DFB und Nationalmannschaft (Teil 3)

Bei Musiala muss erstmal festgestellt werden wie er zurükkommt und wie lange er braucht wieder in Form zu kommen. Fände es nicht überraschend, wenn Musiala gar nicht mit zum Turnier fährt.

Da setze ich jede Wette dagegen. Der kommt und fährt auch mit.

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Wenn wir Weltklasse als oberes Ende definieren, dann gehören dazu Kane, Olise, Kimmich, Mbappe, Vlahovic und 10-20 Andere in Europa.

Neuer, Schlotterbeck, Pavlovic, Havertz und Woltemade wären dann internationale Klasse oder „Tier 2“. Grüße an @Georg gehen raus. :slight_smile: Bei Musiala muss man abwarten, wie gut er sich erholt; Wirtz war Weltklasse, momentan ist er es nicht. In Summe 1x Weltklasse (Kimmich), zwei auf dem Sprung (Musiala, Wirtz).

2014 klar Weltklasse: Neuer, Lahm, Boateng, Hummels, Schweinsteiger Kroos und Müller. Khedira und Özil waren nicht ganz auf dem Niveau. Klose hat zwar top gescored, wohl aber auch nicht Weltklasse. In Summe 7x Weltklasse.

Insofern sähe ich schon einen deutlichen Niveauunterschied in der N11 zwischen 2014 und heute. Spiegelt sich auch nicht zuletzt in den Ergebnissen und der FIFA-Weltrangliste wider. Unter den Top 4 der Welt haben wir momentan leider nichts zu suchen.

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Erstmal Musialas Comeback abwarten. Das Turnier ist im Juni und Jamal saß noch nicht mal auf der Bank. Lasst den erstmal spielen und nicht erneut verletzen.

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Man muss aber auch sagen, dass die weltspitze heute viel breiter ist als vor 12 Jahren. Heute gehören zur weltspitze im fußball, Argentinien, Frankreich, England, Spanien und vom grundsätzlichen spielerischen Potenzial her müsste auch Portugal dabei sein. Sie halten leider eben noch an Ronaldo fest. 2014 gab es Argentinien, die Niederlande und Deutschland, mehr gab es nicht. Die Mannschaft von 2014 wäre heute also womöglich auch nicht unter den Top 4.

2014 könnte man - auch wenn das Halbfinale nicht dafür spricht - Brasilien schon auch noch zur Weltspitze zählen. Gegen Deutschland fielen Thiago Silva und Neymar aus, also die beiden wichtigsten Spieler.

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Spanien hatte vor dem Turnier 2014 alles gewonnen und galt wieder als Top-Favorit. Sie erlagen dann dem Fluch des Titelverteidigers, waren aber 1a besetzt. Frankreich war am Beginn eines Höhenfluges, aber im Nachhinein noch zu unerfahren.

Wenn man die Top 50 Spieler weltweit 2014 und 2025 vergleichen würde, wären 2014 wohl 7 - 9 Deutsche dabei gewesen. Heute wären es maximal 5: Musiala, Kimmich, Havertz, Wirtz, Woltemade.

Ist aber vielleicht gar nicht so entscheidend: Viel wichtiger ist, dass wir im Tor deutlich schwächer sind und auf RV, LV, LA und RA auch nicht überzeugen können. Bis zu Woltemade war auch MS eine Baustelle.

Ich gebe gerne zu, dass keine N11 auf allen Positionen optimal besetzt ist. Bei uns gibts aber viele Baustellen. Auch die IV ist mit Tah und Schlotti dünn besetzt. Rüdiger mit ?

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Plus Spanien, natürlich. Die hatten sich selbst rausgeworfen. Habs im nächsten Post erwähnt.

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Sehr gute Aspekte! Karl ist sicher kein Sprinter. Bei El Mala ist aber viel Hoffnung dabei.

Also ich fand Spanien und Brasilien nicht gut.
Bei Spanien könnte man das denke ich auch schon in den Jahren davor absehen.


Und Brasilien hatte eigentlich auch nur Luiz, Thiago Silva, Marcelo und Neymar. Ansonsten noch Fernandinho, Hulk, Willian.

Ich möchte jetzt wirklich nicht persönlich werden, sorry für alle Fälle. Warst Du damals vielleicht noch zu jung?

Spanien war zuvor dreifacher Turniersieger (2x EM, 1x WM) und hatte die meisten Vorbereitungsspiele vor der WM zu Null gewonnen. Sie waren daher folgerichtig turmhoher Favorit auf die Titelverteidigung. Es gibt einige Erklärungen dafür, dass aus der Titelverteidigung nichts geworden ist: Dissenzen mit dem Trainer, unvollendete Kaderauffrischung…

Ein Top 4-Team waren sie aber allemal. Da der Mangel anderen Top-Teams in 2014 Dein Gedanke war, müsste man Deine Aufzählung von Brasilien, Argentinien, den Niederlanden und DE so oder so um Spanien erweitern.

Sooo viele Top-Teams mehr sind 2026 insofern nicht am Start: Neu dabei ist England - Geheimfavorit seit 1966 - ansonsten die üblichen Verdächtigen, minus das krisengebeutelte Italien. Ich kann keinen so großen Unterschied bei der Favoritendichte erkennen. Belgien und Rumänien haben ihre goldenen Generationen sogar verabschiedet.

Habe ich einen neuen Favoriten übersehen?

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Frankreich war damals auch nicht so gut und bei Spanien war 2014 ja kein Ausrutscher. Auch 2016 und 2018 hat man relativ enttäuschend gespielt. Erst 2021 ging es wieder richtig gut.

Bei Spanien war 2014 sogar ein gigantischer Ausrutscher: 3 Turniere hintereinander gewonnen. Das war ein Schock.

Danach kam der große Umbruch, mit dem 2014 noch Niemand gerechnet hatte.

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Portugal muss man mE schon mitdazuzählen, die Chance WM zu werden ist wie immer unter 20% (wie bei der UCL :wink:) Am härtesten ist es mE EM zu werden.

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Absolut. Rein sportlich gesehen ist die EM deutlich über der WM anzusiedeln. Vielleicht schrumpft Infantino deshalb ja den relativen Anteil der europäischen Teams bei der WM… Scherz. Natürlich macht er das der globalen Vermarktbarkeit wegen.

Zum Thema Spanien bei der WM 2014 möchte ich noch ein paar Gedanken loswerden zusätzlich zu dem was @Armaster und @Mehmet68 schon erwähnt haben.
Die Aufstellung war 2014 gespickt mit Topspielern, die noch nicht am Ende ihrer Karriere angelangt waren, allerhöchstens im Frühherbst.
Vom amtierenden CL-Sieger Real Madrid standen z.B. Xabi Alonso (der nach der WM nach München wechselte und dort auch noch 3 Jahre lang das Spiel mitbestimmte), Sergio Ramos und Casillas in der Startelf. Von Barcelona, dem CL-Sieger der auf die WM folgenden Saison 2014/15 waren Pique, Jordi Alba, , Busquets, Xavi, Pedro und Iniesta dabei. dazu hatte man - sogar anders als bei den Turniersiegen zuvor - mit Diego Costa einen Mittelstürmer, der in der Saison 2013/14 Zahlen ablieferte, die wohl kein spanischer Spieler in diesem Jahrtausend schaffte (27 Tore in der Liga, 8 Tore in der CL in 9 Spielen). Ergänzt wurde die Startelf von Chelsea-Legende Azpilicueta und von David Silva von ManCity, einem Spieler, der mMn den vielen Topstars von Real und Barca kaum nachstand. Das war geballte Weltklasse. Und auch auf der Bank saßen noch ein paar Hochkaräter, z.B. Javi Martinez, Fabregas, Fernando Torres oder Koke.
Warum schied man so sang- und klanglos aus?
Ein paar Gründe wurden schon genannt, z.B. die Stimmung im Team bzw. im Verhältnis zum Trainer.
Ich würde sagen, dass auch die Auslosung eine Rolle spielte und behaupte mal, dass es in dieser Gruppe auch für den späteren Weltmeister Deutschland schwer geworden wäre.
Spanien bekam als Gruppenkopf die wohl damals beste ungesetzte europäische Mannschaft zugelost, nämlich die Niederlande, die zu der Zeit sicherlich zu den besten Teams im Weltfußball gehörten (zumindest bei Weltmeisterschaften, schon 2010 war man ja sehr nahe dran als unglücklich unterlegener Finalist) und die 2014 ja nur knapp das Finale verpassten. Und dann hatten sie noch Chile drin, die zu der Zeit in Südamerika eines der besten Teams waren und 2015 die Copa America gewannen. Diese beiden Teams schlugen Spanien und warfen den Titelverteidiger raus.
Mit diesen beiden Teams hätte sich jedes Team schwer getan und dass so manche Teams bei dieser WM auch ein bisschen brauchten, um in Schwung zu kommen, sah man (vom gelungenen Auftakt gegen das bei dieser WM sehr schwache Portugal abgesehen) auch bei Deutschland, das gegen Ghana, die USA und auch im Achtelfinale gegen Algerien noch lange nicht auf dem Niveau war, das man dann ab dem Viertelfinale zeigte.
Ich wage zu behaupten, dass Spanien damals in vielen anderen Gruppen weitergekommen wäre.
Es war (auch wenn v.a. die Niederlage gegen die Niederlande sehr deutlich ausfiel) mMn keine solche Blamage, wie das Aus der deutschen Nationalelf bei der WM 2018, denn Schweden, Südkorea und Mexiko waren allesamt nicht auf dem Level der Niederlande und Chiles 2014.
Und wer weiß, ob ein Überstehen der Gruppenphase Spanien nicht auch geholfen hätte, dass sich Team und Trainer wieder zusammenraufen und dann in der KO-Runde wieder eine Einheit bilden und nicht nur eine nicht funktionierende Summe aus begnadeten Einzelspielern.

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Vor allem war das das Chile unter Jorge Sampaoli.
Pressing und Gegenpressing war damals europaweit eben noch nicht etabliert auf dem jetzigen Level.
Ich habe damals Deutschland gegen Chile in Stuttgart gesehen. War absolut atemberaubend.
Jorge Sampaoli hat damals an der Seitenlinie mehr Meter gemacht als Ronaldo bei manchem Spiel heute auf dem Platz.

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Korrekt. In der Gruppe hätten wir auch ausscheiden können. Nicht vergleichbar mit unseren Blamagen 18 und 22 (!)

22 habe ich nicht aufgeführt, weil es da mMn nicht ganz so schlimm war.
Eigentlich waren es die letzten 30 Minuten gegen Japan, die den Ausschlag gaben. Die ersten 60 Minuten gegen Japan waren nicht schlecht, ebenso das gesamte Spiel gegen Spanien und gegen Costa Rica war zwar die Leistung nur phasenweise gut, aber auch eine bessere Leistung hätte angesichts des japanischen Sieges gegen Spanien wohl nichts mehr geändert.
2018 hingegen war eigentlich von vorne bis hinten leistungsmäßig zum Vergessen bis auf ein paar vernünftige Minuten gegen Schweden.

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Ich freue mich ja auch, dass die Stürmer-Stelle mit Woltemade jetzt erstmal gut besetzt zu sein scheint, aber genauso wundere ich mich, dass er hier von mehreren gleich als Weltklasse eingestuft wird. :thinking:

Zu 2014: diese Dichte an Weltklasse in der deutschen Mannschaft war schon aussergewöhnlich. Aus meiner Sicht ist man da heute nicht mal irgendwie in der Nähe. Was auch normal ist, denn ansonsten wäre es ja nicht aussergewöhnlich gewesen, sondern normal. :wink:

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