DFL - Geschäftsführung und Themen

Ich hätte es für richtig und wichtig empfunden, wenn nicht sogar als unumgänglich, dass die Klubs dazu verpflichtet werden zumindest mal ein Abstimmungsbild der Vereinsmitglieder einzuholen und das dann auch in die Entscheidung der Klubs einfließt.

Ja, operatives Geschäft und so, man hätte aber auch mal die einholen können, für die der Ball ja eigentlich rollt - zumindest erwähnt man das immer zu gerne, wenn es gerade gut ins Bild passt.

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So… jetzt noch in Liga 1&2 personalisierte Tickets um den Schwarzmarkt auszutrocknen, professionelle Schiedsrichter mit der entsprechenden Vergütung, ein einziger medialer Anbieter für alle DFL Begegnungen (am besten Selbstvermarktung analog zur NFL und NBA) und dann hat man fast schon eine Profiliga.

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Da bin ich zwiegespalten.

Auf der einen Seite, haben die Mitglieder der Vereine durchaus das Recht zu wissen, wie Ihre Vertreter abgestimmt haben.

Auf der anderen Seite gibt es ganz allgemein auch Gründe für eine geheime Wahl, um unabhängig entscheiden zu können.

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Ist halt auch immer so eine Sache, wieso stellen sich die Vertreter*innen eigentlich immer komplett von selbst auf?
Ohne jegliche Kritik an Herrn Dreesen, aber wie lange ist er nun VV?
Wieso hat die Meinung eines offiziellen Vertreters der jeweiligen ausgegliederten Lizenzspielerabteilung eigentlich so ungemein viel Gewicht, dagegen ist die eines Mitglied was gut und gerne 50 Jahre schon Mitglied ist, in einem Verein dem ja schlichtweg die eben beschriebene ausgegliederte LSA gehört, vollkommen egal?

Ich bin natürlich nicht naiv, würde man beim FC Bayern alle Vereinsmitglieder fragen, würde es zur selben Entscheidung kommen, mir geht es aber da eher ums Prinzip, um die Art und Weise oder auch wie @folkfriend schon anmerkte, um die Basis.

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Der NFL Game Pass für die ganze Saison kostet momentan auf DAZN etwa 45 Euro - das wäre für die BL natürlich ein Traum bei Direktvermarktung. Die NBA, je nachdem was ich wähle zwischen etwa 120 und 165 Euro (nicht wenig, aber weniger als das, was man mit Sky, Dazn und Amazon für die BL zahlt).

Allein mir fehlt der Glaube, dass es ähnlich aussehen würde für den „Kunden“ - und das Bundeskartellamt mischt vielleicht auch noch mit. Ich mag mir kaum vorstellen, dass es die BL mit einem Investor (der ja Geld verdienen will) zukünftig günstiger gibt bzw. ob die Anstosszeiten dann nicht vermehrt „marktgerecht“ erfolgen. Wir werden sehen…

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warum sollte ein VereinsVERTRETER unabhängig und geheim abstimmen sollen?

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Wieso ständig höher, weiter, schneller anstatt man mal daran arbeitet, was man mit Beginn der Pandemie festgestellt hat?

Aber klar, lieber weiter Geld fürs kranke Fußballsystem generieren und sich verkaufen.

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Ist ja - eben ganz allgemein gesprochen - völlig unerheblich, ob Politik oder Verein. Das Mitglied wählt seinen Vertreter, der in der gewählten Amtszeit die Interessen vertreten soll. Passt dem Mitglied das nicht, wählt er ihn nach der Amtszeit wieder ab. Er gibt ja quasi in dieser Zeit seine Stimme ab oder weiter und lässt sich vertreten. Auch in der Politik gibt es Abstimmungen, aus gutem Grund mit geheimer Wahl abgehalten werden.

Wie gesagt, bin da zwiegespalten. Gibt für beide Seiten gute Argumente. Und da geht es mir nicht um diese spezielle Abstimmung, sondern ganz allgemein gesehen.

Klartext von Christoph Ruf:
„Die Liga möchte die Erlöse erhöhen. Und da auf nationaler Ebene nicht mehr allzu viel geht, muss das Geld eben von den internationalen »Märkten«, kommen, aus Afrika, Amerika, vor allem aus Asien. Von überall dort her also, wo die schwerreiche Premier League ihr Geld herholt.
Was das mit dem Investor – im Gespräch sind die grundsympathischen private-equity-Unternehmen Advent, Blackstone, VCV – zu tun hat? Nun, der geht die Wette mit und gibt erst mal 900 Millionen Euro für einen Teil der Fernsehrechte – in der Hoffnung, bald ein Vielfaches wiederzubekommen. Damit das auch klappt, muss die Liga allerdings im Ausland bekannter werden, schließlich soll es in Chile, dem Senegal oder Vietnam ja noch Menschen geben, die weder die letzte Aufstellung des FC Augsburg noch den Namen des Hoffenheimer Co-Trainers kennen. Genau deshalb will die DFL künftig 100 Investoren-Millionen an die Vereine ausschütten, die verstärkt um den Globus fliegen, um sich und damit die Liga bekannter zu machen. Anstatt die Flugreisen einzuschränken, wie einmal angedacht war, gehen künftig 100 Millionen Euro als Belohnung an die Vereine, die am meisten Kerosin verballern.“

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Ich kann nach Lesen des letzten Satzes den ganzen Rest auch nicht mehr ernst nehmen.

Der Anteil von Flugzeugen am globalen CO2 Ausstoss (3.5%) geteilt durch die Zahl der kommerziellen Fluege pro Jahr (26.5 Millionen) ergibt

0.0000001%

Anteil am jaerhlichen CO2 Ausstoss pro Flug.

Das ist pure Polemik.

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Das auf jeden Fall, wäre sehr merkwürdig dies nicht offen zu kommunizieren. Man muss schon dazu stehen und begründen können warum man wie abgestimmt hat, in beide Richtungen.

Ps wieso redet jemand über 900 Mio wenn es um 600 Mio geht?

Trotzdem schlechtes Vorbild.

600 Mio für die DFL. Der Rest geht an die Klubs.

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Ja aber das ist ja keine Investition sondern eine Vorabausschüttung aus Diskontierung der zukünftiger Einnahmen.

Ein Hauptthema war ja offensichtlich die Befürchtung, dass zukünftige Einnahmen aus den Investitionen nicht die geringeren jährlichen Einnahmen aus dem normalen nationalen Vertrag kompensieren. Die 300 Mio muss man da dann dagegenrechnen

Also bitte. Als ob der Ralf aus Feldmoching sich jetzt endlich seinen lang gehegten Traum vom Strandurlaub in Indonesien verwirklicht weil der FCB die naechste Asienreise plant.

Das Problem ist ja eigentlich, dass das Umweltargument so universal ist dass es immer voll am Punkt vorbei geht. Dann haette der DFB auch die neue Akademie nicht bauen duerfen oder der FCB darf grundsaetzlich keinen Autosponsor haben. Das mag ja aus anderen Gruenden stimmen die aber durch Kopplung an den CO2 Impact entwertet werden und so fuehrt es in der Sachdiskussion einfach nicht weiter.

Du darfst das natürlich alles sehen wie es dir Spaß macht, tun andere ja auch.
Ich stelle mir nur die Frage, ist denn deine Meinung wirklich zu Ende gedacht und wohin soll das eigentlich führen?
Soll die Schere irgendwann so weit auseinander gehen, dass sie in zwei Teile fällt?
Sind denn die anderen 14 Mannschaften und Ligen nur Statisten, die als Brot und Spiele für die Gesellschaft herhalten, die Unterhaltungsindustrie Profifußball am Leben erhält und eigentlich geht es nur darum dass die großen vier weiter ihr dreckiges Geld damit genergieren?

Schmunzeln musste ich bei dem Satz, dass sich ja niemand die Uhr für Mainz gegen Darmstadt stellt und unterstellst dann diesem Christoph Ruf es sei Polemik, passt das zusammen? Ja, wahrscheinlich mehr als du denkst, beides spitzfindige Polemik.

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die erwartet klare Reaktion der Fanseite - leider juckt es die Herrschaften an den Hebeln der Macht nicht sonderlich…

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@folkfriend ich zitiere mich mal selbst:

Alle leisten ihren Beitrag, leider.

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bist du jetzt beim Thema Investor oder Pyro? :wink:

Nun gab es zwei Abstimmungen.
Die erste hatte eine 2/3-Mehrheit knapp verfehlt, die zweite sie knapp erreicht.
Best of three: Vielleicht sollte eine dritte Abstimmung das Ganze absichern?

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