Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

Darüber können wir nun philosophieren, ohne dass dabei etwas Nützliches herauskommt.

Da das Thema Dich beschäftigt, mache ich Dir einen Vorschlag: schau Dir die Doku an und berichte von Deinen Eindrücken. Davon haben dann im besten Fall alle etwas.

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Passend zum KI-Thema ein aktueller Podcast in dem Björn Ommer zu Gast ist. Einer der „Miterfinder“ von Stable Diffusion

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Guter Rat. Sollten alle beherzigen bevor sie hier lospoltern.

Andere liefern aber auch differenzierte Einschätzungen oder Links zu interessanten Inhalten.

Du hingegen „ernährst“ Dich vorzugsweise von den Abfallprodukten der anderen: Stimmungen, Gepolter etc. Da suchst Du nach dem Haar in der Suppe und hältst es stolz gegens Licht.

Jetzt habe ich Dir eine konkrete Anregung gegeben, wie Du mal einen Schritt heraus aus dieser parasitenartigen Angewohnheit machen kannst. Und als erstes fällt Dir dazu ein, mit dem Finger auf die anderen zu zeigen: die sollten erstmal …

Falls Du es vergessen hast: Du agierst hier im Duldungsstatus. Dieser erlaubt es nicht, regulären Nutzern mit dem erhobenen Zeigefinger zu kommen. Stattdessen solltest Du es honorieren, wenn man Dir konstruktive Vorschläge macht, und Dich klaglos ans Werk machen, so dass Dein Auftritt hier womöglich einmal die Community bereichert statt sie gewohnheitsmäßig zu nerven.

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Vielen Dank für den Tipp - für mich wirklich ein sehr interessanter und hörenswerter Podcast!

Ich weiß nicht, wo ich es reinposte. Wenn ich auf deutsch google, dann bekomme ich dazu keinen Treffer.
Der Guardian hat aber einen Bericht zu Ernst Tanner (kommt aus Traunstein, war erst bei 60, dann bei Hoffenheim und RB Salzburg tätig und jetzt in Philadelphia) und rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben „Verfehlungen“

Hier mal die Links:
https://www.theguardian.com/football/2025/nov/18/philadelphia-union-ernst-tanner-mls-investigation

https://www.theguardian.com/football/2025/nov/18/ernst-tanner-major-league-soccer

Die Deutsche Presse hat dazu (noch) nichts!

Ich möchte zum Thema Social Media noch etwas beitragen:
Über Vor- und Nachteile wurde bereits sehr konstruktiv diskutiert. Ein Aspekt wurde bislang noch nicht angesprochen und das ist der Umgang mit Straftaten bzw. die Umsetzung der Gesetze, die es ja zumindest in Deutschland dazu gäbe.
Ich nenne mal ein Beispiel:
wie kann es sein, dass eine 3. Klasse einer Grundschule bereits über eine eigene Klassengruppe bei WhatsApp verfügt? Es gäbe hier eigentlich ein Mindestalter von 12 Jahren für die Anmeldung bei WhatsApp und auch genügend Sicherungsmechanismen für Eltern, wenn Kinder ein Handy besitzen. Es gäbe generell auch die Möglichkeit, sich als Eltern mit dem Medienkonsum der Kinder auseinanderzusetzen bzw. Grenzen zu setzen.
Es ist eigentlich unvorstellbar, was man als Lehrer hier immer wieder erlebt.
„Nein, ich kann meinem Kind die Handy-Zeit nicht kürzen, weil sonst mag es mich ja nicht mehr.“
„Ich denke, mein Kind (11 Jahre alt) kann schon selbst entscheiden, wann es zu viel am Handy sitzt“
„Natürlich darf mein Kind auch in der Nacht das Handy eingeschaltet im Zimmer haben, denn sonst könnte es ja etwas verpassen“ (Antwort auf die Frage meinerseits, warum ein Kind innerhalb einer Woche drei Mal bei verschiedenen Lehrern im Unterricht eingeschlafen ist)
Genial auch folgender Fall:
Einem Schüler (5. Klasse) wurde sein Handy von der Polizei beschlagnahmt. Er hat seine Klassengruppe mit widerlichsten Bildern und Videos zugemüllt, bis es einem Elternteil zu dumm wurde und die Polizei eingeschaltet wurde. Am nächsten Tag hatte das Kind ein neues Handy von seiner Mutter bekommen. Das bizarre an der Situation. Eine Woche vor dem Vorfall gab es in der Schule einen Präventionskurs zum Thema „Gefahren der Handynutzung“ bei dem die Polizei die Schüler 90 Minuten darüber informierte, was erlaubt ist und was nicht.
Und da stelle ich mir die Frage, wie Kinder solcher Eltern jemals so etwas wie einen vernünftigen Umgang mit sozialen Medien lernen sollen.
Von daher sehe ich zwar die Chancen und Vorzüge der Technologie aber ich stimme @Tobizzel explizit zu und würde so weit gehen, dass wir gerade dabei sind, uns als Gesellschaft unser eigenes Grab zu schaufeln, wenn wir es nicht endlich hinbekommen, die Kinder besser vor den Gefahren zu schützen.
Gerade der Suchtfaktor von kleinen Videos bei TikTok oder anspruchslosen Spielen am Handy ist enorm. Das Belohnungszentrum im Gehirn reagiert dankbar darauf und vermittelt den Kindern ein Gefühl von Glück, dass sich Kinder in Vor-Smartphone Zeiten noch härter erarbeiten mussten, z.B. im Spiel mit Freunden oder zumindest durch komplexere Computerspiele.
Macht mal eine Feldstudie und geht in einen Kinder- oder Jugendfilm ins Kino und schaut euch die 12-13jährigen Teenager im Kino an. Die zahlen Eintritt für einen Film und bekommen gefühlt nur die Hälfte mit, weil sie während des Films nur auf ihr Smartphone schauen.

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https://www.philadelphiaunion.com/news/official-club-statement-11-19-25

Tanner wurde vorerst beurlaubt…

Ich rege ein weiteres Experiment an: Ermittelt mal beim nächsten Schlendern durchs Städtchen, wieviele Menschen euch begegnen, die entweder
a) ein Handy in der Hand haben oder
b) Stöpsel im Ohr tragen.
Setzt diese mal ins Verhältnis zu jenen, die eine solche Verhaltensweise nicht zeigen. Ich will nichts vorwegnehmen, aber bei meinen eigenen Feldversuchen auf den Straßen Gießens gehörte immer eine Mehrheit, zum Teil eine sehr deutliche, zu ersterer Gruppe.
Okay, bei mir in der Nähe liegen Uni-Gebäude - aber auch die Uni-Klinik…

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@willythegreat und @zaungast: ich stimme euch vollumfänglich zu. Ich bin selbst ja auch Lehrer und beobachte den Handykonsum der Jugendlichen sowie den der zugehörigen Eltern regelmäßig. An unserer Schule gibt es z. B. ein Handyverbot während der Schulzeit (in NRW ist es den Schulen überlassen, wie sie den Handyumgang regeln), trotzdem landen jeden Tag 5 oder mehr eingesammelte Handys in der Sammelbox im Sekretariat (weil jemand mal kurz im Unterricht zockt oder Nachrichten auf social media checken oder verbreiten „muss“, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein), die dann jeweils nach Unterrichtsende abgeholt werden können. Nach Schulschluss werden dann schnellstmöglich und weitestgehend vollumfänglich die Handys gezückt, um sich wieder auf den neuesten Stand bringen zu lassen (schon ab Klasse 5 bei uns). Selbst mitten in wirklich wichtigen Elterngesprächen passiert es mittlerweile nicht selten, dass zwischendurch das Handy der Eltern auf sich aufmerksam macht, weil sie es einfach nicht stummschalten. Das würde ich schon in nicht wenigen Fällen als ein gewisses Suchtverhalten bezeichnen.

Wenn ich z. B. mit dem Auto auf dem Weg zur Schule bin, begegnen mir zahllose Handynutzer: sie sitzen neben mir im anderen Auto an der Ampel, es sind Gruppen von Teenagern, die an der Bushaltestelle teils gar im Kreis zusammenstehen und auf das Display starren statt miteinander zu kommunizieren, Spaziergänger mit Blick aufs Handy und Knopf im Ohr, etc.

Ich persönlich sehe diese teilweise Abkopplung von der umgebenden Realität durch Handynutzung wirklich sehr kritisch, insbesondere für ganz junge Menschen (aber sicherlich nicht nur diese). Aber die Eltern leben es (teils, sicher nicht alle) auch nicht besser vor. Nennt mich sehr gerne oldschool, weil ich im Alltag weitestgehend ohne Handy unterwegs bin - aber die offensichtliche Abhängigkeit von dieser kleinen „Zaubermaschine“ hat für mich zumindest fast schon etwas von Orwells Big Brother-Dystopie. In 1984 war es der Telescreen, der in der Wohnung und in der Öffentlichkeit installiert war - wir tragen ihn heute nur in der Hosentasche mit uns herum.

Ich bin dabei absolut nicht technikfeindlich, im Gegenteil. Aber die Auswirkungen der Technik (in diesem Fall das Handy) auf die heutige Gesellschaft (politisch und gesellschaftlich gesehen) scheinen mir zumindest massiv zu sein.

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Der Stöpsel im Ohr muss jetzt nicht unbedingt etwas mit Smartphone-Autismus/Social Media zu tun haben.
Kann auch bloßes Musikhören sein - und das gab es in den 80ern schon (Cassetten-Walkman).
Und wer Musik leise für sich hört, kann seine Umgebung visuell durchaus aufmerksam verfolgen.

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Im Gegenschnitt zu lesen: massivste, von heiliger Empörung befeuerte Vorwürfe aus diametral entgegengesetzten Richtungen gegen die deutsche (Medien-)Öffentlichkeit.

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es ist der erwartbare Wahnsinn - Trump geht für sich selbst über Leichen!

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Ischinger kritisiert die mangelnde Einigkeit und Strategie der EU und kann der Weitergabe russischer Gelder einiges abgewinnen, zumindest als Druckmittel.

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Das ist der 28-Punkte-Plan der USA (bzw. von Trump) für die Ukraine:

Möge sich jede/r selbst eine Meinung dazu bilden. Für mich selbst ist es ein „Diktatfrieden“ in Reinform (die Ukraine war ja an diesem Plan nicht mal beteiligt). Kein Wort über den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg seitens Russlands, stattdessen die Wiederaufnahme Russlands in G7/G8. Und wenn die Ukraine nicht zustimmt, drohen die USA mit Entzug der militärischen Unterstützung - welche echten Optionen hat denn die Ukraine hier wirklich noch? Das nennt sich dann wohl „Realpolitik“… Putin lacht sich ins Fäustchen, und die Europäer schauen recht hilflos zu - das wäre mein Fazit.

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Die wollen sich nicht mit Trump anlegen, der sie unmissverständlich außen vor lässt. Ein Trauerspiel: Trump „verhandelt“ mit Putin zu Lasten der Ukraine und setzt Selenskyj enge Fristen. Das ist exakt und einschränkungslos ein Diktatfrieden - wenn es so Realität wird. Und natürlich ist ganz Europa davon betroffen.

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Ja, formal ähnelt der 28-punktige Friedensplan einem Diktatfrieden, sofern er wie vorgelegt umgesetzt wird, @Lukenwolf1970, da stimme ich Dir zu. Auch das internationale Echo ist kritisch bis verheerend.

Aber ich bewerte es anders, positiver, und zwar aus zwei Gründen:

  1. Was formal ein Diktatfrieden ist, kann inhaltlich trotzdem gut sein. Inhaltlich sind unter den 28 Punkten einige für die Ukraine nur schwer verdauliche Dinge dabei, insbesondere der faktisch endgültige Verlust von Territorium im Süden und im Osten des Landes. Aber unter den 28 Punkten befindet sich auch viel Gutes:
  • Die „transatlantische Gemeinschaft“ gibt der Ukraine Artikel-5-ähnliche Sicherheitsgarantien gegen einen erneuten Angriff Russlands.
  • Die Ukraine darf der EU beitreten; sie soll das auch schnellstmöglich.
  • Die Ukraine erhält 100 Milliarden Dollar des eingefrorenen russischen Vermögens und nochmal 100 Milliarden Dollar von der EU für den Wiederaufbau.
  • Die Amerikaner investieren in der Ukraine und erstellen damit eine „weiche“ Abschreckung gegen russische Angriffe.
  1. Was ist die Alternative? Ist der „Friedensplan” ideal? Natürlich nicht. Aber vielleicht ist er unter den gegebenen Bedingungen die beste aller schlechten Alternativen. Es ist der westlichen Wertegemeinschaft fast vier Jahre lang nicht gelungen, die Ukraine militärisch und finanziell so auszustatten, dass sie die Russen von ihrem Territorium vertreiben kann. Aufgrund der latenten, aber realen Gefahr der nuklearen Vernichtung der Welt ist das nachvollziehbar. Ich halte dieses Nichtgelingen nicht für ein Versäumnis aus Unfähigkeit oder Unentschlossenheit, sondern für eine bewusste Vorsicht. Es ist hart, es offen auszusprechen, aber die Verteidigung der souveränen Existenz der Ukraine ist es nicht wert, darüber die Zukunft der Menschheit zu riskieren. Dass viele westliche Staats- und Regierungschefs dies so sehen, ist der für mich naheliegendste Grund dafür, warum die Ukraine nicht schon längst viel stärker mit militärischem Material und möglicherweise sogar Soldaten unterstützt wurde, als es bislang der Fall gewesen ist.

    Vor diesem Hintergrund halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Unterstützung der Ukraine durch den Westen, sollte der Krieg weitergehen, auch in den nächsten Jahren genauso ausfallen würde wie bisher: rhetorisch unverbrüchlich und robust, aber faktisch gerade so viel, dass es für die Ukraine zum Sterben zu viel, zum Leben aber zu wenig ist. Man möchte auf den westlichen Regierungsfluren keinen Atomkrieg riskieren.

    Nur, wenn das wirklich die Alternative ist, ist dann die Beendigung des Krieges zum heutigen Zeitpunkt und unter den heutigen Realitäten wirklich schlechter als seine Fortführung? Natürlich kann man nicht wissen, ob die russische Wirtschaft in einem halben Jahr kollabiert und Putin aufgrund realer materieller Probleme seiner Bevölkerung im Inland zu einem Settlement in der Ukraine gezwungen ist, das besser wäre als dieser 28-Punkte-Plan. Aber man kann auch nicht wissen, wie weit die politische, soziale und militärische Widerstandskraft der Ukraine noch strapaziert werden kann, wie lange die Ukraine noch kämpfen kann und will. Was man aber wissen kann, ist dass jede Woche Tausende Soldaten auf beiden Seiten sterben, hunderte ukrainische Zivilisten von russischen Drohnenschwärmen getötet werden, ständig ukrainische Städte und Infrastruktur im ganzen Land zerbombt werden, permanent ukrainische Menschen entführt und entrechtet werden.

Vor diesem Hintergrund möchte ich die Frage stellen, ob dieser Friedensplan wirklich eine schlechtere Alternative zum Status quo ist. Letzterer bedeutet potenziell eine sehr lange Fortsetzung des Krieges bis zur politischen, materiellen und/oder personellen Erschöpfung einer der beiden Seiten, wahrscheinlich der Ukraine. Eine Fortsetzung, bei der jeden Tag Menschen und Infrastruktur in großem Maße verheert und zerstört werden. Ich bin jedenfalls weit weniger kritisch als das Echo, das ich in den Zeitungen lese, und zwar aus genau den beiden genannten Gründen: Ich finde den Plan nicht so schlecht wie viele andere und die Alternative schlechter als anscheinend viele andere.

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Danke für die ausführliche Antwort, @Alex, sie hat für mich durchaus viele bedenkenswerte und gute Aspekte. Ich picke mir nur mal das obige Zitat heraus, welches für mich die Kernfrage ist.

Besser als einen weitergeführten Krieg erachte auch ich diesen 28-Punkte-Plan: er (der Krieg) trägt im Moment nur zu Toten und Vernichtung bei und wird (bei eventueller Fortsetzung) vermutlich kurz- bis mittelfristig wenig nichts am Status Quo ändern, sondern nur Menschenleben kosten (und viel Geld).

Trotzdem sehe ich den Plan kritisch: es fehlt z. B. in diesem 28-Punkte-Plan vollständig die deutliche Benennung von Russland als Aggressor. Dass Russland mit dieser Aggression (nach diesem Plan) ungeschoren davonkommt und die gewaltsam und völkerrechtswidrig eroberten Gebiete behält sowie der Ukraine das Recht auf einen Natobeitritt verwehrt wird, ist die Maximalforderung seitens Russland heute. Russland wird wieder in die internationale Gemeinschaft aufgenommen, ohne dass es irgendeine Konsequenz gibt für diese Aggression. Die unverhohlene Drohung der USA an die Ukraine (falls sie nicht zustimmt, die militärische Unterstützung zu entziehen), lässt das alles nicht wie einen Friedensplan aussehen, sondern ist schlicht Erpressung. Die Argumente und Interessen der Ukraine werden kaum bis gar nicht berücksichtigt.

Vermutlich ist der Plan halt genau das: „Realpolitik“. Und auch ich begrüße einen Frieden in der Ukraine sehr. Dass die Ukraine (und auch die Europäer) bei diesem Plan mehr als gewaltige „Bauchschmerzen“ haben würde(n), könnte ich sehr gut verstehen.

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Wirtschaftlich wäre es krass.
Es wäre sehr schwierig sich davon zu erholen.

Der 28-Punkte-Friedensplan würde der Ukraine politisch Frieden bringen, sie wirtschaftlich aber deutlich schwächen. Große Teile der Industrie, wichtige Rohstoffe, ein Fünftel der Agrarproduktion und kritische Infrastruktur würden verloren gehen oder unter fremder Kontrolle stehen.

Man verlöre Rohstoffreserven im Wert von über $12 Billionen US-Dollar!

20 % der ukrainischen Getreide- und Ölsaatenproduktion.

Insgesamt würde nach Plan etwa ein Fünftel der landwirtschaftlichen Kapazität und wichtige Bewässerungsgebiete verloren bleiben.

Kernkraftwerk Saporischschja erzeugte rund 20 % der ukrainischen Stromproduktion.
In den abgetretenen Gebieten liegen hunderte Kilometer Eisenbahnstrecken, wichtige Straßen und logistische Knoten. Beispielsweise verlief die strategische Eisenbahnlinie Melitopol–Cherson–Mykolajiw durch diese Region – künftig wäre Melitopol (Saporischschja Oblast) russisch, so dass ein durchgehender Verkehr nicht möglich ist. Auch Pipelines (wie lokale Öl- und Gaspipelines) und Stromleitungen, die durch den Donbas oder Süden führen, könnten neu verlegt oder verloren gehen

Der Verlust wäre schon immens.

Dass ohne substanzielle Hilfe aus der EU ein Wiederaufbau gar nicht möglich ist versteht sich eigentlich von selbst.

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So wird es leider sein. Gefühlt kann Russland diesen Krieg noch Jahre weiterführen (obwohl ja sämtliche Experten der Meinung waren das dem nicht so ist)…

Man muss halt abwägen ob die Interessen die die Ukraine hat mehr wert sind als weitere zahllose menschliche Opfer

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