Die weite Welt der Sportereignisse (abseits vom Fußball)

??? 17 weitere Fragezeichen?

Freue mich für Zverev. Endlich.

Hoffe es folgt noch was.

eingestelltes Verfahren (gegen Geld) wegen häuslicher Gewalt. Soll Ex Frau gewürgt haben. Andere Ex Freundin bezichtigte ihn auch der Gewalt.

Ich dachte, wir reden hier über Sport …:thinking:

Ja, aber deswegen kann man ihn ja trotzdem nicht mögen. Das muss doch jeder selbst wissen.

Der Sieg bedeutet ihm viel, das spürt man ja. Seine Emotionen haben mich heute schon berührt. und er hat toll gekämpft. Ich freue mich für ihn.

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Ich hab mich ja nur gewundert, von Justin so einen seltsamen Kommentar zu sehen … vermutlich gibt es dazu eine Vorgeschichte im Forum, die ich nicht kenne, da wäre es hilfreich gewesen, das kurz zu erwähnen.

Klar kann man Zverev nicht mögen, noch offence, für mich ist das nur eine Sportfigur, und dafür freue ich mich, das endlich mal wieder ein Deutscher einn Grand Slam Titel geholt hat.

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Finde es gerade krass, dass das Tennistadion sofort leer war. Klar Roland Garros ist ein kleinwenig ausserhalb. Aber es wundert dann doch. Das Interesse am Sieger scheint nicht so groß zu sein. Der ist noch da, präsentiert den Pokal und ausser den Fotografen sind alle weg. Tja verrückte Welt.

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Ich kann mit der Einstellung, Sport von allem anderen abzukoppeln, damit ich ein bisschen Spaß habe genau nichts anfangen. Ehrlichgesagt halte ich das auch für eine Verharmlosung. Wenngleich ich jedem zugestehe, das für sich zu bewerten.

Er wurde von zwei Frauen beschuldigt und wenn er sich doch für so unschuldig hält, warum dann rauskaufen aus der Nummer? Es gab nie einen Freispruch und durch die Zahlung auch keine echte Aufarbeitung des Falls. Und ganz unabhängig von all diesem Scheiß finde ich ihn persönlich auch einfach massiv unsympathisch auf mehreren Ebenen.

Das ist alles, was ich dazu schreiben werde, da ich weiß, dass das hier anders gesehen wird. Ganz ohne Widerrede wollte ich das Abgefeiere aber auch nicht stehen lassen.

Ich gönne EUCH, dass ihr euch darüber freut. Das meine ich ehrlich. Zverev hingegen wünsche ich den geringstmöglichen Erfolg.

Habe den Artikel nicht gelesen, da hinter der Paywall, aber sieht so aus, als wäre er einfach nicht sonderlich beliebt.

Ich kann ihn leider auch nicht lesen. Habe kein Abo beim Tagesspiegel.
So schnell, wie die Leute weg waren (bei solchen Events weiß ich immer nicht, wie viele Einheimische bei so einem Finalspiel dann wirklich zugegen sind), scheint er nicht sonderlich beliebt zu sein.

Er ist erst der dritte Deutsche der Paris gewonnen hat. Der erste seit 89 Jahren.
Gottfried von Cramm und der Henkel der Nazi vor ihm.

Ich habe mal recherchiert. Die häusliche Gewalt spielt wohl eine Rolle, aber wohl vor allem, dass er 2024 in der 1. Runde den Nadal rausgeworfen hat. Er war der Spielverderber. Es war Nadals mutmasslich letzter Auftritt in Paris damals. Das haben sie ihm wohl nicht verziehen. Nadal in Paris „einer von ihnen“.

Seine mangelnde Sympathie beim Publikum liegt auch daran, dass er kein Entertainer auf dem Platz ist, der das Publikum auch mal mitnimmt. Viele Zuschauer in Paris wollen das aber und wollen auch mal von Spielern animiert werden. Auf Konzertebene bezogen: Man will dort nicht den introvertierten Künstler, der auf die Bühne geht und nicht mit dem Publikum kommuniziert, sondern die Rampensau, die immer wieder „make some noise“ ruft. Als Zverev heute den dritten Satz gewonnen hat und das Publikum zum Jubeln aufforderte, war da prompt auch gleich ein Feedback da, aber generell macht Zverev das eben nicht (genausowenig wie z.B. Sinner).
Was ihn auch nicht gerade beliebt macht, ist die Tatsache, dass er nach Niederlagen mitunter wie ein schlechter Verlierer wirkt, der den Eindruck erweckt, dass er gerne Ausreden für Niederlagen sucht (zum Beispiel zu kaltes Wetter oder Wind).
Außerdem ist seine Spielweise (auch wenn es zuletzt etwas besser wurde) im Vergleich zu vielen anderen Spielern eher unspektakulär und wirkt wenig variantenreich. Harter Aufschlag, lange Grundschläge und hin und wieder ein Winner mit der Rückhand. Ansonsten kein Vergleich zu so manchem Tennisspieler, den die Franzosen in ihr Herz schlossen.
Zudem diskutiert er zu häufig mit dem Schiedsrichter und das mögen die französischen Tennisfans allgemein gar nicht (auch wenn es mMn manchmal zu schnell Pfiffe gegen Spieler gibt, die nur noch einmal nachfragen, ob ein Ball z.B. nicht doch die Linie berührt hat).
Themen außerhalb des Tennisplatzes spielen hier mMn eine untergeordnete Rolle bei der Verteilung der Sympathien.

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Sympathie ist eine manchmal komische Sache. Flavio Cobolli scheint ein wirklich sympathischer Kerl zu sein, sofern ein paar Worte vor einem öffentlichen Publikum so etwas überhaupt aussagen können. Und offenbar verstehen die beiden sich sehr gut und schätzen sich sehr.

Ich schrieb ja, ich sei nicht der größte Fan von Zverev, aber das bezog sich auf seine manchmal bockigen Verhaltensweisen auf dem Platz und vor allem auf das Tennis, das er spielt, was natürlich schon wieder subjektiv ist. Ich fand bisher einfach immer, dass er für seine unglaublichen Waffen erstaunlich defensiv spielt.

Aber das mit den Gewalt-Vorwürfen hatte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr auf dem Schirm. Erst nach Justins Reaktion und Chris’ Erläuterung kam mir wieder, dass da was war. Und ich gebe Justin Recht, bei mir funktioniert diese Trennung des Sports und des Menschen auch nicht, schon gar nicht aus Gründen der Verlustierung. Ich wollte auch nichts verharmlosen, ich habe schlicht nicht mehr daran gedacht. Vielleicht schlimm genug, dass das - solche Geschichten - nicht so selten sind, dass man sich jede einzelne im Kopf behält. Tatsächlich weiß ich über den speziellen Fall Zverev wenig bis nichts über den Verlauf außerhalb des schlichten Vorwurfs, anders als etwa bei Boateng.

Meine Zeilen waren eine schlichte sportliche Einordnung, und da bin ich ehrlich: ich bin ein zu großer Tennis-Fan, hab selbst früher gespielt, und mag diesen Sport zu sehr, um beim heutigen Match nicht gerührt zu sein.

Diese Ambivalenz muss ich dann wohl einfach aushalten.

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Mein Kumpel Adrès (der ist öfters draussen)meinte vorher, es sei vor allem Nadal. Aber was du schreibst, stimmt sicherlich auch. Glaube ausserhalb von D ist Zverev grundsätzlich keine große Nummer.

Ich fand ihn heute sehr sympathisch. Er war sehr ergriffen und es fühlte sich an, dass das eine große Belohnung ist, für all die Mühen, die Verletzungen, die Schmerzen die seine Karriere begleiten. Roland Garros ist ein großartiger Titel. Als Sportler gönne ich ihm den Titel.

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Hab ich jetzt hier von niemandem in der Form gelesen, auch mein Beitrag war nicht so gedacht.

Ist halt hier a priori ein Forum über Fußball, im speziellen Thread Sport insgesamt, und wenn dann zum ersten Grand Slam Titel für einen Deutschen seit Langem der unerklärte Kommentar “sehr schade” vom Forumsbetreiber kommt, sollte es diesen nicht erstaunen, wenn man verwundert ist.

@ChrisCullen war so nett, das für mich zu erläutern, vielen Dank dafür :folded_hands:

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Trotz aller Kritikpunkte an Zverev habe ich größten Respekt vor seiner sportlichen Leistung. Bei seiner medizinischen Vorgeschichte so etwas zu leisten, ist beeindruckend. Was viele vielleicht gar nicht wissen: Tennis ist anders als die meisten Sportarten, die wir kucken, viel weniger planbar. Sehr oft weiß man als Spieler nicht, wann man auf den Court muss und kann dementsprechend bei der Nahrungsaufnahme etc. sich nie perfekt auf ein Spiel vorbereiten, wie das z.B. Fußballspieler können, die wissen, dass jedes ihrer Spiele exakt zu einer vorgegebenen Zeit angepfiffen wird und wie lange es dauern wird. Bei jemandem, der an Diabetes leidet, ist das noch einmal brutaler, deshalb ganz großer Respekt.
Auch die Beharrlichkeit ist bemerkenswert, denn so oft nahe dran gewesen zu sein und trotzdem immer mit dem Makel behaftet zu sein, dass man nie ein großes Turnier gewonnen hat (Olympia und ATP-WM haben nicht den Stellenwert wie ein Grand Slam), kann schon zermürben. Im 41. Anlauf zu gewinnen, ist eine Besonderheit. Er ist damit nach Goran Ivanisevic der Spieler, der am längsten auf einen Grand Slam Titel warten musste. Anders als Ivanisevic, der dazwischen sogar mal komplett die Motivation verlor und aus den Top 100 rutschte, war Zverev aber immer mit Akribie dabei, konstant in der Weltspitze vertreten und ließ sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen. Zudem zeigte er immer wieder die Bereitschaft, auch Veränderungen an seinem Spiel vorzunehmen, selbst in einem eher fortgeschrittenen Alter von fast 30 Jahren.
Das nötigt mir trotz einiger kritikwürdiger Aspekte v.a. außerhalb des Platzes höchsten Respekt ab und ich habe es ihm heute wirklich von Herzen gegönnt.

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das stimmt, aber weil es ein geiles Forum ist, geht es eben um alles :).

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Das ist wirklich interessant. Was sagt das aber im Umkehrschluss über das Publikum bei Roland Garros aus?
Ein Sieg (noch dazu ein ziemlich deutlicher) gegen die Turnierlegende schlechthin reicht aus, um jemanden dauerhaft negativ zu sehen. Nadal ist einer meiner Lieblingsspieler aller Zeiten, aber er hat mMn definitiv seine Karriere zu spät beendet. Auch sein Versuch, bei Olympia noch einmal Gold im Doppel zu holen, war mMn falsch. Ab dem Zeitpunkt, ab dem man fast schon Mitleid mit einem Spieler haben muss, weil er absolut chancenlos ist, steht für mich fest, dass der Abschied zu spät erfolgte.
Und einen Spieler, der diesen Spieler schlägt, dafür abzulehnen, ist für mich einfach ein Zeichen von mangelndem Entwicklungsstand.
Alle anderen Gründe könnte ich verstehen, aber das Nadal-Argument ist für mich eine sportliche Bankrotterklärung.

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Nadal war aber auch, vor allem auf Sand, eine Maschine. :flexed_biceps:t4:

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Es hat ja niemand gepfiffen und es hat ihn auch niemand ausgebuht oder ähnliches. Niemand war unfair. Aber ich glaube man hat einfach ein reserviertes Verhältnis.

Ich kann das jetzt auch nicht nachempfinden was 2024 das Problem war. Warum hätte er ihn gewinnen lassen sollen? Ist doch Quatsch. Klar, für Roland Garros ist er wie eie einheimische Legende. Aber Quatsch ist es trotzdem.

Ich wollte nur weitergeben, was er mir gesagt hat. Ich war einmal im Roland Garros und ich finde die Leute auf alle Fälle „krawalliger“ als in Wimbledon. Aber ist Paris. Ich glaube, nur die Pariser verstehen die Pariser richtig. Wie all diese Städte haben die Leute eigene Angewohnheiten die für aussenstehende nicht nachvollziehbar sind. London, Paris, Rom, Madrid, Berlin, you name it.

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Interessante Einblicke, danke euch!

Ich für meinen Teil freue mich nicht für Zverev “um ein wenig Spaß zu haben”. Ich fiebere mit deutschen Sportlern in den Sportarten, für die ich mich aus diversen Gründen begeistern kann (die meisten Ballsport-Mannschaftssportarten, Tennis, Alpinski) einfach mit. Das mag nun auch wieder negativ ausgelegt werden, ist mir aber egal. Beim Alpinski und Zverev ist das ja häufig ein “mitleiden”, weswegen die These “für ein bisschen Spaß” eh zu kurz springt. Da ich eher “Großevent”-Fan beim Tennis bin habe ich jetzt nicht so viele Datenpunkte, aber mir fallen da einige Spieler ein, die mehr am Lamentieren sind als Sascha. Seine Interviews/”Reden” auf dem Platz sind auch immer eher demütig und sehr sportlich (im Falle eines Sieges bestimmt auch einfacher).

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