Im aktuellen Spiegel (Printausgabe auf S. 8) findet sich ein Text zum Krieg im Sudan: 150000 Tote, 14 Millionen Vertriebene. Sowohl die Biden-Administration als auch Trumps Combo spricht von einem „Genozid“ (seltene Einigkeit). Dann folgt diese Passage zu den Emiraten (VAE) und ihrer Rolle als größter Unterstützer der RSF (einer der beiden Konfliktparteien):
„Sie (die VAE) wollen sich in Europa und den USA als vertrauenswürdiger Partner und beliebter Urlaubsort positionieren. Das Image als Kriegstreiber passt nicht zu den Strandbars in Dubai. Scheich Mansour bin Zayed, Bruder des Präsidenten Mohammed bin Zayed, gilt laut Recherchen der „New York Times“ als Verantwortlicher für die Aktivitäten der Emirate im Suden. Er ist außerdem Eigentümer von Manchester City (…). Israels Kandidatinnen beim Eurovision Song Contest traten in den vergangenen zwei Jahren unter lauten Buhrufen auf. Wenn die Fußballer von Manchester City ins Stadion einlaufen, jubeln die Fans. Das muss nicht so bleiben - wenn die Verbindung zwischen Krieg und Fußball klarer würde.“
Mir war der Zusammenhang bisher nicht bewusst. Ist die Darstellung des Magazins korrekt? Ich war kein City-Fan, hatte aber wegen einiger Personen (u.a. Guardiola) durchaus Restsympathie für den Verein. Damit wäre Schluss.
Ich versuche mich beim Fußball in Gelassenheit, aber manche Feindbilder müssen gepflegt werden. Im Falle Paris versuche ich das Wenige, das mir möglich ist: Keine YouTube-Schnipsel anschauen, die Schuhkette „snipes“ sieht mich mehr, seit sie Sponsor ist. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi aus Katar hat mich bei der Pokalübergabe nach dem CL-Finale erneut verärgert, weil er sich so demonstrativ in den Vordergrund rückte. Besonders schlimm fand ich den Auftritt von Thierry Henry, der ja von allen Seiten so verehrt wird, aber ein besonders übler Speichellecker der dunken Macht ist (https://www.youtube.com/watch?v=wSmLvbhZqws ab 2:10 min).
Auch als Bayernfan muss man Wirtz und Woltemade nichts schlechtes wünschen. Ich bin letztendlich nur froh, dass der FC Bayern die Summen nicht auf den Tisch gelegt hat bzw. musste.
Liverpool mit Pleiten Serie. 4 Mal hintereinander Zuhause verloren.
Da ist fast alles weg, was die Mannschaft letztes Jahr ausgemacht hat.
Läuft 76 Minuten absolut ideen-, und fast emotionslos dem Rückstand hinterher. Ja Aluminium war im Spiel. Aber kein druckvolles Spiel, wenig Tempo und irgendwie 11 Einzelspieler und kein Team.
Dann der Ausgleich und Stadion und Mannschaft erwachen.
United gewinnt trotzdem. Humorlos, wohl nicht genau wissend warum.
Liverpool wieder enttäuschend. Kann man eine Mannschaft in die Krise kaufen?
Aktuell sieht es danach aus.
Wirtz auch weiterhin ohne Scorer. Er hat die Vorvorlage geliefert, aber ansonsten auch eher mau.
Und Liverpool hat sogar Glück, dass Arsenal nur vier Punkte Vorsprung hat.
In der Verfassung ist die Meistschaft kein Thema.
Da muss sich erstmal ein Team finden. Das wird schwierig. Ich glaube nicht, dass die „alten Meister“ für die teuren Neuzugänge laufen wollen. Da ist viel einzelne Qualität aber das passt nicht zusammen.
Sagt mal, ist es eigentlich charakterlich arg verwerflich, wenn ich den Herren Wirtz samt Liverpool die momentanen (und mehr is es ja nicht) Probleme schon irgendwie gönne…?
Ich neige sonst nicht zur Schadenfreude.
Man muss schon sagen, dass die Premier League die interessanteste Liga der Welt ist. Habe heute das Spiel über 90 Minuten geschaut, da ging es hin und her. Brutale Intensität und Tempo. Ich fande Wirtz eigentlich sogar gut als er heute reinkam. Matheus Cunha von United war auch brutal stark. Er flog bei mir völlig unter dem Rader vor seinem Wechsel zu Man U.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir eine Momentaufnahme haben und die Welt in Liverpool in 4 Wochen wieder besser aussehen wird.
Die Diskussion, ob es bei uns so gut weiterlaufen kann, kann man umgekehrt auch bei Liverpool führen.
Es sind aktuell scheinbar viele Zahnrädchen, die nicht ineinander greifen, aber zu Anfang der Saison sah es schon extrem anders aus und in 4 Wochen werden sie nicht alles verlernt haben.
Ob es am Ende für die Meisterschaft reicht, ist nicht die Frage. Es wird aber wieder besser werden.
Kann mir auch bei Wirtz vorstellen, dass nur der Knoten platzen muss und er dann wie ein Zäpfchen abgeht. Vielleicht hat er es noch nicht raus, dass man ein Zäpfchen nicht mit der spitzen Seite voran einsetzt (tatsächlich so, habe mich auch sehr gewundert - vor kurzem beim eigenen Kind gelernt)