Eine ganz schwierige Situation ist das wie ich finde. Da spielen so viele Faktoren mit rein.
Einerseits unsere Abhängigkeit von US Geheimdiensten, unsere technologische Abhängigkeit von den amerikanischen Techs, in Sachen Terrorbekämpfung, die Uneinigkeit der EU, die leeren Staatskassen und noch vieles mehr.
Darum dürfen wir dürfen uns von der Emotion nicht zu strategischen Fehlern hinreißen lassen. Wir brauchen jetzt einen kühlen Kopf statt Panik.
So sehr wir Trumps Methoden verachten: Wir dürfen die Brücken nicht abbrechen – aus purem Eigeninteresse.
Aktuell hängen wir am Tropf der US-Geheimdienste (NSA etc.). Ohne deren Infos wären wir bei der Terrorabwehr in Europa blind. Wir können diese Zusammenarbeit nicht kündigen, ohne unsere eigene Sicherheit massiv zu gefährden.
Dieser Präsident wird nicht ewig regieren. Seine Umfragewerte sind wackelig. Am Ende entscheidet auch in den USA die Wirtschaft. Wenn seine Zölle die Inflation treiben, kann das Pendel zurückschlagen. Es wäre fatal, wenn wir dann verbrannte Erde hinterlassen hätten.
Trotzdem brauchen wir natürlich eine massive Emanzipation.
Dass wir die Tür offen lassen, darf keine Ausrede für weiteres Nichtstun sein. Wir müssen das Dilemma lösen.
Viele nationale Haushalte sind leer, aber die EU als Wirtschaftsraum ist reich.
Wir werden um gemeinsame europäische Lösungen (Defense Bonds) nicht herumkommen. Sicherheit gibt es nicht mehr zur „Friedensdividende“. Das ist eine schwierige politische Nummer.
Technologisch müssen wir uns nicht verstecken. Wir haben Airbus, Rheinmetall, Thales, ASML. Das Problem ist nicht das Können, sondern unsere Effizienz. Wir leisten uns 27 parallele Waffensysteme, wo die USA eines haben. Das frisst unser Geld auf.
Wo wir wirklich aufholen müssen, ist Software/Cloud/KI und die digitale Souveränität. Da sind wir noch Vasallen des Silicon Valley.
Wir brauchen eine Doppelstrategie. Die eine Hand bleibt für eine vernünftige Zusammenarbeit ausgestreckt. Die beleidigte Leberwurst bringt uns hier nicht weiter.
Aber die andere Hand muss endlich anfangen, die Souveränität der EU zu. verbessern (ob wir sie ganz herstellen können, da zweifle ich noch dran).
Wir haben die Ingenieure und wir haben die wirtschaftliche Power. Was uns fehlt, ist die Effizienz durch Einigkeit.
Trump zwingt uns jetzt schmerzhaft dazu, diese Ressourcen endlich zu bündeln. Ist die Frage, ob wir diese Herausfordernung begreifen.
Die EU hätte viel zu bieten. Die hohen Werte der Demokratie und des gegenseitigen Respekts. Die Gleichheit die wir hier wollen, ohne Diskreminierung nach Herkunft, Geschlecht etc. das ist etwas was vielleicht bald nur noch in Europa gibt. Das macht uns interessant. Für Menschen aus aller Welt die diese Ideen teilen, deren Wissen, aber auch für Investoren. Die Chance wäre grundsätzlich da.