DFB und Nationalmannschaft (Teil 2)

Das Timing hatte ich auch schon beschrieben.
Schlechte Performance bei der Nations-League, und dann der Urlaub während der U21.
Dort spielen (teilweise) zukünftige Nationalspieler.

Und wie Armaster schreibt: er ist vermutlich so jung wie meine Neffen, und über deren Work-Life-Balance muss ich mich auch immer ärgern - Boomer halt :slight_smile:

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Positiv: der (VFB-)Wert für Woltemade dürfte heute Abend um ca. 50 Mio. gesunken sein.
Und vielleicht werden ja auch einige Bayern-Verantwortliche wieder etwas rationaler. Man hat gesehen dass noch sehr viel fehlt.
Man sollte die gute Rückrunde von ihm nicht zu hoch hängen…

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„In dem Spiel wurde entschieden, dass er nicht gekauft wird“ :upside_down_face:

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Es ist doch gerade die ältere Trainer-Generation, die sich nicht für Jugendmannschaften interessiert. Dass Jugendakademien und Profi-Teams zusammen arbeiten ist generell eher Teil des modernen Fußballs. Nagelsmann selbst wurde sogar nach seiner Verletzung vom Jugendspieler zum Cheftrainer innerhalb relativ kurzer Zeit und dann Jahre lang von den älteren Funktionären kritisiert, dass er zu jung sei. Dem muss man sicherlich nicht die Bedeutung von Jugendfußball erklären. Dass er heute dann doch gekommen ist, zeigt auch, dass es ihm nicht egal ist, wenn da von Außen kritisiert wird.

Das ganze Thema ist eher so ein typisches Sommerloch-Thema. Kaum ein A-Trainer besucht Jugendspiele. Aber bei Nagelsmann ist das dann plötzlich ein Skandal. Bei Löw wurde stattdessen immer darauf rumgehackt, dass er angeblich nur Spiele in Freiburg anschaut.

Man kann generell argumentieren, dass ein A-Trainer öfters zu solchen Turnieren reisen sollte, sich vielleicht auch mal das Training anschauen sollte. Das ist dann aber kein Nagelsmann-Thema, sondern ein DFB-Thema. Dieser müsste es dann zum Teil der Job-Beschreibung machen. Und dann sollte der Bundestrainer sich auch nicht nur wie Tuchel einmal auf die Tribüne setzen und in die Kamera lächeln, sondern wirklich vor Ort dabei sein, sich das Training anschauen, etc.

Das ist dann noch der andere Aspekt: Wer von der U21 ist überhaupt interessant? Welcher 23-Jährige, der noch U21 spielt, wird realistisch gesehen noch eine Weltkarriere vor sich haben?

Unsere Top-Talente wie Musiala, Wirtz, Pavlovic oder Bischof spielen bereits für die A-Mannschaft. Woltemade als Spätstarter wurde zuvor auch schon von Nagelsmann nominiert. Der einzige Spieler, der da noch heraussticht, ist Atubolu, weil Torhüter generell ein Sonderfall sind. Der andere Torwart Urbig war gar nicht erst dabei.

Ich sehe da gar keine große sportliche Relevanz für die A-Mannschaft. Vielleicht wird der ein oder andere später mal irgendwo auf Kaderposition 21 für die A-Mannschaft nominiert. Aber dass sich da noch ein ungeschliffener Diamant versteckt, den Nagelsmann nicht kennt, ist doch sehr unwahrscheinlich.

Dafür hat man ja 2023 ein Länderspielwochenende in den USA verbracht. Das klang damals schon nicht sinnvoll und ich stimme dir zu, dass Nagelsmann da deutlich mehr lernen würde, würde er mal ne Woche beim FC Bayern in Orlando verbringen. Aber auch das ist primär ein DFB-Thema. Nagelsmann war da noch gar nicht im Amt, als das so geplant wurde. Solche Themen sollten nicht von einer einzelnen Person abhängig sein. Der DFB hätte hier aktiv mit Bayern und Dortmund eine Zusammenarbeiten suchen können.

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Ja, okay - welcher - außergewöhnlich talentierte - 23-jährige spielt noch bei der U21? Da hast Du einen Punkt. Ich fände es trotzdem einen wichtigen Termin - nennen wir es halt dann einen Repräsentationstermin - Du wirst mir vermutlich Recht geben, wenn ich behaupte, dass der Posten eines Nationatrainers zwar vor und während eines Turniers extrem stressig, aber mit einem Vereinstrainer nicht vergleichbar ist.

Ist vermutlich eh ein Sommerlochthema.

Hätten wir das Final Four gewonnen - hätte man ihm den Urlaub vermutlich eher gegönnt.

Bezüglich eines Lerneffektes mit den USA: wenn nun der Bundestrainer mit dem FC Bayern und Dortmund „abhängt“, wird ihm das wahrscheinlich wieder als Klüngelei ausgelegt - wie Du’s machst, ist’s falsch :slight_smile: … aber lernen würde er was, vor allem auch wie das Innenleben einer Mannschaft VOR einem Turnier NACH einer Saison - und dann noch in den USA - aussieht.

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Das Thema gab es schon bei Löw und Klinsmann.
Im Grunde beruht das auf unser aller Unwissen, in Bezug auf die Frage: Was macht der Bundestrainer eigentlich zwischen den Spielen?
Und dieses Unwissen können wir eben maximal mit allerlei Spekulationen füllen.
Ehrlicherweise hat sich bisher auch kein Bundestrainer dazu bewogen gefühlt, mal etwas Aufklärung zu leisten.
Einiges kann man sich ja vorstellen. Man sieht ihn ab und zu bei Auslosungen, offiziellen Terminen auch mal in irgendeinem Stadion. Es wird auch Marketingtermine geben, logistische Planungen etc.
Aber man kann sich eben schwer vorstellen, wie damit eine Arbeitswoche, ein Arbeitsjahr gefüllt werden.
Ich würde wirklich gerne mal den Terminkalender eines Bundestrainers sehen. :slightly_smiling_face:

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Das weiß niemand, stimmt, und das wird auch so bleiben.
Ob er Stress hat oder nicht, ein Großteil seiner Aufgaben betrifft auch Bereiche wie Repräsentation. Genau deswegen wäre es ratsam, bei diesen Turnieren zu erscheinen.
Vielleicht wäre die U19 sogar wichtiger, weil dort tatsächlich Talente zu finden und bei doppelter Staatsbürgerschaft zu überzeugen wären.

Als freundschaftlich-kollegiales Verhalten würde ich es auch sehen, wenn er einige Spiele der Frauen-Nationalmannschaft anschauen würde.

Und ja, so einen Terminkalender würde ich auch gerne sehen.

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Insgesamt ist es als großer Erfolg zu werten, dem Titel so nahe gekommen zu sein. Unser Kader ist zwar nicht so stark mit jungen Spitzenkräften besetzt wie der von Spanien, England und Frankreich, aber angesichts der tatsächlichen Leistung hätte sich niemand beschweren können, wenn wir das gesamte Turnier gewonnen hätten.

Jetzt muss JN strategisch denken und für die Zukunft 2026 und darüber hinaus planen. Atubolu, Reitz, Woltemade, Nebel haben großes Potenzial und die Mentalität für große Spiele gezeigt - etwas, was der vorherigen Generation oft vorgeworfen wurde, nicht zu haben. Diese vier sollten ab September in den Kader der DFB-Männer aufgenommen und gezielt integriert werden, mit dem Ziel, in den WM2026-Kader zu kommen. Bitte nicht weiter alternde Spieler ohne Zukunft (Sane, Gnabry, Gross, Gosens, Andrich, Baumann, Ortega) spielen lassen und die Entwicklung der nächsten Generation bremsen.

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Im Grunde gehe ich mit Dir, nicht aber im letzten Jahr vor einer WM. Da müssen die aktuell stärksten Spieler ran. Danach gerne Fokus auf den Nachwuchs.

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Das gleiche Argument kann man praktisch jedes Jahr vorbringen…

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Eigentlich gibt es ja sogar nur zwei Varianten von Jahren. Entweder es ist ein Turnierjahr oder es ist ein Vorbereitungsjahr für das nächste Turnier. Dazu kommen dann ja auch noch verschiedene U-Turniere, die Nations League sowie die Klub WM.

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Wir müssen zu einer 6-8-jährigen DFB-Kaderplanung übergehen. Für die scheinbar bedeutungslosen Spiele zwischen jetzt und Mai 2026 sollten wir einen Kern um die vielversprechendsten 12-13 jungen Spieler aufbauen (die 6-8 Jahre lang dabei sein werden), plus 4-5 Veteranen, von denen einige in diesem Zeitraum ausgemustert werden könnten.

Um den endgültigen WM Kader von 23-26 zu erreichen, wird dann dieser Kern mit den Spielern in Bestform ergänzt, und so weiter für die EM2028. Aber der Kern muss konstant zusammenspielen, nur Veteranen (z.B. Rüdiger) müssen mit der Zeit in der Rente geschickt.

So könnte das heute aussehen:

Veteranen (5): ter Stegen, Rüdiger, Tah, Kimmich, Hawertz

Junger Kern (13) - zum Beispiel: Atebulu, Thiaw, Bisseck, Schlotterbeck, Pavlovic, Stiller, Reitz, Bischoff, Musiala, Wirtz, Beier, Nebel, Adeyemi

Die verbleibenden acht WM-Plätze stehen zur Verfügung. Kann Veteranen einsetzen, wenn sie in einem Jahr in Topform sind (z.B. Henrichs, Mittelstadt, Raum, Anton, Undav, Fullkrug, Brandt) oder noch andere junge Talente (z.B. Braun, Collins, Nmecha, Schade, Gruda), wenn sie starke Leistungen im Verein bringen.

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Das würde ich nur einmal alle vier Jahre sehen. Eine WM ist immer noch der Höhepunkt schlechthin.

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Ist eine WM größer als die EM. Bei der Qualitätsdichte in Europa würde ich das schon leicht anzweifeln.

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Sportlich gesehen ist das allerdings diskutabel, stimmt. Dennoch hat die WM bei 99,99 aller Fans, Spieler und Journalisten den deutlich höheren Stellenwert.

Wie sagte der große Xabi Alonso einst: Nun haben wir (Spanien) 2x die EM und 1x die WM gewonnen. Das ist großartig, aber umgekehrt wäre es noch schöner.

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Das Bild der WM hat für mich mit den letzten beiden Turnieren schon ordentlich gelitten und das nicht nur wegen der deutschen Nichtleistung. Auch die Umstände darum haben eher für Ernüchterung gesorgt. Da waren die letzten EMs für mich schöner und besser zu genießen.

Denkwürdiger Satz.
Und: Kluges Kerlchen.

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Alles richtig. Aber kein Bundestrainer würde da mit gehen und im Jahr vor einer WM auf Verjüngung oder Talente setzen. Da zählt nur der maximale Erfolg.

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Ist die nächste WM schon 48 Teilnehmer?

Ja, die WM 2026 hat erstmals 48 Teilnehmer.

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