Beides sind mbMn wichtige Themen! Meine Partnerin arbeitet bei der Stromnetz Berlin: Da gehts seit Donnerstag rund; von den armen Berlinern ohne Licht und Heizung gar nicht zu sprechen.
Merkwürdig scheint vielen Berlinern, dass die “Vulkangruppe”, die nun schon drei große Anschläge verübt hat, zwar schon seit 2011 “überwacht” wird, bis dato aber keinerlei Festnahmen erfolgt sind. Irgendwo ist da der Wurm drin.
P. S.: Global gesehen ist der Überfall Venezuelas sicherlich bedeutsamer, als ein lokaler Anschlag. Daher kann ich die Prios hier im Forum gut nachvollziehen.
Hier mal eine (mMn nicht ganz unwahrscheinliche) Verschwörungstheorie zu dem Thema.
Wem nützt es?
Den Linken? Dem Staat?
Nein! Die einzigen, die davon profitieren ist die AfD und Putin.
Auch das Bekennerschreiben ist suspekt.
Viele haben es im Netz durch KI analysieren lassen und sind immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, dass es wahrscheinlich vom russischen ins deutsche übersetzt wurde.
Und um die Verschwörungstheorie fortzuspinnen:
Warum gibt es in letzter Zeit keine Anschläge mehr von Immigranten - oder zumindest in der Häufigkeit wie kurz vor der Wahl?
Ich glaube jedenfalls, dass das ganze Bild in den MO von Putin passt.
Die nächste Wahl in Berlin findet übrigens am 20.09.26 zum Abgeordnetenhaus statt.
Es wird also möglicherweise nicht die letzte Aktion in Berlin dieses Jahr gewesen sein.
Wie du richtig schreibst: Eine Verschwörungstheorie. Vielleicht eine Verschwörungstheorie, die Manchen sehr bequem erscheint: Links ist alles in Butter, die alten Feindbilder bleiben gewahrt.
Wie aber passt das damit zusammen, dass die Vulkangruppe seit 2011 überwacht wird? Sie scheint insofern real zu sein. Natürlich kann man jetzt weiter denken: Es handelt sich um eine von Russland gesteuerte Tarnorganisation, deren Auftrag es ist, die politisch Linke zu diskreditieren und die AfD zu stärken.
Für Letzteres gibt es aber keine belegbaren Fakten. Insofern bleibt die Verschwörungstheorie bis auf Weiteres unbelegt. Und wenn Putin wirklich die AfD stärken wollte und diesen Einfluss hätte (durchaus möglich): Würde er dann nicht einfach muslimisch gesteuerte Anschläge inszenieren, um die Rechte zu stärken? Die Linke kann ihm doch herzlich egal sein.
Die Linke ist ihm in sofern nicht egal, da mit BSW die Linke erneut gespalten wurde.
Putin ist politisch rechts und unterstützt weltweit rechte Strukturen.
Linke und Grüne sind das Feindbild der AfD und der Rechten und nachdem die Linken im Begriff sind die Grünen zu überholen und mit Habeck sich ein charismatischer Kopf zurück zieht geht der Fokus nun auf die Linke und insbesondere Reichinnek über.
Zu der Vulkangruppe ist so gut wie nichts bekannt.
Es gibt nur hier und da Bekennerschreiben, die sich angeblich im Stil teilweise anderen ähneln.
Ob es jetzt eine False Flag ist oder nicht werden wir wohl nie herausfinden aber das Ergebnis ist das gleiche:
Die Medien und Politik werden so oder so die Linken unter Generalverdacht stellen und mal wieder die Hufeisentheorie auspacken.
Und es profitiert die AfD - besonders in einer Zeit, in der in Berlin die Linke in letzter Zeit an Popularität gewann.
Das ist für mich das Thema schlechthin. Nicht nur bei der Vulkantruppe sondern grundsätzlich.
Für mich liegt das Kernproblem nicht im Einzelfall, sondern in der fehlenden Handlungsfähigkeit des Staates. Wenn Gefährder über Jahre bekannt und überwacht sind, ohne dass Konsequenzen folgen, läuft strukturell etwas falsch.
Wir erleben organisierte Kriminalität, die unbehelligt Parkhäuser aufbohrt, Tresore leert, Geldautomaten sprengt. Die Mocro-Mafia in NRW, untergetauchte RAF-Täter, faktisch rechtsfreie Silvesternächte – das sind keine Ausnahmen mehr, sondern Symptome.
Kriminalität agiert bundesweit und international, der Staat hingegen oft zersplittert und defensiv. Es bräuchte vielleicht eine Bundespolizei nach dem Vorbild des FBI.
Dazu bräuchte es klare Zuständigkeiten und echten Durchgriff über Ländergrenzen hinweg. Diese Polizei bräuchte operative Befugnisse und politischen Rückhält auch für unbequeme Entscheidungen (Thema Datenschutz). Alles damit so eine Organisation konsequent ihren Job innerhalb der bestehenden Gesetze machen kann.
Den Willen so etwas zu schaffen ist dringend notwendig. Ohne diesen Willen hilft keine neue Behörde.
Die Situation ist kritisch. Ein Staat, der sich nicht mehr traut zu handeln, verliert Glaubwürdigkeit und mit ihr verschwindedet auch das Vertrauen in die Demokratie.
Wenn Regeln nur noch für die gelten, die sich ohnehin daran halten, wird es gefährlich.
Richtig, beide Themen sind hier relevant gerade weil halt ein Politikthread in Deutschland wirft auch die Berlin Geschichte wie jetzt gesehen viele Fragen auf.
Aber bei Venezuela geht’s halt um eher tausend Mal soviel Leute die betroffen.
Hab mich mit dem Thema bisher noch wenig (außer dem hier Gelesenen, dem ich in großen Teilen zustimme) akut beschäftigt und einfach mal ganz simple Frage an KI gestellt, wie sie auch jemand (bisschen Ahnung habe ich über die Jahre natürlich schon aufgebaut zum Thema Venezuela) völlig ohne Ahnung stellen könnte. Was ich spannend fand, weil ja gerade auch das mit KI Fragen zu politischen Themen hier schon so kritisch diskutiert wurde:
PS: Und klar könnte ich stattdessen jetzt auch stundenlang Artikel lesen wie übel alles wirklich ist aber so als Zusammenfassung ist das doch nicht schlecht?
PPS: und das soll natürlich in keinster Weise implizieren dass was Trump getrieben irgendwie OK, nur um das parallel nochmal klarzustellen. Die Frage wäre wohl eher dann wie man das Ganze vernünftig lösen hätte können und ob’s aktuell überhaupt irgendwie von extern gesteuert möglich wäre ohne gegen Völkerrecht zu verstoßen. Aber dass es ohne Maduro (bei Trump aber im Prinzip dasselbe) schlechter weitergeht kann ich mir zumindest kaum vorstellen muss ich zugeben!
Solche Nummern wie mit Maduro haben die Amis früher schon gemacht, und sie werden sie wieder machen. Das ist ein Problem, möglicherweise, aber es ist nicht das Problem.
Das Problem ist, dass sich der geostrategische Ansatz der USA unter dem Orangenen geändert hat. (Nicht dass er selber davon irgendwas kapieren würde. Er handelt oder weist an, instinktiv, grobschlächtig, schlicht und beeinflusst von Ultra-Reichen, -Rechten und Tech-Freaks.)
Wie ich es früher schon oft erwähnte, lösen sich regelbasierte Strukturen unter Trump vollkommen auf. Es gilt das Recht des Stärkeren, die Verargumentierung wird beliebig angepasst und ist letztendlich wurscht.
Daher ist es für Europa unabdingbar, sich geostrategisch so schnell wie möglich so unabhängig wie möglich zu machen von den großen drei Disruptoren USA, China, Russland. Leichter gesagt als getan, und eigentlich wäre so viel so viel Wichtigeres zu tun. Aber die Lage ist nunmal so, wie sie ist. Daher werfe ich momentan auch keinem Politiker vor, dass er sich nicht klar äußert über die Vorgänge. Außenpolitisches Reden ist halt das Feld der Politik und Diplomatie, wo man sich am wenigsten Klartext leisten kann, zumal solange die bestehenden Abhängigkeiten existieren.
Der größte Fehler hingegen wäre, sich klar auf die Seite der Disruptoren zu stellen. Ich habe grade eine Umfrage gehört, wie sich die deutsche Bevölkerung zum Thema stellt, ob Trump überzieht oder nicht. Da sagen 18%: nein, tut er nicht. Und so ein Zufall: ein ganz ähnlicher Wert wählt die AfD. Mich persönlich würde hier eine Überschneidung weniger wundern. Und jeder Unionspolitiker, der glaubt, sich ans Trump’sche Modell ranwanzen zu müssen, wird das am zukünftigen Erfolg der Ultrarechten ablesen können, was es gebracht hat.
und genau hier sollte der dringend notwendige Realismus einsetzen:
erstens wird Europa das nicht tun und zweitens nicht können - der Zug ist abgefahren!
wir werden froh sein können, nicht komplett durchgereicht zu werden - wir haben den drei Großmächten und ihren Vasallen im Zuge der Neuaufteilung der Welt NICHTS entgegen zu setzen!
Hätten wir an sich schon: Die kombinierte Truppenstärke der EU gleicht in etwa der Russlands und liegt über der der USA. Bei der Wirtschaftsleistung liegt die EU himmelweit vor Russland, aber deutlich hinter den USA.
Die EU könnte insofern ein wichtiger geopolitischer Faktor sein, wenn sie mit einer Stimme spräche und einheitlich agierte.
Nachdem die Einigung der EU nie abgeschlossen wurde (Verteidigung, Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Justiz…), hast Du leider recht: Es wird nicht passieren.
deshalb schrieb ich ja von nicht “tun und können” - die Streitigkeiten, Eifersüchteleien, Machtkämpfe etc. innerhalb der EU und die grundsätzlichen Unterschiede sind so tiefgreifend und die mittlerweile von innen heraus zersetzenden Bestrebungen so zahlreich - da kann ich meinen altbekannten Satz nur wiederholen:
danke für die 80er und 90er - zum Glück bin bald 50 und kinderlos…
Geostrategisch hat sich unter ihm verändert, dass Europa nicht mehr die Verteidigung spendiert, das hat aber mit Venezuela nichts zu tun.
Es gibt aber zwei grosse Themen die Trump in Venezuela sieht:
Mit dem venezolanischen Öl hat er einen starken Hebel um den weltweiten Ölpreis beeinflussen zu können. Damit kann er zB Russland wirklich monetäre Probleme verursachen und zwar deutlich härtere als alle bisherigen Sanktionen zusammen. Auch China entreisst er den Zugriff auf diese Reserven und kann weiterhin die Reserven innerhalb der USA schonen. Und da er weiss, dass auch seine Armee gegen Russland und China sehr grosse Probleme hätte, will er natürlich diese Hebel in US Händen halten.
Maduros Clique verursacht eine der schlimmsten Flüchtlingsbewegungen aller Zeiten. Und diese mündet in den USA. Natürlich will Trump etwas dagegen tun und die Befriedung des Heimatlands ist traditionell die wirksamste Massnahmen. Diese Aktion ist auch ein klares Zeichen an die Kartelle in Mexiko und Zentralamerika, daher betont er ja auch den Kampf gegen die Drogen.
Ist die Regulierung von Flüchtlingsströmen, die Sicherstellung einer günstiger Energieversorgung und Stärkung der eigenen Position gegenüber den Grossmächten China und Russland wirklich ein solch ungewöhnliches Verhalten oder ist das nicht bei jeder westlichen Regierung eines der derzeitigen Hauptziele?
Und nochmals: er hat dafür bis dato in Venezuela anderst als seine Vorgänger im Irak o.ä. mit einer feinen Klinge gearbeitet.
wie ich gestern schon sagte, Trump baut sehr viel Scheisse. Aber in Venezuela ist er auf einem sehr guten Wege.
Vielleicht kann Europa heute sogar viel mehr entgegensetzen als das, was man so denkt. Eben nicht im Sinne von militärischer Stärke, eben nicht als Disruptor, sondern als ein positives Beispiel für eine mögliche Versöhnung. Im ersten Weltkrieg standen sich z.b Deutschland und Österreich-Ungarn gegenüber mit Frankreich und Belgien (nur einige Beispiele), im zweiten Weltkrieg das faschistische Deutschland mit Italien nahezu gegen den Rest der Welt (etwas sehr extrem verkürzt dargestellt, ich hoffe ihr verzeiht es).
Und trotzdem ist nach 1945 ein Europa entstanden, welches (trotz aller Probleme, die die EU mit ihren Partikularinteressen der Mitgliedsstaaten mit sich bringt) eine bisher beispiellos lange Phase des Friedens erlebt hat. Im Jahr 2012 (vielleicht schon von einigen vergessen) erhielt die EU den Friedensnobelpreis als Würdigung auch für die Überwindung der sogenannten Erbfeindschaften. Nichts ist perfekt, auch ganz sicher die EU nicht. Aber wir vergessen aus meiner Sicht manchmal, welche historische Bedeutung dieser Staatenbund hatte und auch heute noch hat.
Die Idee der Völkerverbindung wurde (sicher nicht perfekt, aber m.E. schon recht gut) in der EU umgesetzt. Diese Idee weiterzutragen und sie als Kontrapunkt zu setzen gegen die Disruptoren, klar und deutlich einzustehen für Menschenrechte und für das Völkerrecht, nicht zwingend mit militärischer Gewalt: das ist vielleicht eine mögliche Rolle der EU. Man spricht dabei nicht mit einer Stimme, sondern durchaus mit vielen. Das mag dem ein oder anderen durchaus als Schwäche erscheinen - vielleicht ist es aber andererseits eine gewisse Stärke. Nicht eindimensional zu denken, sondern sich gegenseitig zuhörend. Kompromisse schließen (auch wenn es manchmal sehr schwer fällt). Was im gegenseitigen menschlichen Miteinander nicht verkehrt zu sein scheint, ist doch vielleicht auch auf Staatenebene nicht verkehrt?
Müssen wir als EU uns also wirklich um den „Machtstreit“ bemühen, aufrüsten um im „Klub der Großen“ mitspielen zu können? Vielleicht - wie gesagt nur als Gedankenentwurf - ist der genaue Gegenweg der bessere. Der/die ein oder andere mag jetzt hier einwerfen: das ist komplett naiv. Mag durchaus sein. Aber ist die permanente Aufrüstung von Machtblöcken der bessere Weg?
Putin unterstützt prinzipiell jeden der ihm nützt, und das sind extreme/populistische Parteien im linken und rechten Spektrum. Dem gehts nicht um Ideologie, sondern darum seine Gegner (EU, NATO) zu schwächen.
Zumindest sollten wir in Europa in der Lage und Willens sein, Völkermorde (Bosnien), versuchte Massenmorde (Kosovo), Angriffe auf demokratische Staaten (Ukraine) zur Not auch mit Gewalt zu beenden, ohne dabei auf die Hilfe von anderen Nationen angewiesen zu sein.
Das meine ich ja auch nicht. Gemeint ist die völlige Abkehr von ordnungs- und regelbasierten Strukturen, Bündnisfreiheit und so weiter. Unter Trump gilt schlicht das Recht des Stärkeren, und damit befindet er sich in exakt dem gleichen Topf wie Russland oder China, auch wenn die Methoden dafür differieren. Sowohl Xi als auch Putin werden aber nicht so dämlich sein, sich die Steilvorlage Venezuela entgehen zu lassen, sobald sie ihre jetzigen und künftigen Handlungen rechtfertigen.
Insgesamt ist die sicherheitspolitische Ordnung des Erdballs (ohne sie jetzt bewerten zu wollen) seit Trump komplett vor die Hunde gegangen, diesbezüglich leben wir heute in einer neuen Welt. Und der weltgrößte Player ist nun ein systemischer Rivale und nicht mehr wie bisher ein (wenn auch mehr schlecht als rechter) Verbündeter. Dass sich Europa bezüglich Verteidigung auf selbständigere Füße stellt, ist ein Vorgang, der bereits vor Trump begann und an dem prinzipiell wenig auszusetzen ist. Nur kam man bisher in einzelnen Ländern eher nicht auf die Idee, dass es nicht nur nötig sein könnte, sich OHNE die USA zu schützen, sondern womöglich auch VOR ihr - um es mal (nur leicht) polemisch deutlich zu machen.
Okay, wenn du ein Ignorieren bisher selbstverständlicher demokratischer Vorgänge im Inland als feine Klinge bezeichnen willst, oder das, was ich oben gerade beschrieben habe - cool.
Aber zu glauben, die Venezuela-Nummer bezeichnete einen sehr guten Weg, ignoriert schon sehr viele Faktoren, auch in Venezuela selbst. Ich habe größtes Verständnis für den Jubel aller Exil-Venezolaner und sehe natürlich auch die Chance auf eine bessere Entwicklung im Land. Doch das Fehlen jeglicher Post-Strategie seitens der Trumpisten für einen geordneten Übergang im Gleichklang mit dem einzigen Punkt, der für Trump Priorität hat, nämlich dass die neue Führung das tut, was sich Trump und seine Ölfreunde vorstellen - Demokratie, die Bevölkerung generell ist Trump vollkommen wurscht - lässt mich arg zweifeln, ob da viel Gutes entsteht.
Auch dazu noch etwas:
Ganz klar NEIN. Auch sonst stimme ich allen Deinen Ausführungen zu.
Nur ist Europa momentan noch gar kein Machtblock, zumindest agiert er, wie @Mehmet68 korrekt anmerkt, nicht wie einer. Es existieren schlicht zuviel Abhängigkeiten. Ich bin ganz bei Deiner Idee, dass es gerade angesichts dreier hohldrehender Weltmächte (wobei ich Russland nur eingeschränkt so sehen würde) umso wichtiger ist, dass Europa seine Werte, die Du beschrieben hast, als Alleinstellungsmerkmal betont - auch, um so weltweit Verbündete zu finden, die sich eben nicht allein dem vermeintlich Stärkeren, sprich Erpressung und Drohungen beugen wollen, sondern an bestimmte Ideen und eine Lebensweise glauben. (Ich könnte jetzt von soft power sprechen, aber ich finde das alles gar nicht so soft, sondern eigentlich sehr hard.)
Trotzdem müssen wir eine gewisse Grundfähigkeit erwerben, uns verteidigen zu können. Und reden wir nicht drumherum, da geht’s im Falle Deutschland gar nicht mal nur um konventionelle Bewaffnung, sondern auch um die atomare Frage. Deswegen wäre ja eine gemeinsame Linie mit Frankreich so wichtig.
Ehrlich gesagt, ich bin zwar alles andere als ein Optimist, aber ganz so sehe ich es auch nicht. Ich bin auch nicht naiv, aber wie schon erwähnt wurde, stellt Europa in mancherlei Hinsicht einen enormen Machtfaktor dar, Wirtschaftskraft, Bevölkerungsstärke, Lebensstandard und so weiter. Oder hältst Du es für Zufall, dass Flüchtlinge egal von woher so oft nach Europa streben? Es muss weiterhin dafür gekämpft werden, dass wir gemeinsame Werte vertreten und dafür eintreten - oder wie es mal ein Philosoph so schön gesagt hat:
Es geht um einen Optimismus des Willens (damit man handlungsfähig bleibt), selbst bei einem Pessimismus des Intellekts.
Alles richtig. Aber es gilt auch der Satz: viel Feind’, viel Ehr’. Dem FCB übrigens nicht ganz unbekannt. Dass die drei Großmächte das europäische, demokratisch geprägte Gesellschaftsmodell und den regelbasierten Multilateralismus unisono ablehnen (mit der Einschränkung, dass es für die aktuelle US-Regierung gilt), sollte unseren Ehrgeiz anstacheln. Unsere Stärken sind es, die sie wie der Teufel das Weihwasser fürchten.
Das ist Amerika, selbst der Posterboy Kennedy hatte seine (gescheiterte) Invasion in Kuba.
Hast du den Eindruck Putin hätte die Ukraine in Frieden gelassen wenn es im Westen ausschliesslich Vorbilder gäbe?
Aber nach den Desastern in Venezuela und dem Iran werden sie sich zukünftig überlegen nochmals Satellitenstaaten zu fördern bzw andere Länder (Diktatoren) werden sich 2x überlegen ob sie sich unter dem Schutzschirm der beiden austoben.
Trumps Flotte ankert nach wie vor der Küste. Und diese Flotte verursacht deutlich höhere Kosten in Gefechtsbereitschaft in der Karibik als im Hafen von San Diego.
Warte es ab, da wird sich im Januar / Februar noch einiges ändern. Und nach dem Maduro Regime ist jede Änderung ein Schritt in die richtige Richtung.