DFB und Nationalmannschaft (Teil 2)

Natürlich ist sie größer!

Sieht man auch daran, dass die letzten 3 Finals (von 86-02 sogar 5 mal in Serie!) 2 mal Südamerika im Finale vertreten war und beim letzten Mal Argentinien gewonnen hat…

Man kann da höchstens diskutieren wieviel um, aber natürlich ist ein WM Titel mehr wert als einer bei der EM!

Mehr wert ist natürlich der WM Titel. Sportliche Qualität kann man immer streiten. 2018, 2010 und 2006 rein europäisches Finale. 1982, 1974, 1966 und 1954 auch. Europa ist immer vertreten gewesen im Finale. Die Dichte ist bei einer EM schon höher, finde ich.
Dass Brasilien und Argentinien ein Turnier immer aufwerten können ist natürlich auch klar.

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Also: EM + Argentinien und Brasilien.

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Wenn man ehrlich ist: Ja. Und dazu Eddie the Eagle für die Pausenunterhaltung.

Ich halte eine WM vor allem deshalb für noch bedeutender als eine EM (auch wenn das rein fußballerische Niveau im Durchschnitt vielleicht geringer ist), weil es eine einmalige Gelegenheit ist zu zeigen, dass die ganze Welt durch den Fußball miteinander verbunden ist (das gilt natürlich auch für andere Sportarten). Mir persönlich geht das Herz auf, wenn ich zigtausende Fans aus aller Welt sehe, die sich an einem gemeinsamen Spiel begeistern können (die ganzen unrühmlichen Begleitumstände, die die Fifa immer wieder punktgenau liefert, lasse ich hier mal bewusst außen vor).

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Sportlich kann man sich darüber streiten, aber Europa ist eben nicht die Welt. Den Weltmeister kenn man weltweit. Und kulturell natürlich, WM macht doch viel mehr Spaß mit Fans anderer Länder etc. wie @Lukenwolf1970 schon ausgeführt hat.

Wenn ich an meine erste WM (Italia 90) denke, dann nicht nur a Rudi Völler, Ruud Gullit und das Finale, sondern auch a Roger Milla und Carlos Valderrama.

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Das ist eine sehr akademische Frage, die doch schon längst beantwortet ist.
Frage irgendeinen x-beliebigen Fußballspieler ob er lieber Welt- oder Europameister wäre. Die Antworten lägen vielleicht nicht bei 100%, aber sicher bei 99,xx%

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Frage muss vielleicht anders gestellt werden. Nicht: Was ist wertvoller - WM oder EM?

Sondern: Was ist schwieriger zu gewinnen?

EM, Qualitätsdichte ist doch viel höher. Ich sach nur WM 2002. Wir kamen inst Finale über

Paraguay
USA
Süd Korea

Aber wie kamen die besagten Teams in die jeweiligen Runden?
Paraguay wurde in seiner Gruppe Zweiter hinter Spanien und hat dabei Südafrika und Slowenien (also ein europäisches Team) hinter sich gelassen.
Die USA ließen als Gruppenzweiter hinter Südkorea die europäischen Teams Portugal und Polen hinter sich und warfen dann im Achtelfinale Mexiko raus, die wiederum Gruppensieger vor Italien wurden und das Vorrundenaus von Kroatien mitverantworteten.
Zu guter Letzt dann noch Südkorea. Die waren in der Gruppe Erster und haben wie oben erwähnt nicht nur die USA hinter sich gelassen, sondern eben auch Portugal und Polen. Im Achtelfinale warfen sie Italien raus, im Viertelfinale dann Spanien.
Was ich damit sagen will: jedes dieser vermeintlich leichten Teams hat auf seinem Weg mindestens ein europäisches Team hinter sich gelassen. Südkorea sogar 4 davon. Es war und ist eigentlich für europäische Teams immer schwerer gewesen, sich für die WM zu qualifizieren als für die EM (zumindest seit die EM seit 1996 mit 16 Teams gespielt wurde), denn bei der WM waren bislang weniger Europäer im Einsatz als bei einer EM, so dass eigentlich nur die stärksten Teams dabei waren. Wenn man diese Teams allerdings ausschaltet, dann spricht das eher für die damalige Qualität von Paraguay, den USA und Südkoreas, oder?
Noch was: warum ist Deutschland eigentlich noch nie bei einer EM in der Vorrunde ausgeschieden, zuletzt aber bei 2 WMs in Folge?

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Das kam mir jetzt komisch vor beim Lesen, deshalb hab ich mal nachgeschaut (nachschauen lassen :wink: ).

Bei diesen 3 Turnieren hat es die deutsche Mannschaft nicht geschafft, über die Vorrunde hinauszukommen:

  • 1984: Vorrundenaus nach Spielen gegen Portugal, Rumänien und Spanien
  • 2000: Vorrundenaus gegen Rumänien, England und Portugal
  • 2004: Vorrundenaus gegen Niederlande, Lettland und Tschechien
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Siehe @AchWas bzgl. EM - das was Du aber jetzt (gut nachvollziehbar) offensichtlich verdreht in Erinnerung hattest:

VOR 2018 ist man eben gerade bei WMs nie in Vorrunde ausgeschieden…

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Ach kommt, eine WM ist schon cool. Da spielen dann afrikanische, südamerikanische und Teams aus Asien mit. Das hat schon was ganz spezielles. :heart_eyes:

Am besten ist das ganze, wenn die besagte WM dann in einem Fußballland stattfindet. 1990 in Italien, viel besser geht’s doch nicht. Auch 2006 in Deutschland war unglaublich.

Sportlich mag eine EM vielleicht anspruchsvoller sein, aber das Salz in der Suppe, sind doch dann die vielen Mannschaften aus aller Welt. Kunterbunt, so muss es sein!

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Krass, ausgerechnet von Dir! :rofl: :sunglasses: Du kannst doch sonst immer die Tabellensituationen und Saisonverläufe der letzten 30 Jahre minutiös rekonstruieren? Vielleicht hast du die Tiefpunkte der DFB Historie zu Beginn des Jahrtausends aber auch gerne verdrängt - wäre nachvollziehbar!

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@AchWas , @Ibiza und @JOP
Ich könnte jetzt den typischen Lehrer-Spruch bringen: „Ich wollte ja nur testen, ob ihr aufpasst.“ :wink:
Im Ernst: da habe ich mich ziemlich blamiert, wobei ich mich an 2000 und 2004 wirklich noch ziemlich gut an alle 6 Spiele erinnern kann.
Ich denke, dass man aufgrund der deutschen EM- und WM-Historie nur bedingt Aussagen über die Stärke des Teilnehmerfeldes bei beiden Turnieren treffen kann und schon gar keine Aussage über die Qualität des Teilnehmerfeldes treffen sollte.
Die drei EM-Turniere, bei denen man bereits in der Vorrunde ausschied (1984, 2000 und 2004) waren von relativ erfolgreichen WM-Turnieren flankiert.
1982 und 1986 wurde man zweimal Vizeweltmeister.
1998 schied man im Viertelfinale aus, 2002 wurde man Vizeweltmeister und 2006 WM-Dritter.
Dieser Logik nach könnte man klar sagen, dass eine EM wohl anspruchsvoller ist, wenn man bei WM-Turnieren mit ähnlichen Mannschaften ziemlich gut abschneidet, man aber bei einer EM sogar in der Vorrunde scheitern kann.
Andererseits war das Ausscheiden nach der Gruppenphase bei den beiden WM-Turnieren 2018 und 2022 wiederum von ganz ordentlichen EM-Turnieren flankiert.
2016 war man im Halbfinale und da gegen Frankreich nicht wirklich das schlechtere Team, 2020 war nicht berauschend, aber man scheiterte auswärts beim späteren Finalisten England und hatte durchaus Chancen auf den Ausgleich und 2024 war man mindestens ebenbürtig mit dem Sieger Spanien und schied wahrscheinlich nur wegen einer krassen Fehlentscheidung im Viertelfinale aus. Da müsste man dann wiederum sagen, dass das Niveau bei einer WM möglicherweise höher ist, denn schließlich war die Mannschaft bei den EM-Turnieren ziemlich gut dabei, während es bei der WM vor allem daran lag, dass man 2018 und 2022 gegen die nichteuropäischen Teams Mexiko, Südkorea, Japan und Costa Rica nur 3 von 12 möglichen Punkten holte, während man gegen die europäischen Gruppengegner Schweden und Spanien 4 von 6 Punkten holte.
Ich würde allgemein sagen, dass durch die Ausweitung des Teilnehmerfeldes bei der EM und ab 2026 auch bei der WM ein Ausscheiden nach der Vorrunde unwahrscheinlicher wird.
Bei einer Sache bleibe ich allerdings:
wenn man in der KO-Runde einer WM (werden wir hoffentlich bald wieder erleben) gegen ein etwas weniger namhaftes Team von außerhalb Europas spielt, hat das wenig Aussagekraft über das Niveau des Turnieres, weil dieses Team wie oben beschrieben wohl auf dem Weg in die KO-Runde mindestens einen Europäer rausgeworfen hat.

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Wenn das ne Blamage ist, dann dürfte ich mich überhaupt nicht mehr aus der Schäm-Dich-Ecke trauen - passiert mir leider gar nicht selten, daß ich ins Fettnäpfchen trampel…
Im Ernst: Der geneigte Rest im MSR ist erleichtert, daß auch @willythegreat sich mal einen Lapsus leistet (einen im … was… Halbjahr? Jahr? Jahrzehnt?)

Und damit auch allen klar wie Kloßbrühe ist, daß dies ein absoluter Einzelfall bleibt, haust Du sofort ein neues Beispiel Deines enzyklopädischen Gedächtnisses raus. Ich tippe stark auf RainMan-Talente - alles andere überstiege mein Vorstellungsvermögen.

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Und das ist ja auch der einzige Grund für die unnötige Aufblähung der Turniere, es wird sichergestellt, dass mehr große Mannschaften länger im Turnier sind und es mehr Spiele mit namhaften Mannschaften zu vermarkten gibt. Dass wieder einmal nur die Quantität anstelle der Qualität steigt, ist dabei leider nebensächlich.

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Man sollte dabei nicht unerwähnt lasse, dass diese großen Überraschungen durch Südkorea gegen ITA und ESP zumindest unterstützt wurden, durch sehr wohlwollende SR-Leistungen.

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Stimmt. Aber auch favorisierte Teams wie Spanien bzw. Real schaffen ihre Titel manchmal auch nur durch tatkräftige Hilfe der Schiedsrichter.

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Ich glaube in erster Linie geht es darum durch mehr Spiele mehr Geld zu verdienen. Und der FIFA-Präsident wird ja nicht durch die Stimmen der WM-Favoriten gewählt, sondern durch alle Verbände.
Wenn jemand z.B. den afrikanischen/asiatischen Verbänden 3/4 zusätzliche Starterplätze versprechen kann, dann wird er halt auch von diesen gewählt.

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