Ja, sicher. Aber in dem Fall könnte man doch von Herzen zustimmen, ohne deshalb „auf der falschen Seite zu stehen“.
Lieber @Gratschifter, bei all meiner Wertschätzung für Dich gestatte mir bitte die Bemerkung: Dein Sinn für Ironie ist ausbaufähig. Aber jetzt soll wirklich Schluss mit lustig sein.
Ich tippe auf: „Migration stoppen!“ Das ist, sollte es zutreffen, hoffentlich weniger fies als die Autobahnen. ![]()
EDIT: Dss Stilmittel der Ironie halte ich bei solchen bewusst unkonkret formulierten exkulpierenden Aussagen wie in dem fraglichen Kommentar für angemessen.
Höchstverehrter @jep, mir sei bitte die Frage gestattet: Meinst Du ernsthaft, nur ernsthafte Äußerungen wären zündelfähig? Und Ironie schütze vor jedweder Verantwortung für den weiteren Gesprächsverlauf?
EDIT:
Das isses immer.
Vor allem wenn Feine Sahne Fischfilet zitiert wird.
Gratismut der Satire: Willkommen im Club
!
Starke Worte! Im Unterschied zu Dir verfolge ich die Debatten hier nicht seit Monaten, sondern seit Jahren. Der Kollege hat hier seine Positionen in hinreichender Deutlichkeit häufig genug vorgetragen und ist noch nie in die Nazi-Ecke gestellt worden. Allerdings wurde mit Sicherheit gelegentlich eine inhaltliche Nähe zur AfD diagnostiziert. Das ist etwas, was einige nicht mögen, zu denen gehört er wohl auch. Wie soll man sich dazu stellen? Meiner Meinung nach sollte man es nicht zwanghaft skandalisieren, es aber schon benennen dürfen.
Nun stellte besagter Kommentar für mich einen weiteren Versuch dar, von der zunehmenden Zustimmung für AfD-Positionen selber zu profitieren, mit einem - das gebe ich gerne zu - geschickten Manöver: er benennt einen mutmaßlich hier einigermaßen anerkannten Zeugen und führt dessen im Unkonkreten verharrende Rechtfertigungsrede an, um sich mittels einer allgemein formulierten Schlussfolgerung mit ihm ins selbe Boot zu setzen und die dem guten Falco doch wohl gern gewährte Exkulpation für sich gleich mit zu beanspruchen, ohne es direkt aussprechen zu müssen.
Kann man so machen. Und Du kannst es auch „zündeln“ nennen, wenn man sich nicht mit erstauntem Interesse nach dem Sinn dieses kreativen Schwenks erkundigt. Sondern ihn, basierend auf der Kenntnis dutzender einschlägiger Posts, ironisch aus der Reserve zu locken versucht.
Aber bevor ich hier weiter schlechte Stimmung mache, ziehe ich mich besser wieder in meine selbstverordnete Auszeit zurück und will damit, soweit es nun noch möglich ist, meiner „Verantwortung für den weiteren Gesprächsverlauf“ gerecht werden. ![]()
Das überlasse ich ganz deiner schönen Fantasie ![]()
Die Fettnäpchen bei euch sind groß… wobei es schon eher Fässer mit Teer und Federn sind!
Da sind in 6 Minuten ganz viele wichtige/prägnante Aussagen von ihm drin. Er nimmt auch genau auf Deine zitierten Aussagen ausführlich und selbstkritisch („sehr unangenehm aufgefallen“) Bezug.
Und wie ich finde durchaus hochinteressant, weil das ja alles von vor mindestens 30 Jahren und im Grunde nur alles aktueller denn je…
Seine zentrale Aussage ist gerade eher, dass wenn solche von der Geisteshaltung eigentlich total unmöglichen Typen nur fesch genug (Kurz lässt zB auch grüßen) daherkommen und sich extrem gut verkaufen können mit geschickten Aussagen (darauf bezieht sich natürlich sein „brilliant“ über den Haider) dann ist das eben gerade so ultra gefährlich…
Und ich würde die Tatsache, dass in UK die Rechts Aussen Reform UK Partei längst weit in den Umfragen vor allen anderen Parteien führt (obwohl UK netto - im Sinne der positiven vs negativen Effekte - sogar noch wesentlich mehr von Immigration profitiert als D) in D aber immerhin noch nicht, gerade auch in der Person von Farage sehen, der einem Haider wohl gar nicht so fern in manchen Aspekten, und dass Gott sei Dank der AFD eine charismatische Führungspersönlichkeit bisher fehlt?
Reicht bislang für 25%. Wenn sie jetzt noch nen „Menschenfänger“ in der Partei haben sehe ich schwarz für die etablierten Parteien
So weit, so banal.
Ich bin jetzt mal ganz un-ironisch und zäume das Pferd von der anderen Seite auf. Da du mit dieser Aussage ja implizierst, dass man dich oder andere zu Unrecht immer die AfD-Nazi-Suppe schmeißt, würde ich gerne wissen, was dich denn davon abhält, die AfD zu wählen, wenn du doch erkennbar die ein oder andere Sympathie mit manchen Positionen hast. Ich glaube, das ist doch keine böswillige Unterstellung - so geht es ja mehreren Konservativen auch in der Union, weswegen die ganze (sorry für die, jetzt doch, Ironie) woke links-grüne Gutmenschen-Bagage hier von Usern wie dir gern bespöttelt wird.
Letzteres ist übrigens recht einfach, wenn man gerne klar Position bezieht. Nun muss sich hier ja niemand zwangs-outen, was sein Kreuzchen auf dem Wahlzettel betrifft. Aber eben deswegen nochmal meine Frage:
Warum wäre die AfD für dich nicht wählbar? Oder ist sie es prinzipiell schon? Allzuviel Sympathien für die
…muss man dir doch wirklich nicht nachsagen, oder?
Ich glaube irgendwann hab ich das hier irgendwo schon erwähnt… Tierschutzpartei!
Ich würde in dem Kontext mal eher davon ausgehen, dass hier von den bisher einzigen beiden Parteien die Rede ist, die in der Bundesrepublik bisher den Kanzler gestellt haben.
Und was ich hier so mitbekommen haben sind die Sympathien für beide aktuellen Regierungsparteien hier bei den Allermeisten nicht gerade riesig, würde aber trotzdem so ziemlich jeder hier (auch @MiaSanFCB) es furchtbar finden wenn stattdessen die AFD an der Regierung beteiligt wäre.
Von daher sehe ich da ehrlich gesagt gar keinen großen Dissenz…
Ich glaube irgendwann hab ich das hier irgendwo schon erwähnt… Tierschutzpartei!
Ja, ich entsinne mich: Du hast es irgendwann schon mal erwähnt. In dem Zusammenhang habe ich damals angemerkt, dass mir der gelegentlich zur Hilfe bei der Entscheidungsfindung bemühte Wahlomat bei zwei Wahlen ebendiese Tierschutzpartei empfahl. Und dass ich einmal sogar diesem Rat folgte. Es lässt sich denken, dass ich mir da die inhaltlichen Positionen genau anschaute. Die waren weitestgehend akzeptabel. Ein Rätsel allerdings, wie jemand, der in wesentlichen Fragen Positionen vertritt, die sich konträr zu den meinen verhalten, zu demselben Schluss kommen kann. Da ich mich nicht linksaußen verorte, scheidet übrigens die Hufeisen- bzw. Konvergenztheorie als Erklärung aus.
Da du mit dieser Aussage ja implizierst, dass man dich oder andere zu Unrecht immer die AfD-Nazi-Suppe schmeißt
@cheffe: Deinen insgesamt naheliegenden Fragen und Überlegungen möchte ich in diesem Punkt mit einem Einwand begegnen. Das sind nämlich aus meiner Sicht Dinge, die wir auseinanderhalten sollten. Mit einer Sympathie für einzelne AfD-Positionen qualifiziert man sich noch nicht als Nazi. Folglich wird auch nicht zwangsläufig als solcher abgestempelt, wer offenkundig Nähe zur AfD-Programmatik zeigt. Und der muss aus Hinweisen auf diese Nähe auch keinen Honig für eine Nazikeulen-Opferstory saugen.
Mit einer Sympathie für einzelne AfD-Positionen qualifiziert man sich noch nicht als Nazi
Mit was „qualifiziert“ man sich denn so als Nazi? Rechte Hetze reicht ja offenbar nicht. (rauseditiert) Ein Asylantenheim anzünden? Oder bei so einer Aktion dabei sein und diese abfeiern?
Diese Art der Verharmlosung finde ich sehr daneben. Und ehrlich gesagt verwundert mich diese Position von deiner Seite.
würde aber trotzdem so ziemlich jeder hier (auch @MiaSanFCB) es furchtbar finden wenn stattdessen die AFD an der Regierung beteiligt wäre.
Dahinter setze ich mal ein Fragezeichen. Die gängige Argumentation geht ja etwa so: wenn die Regierung (gleich welcher Couleur) keine bessere Politik macht, muss man sich ja nicht wundern, wenn die AfD immer mehr Zulauf bekommt. Dabei ist der Punkt „schlechte Regierungspolitik“ die Konstante. Für mich verbuche ich solche Statements als Bekenntnisse zur AfD. Die Krokodilstränen über diese „bedauerliche Entwicklung“ nehme ich nicht ernst.
Diese Art der Verharmlosung finde ich sehr daneben. Und ehrlich gesagt verwundert mich diese Position von deiner Seite.
Ich verharmlose überhaupt nichts. Nur halte ich auch nichts von einer inflationären Verwendung des Nazi-Siegels. Wozu soll das gut sein? Es ist ja klar und wurde von mir schon hundertfach dargelegt, dass gerade die Parteifunktionäre zu einem nicht geringen Teil eine fatale Nähe zur NS-Ideologie haben. Es gibt allerdings auch führende Köpfe wie etwa den von mir mehrfach zitierten Bendikt Kaiser, die sich in zentralen Punkten davon distanzieren und aber deswegen kein bisschen weniger gefährlich sind. Man sollte seine Gegner und Feinde - was zwei verschiedene Paar Schuhe sind - gut kennen und sich deswegen um Genauigkeit in der Analyse bemühen. Jeden Sympathisanten einzelner AfD-Positionen als Nazi zu bezeichnen, trifft m.E. nicht wirklich den Punkt. Und es befeuert ohne Not eine Opferhaltung, die auch über diese Kreise hinaus durchaus Wirkung zeigen kann. Du siehst ja eine Folge davon in dieser Diskussion: ein zweifelsfrei der AfD zugetaner User möchte sich um keinen Preis dazu bekennen, weil er die Gleichsetzung AfD-Sympathisant = Nazi scheut. Und seine ausweichenden Erklärungen werden ihm sogar zum Teil abgenommen. Diese Ungenauigkeiten haben überhaupt keinen Nutzen.
Mit was „qualifiziert“ man sich denn so als Nazi? Rechte Hetze reicht ja offenbar nicht. Muss man mal nen „N-Wort klatschen“? Ein Asylantenheim anzünden? Oder bei so einer Aktion dabei sein und diese abfeiern?
Findest Du es sinnvoll, mir dermaßen polemisch entgegenzutreten? Erwartest Du auf solche Fragen ernsthafte Antworten?
Könntest du bitte das N-Wort aus diesem Forum entfernen.
Ich habe das mal selbst übernommen. Ich will dieses Wort hier nicht lesen. Egal in welchem Kontext.
Was den Rest anbelangt: Ich glaube, wir kommen als Gesellschaft nicht weiter, wenn wir bereits mit dem Nazi-Stempel daherkommen, wenn jemand einzelne Positionen der AfD vertritt. Dafür ist selbst deren Spektrum letztlich zu breit und es kommt mMn auf die konkrete Position an. Da gibt es kein Pauschalurteil, das für alle gilt.
Was durchaus richtig ist: Wer die AfD wählt, muss wissen, was er dort wählt und muss auch wissen, dass es keine Ausrede sein kann, dass man zwei Positionen gut findet, die vielleicht nicht zwingend rechts sind. Man muss nach allem, was in den vergangenen Jahren berichtet wurde und was die Partei auch selbst von sich gegeben und in ihr Programm geschrieben hat, wissen, dass sie eine Nazi-Partei ist. Insofern ist schon richtig, dass man Nazis unterstützt, wenn man diese Partei wählt.
Macht einen das automatisch selbst zum Nazi mit all den damit verbundenen Eigenschaften? Eine philosophische Debatte, die Abende füllen kann. Ich glaube daran, dass es auch zwischen der ganzen braunen Suppe noch Grautöne gibt, um die es sich zu kämpfen lohnt. Es ist all das möglich: Klar benennen, für was diese Partei steht und anerkennen, dass trotzdem nicht 25 Prozent unserer wahlberechtigten Bevölkerung astreine Nazis sind und wiederum gleichzeitig nicht zu verharmlosen, dass sie sehr wohl gemeinsame Sache mit Nazis machen und das gefährlich für unser aller Zukunft ist.
Ja, mit so vielen Schwankungen muss man erstmal klarkommen. Aber uns hilft es sicher nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig verbal darum prügeln, wer nun mehr Leute berechtigterweise als Nazi bezeichnet.
ein zweifelsfrei der AfD zugetaner User möchte sich um keinen Preis dazu bekennen, weil er die Gleichsetzung AfD-Sympathisant = Nazi scheut.
Ich bin zwar schon länger dabei wie @Gratschifter, habe aber kein so tolles Gedächtnis wie Du über den Inhalt der letzten über 10k Beiträge im Politikthread.
Ich wäre mir da erstmal nicht so sicher, ob es da nicht eher so wie bei Falco ist, dass man ihm wegen paar ungeschickter Aussagen unrecht tut - einzelne Aussagen von Haider oder der AFD zu unterstützen denke ich muss eben keineswegs heißen dass man deren grundsätzliche Einstellung nicht trotzdem eher zum Kotzen findet?
ein zweifelsfrei der AfD zugetaner User möchte sich um keinen Preis dazu bekennen, weil er die Gleichsetzung AfD-Sympathisant = Nazi scheut.
Falls du damit mich meinen solltest… den Gedanken kannst du wieder ganz weit beiseite schieben.
Bin ich für eine striktere Migrationspolitik? Unbedingt! Wer kein Recht hat hier zu sein sollte gegangen werden dürfen oder im besten Fall gar nicht einreisen.
Macht einen das zum Nazi? Laut Meinung einiger extremen hier im Forum scheinbar schon.
Lehne ich weiter Staatsverschuldungen ab um damit die Ukraine oder Israel zu unterstützen? Ja! Insbesondere das was die Israelische Regierung (und ich meine explizit die Regierung. Das hat mit jüdischem glauben nichts, aber auch gar NICHTS zu tun) an Konflikten hat geht uns nichts an.
Ich bin weder mit der Politik von SPD, CDU, Grünen oder gar der FDP zufrieden. Wähle ich deswegen die AfD? Nein!
Ich hätte statt bei der Tierschutzpartei auch die Gartenpartei wählen können… oder die PARTEI… Hauptsache die die im Bundestag sitzen bekommen meine Stimme nicht
Das mag sich im konkreten Fall so verhalten oder auch anders. Das ist ja hier zum Glück kein Tribunal, deswegen müssen wir, finde ich, der Sache auch nicht weiter auf den Grund gehen.
Insgesamt kann ich aber sagen, dass dieser argumentative Ansatz für meinen Geschmack im Laufe der Jahre von mehreren Usern etwas zu stereotyp vorgetragen wurde - ich erspare uns die Nennung der jedenfalls mir durchaus geläufigen Namen -, als dass ich daraus eine mit großer Sorge verbundene Analyse der deutschen Regierungspolitik ablesen könnte. Sondern eher eine in vorgeblicher kritischer Distanz formulierte Rechtfertigung möglicher künftiger Entwicklungen.
Bin ich für eine striktere Migrationspolitik? Unbedingt! Wer kein Recht hat hier zu sein sollte gegangen werden dürfen oder im besten Fall gar nicht einreisen.
Macht einen das zum Nazi? Laut Meinung einiger extremen hier im Forum scheinbar schon.
Wie Du aktuell nachlesen kannst, ist das nicht meine Meinung.