Mit Verlaub, mein werter @Lukenwolf1970 - da magste Recht mit haben.
Jau. Isso. Und is auch so beabsichtigt.
Stimmt. Eskalation vermutlich vorprogrammiert. Aber auf der anderen Seite: Möchtest Du im Ernst, daß ich mich inhaltlich mit dem Zerrbild von „jedem Migranten in Deutschland“ auseinandersetze,…
Das hab ich gemacht. In vier Sätzen habe ich inhaltlich Stellung bezogen gegen seinen Wunsch, daß sich…
Macht sie. Zur Genüge.
Sie verwendet lediglich ein Wort anders als Herr Özdemir oder Du.
Bei ihr steht nicht das Wort „Migrant“, sondern das Wort „Mann“.
Eine darüber hinaus gehende Auseinandersetzung mit der differenzierten Argumentationskette von @willythegreat zum Thema Kritik an migrantischen Gewalttätern überlasse ich gern Berufeneren.
Das hat ja alles schon wiederholt stattgefunden. Manchmal muss man am Ende die Dinge auch so stehen lassen. Es gibt glücklicherweise Teilnehmer, mit denen in manchen Punkten - teils unauflösbarer - Dissens, in anderen aber Übereinstimmung möglich ist. Wegen der nicht vorhandenen Filterblasenbildung (entgegen anderslautenden Behauptungen). Das Ganze basiert darauf, dass wir pfleglich miteinander umgehen, im Wissen, dass unsere Argumente hier nicht die Welt aus den Angeln zu heben imstande sind.
Völlig abgesehen von der inhaltlichen Bewertung ging es mir in meiner obigen Bemerkung vor allem um den Diskussionsstil, ich hoffe das ist klar. Wenn wir alle hier zukünftig Polemiken mit persönlichen Spitzen verfassen, dann ist in der Tat, wie du selbst schreibst, die „Eskalation vorprogrammiert“. Wenn wir es hier nicht schaffen, trotz aller inhaltlicher Differenzen zumindest ein Mindestmaß an Respekt dem Diskussionsgegenüber aufzubringen (insofern, als dass es nicht auf die persönliche Ebene geht) und wenigstens versuchen, halbwegs sachlich (trotz deutlicher Meinungsverschiedenheit) miteinander zu diskutieren, dann ist das alles keine Diskussion mehr, dann ist das ein gegenseitiges Vorwerfen. Für zielführend halte ich das nicht.
Keine Ahnung.
Aber in dieser Filterblase (es gibt doch einige Stimmen die dies behaupten) werden sicher einige deiner Meinung sein.
Andere, anderswo nicht.
So ist das Leben.
Und ich frage mich gerade wo eigentlich das Problem liegt. Ich habe einen Beitrag mit einem klick als unangemessen gemeldet.
Und wenn ich mir die nachfolgenden Kommentare anschaue, wohl nicht zu Unrecht.
Aber okay, wenn nur vom Mod ausgewählte Personen melden dürfen, dann sei es so. Dann halte ich mich zurück
Guter Vorsatz, damit dürfte allen beteiligten Interessen gedient sein. Du musst dann nicht ertragen, in die Schranken gewiesen zu werden. Die Community muss sich nicht fragen, wieso ein dauerhaft Gesperrter sich als moralische Instanz aufführen kann. Und die Moderation hat einen lästigen Konflikt weniger zu schlichten.
Ich hatte lediglich versucht, Dich darauf hinzuweisen, daß ich mit Argumenten anzufangen versucht hatte.
Daß mir danach die Lunte zu einer scharfen satirischen Polemik durchgebrannt is, bestreite ich überhaupt nicht.
Aber eins schon: Ich hab @willythegreat mit keinem Wort persönlich angegriffen. (Und ich bitte um Deine Zitate zum Nachweis eines persönlichen Angriffs.) Ich habe ihn (wie er Heidi Reichinnek) in einem fiktiven Kammerspielchen die Rolle des fiesen Bond-Gegners übernehmen lassen - und das Ganze mit ordentlich Zitat-Prisen des von ihm selbst gewählten Fischfilet-Songs gewürzt. Die Zutaten dieses kleinen Polit-Barbecues hatte @willythegreat allesamt selbst bereit gestellt. Ich hab lediglich neue Cocktails daraus gemixt und serviert zum satirischen Hackbraten.
Aber ich kehre gerne zu einem zielführenden Mindestmaß an Respekt zurück:
Ja, @willythegreat, Du hast Recht. Auch ich würd gern (gemeinsam mit Dir) mal einen Gratismut-freien Merz erleben, der sich volle Lotte gegen die Queerfeindlichkeit seiner Bundestagspräsidenten stellt. Würd gern einem Dobrindt lauschen, wie er mit klarer Kante gegen die Ausländer-Hetze der AFD auf die Brandmauer steigt und dort mit Heidi gemeinsam die schwarz-rote Fahne schwenkt. Ich würd gern mit Dir Mäuschen spielen im weitgehend frauenfreien CDU-Fraktionsvorstand (1 Frau unter 29 Männern), wenn Fritze seinen Männerkollegen mitteilt, daß er morgen im Bundestag klare Kante gegen Vergewaltigungen in der Ehe bezieht. Und natürlich würden wir beide gratismut-frei jubeln, wenn unser aller Jensimatz sich ab sofort in die Bresche wirft für FBGs Kollegin AKK. Kennze nich? Is die nächste auf der Nius-Abschußliste.
Aba - wenn sie ein Mann wäre, dann würde sie natürlich genauso demontiert, gemobbt und öffentlich unmöglich gemacht. Wie das schon mit unzähligen Männern zuvor gemacht wurde…
Weißt Du, wie sich Spahn hinter die Kandidatin stellt, die er selbst seiner Fraktion empfohlen und vorgeschlagen hatte? So macht das ein wahrer Mann, ein echter Kämpfer für Gerechtigkeit, ein Ritter in strahlender Uniform für fairen Umgang im politischen Miteinander: Sinngemäß hat er (ich find die Quelle nich) FBG zu bedenken gegeben, sie solle ihre nächsten Schritte reiflich abwägen und im Zweifel Schaden vom Bundesverfassungsgericht fernhalten.
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Ich gebe dir recht. Eine Beleidigung sehe ich in deinem bissigen Kommentar auch nicht. Es sind sogar ein paar amüsante Passagen dabei. Ich brauche mich letzendlich nicht zu wundern, wenn ich die neue Ikone und Säulenheilige der Linken in meinem Post erwähne, dass jemand, dessen Wohnung augenscheinlich mit ihren Postern übersät sein muss (klitzekleine Polemik meinerseits), sich auf den Schlips getreten fühlte und zum Gegenschlag ausholt.
Kleiner Tipp: beim nächsten Recherchieren der FSF-Texte vielleicht auch mal bei Correctiv vorbeischauen. Die erklären ganz gut, wie Friedrich Merz 1996 und 1997 beim Thema Vergewaltigung in der Ehe im Bundestag abstimmte und warum er sich damals gegen einen Gesetzesentwurf wandte (Stichwort: Widerspruchsklausel). Das muss man nicht gut finden und er selbst hat angemerkt, dass er es heute wohl anders anhaben würde. Wenn man die zugespitzte Version allerdings immer wieder in der Argumentation verwendet, obwohl man weiß, dass die Faktenlage eigentlich schon ein bisschen anders ist, ist das für mich auf dem Niveau von …? (wahlweise Parteien oder Politiker einsetzen, mit denen du sicher nicht in einen Topf geschmissen werden möchtest)
Schließen möchte ich mit einem weiteren Zitat von FSF:
„Manchmal finde ich dich Scheiße, so richtig scheiße geil, denn das ganze mit uns beiden ist wie ne Kneipenschlägerei“
Wenn es dir nach deiner Tirade besser ging/ hoffentlich immer noch geht, kann ich auf jeden Fall damit leben. Seinen Ärger über eine Meinung, die man nicht teilt, auf diese Art und Weise abzulassen, ist für mich in Ordnung.
In der Sache werden wir ohnehin keine Einigung mehr erzielen. Ein bisschen mehr Unerwartetes von Parteien inklusive einer Abkehr von Dogmen wäre für mich nicht schlecht und zwar von allen demokratischen Parteien. Aber - und da nehme ich mich in keinster Weise aus - die Realität sieht so aus, dass man die großen Schritte immer von den Parteien fordert, die man nicht so sympathisch findet.
Liebster @willythegreat ,
auch Dich lade ich herzlich zum Spiel Werder-Bayern in mein schnuckelig-kleines Provinzkaff im Norden ein - im Anschluß kannst Du gern bei mir übernachten, am Folgetach jibbet lecka Frühstück und ne prima Stadtführung.
Ich brauch allerdings ein bißchen Vorlauf, um meine Wohnung entsprechend Deinen Vorurteilslieben umzudekorieren: Fototapete von Gudrun, Ulrike und Andreas raus, Reichinnek-Bravo-Starschnitt rein - datt is wie mit dem Besuch von SchwiegerMudda, wo man all die eingemotteten Geschenks-Geschmacklosigkeiten von Weihnachten, Ostern und Jeburtstach erst ausm Keller die Treppe raufholen und in der Wohnung verteilen muß, bevor die Olle endlich zur Tür reindarf.
Natürlich müssen die ganzen Lenin-Mao-HoChiMinh-Altäre vorübergehend abgebaut werden, um Platz für den linken Nippes-Kitsch zu schaffen. Aber bei einem brauch ich Deine Hilfe, da weiß ich einfach nimmer weiter: Das Sarah-Wagenknecht-Pin-Up in Lebensgröße is halt festtapeziert - was tun? Mit all meinen Regenbogenflaggen und tibetanischen Gebetsfahnen krieg ich das einfach nicht abgedeckt. In deinem Lebenshelfer Correctiv hab ich auch nix zu dem Thema gefunden.
Da bin ich in Deinen Augen doch eh schon. Muß ich mir auch keine Mühe mehr geben, mich vom Pöbel zu unterscheiden - das macht manches einfacher im Leben.
Faktenlage ein bißchen anders als von Dir zugespitzt argumentativ benutzt?
Du meinst so ausgewogene, differenzierte, faktenbasierte Formulierungen wie
Da begeb ich doch lieber zu meinem Pöbel, bei dem Du mich verortest. Der deine ist mir deutlich unangenehmer.
Ich schätze, mit den Ärzten („Und deine Freundin hatte niemals für dich Zeit“) zu kontern, wäre hier vermutlich wieder zu wenig faktenbasiert, zu polemisch und zu persönlich verletzend. Also laß ich das auch bleiben.
Vollste und wörtliche Zustimmung meinerseits - gilt umgekehrt genauso. Bißken Spaß muß sein - grad mit Haudegen wie dem großen Willy!
Und ja - ich kehre gern zum freundlichen Umgangston zurück: Die Einladung nach Bremen steht. Ganz höflich und freundlich.
Das würde mich jetzt wiederum schon interessieren, wie du zu dieser Annahme kommst.
Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es mMn kein Zeichen von argumentativer Qualität ist, wenn man - trotz besseren Wissens - immer wieder mit überspitzten Schlagworten um sich wirft, wie du es mit deiner Leier von Merz und seinem Abstimmungsverhalten zum Thema Vergewaltigung vor mittlerweile fast 30 Jahren fast mantra-artig machst, obwohl es dazu mittlerweile zig erklärende Berichte gibt. Das ist für mich eben dann alles andere als differenziert und so eine Vorgehensweise wird nun einmal gerne von Parteien benutzt, mit denen man eigentlich nicht verglichen werden möchte.
Was ist bitteschön schlimm bzw. unausgewogen, undifferenziert oder nicht Fakten entsprechend, wenn man anspricht, dass es unter Migranten Misogynie, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Übergriffigkeit gegenüber Frauen oder Verstöße gegen das Gesetz gibt. Es entspricht der Wahrheit, genauso wie es der Wahrheit entspricht, dass genau derselbe Mist auch bei Deutschen ohne Migrationshintergrund vorkommt.
Schlimm wäre eine Pauschalisierung, wie sie von zu vielen Menschen betrieben wird, mit dem Ziel eine gesamte Gruppe für die Verfehlungen einer Minderheit innerhalb dieser Gruppe zu diskreditieren.
Diese Logik verstehe ich einfach nicht: nur weil rechtsextremer Pöbel die Mär verzapft, dass wir von misogynen, antisemitischen, queerfeindlichen, kriminellen Migranten überrannt werden, soll man nicht mehr darüber sprechen dürfen, dass es Aufgabe des Staates ist, gegen genau solche Verfehlungen vorzugehen? Nur weil das Thema von AfD und Konsorten deutlich über Gebühr aufgebauscht wird, soll man es gar nicht mehr thematisieren?
Da kommen wir nicht zusammen. Für mich gibt es bei dieser Thematik zwei verachtenswerte Gruppen: zum einen sind das die (wenigen) Migranten, auf die meine o.g. Vorwürfe zutreffen und zum anderen diejenigen, die meinen, das man hier pauschalisieren kann/ darf/ muss. Beides ist für mich verachtenswert. Für beide Gruppen habe ich kein Verständnis, und auch nicht für diejenigen, die versuchen, das Verhalten einer der beiden Gruppen irgendwie rechtfertigen zu müssen. Wer Menschen über einen Kamm schert, ist engstirnig und dumm. Wer versucht, Straftaten mit dem Verweis auf schwierige Umstände zu relativieren ist naiv und das gleiche gilt mMn für diejenigen, die solche Themen lieber nicht ansprechen wollen, um ja nicht den Rechten nach dem Mund zu reden.
Ich hab mir jetzt einen ganzen Tag lang Mühe gegeben, mir Deine Verachtung zu verdienen. Ich denke, ich war erfolgreich.
Du hast mit allem Recht, was Du sagst. Es gibt wichtigeres als unsere Kneipenschlägerei.
Sorry, jetzt musste ich mich echt setzen . Meinst du wirklich, dass bei der Betrachtung einer Straftat das soziale Umfeld, die Vergangenheit (von Krieg, Hunger, Folter, einem Aufwachsen ohne unsere hiesigen Strukturen, Regeln und Gepflogenheiten oder allem zusammen) ausgeblendet werden kann? Da kommt mir glatt etwas Kotze hoch. Entschuldige wenn ich das so deutlich formulieren muss. Du willst echt Pädagoge sein? Natürlich darf man nicht jedes Verhalten bzw. Straftat mit der Herkunft oder Vergangenheit entschuldigen. Aber betrachten sollte man diese schon.
Einer meiner besten Freunde ist Bosniake und hat als 18jähriger als Sanitäter am Bosnienkrieg teilgenommen und dabei einige seiner Kameraden (teilweise Freunde seit Kindheitstagen) begraben und Dinge gesehen, die wir uns nicht vorstellen können bzw. möchten. Von ihm stammt der Satz: „Wenn ich nach allem, was ich gesehen und erlebt habe, jemals Gewalt gegenüber Unschuldigen ausübe, dann habe ich es eigentlich nicht verdient, dass ausgerechnet ich den Krieg überlebt habe“.
Vor so jemandem habe ich Respekt und so jemand hat mMn tausendmal mehr Berechtigung darüber zu philosophieren, ob und inwiefern man Straftaten mit Herkunft oder Biographie erklären und ggf. sogar entschuldigen sollte.
Gibt es Erfahrungen, die rechtfertigen, dass man jemanden mit einem Messer bedroht oder auf offener Straße grundlos verprügelt? Gibt es Rechtfertigungen dafür, dass man im Freibad 11jährige Mädchen sexuell belästigt? Gibt es eine logische Erklärung dafür, wenn man vor einem fundamentalistischen Regime flieht und dann seiner zu liberalen 14jährigen Tochter einen Schleier aufzwingt und ihrem Cousin als Frau verspricht, um die „Ehre der Familie zu retten“?
Sorry, bei Menschen, die hierfür noch Verständnis zeigen, kommt es mir hoch.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von denen, die so denken wie du ein Riesenproblem damit hätten, wenn der (fiktives Beispiel) Nazihohlkopf aus Halberstadt einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim damit erklären würde, dass er als Kind schlimme Erfahrungen mit Gewalt und Missbrauch gemacht hat.
PS: Schon scheiße, dass wir in einem Staat leben, der jemandem wie mir auch noch in 2 Staatsexamen bescheinigt, ein Pädagoge zu sein, oder?
Der pädagogische Zeil des Studiums ist, soweit mir bekannt, leider nicht so relevant und ausgeprägt.
Zum Thema Bescheinigung: wenn ich mir so ansehe, mit welchem Bildungsstand Schüler, denen die Hochschulreife und/oder mittlere Reife bescheinigt wird, selbige verlassen spricht das weder für die Bescheinigung noch die Lehrer.
Vielleicht wäre das mit etwas ausgeprägterer pädagogischer Ausbildung etwas besser.
Wir müssten einfach mehr Brille(n) verteilen, denn dann hat man überall den Durchblick, egal ob beim Fußball, in der Politik, beim Musikgeschmack, im Bildungswesen etc.
Scheuklappen gäbe es dann auch keine mehr.
Ich kenne aber auch andere Beispiele. Konkret Kosovaren… einige die ich kenne haben definitiv ein Knacks weg vom Krieg im Kosovo. Ob das allerdings an der leicht reizbaren und aggressiven Grundeinstellung liegt oder am Krieg