Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

Ich mag Deine Nerdigkeit, Alex. Bei solchen Aussagen bin ich aber dann auch raus. Da stecken Leute oft viel Liebe und unglaublich viel Arbeit rein, um sich eine eigene Existenz aufzubauen und wenn dann äussere Faktoren wie Energiekosten, Mieten, Konsumkrise und Arbeitskräftemangel (z.B. weil Einwanderer jahrelang keine Arbeitserlaubnis bekommen) sie in die Knie zwingen, zuckst Du mit den Schultern und sagst: ja mei, die sind halt zu TRÄGE um ihren Laden zu schliessen und ihr freiwerdendes Kapital (?) woanders rentierlicher zu investieren. Da könnte ich auch fast zum Folkfriend werden….

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Ja, sorry. Ich meine Trägheit eher im technischen, physikalischen Sinne der Massenträgheit. Ein Gastronom baut seine Gastronomie mit viel Energie und Liebe auf, wie Du sagst. Wenn dann aber aus irgendeinem Grund der Treibstoff aufgebraucht ist und der Motor ausfällt, existiert der Betrieb trotzdem weiter – wie ein Körper, der seine Bewegung gleichförmig fortsetzt, bis eine äußere Kraft auf ihn einwirkt.

Ich meinte den Begriff „Trägheit” nicht in einem abwertenden, pejorativen Sinne von Faulheit oder Antriebslosigkeit oder so etwas. Ich wahrscheinlich Pfadabhängigkeit gesagt, wenn ich daran gedacht hätte. Entschuldige bitte.

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Einfach nur ekelhaft!

JEDER, der auch nur einen Cent auf Recht und Ordnung, auf internationales Recht und klaren Menschenverstand legt solte das verurteilen.

Aber die EU (von der Layen) legt wert auf einen “friedlichen” Regierungswechsel.

Following very closely the situation in Venezuela. We stand by the people of Venezuela and support a peaceful and democratic transition. Any solution must respect international law and the UN Charter.

(Von der Layen auf X)

Und Chuck Schumers Statement auf X:

Dem kümmert bloß, dass es nicht mit dem Kongress abgesprochen war.

Und natürlich Merz:

Lächerlich der ganze Haufen!

Die USA ist keine Demokratie sondern eine Oligarchie - schon vor Trump.

Mit Trump ein authoritäres, kriminelles Regime kurz vor einer Diktatur.

Die EU ist ein reiner Verband aus Wirtschaftsinteressen und kein Friedensprojekt.

Von der Layen - auch bekannt als SMS-Löscherin der ersten Stunde ist der korrupte Kopf dieser Organisation und bezeichnent dafür ist ihr fehlendes Rückgrat.

Und Deutschland stellt mit Merz den inkompetentesten und offen lobbyhörigsten und rückgratlosesten Kanzler aller Zeiten.

Es ist offiziell: das kriminelle US-Regime kann machen was es will! Es gibt keine Konsequenzen.

Außer natürlich China versteht das als Einladung Taiwan einzunehmen.

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https://x.com/MichaelBonvalot/status/2007515890498318705

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Nächster Gang scheint Kuba zu werden, wenn man Rubio zuhört…

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Mit den Worten meines Kanzlers:

„Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit.“

Ja, Merz. Das ist für so nen sauerländischen Highscore-IQ auch ne Hardcore-Denkaufgabe:

Der autokratische Despot des einen Landes greift ohne jede demokratische Legitimation die Hauptstadt eines anderen Landes an und entführt dessen Präsidenten samt Familie. Der letzte autokratische Despot, der das machte, heißt Vladimir Putin. Der einzige völkerrechtliche Unterschied, den ich sehe, ist: Putin hat sich nicht getraut, Selenskij zu entführen.

Aber schön, Merz, dass Du Dir Zeit nimmst, um Dir klar darüber zu werden, ob Geiselnahme und Entführung kriminelle Handlungen sind - et is inzwischen eh völlig egal, welche Stellungnahme aus Berlin zu den Weltläufen kommt. Der Orange Utan lächelt nur müde über Europa und Deutschland.

Kein Wunder bei den geharnischten Worten von Fritzchen Merz Richtung Washington:

„Man muss aufhören, mit erhobenem Zeigefinger und gerümpfter Nase über Trump zu sprechen. Man muss mit ihm und nicht über ihn reden.“ (Nach seinem Antrittsbesuch in Washington im Mai)

„Ihr braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein, und wenn Ihr mit Europa nix anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu Eurem Partner“ (Nach der Veröffentlichung der neuen Sicherheitsstrategie der US-Regierung im Dezember)

Bundeskanzler Merz räumt ein, dass der Deal nicht zufriedenstellend ist. Trotzdem sei er »das Beste, was zu erreichen war.« (Nachdem Trump im August der EU und von der Leyen 15 % auf alles - außer StahlAlu für 50 % - aufgezwungen hatte.)

JA, Fritzchen, datt stimp: Wenn man erpresst wird und dann zahlt, ist das „kein zufriedenstellender Deal“. Sei froh, dass Deutschland nicht über Ölvorkommen in venezolanischen Größenordnungen verfügt - sonst solltest Du Deinen Personenschutz erhöhen. Regierungschefs werden in letzter Zeit wieder häufiger gekidnappt und entführt.

PS:

So, Fritze Merz, sollte ein deutscher Kanzler reagieren, wenn Erpressung, Entführung und Geiselnahme zum Mittel politischer Auseinandersetzung werden:

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Du hast mit Deinen Punkten vollkommen recht. Aus meiner Sicht könnte man das System der USA auch Plutokratie nennen, nachdem Politik, Wirtschaft und Militär von wenigen einflussreichen Familien und Interessengruppen gestaltet werden.

Trumps aktuelle Politik ist ein ganzes Stück rücksichtsloser und undiplomatischer als die Politik seiner Vorgänger, aber im Kern ging es den USA schon immer nur um ihr eigenen Interessen. Diese wurden zu Zeiten des Kalten Krieges unter dem Deckmantel “Kampf gegen den Kommunismus” und später als “Krieg gegen den Terror” in den gemeinsamen Bündnissen wie UNO und NATO von den Alliierten durchgewunken, aber kontrovers diskutiert.

Unser Bild der USA als freundlicher Verbündeter entstammt im Wesentlichen den Zeiten des Wiederaufbaus nach WK2 mit Care-Paketen, lachenden GIs etc. Aus Freude und Dankbarkeit und mit kräftiger Unterstützung von Film-, Musik- und Werbeindustrie, die den american way of life mit Traumstränden, glitzernden Skylines, Baseballcaps, Jeans und Cola glorifiziert hatten, war unser Bild der USA immer positiver geworden, bis hin zum Irrglauben, die beiden Länder wären “befreundet”. Das war nie der Fall.

Ich war früher selbst ein großer Freund der US. Nach vielen Reisen und einem mehrjährigen Aufenthalt dort hatte sich mein USA-Bild aber in den 00ern stark verändert: Sehr viele Menschen - auch Akademiker - besitzen nicht das, was wir “Bildung” im kulturellen, historischen oder gar ethischen Sinn nennen würden. Zitate wie “let’s nuke East Asia” waren nach 9/11 keine Ausnahme, auch nicht bei Führungskräften in höheren Positionen.

Die Amis haben schon unter Obama, vielleicht schon vorher, erkannt, dass die Musik nicht mehr in Europa sondern im Pazifik spielt. Daher wurden die bestehenden Bündnisse immer weiter ausgehöhlt, bis hin zu den unilateralen Alleingängen, die wir momentan erleben müssen.

Insofern ist Trumps aktueller Kurs zwar verachtenswert, aber nichts ganz Neues. Ich fürchte, dass mit Trump, Putin und Xi Jinping ein neuer globaler Imperialismus im Entstehen ist - mit unabsehbaren Folgen für die Welt. Dein Hinweis auf Taiwan, @Cosray8d , ist absolut gerechtfertigt.

Zu Merz: Der weiß schon, warum er die Klappe hält. Jede harte Verurteilung der USA würde Trump offen als weiteres Indiz für das kaputte Europa positionieren und sich einen … kümmern. Da wedelt der Schwanz ganz kräftig mit dem Hund - schön ist das nicht, aber nachvollziehbar. Nennt sich “Realpolitik”.

Für alle, die die Kriegsfreude der USA interessiert, gibts hier eine Doku auf arte - wo sonst:

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Ich stimme sehr vielem zu, @mehmet68 - und danke für den Link auf die Arte-Doku, zum einen leider sehr beeindruckend gemacht wie gleichzeitig auch leider sehr ernüchternd.

Die neue „Qualität“ für die USA unter Trump ist für mich die absolute Skrupellosigkeit, die rechtsstaatlichen Prinzipien der USA selbst dabei zu untergraben. Eine Zustimmung des Kongresses braucht die Trump-Administration offensichtlich nicht mehr, die Nationalgarde wird in demokratisch regierte Städte wie Los Angeles entsendet. Das Völkerrecht (Völkerbund, UN-Charta, Menschenrechte), eigentlich ja eine Mitschöpfung der USA, wird zunehmend durch diese Administration ausgehebelt (natürlich auch nicht zum ersten Mal). Die Frage, wie ernst man die USA noch als die Verteidiger westlicher (respektive demokratischer) Werte sehen kann, stellt sich selten so deutlich wie heute, denke ich.

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Maduro und seine sozialistische Clique hat sämtliche westlichen Werte mit Füssen getreten. Man kann Trump verdammt viel vorwerfen aber bei einem Regimechange in Venezuela kann es nur besser werden. Da heiligt der Zweck die Mittel.

Die Venezolaner im Ausland sind ausser sich vor Freude, auch im Land herrscht Hoffnung auch wenn sich die Leute immer noch nicht auf die Strasse trauen. Wer sich vom deutschen Computer aus wünscht, dass dieses Regime weiterhin regiert ist wirklich hoffnungslos ideologisch hirnverbrannt.

Habe ich irgendwo davon geschrieben, dass ich wünschte, dass Maduro weiter regieren sollte? Ich denke nein. Trotzdem sehe ich das Vorgehen der Trumpadministration kritisch. Wenn jeder Staat über die potentielle Macht der US-Streitkräfte verfügen würde, dann läge die Welt schnell in Schutt und Asche mit dem Argument " der Zweck heiligt die Mittel"…

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Dann sind wir und hier zu 100% einig

Und auch hier sind wir uns einig

Tun sie aber nicht. Und auch wenn Trump Venezuela in Ruhe gelassen hätte, würde Russland nicht von der Ukraine ablassen und China würde Taiwan nicht verschonen wenn sie es holen wollen.

Wen hat er denn als neue Regierungschefin auserkoren?

Zitat: „eine der loyalsten Figuren“

Wo ist die Friedensnobelpreisträgerin Machado, die sich Trump quasi vor die Füße geworfen hat?

Es geht Trump Null um Venezuela, Drogen oder irgendwas. Es geht um Öl, Geld und Macht.

Wer bestimmt denn beim nächsten Mal, wer den Sturz verdient hat? Kuba wurde schon genannt.

Nun hat die Frau von Berater Miller folgendes getwittert:

Es geht nicht um Maduro, ob er den Sturz verdient hat. Spoiler: hat er.

Es geht darum, was die Konsequenzen sind.

Next Stop? Kuba? Grönland? Oder…Taiwan durch China?

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Wenn wir mal ehrlich sind: das gastronomische Angebot ist riesig. Viel, viel größer als zu meiner Jugendzeit in den 90er. Also so schlecht kann es der Gastronomie nicht gehen.

Wir haben es hier ganz klar mit einem Überangebot zu tun. Die Konkurrenz ist hart, die Bezahlung mies, die Bedingungen sind nicht gut. Kein Wunder, dass dort immer weniger arbeiten wollen.

Dieser Branche durch Steuererleichterungen zu helfen, ist falsch. Damit wird der Status nur verfestigt und eine Verbesserung wird damit verhindert.

Hätte er Machado während dem Einsatz der Spezialtruppen auf den Präsidententhron setzen sollen? Dann würde sie jetzt wahrscheinlich an einer Laterne vor dem Präsidentenpalast baumeln…weiterhin hat Machado selbst verzichtet und schlägt Gonzales vor.

Trumps Streitmacht ankert nach wie vor der Küste und er hält sich eine weitere Eskalation vor. Vermute Rodriguez wird nun relativ schnell Neuwahlen ausrufen. Von daher bin ich optimistisch, dass es auch ohne zusätzliches Blutvergiesen zum Regimechange kommen wird. Nochmals werden die Sozialisten wahrscheinlich nicht mit 51% gewinnen (Beschwerden können bei einem Foltergefängnis ihrer Wahl eingegeben werden)

40tausend Menschen in Berlin bis Donnerstag ohne Strom… Wieso ist ein Diktator und Drogenbaron so ein großes Thema??

Da war doch mal was … Ein veritables Desaster (genau wie diese bekloppte Autokorrektur :sweat_smile:).

Invasion in der Schweinebucht Google Search

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Ja, warum nur, wo doch hier die gleiche Sorte Linksextremisten uns das Leben schwer macht, an der sich der amerikanische Präsident bisher vergeblich abarbeitet?

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Der Orang Utan redet ja viel von Drogen…

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