verzichtet, im Monat Ramadan zu fasten", sagt das Internet dazu.