DFL - Geschäftsführung und Themen

Gute Frage … aber so oder so gehört auch zur Wahrheit, dass BEIDE Seiten sich in puncto Horrorszenarien und maßlosen Übertreibungen nichts nehmen.

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Würde ihm schon zugestehen, dass er das langfristiger denkt. In 10 Jahren ist die aktuelle 5JW ja schon lange Geschichte. Es ist natürlich trotzdem fraglich, ob die Ligue 1 mittel- bis langfristig aufholen kann, aber die (geringe?) Gefahr sehen sollte man schon - den besseren Zugriff auf die ganzen „französischen“ Vororttalente haben sie ja jetzt schon.

Das reicht uns? Platz 4 in Europa? Da legen wir uns in die Hängematte?

Wer wird sich den für die Nr. 4 in Europa interessieren?

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Natürlich. Wir müssen die Alternative zur PL sein. Wenn ich sehe dass Italien vor uns steht…
Da muss einiges falsch laufen.

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Platz 2-4 sind alle in etwa gleich auf. Mal läuft es für die eine Liga etwas besser, mal für die andere. Die nehmen sich nicht viel. Man könnte sogar argumentieren, dass die Bundesliga auf Spanien aufgeholt hat. Auch die nationalen Fernsehgelder sind in allen drei Ligen auf einem ähnlichen Niveau. Es gibt nur zwei gravierende Unterschiede, die man aber beide nicht ändern kann:

  1. Die Verbreitung der spanischen Sprache in Südamerika.
  2. In Spanien gibt es - historisch gewachsen - 2 Elite-Clubs, in Deutschland einen Elite-Club und in Italien gar keinen, seit Juve sich selbst abgeschossen hat.

Wenn du’s so willst sind wir also Platz 3 und mehr ist realistisch nicht drin.

Der französische Club-Fußball ist zu Grunde gegangen und es gibt aktuell kaum Aussicht auf Besserung. Die Niederlande und Portugal sind viel zu klein, um Konkurrenz für die Bundesliga darzustellen. Die Bundesliga ist aktuell in einer stabilen und komfortablen Position. Was Herr Wehrle da sagt, ist reine Panikmache.

Und für das Thema, was in 10 Jahren ist (@Reparaturalster): Ja, wer weiß denn, was da ist? Vielleicht gibt es bis dahin eine Super League, vielleicht nicht. Die CL wurde bis dahin vielleicht zwei weitere Male reformiert und die Startplätze der Top-Ligen sind noch sicherer. Vielleicht auch nicht. Das ist doch reine Zockerei.

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@Gut_Kick: Das Problem der Internationalisierungsstrategie der DFL nur auf die Frage der Platzierung der Bundesliga in der UEFA-Fünfjahreswertung zu reduzieren, halte ich für viel zu beschränkt.

Es geht doch um die Zukunftsfähigkeit der Bundesliga im globalen Wettbewerb um Zuschauer, Einnahmen und sportliche Schlagkraft mit allen anderen Fußballligen. Der Kampf um Personal und internationale Titel macht nicht an den Landesgrenzen halt. Die Frage lautet doch: Wird die Bundesliga in 15 Jahren und in 20 Jahren wirtschaftlich und sportlich noch über die Landesgrenzen hinaus wettbewerbsfähig sein? Werden sich Bundesligavereine noch erstklassige Spieler und Trainer leisten können, oder schrumpft die Liga, weil ihren Vereinen die finanziellen Mittel fehlen, zu einem Feeder von Spielern für andere, größere Ligen (welche auch immer das dann sein mögen)?

Selbst wenn die UEFA mitsamt ihrer Fünfjahreswertung morgen am Tag von der Erde verschluckt würde, stellten sich diese Fragen doch immer noch.

Die Internationalisierungsstrategie der DFL kann scheitern, aber wenn die Basis aller Einnahmen im Fußball der zahlende Zuschauer ist und wenn das Ziel der Internationalisierungsstrategie der DFL die Vergrößerung der Basis der zahlenden Zuschauer für die Bundesliga ist und wenn die Strategie der DFL nicht kategorisch und a priori ungeeignet ist, dieses Ziel zu erreichen, und wenn alle anderen wichtigen Ligen sich ebenfalls strategisch um die Vergrößerung der Basis der zahlenden Zuschauer für ihre Meisterschaften bemühen, dann wird die DFL - und mit ihr die Bundesliga - im Rennen um zahlende Zuschauer gegenüber den anderen Ligen zurückfallen, wenn sie nicht wenigstens versucht, ihr internationales Profil zu stärken - oder sehe ich das falsch?

Was hast Du denn gegen die Internationalisierungsstrategie der DFL einzuwenden, wenn ich fragen darf? Sind Deine Einwände grundsätzlicher Natur oder konkret gegen die Pläne der DFL gerichtet?

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Ja, richtig. Genau das wird mit populistischen Aussagen wie die von Herrn Wehrle leider gemacht.

Diese Fragen sind eben hoch spekulativ. In 15-20 Jahren können so extrem viele Dinge passieren. Und viele davon kann der Sport selbst noch nicht mal beeinflussen. Denk nur mal kurz zurück, wo der deutsche Fußball vor 20 Jahren stand. Das ist gefühlt eine andere Sportart gewesen.

Aktuell gibt es aber ziemlich wenig Anlass davon auszugehen, dass hier der Untergang droht. Nach der Delle Mitte der 10er Jahre ist der deutsche Klub-Fußball in den letzten Jahren in einem starken Aufschwung. Es gab internationale Titel, viele Teilnahmen an späten KO-Runden. Es gibt viele neue Trainer, die den Fußball weiterentwickeln - anstatt immer die selben 10 Trainer durch zu rotieren. Es mangelt aktuell zwar etwas an einzelnen Stars, generell kommen aber stetig neue Spieler und sehr gute Talente in die Bundesliga.

Man kann in Deutschland immer noch guten internationalen Fußball spielen, sofern man einen guten Job macht.

Wie sieht das in anderen Ländern aus? Ja, die Engländer sind weg, waren sie aber schon immer. Der französische Klub-Fußball ist während Corona kollabiert. Das hat die um Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte zurückgeworfen. Italien hat immer noch die ewigen Probleme wie z.B. marode Stadien. Die hinken uns bei der Infrastruktur 30 Jahre hinterher. Dazu kommen die dauernden Probleme mit kriminellen Machenschaften wie in Turin. Außerdem wird auch die Unterstützung durch den Staat immer geringer. Beispielsweise ist jetzt das Gesetz ausgelaufen, das als „Lex Conte“ bekannt war, wo nach u.a. ausländische Fußballer nur 25% Steuern zahlen mussten.

Bleibt La Liga. Aber auch da sind die goldenen Zeiten des spanischen Fußball schon wieder fast 10 Jahre her. Die leben aktuell auch nur von Real Madrid. Immerhin haben sie einen starken Ligapräsidenten, der versucht, die Liga wirtschaftlich gut aufzustellen durch Themen wie dem Salary Cap. Da kann man sich vielleicht mal etwas abgucken. Ansonsten haben sie eben den Sprachvorteil. Das war aber auch schon immer so und wird auch ein Investor nicht ändern.

Ich sehe aktuell keine Entwicklung, die dafür spricht, dass die Bundesliga in der nächsten Dekade plötzlich nur noch 5. oder 6. in Europa und nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Die Ligen darunter (Niederlande, Portugal, etc.) sind viel zu klein. Da müssten schon irgendwelche größeren Dinge wie die Gründung einer BeNeLux-Liga geschehen, damit die als Konkurrenz interessant werden.

Themen, die im politischen oder gesellschaftlichen Bereich für den Fußball spannend werden könnten, dürften auch alle diese Länder betreffen. Eine getrennte Super League, europäische Liga oder wie auch immer würde den Klub-Fußball sowieso so fundamental durcheinander würfeln - gerade auch im Hinblick der internationalen Vermarktung - dass da eh niemand seriös sagen kann, was passieren wird.

Wie gesagt: Es ist letztlich Spekulation. Es gibt für mich jedoch keinen Grund, hier solche Horrorszenarien aufzumalen, in denen der deutsche Fußball plötzlich in der Versenkung verschwindet.

Frech würde ich fragen: Welche Strategie? Bisher sind es doch mehr Absichtserklärungen über einzelne Punkte, als eine wirkliche Strategie. Und diese Punkte sind so wage und allgemein formuliert, da kann man gar nicht viel drüber diskutieren, weil es da kaum etwas konkret greifbares gibt.

Generell muss man an der Stelle auf die hervorragenden Beiträge von @Georg verweisen. Meine 2 cent dazu:

Man will nur irgendwie internationalisieren. Dazu werden dann ein paar Buzz Words in den Raum geworfen und irgendein Investor soll es finanzieren. Gibt es denn ernsthafte Analysen, Studien, Gutachten, etc. wie viele z.B. Inder man potentiell für die Bundesliga begeistern kann? Oder wie viele davon doch lieber die Premiere League oder das heimische Cricket schauen? Gibt es fundierte Informationen darüber, wie viel Geld das einbringen kann? Bisher habe ich nichts dergleichen gelesen. Gibt es wirklich eine konkrete Strategie, wie man diese Menschen erreichen will? Oder ist es eher ein: „Mal schauen, was draus wird, Hauptsache Geld ist da“?

Mir ist dergleichen nichts bekannt. Wenn es das gäbe, könnte Herr Wehrle darauf verweisen. Scheinbar gibt es da nichts, worauf man verweisen kann. Daher ist für mich dieser Investorendeal ebenfalls nur reine Spekulation. Man verkauft einen Teil der Einnahmen, weil man darauf hofft oder eben spekuliert, dass man auf Dauer mehr einnehmen wird, als man verliert.

Wenn man keinen fundierten und konkreten Plan mit entsprechender Risikoabwägung hat, kann man das nicht wirklich als Investition bezeichnen. Stattdessen begegnet man sehr spekulativen Zukunftsszenarien, mit einer spekulativen „Strategie“. Kann gut gehen, kann aber auch voll in die Hose gehen. Es im aktuellen Stand reinste Zockerei.

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Mir schien, Du machtest Dir die Argumentation von Herrn Wehrle insofern zu eigen, als Du die Notwendigkeit einer Internationalisierungsstrategie der DFL unter Hinweis darauf zurückgewiesen hast, dass der Platz der Bundesliga in der Fünfjahreswertung der UEFA nicht gefährdet sei.

Also Du übernimmst das Argument von Herrn Wehrle, um Dein eigenes in Opposition dazu anzubringen. Daher bin ich von einer impliziten Übernahme dieser Argumentation Deinerseits auch stillschweigend ausgegangen.

Übrigens: Wenn die Argumentation von Herrn Wehrle von Grund auf unsinnig ist, dann ist auch eine Argumentation, die ihre Kraft daraus bezieht, diese Argumentation zurückzuweisen, von Grund auf schwach.

Ja, natürlich können und werden in den nächsten 15 bis 20 Jahren ganz viele unabsehbare Sachen passieren, aber Unsicherheit über die Zukunft eliminiert doch nicht die Notwendigkeit zukunftsorientierten, strategischen Handelns. Du könntest in zwei Wochen bei einem Autounfall ums Leben kommen oder in drei Jahren an Krebs sterben, aber verzichtest Du deswegen heute darauf, Dein Leben von morgen zu planen und zu gestalten?

Soll ein Unternehmen auf Investitionen und strategisches Management verzichten, weil es grundsätzlich nicht wissen kann, wie die Welt von morgen aussieht? Du nimmst es mir bitte nicht übel, aber diese Argumentation überzeugt mich von Grund auf nicht.

Es geht daher auch nicht darum,

Denn das ist ein Strohmann und nicht der Vergleichsmaßstab. Der Vergleichsmaßstab ist eine Zukunft, auf die sich der deutsche Fußball der Gegenwart mit seinem gegenwärtigen Wissen nicht bestmöglich vorbereitet hat (denn: es ist ja sinnlos) und dann schlechter dasteht, als es der Fall wäre, wenn er es getan hätte. Aber auch ein schlecht vorbereiteter Fußball muss deswegen nicht gleich ganz in der Versenkung verschwinden, er sitzt wahrscheinlich nur ein wenig tiefer im Loch.

Richtig, die Frage kann man stellen, aber weil Du das in Deinen Ausführungen bisher im Unklaren gelassen hast, interessiert mich, ob Du grundsätzlich gegen die Internationalisierungsziele der DFL bist oder lediglich gegen ihre konkreten (schlechten, unausgegorenen) Pläne.

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das stimmt auf der einen Seite schon. Der Betrag um den es bei der Bundesliga geht hätte man m.E. aber auch selbst auftreiben können. Die Frage ist, ob wir mit der Beiteiligung uns auch Know how zu diesem Thema ins Haus holen oder nur Kapital. Darauf habe ich noch keine Antwort gefunden.

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Ich argumentiere nicht dagegen, dass man etwas machen kann oder muss. Ich argumentiere gegen die leeren Worthülsen und Planlosigkeit, mit der die DFL irgendetwas machen will, ohne zu wissen, was sie eig. macht. Das ist reiner Aktionismus des Aktionismus Willen und wird dann von den Funktionären mit populistischer Panikmache begründet. Mein Beitrag soll letztlich aufzeigen, dass dieses Argument, Deutschland könne bald internationale Startplätze verlieren, ziemlich realitätsfern und unsachlich ist, weil der Trend komplett gegenläufig ist.

Dieses zukunftsorientierte und strategische Handeln sehe ich bei der DFL leider gar nicht. Und auch bei den meisten Klubs sehe ich das nicht. Ich sehe nur die blinde Hoffnung auf das schnelle Geld. Man kann sogar argumentieren, dass das Verkaufen von Zukunftseinnahmen alles andere als zukunftsorientiert ist, wenn man keinen soliden Plan hat, wie der Verkauf die Einnahmen langfristig steigern wird. Wenn das Unterhaben floppt, steht man in 15 Jahren mit weniger da als jetzt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Investition und Spekulation. Die DFL hat letzteres vor.

Der einzige konkrete Punkt in dem ganzen Konzept, der eine Vorbereitung auf die Zukunft darstellt, ist das aufbauen einer OTT-Plattform, um sich unabhängiger von einzelnen Medien zu machen. Braucht man nur dafür einen Investor? Sollte das Milliarden-Business Bundesliga das nicht selbst stemmen können?

Ich kann nicht für oder gegen Ziele sein, die immer noch sehr unkonkret sind. Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, die Bundesliga international ordentlich zu vermarkten. Unser Klub verdient damit eine Menge Kohle. Man kann sich hier definitiv mehr Engagement der Liga im Gesamten wünschen.

Ich denke jedoch nicht, dass es DAS eine Thema sein sollte. Ich glaube persönlich nicht daran, dass in 15 Jahren 200 Millionen Inder jeden Samstag Bundesliga gucken und sich ein Bayern-Trikot kaufen. Die Zukunft der Bundesliga sehe ich weiterhin in einem starken und stabilen Inlandsgeschäft als Liga mit einem sehr hohen Zuschauerschnitt und einer starken emotionalen Bindung. Das ist ihre Stärke, die muss man nutzen.

Man sollte sich in einer zukunftsorientieren Strategie eher Gedanken darüber machen, wie man junge Menschen wieder an den Fußball und an die Vereine bindet. Wie man dafür sorgt, nicht eine ganze Generation an Fans an andere Sportarten/Hobbys zu verlieren. Man sollte sich darüber Gedanken machen, dass der Fußball zugänglich bleibt. Hat man eine gute nationale Basis, kann man gerne versuchen, das international so gut es geht, auszuschlachten und die Kohle reinzuholen.

(Und natürlich wird sich die DFL mit dem Problem des Dauermeisters FC Bayern beschäftigen müssen.)

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Schöne Diskussion. Ich stimme (erwartbar) mit @Gut_Kick überein.
Die Internationalisierungsstrategie der DFL ist ein schlichtes Rattenrennen mit LaLiga, Serie A und Ligue 1, sonst nix.

Dieses Rennen lohnt aber nur, wenn sich der Sieg in diesem Rennen (also Platz 2 oder 3 in der Hegemonie der nationalen Meisterschaften in Europa) lohnt. Die Bundesliga glaubt das. Die Bundesliga glaubt, dass ich Platz 2 oder 3 in diesem Rennen lohnt. Dass der Kuchen an Fernsehgeldern in Asien und vor allem in den USA genug/mehr als heute für den zweit- oder drittbesten Verband aus Europa abwirft.

Sie glaubt damit implizit, a) dass die Welt aktuell in Ordnung ist und b) dass sich der Fußballmarkt in den nächsten 10 Jahren nicht groß ändert.
Ich glaube das nicht.

Ich glaube dass mit den Saudis, der MLS, der WMLS, der Champions League (die wird in den USA als eigene Liga wahrgenommen, Leute schauen sich UCL an, aber z.B. keine LaLiga), mit dem EuGH, dieser oder jener Super League, mit Asien so viele andere Akteure mitmischen, dass Platz 2 oder 3 in Europa quasi der erste Verlierer sein wird.

Die Strategie der Bundesliga ist/hat keine Antwort auf solche Veränderungen. Ihr liegt keine Einschätzung zugrunde, wie der Fußball in 10 Jahren aussehen wird, welche Rolle die Bundesliga darin einnehmen kann und will. Und ganz nebenbei auch keine Antwort wie die Bundesliga ihre Probleme im Inneren (leere Stadien in Leipzig und Hoffenheim, nicht messbare Einschaltquoten bei Wolfsburg und Augsburg, Abo-Meister FCB) lösen will.

Ich will der Bundesliga zurufen: Sei doch verdammt noch mal mutig! (egal in welche Richtung.)
Gesundschrumpfen könnte sinnvoll sein. In 10 Jahren in einer Traumbundesliga mit tollem Vereinen, „echten“ 50+1-Vereinen. Ja, dann ohne Harry Kane und Jamal Musiala. Aber in vollen Stadien, mit 7 verschiedenen Meistern in 10 Jahren. 5 Milliarden Euro Umsatz wären es dann immer noch. Kein Spieler, Trainer oder Funktionär müsste am Hungertuch nagen. Fußball macht den Fans übrigens auch in Schweden und Argentinien Spaß. Das geht.

Eine echte Wachstumsstrategie wäre ein anderer Ansatz. Voller Zusammenschluss zur BENELUXDACH-Liga. Oder organisatorischer Zusammenschluss mit LaLiga und der Serie A (aber getrennte Wettbewerbe) für gemeinsame Vermarktung, gemeinsame Produkte im Ausland. Oder für eine nullte Liga /Super League innerhalb der UEFA mit dem FCB, BVB und RBL pushen. Oder oder oder.

Was die DFL aber macht, ist Stuck in the Middle. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Ein bisschen Aktionismus, ein bisschen Große-Business-Welt spielen: Die Meetings in den Londoner oder Stockholmer Büros von EQT und ihren Anwälten sind angenehm, dafür machen Business-Kasper wie Wehrle diese Jobs. (Ich war lange selbst einer und hab das ebenfalls geliebt, ist also nicht als persönlicher Vorwurf gedacht.)

Keine mutige Strategie sondern eine Karstadt-Strategie. Ich hatte es schonmal damit verglichen. Karstadt hat sich dazu entschieden, ihre Kaufhäuser neu zu streichen und ihren Versandkatalog einzustellen. Für sich alles nachvollziehbar. Karstadt hätte sich dazu entscheiden können, Amazon zu sein. Sie waren auch nicht mutig.
Die DFL entscheidet sich jetzt dazu, Paderborn den Flug nach Chicago zu bezahlen.

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das wäre so toll :star_struck: leider wird das wohl nicht geschehen - zumindest nicht freiwillig, durchdacht und gezielt…

Mit dem Gesundschrumpfen hab ich zugegebenermaßen folgendes Problem:
Ich will einfach Fußball auf dem höchsten Niveau sehen, das möglich ist - und zwar zuallererst vom FC Bayern. Gerne auch von anderen deutschen Klubs, die in der Lage sind, uns herauszufordern, so wie Bayer heuer.
Daher plädiere ich eher für die echte Wachstumsstrategie…, gehe aber mit @Georg konform, dass die jetzigen bisher bekannten Vorhaben nicht allzu überzeugend sind.

In Schweden gibt es 5 Teams die einen Zuschauerschnitt haben von über 10000
Ich denke nicht, dass diese Liga zum Vergleich mit einer „Gesundgeschrumpften“ Bundesliga passend ist.

Argentinien ist ein Land das alle paar Jahre eine Staatspleite über sich ergehen lassen muss. Gerne auch mal eine Währungsreform.

Die Frage ist, ob wir das wirklich brauchen (diese „gesund geschrumpfte“ Liga)? Haben wir das nicht schon in Liga 2 oder Liga 3?

Worin liegt der Vorteil, dass die Bundesliga eine „alternative League“ wird in der die besten Spieler jederzeit weggekauft werden und deren sportliche Wertigkeit das Mittelmass ist?

Welche Klubs in der Bundesliga würden denn gerne diesen Weg gehen? Der SC Freiburg der gerade ein größeres Stadion gebaut hat mit VIP Plätze und die gerne durch Europa tingeln? Eher nicht.

Bayern, Dortmund, Leipzig und auch Leverkusen sicherlich auch nicht.
Der 1.FC Köln wäre wahrscheinlich happy. Aber selbst beim VfB Stuttgart bei dem jetzt Porsche mitmischt, hätte da wohl keinen großen Spaß daran.

Das klingt alles ganz hübsch und unsere Fans hier die gerne so eine Bratwurst und Bier für 2,50 Euro Liga hätten (wie gesagt, das gibt es doch schon. sogar in der Regional Liga Süd kann es ganz Spaß machen) finden das auf den ersten Blick natürlich klasse. Aber was das konkret bedeuten würde, bin ich mir nicht sicher, ob die Fans der jeweiligen Klubs das haben möchten.

Eine Super League ohne nationalen Wettbewerb illusorisch. Die PL Klubs werden da nicht mitmachen und damit ist dieses Vehikel gestorben (dieser Satz hätte im Grunde an den Beginn meiner Ausführungen gehört :slight_smile: ).

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du gehst immer von der Prämisse aus, dass es entscheidend sei, was die Clubs/DFL/Stakeholder (gruseliges Wort) wollen - da liegt der Trugschluss!

einzig und allein entscheidend ist das, was die aktiven Fans in Deutschland wollen - die, die die Stadien füllen (mit Menschen und Emotionen)!
alles andere ist sekundär - denn ohne die bricht das ganze System krachend zusammen und die Stakeholder können sich auf Ibiza die Poperze kratzen…

wer sind die „aktiven Fans“?? Könntest Du das mal definieren?

Warum sollte das entscheidend sein? Sind sie diejenigen von denen die Klubs abhängig sind? Sind das die ohne die es keinen Fußball in Deutschland geben kann?

Ich respektiere Deine Meinung, aber was macht Dich so sicher, dass das "die Gruppe " für die Du sprichst so sieht? Was macht die so wichtig?

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Diese These ist so alt wie der kommerzielle Fußball…
Aber warum ist das bisher noch nicht eingetroffen, obwohl es über die Jahre und Jahrzehnte unzählige Male wütende und protestierende aktive Fans gab und der Sport immer noch kommerzieller und internationaler wurde bzw. wird?
Wann wird das passieren und das Faß bei denen überlaufen, sodass sie nicht mehr in die Stadien gehen?
Und wo ist dann die Bühne für die Choreos, Pyroshows und Gesänge?

Ebenso wie @ChrisCullen respektiere ich Deine Ansichten und bin 50+1 gegenüber eher neutral.

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es sind vornehmlich die mit Dauerkarten bzw. die, die sehr regelmäßig im Stadion sind und dort vor allem die Fans in den Kurven (egal welcher Couleur), die sich einbringen, den Support gestalten, auswärts fahren und all das drumherum gestalten - ohne sie endet der Fußball in Deutschland schneller, als man gucken kann!

warum es bisher nicht geschehen ist? weil aktive Fußballfans ähnlich irrational, leidesfähig, verblendet, hoffnungsvoll agieren wie gläubige Menschen, die einer Religion hinterherlaufen… aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem es kippt… erlebt die Kirche zunehmend und wird auch irgendwann der Fußball erleben WENN man nicht die Fans mitmimmt/auf sie hört/sich nach ihnen richtet!

das ist meine Prognose und Meinung - und fast hoffte ich, sie wird sich bald bestätigen, damit eine große Bereinigung gibt!

Und ist nur zustandegekommen, weil mit der geheimen Abstimmung willentlich die Möglichkeit für Kind geschaffen wurde, die Weisung des Mehrheitsgesellschafters Hannover 96 zu ignorieren. Eine bessere und stabilere Grundlage für so einen wegweisenden Beschluss ist natürlich kaum denkbar.

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Das widerspricht sich nicht.

No-Show-Rate bei RB: Darum bleiben Plätze in Red-Bull-Arena leer (rblive.de)

Im Gegensatz zum Text glaube ich nicht, dass dies in dieser Größenordnung bei allen Vereinen so vorkommt.

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