Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

And now for something completely different:
Der Häuptling aller Bajuwaren führt einen tapferen Kampf gegen den Plastikdeckel des Grauens.
Die EU gefährde jeden Tag seine Gesundheit, „indem sie Plastikdeckel an den Flaschen befestigt hat. Jeden Tag hängt mir der Plastikdeckel im Auge, wenn ich meine Cola light trinke“.

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Immer gut zu wissen, dass es in meinem Heimatland noch Politiker gibt, die die eigentlichen, wahren Probleme unserer Zeit fest im Blick behalten! Ritter Söder unerschütterlich!

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Jemand, der zu doof ist, aus der Flasche zu trinken - selbst mit Plastikdeckel - sollte keinen verantwortlichen Posten übernehmen dürfen.

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@cheffe: Erstmal danke, dass Du meinen Kommentar sportlich nimmst. Sehr souverän. Und produktiv für die Diskussion. Gefällt mir.

Ein netter Mensch sein? Natürlich nicht. Dafür zu werben? Nun, das kommt darauf an, wie aufdringlich und spitz Du es machst. So etwas kann anmaßend und von oben herab wirken und Ablehnung sowie negative Gefühle gegenüber Dir als Werbendem erzeugen. Nicht alles lässt sich von der individuellen auf die gesellschaftliche Ebene übertragen, aber ich fürchte, dies leider schon. Die von den Grünen sicher nicht so intendierte, aber von vielen Menschen so empfundene permanente unterschwellige moralische Belehrung, die sie in ihrer Kommunikation latent transportieren und die nur selten richtig „dick” zu greifen, aber doch ständig präsent ist, ist sicher ein Beispiel dafür, wie Werbung für richtiges und gutes Handeln und dafür, ein „netter Mensch” zu sein, bei vielen Leuten ungewollt nach hinten losgehen kann.

Als Individuum kannst Du werben durch Beispiel. Du hilfst Freunden in Not. Du hältst Deine Versprechen. Du machst im Bus Deinen Sitz für ältere Personen frei. Du engagierst Dich in der örtlichen Flüchtlingshilfe. Das ist top. Moral teaching by example. Als Politiker kannst Du das nicht, weil politische Entscheidungen nicht Träger und Ausdruck individueller Moral sind. Moral teaching by example geht nicht. Stattdessen wird individuelle moralische „Erziehung“ in der Politik schnell zu moral preaching without example oder gar hohlem virtue signalling – und das zieht die weiter oben von mir beschriebenen Probleme nach sich.

Ich bin, was solche moralische Kommunikation in der Politik angeht, die sich an das Individuum richtet und versucht, es über Appelle oder die Erzeugung von bestimmten als richtig codierten Handlungserwartungen zu erziehen, sehr zurückhaltend. Politiker, löst lieber die Probleme*!

(Probleme, die die Politik übrigens zuvor in gewissen Grenzen auf der Diskursebene selbst konstruiert hat.) Wo gibt’s das schon? Zuerst die Probleme selbst konstruieren zu können, die man anschließend lösen muss. Das ist eigentlich eine riesige Chance.)

*das können auch moralische Probleme sein, wie z. B. die gesetzliche Beseitigung objektiver Nachteile von bestimmten Minderheiten, sei es bei der Chancengleichheit oder bei der Anerkennung von bestimmten Zuständen oder was auch immer. Solche Gesetze haben auch ein starkes Moment moralischer Erziehung, aber hier ist sie unausweichlich und in meinen Augen pragmatisch viel besser zu rechtfertigen.

@Gratschifter: Gestern lief im Rahmen der Sendung Forum im SWR zufällig diese Diskussion: Migrationsquote in der Schule – Lösungsansatz oder Ablenkungsmanöver? Sie sei Dir sehr empfohlen.

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Ich versteh den Wink nicht - findest Du, wir sollten den Migrantenanteil in Schulklassen mathematisch begrenzen?
Meine Mutter war Grundschullehrerin während der Jugoslawien-Kriegsjahre. Ich weiß n bißchen was über Klassen mit einem Flüchtlingsanteil von über 60 Prozent.

Also noch mal meine Frage: Wozu der Hinweis, ich solle mir das ansehen? Als Ablenkungsmanöver von deiner mißratenen Formulierung…

Du könntest auch mal eingestehen, daß diese Deine Formulierung daneben war. Undzwar völlig.

So wie weiland Özedemir sich öffentlich Sorgen machte, daß seine Tochter in Kreuzberg nachts Angst haben muß, das Haus im Minirock zu verlassen, weil zuviele böse Migranten aus frauenfeindlichen Kulturkreisen auf den Straßen unterwegs sind.

PS: Ich hab den SWR-Beitrag durchgesrollt. Nix Neues unter der Sonne. Zuwenig Geld für Schulen, Integration und Förderung von Flüchtlingskindern. Aber wir bringen 5% für Rüstung - und sind stolz drauf!

PPS: (und fettes EDIT:)
Mal durchgedacht, dein Vorschlag, den Du uns (und mir) so anempfiehlst):
Wir gründen eine Behörde, die den Migrationshintergrund abwiegt vor dem Schulbesuch. Der Vorschlag vom vehementen Vertreter des Abbaus aller behördlichen Bürokratie @Alex schockiert mich.
Cem Özedemirs Töchter dürften dann nicht zur Schule gehen - Migrationshintergrund. Aber Söders Kinder mit schwerstem bayrischen Dialekt - appinne Schule.
Watt is mit ukrainischen oder russlanddeutschen Kids? Raus aus der Schule?
Der Ariernachweis für den Schulbesuch - wieviel Migrationsanteil im Blut ist dann noch erlaubt? Viertelmigrant? Achtelmigrant?
Ich hätt jede Menge Beispiele für Flüchtlingskids, die durch Dein Siebverfahren durchs Netz fielen - und bereits perfekt Deutsch sprechen.
Aber Deine neue geschaffene Arier-Schul-Behörde wird dann vermutlich Sprachtests durchführen - mit geschulten Beamten vor Ort


Wir führen dann Ghetto-Schulen für Flüchtlingskinder ein - in denen die Fremden geschult werden, die wir eigentlich eh schon längst hätten abschieben wollen. Gabs weiland auch in Wahrschau - Ghetto-Schulen: Das können wir in Deutschland!

Ich hab vor kurzem einen meiner Lieblingsfilme wieder gesehen: „Die Frau des Zoodirektors“. Er…

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Scusi, falls der Artikel schon verlinkt wurde. Bin eben drüber gestolpert und hab mich gewundert, dass Strobl Bayern-Fan ist. Dann hab ich realisiert, dass das Thema nicht nur hier im Forum diskutiert wird. :wink:

Natascha Strobl: „Auf der ganzen Welt tappen Konservative in dieselbe Falle. Sie rennen Rechtsextremisten hinterher und betreiben Kulturkampf. Fünf Regeln helfen, das zu verhindern“

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CBS schickt den Trump-Kritiker Stephen Colbert in den Zwangsruhestand - natürlich aus „rein finanziellen Gründen“.

Colbert ist der Nachfolger von David Letterman und moderiert die Late-Show seit 2015, die Urmutter des Talk-Formats in die USA.

Eine Woche zuvor hatte Colbert den Vergleich von CBS mit Trump über 16 Millionen Dollar als „Schmiergeldzahlung“ bezeichnet.
Paramount (Eigentümer von CBS) versucht derweil, eine 8,4 Milliarden-Fusion mit Skydance Media über die Bühne zu bringen und braucht dazu die Zustimmung der Federal Communications Commission. Man könnte vermuten in Big-Donald-Deal-Country - „Ihr zahlt mir 16 Mios und kickt diesen Colbert-Arsch aus eurem Unternehmen. Dafür leg ich euch keine Steine in den Fusionsweg.“

Man kann natürlich auch glauben, dass die Absetzung der erfolgreichsten Talk-Show von CBS „rein finanzielle Gründe“ hat.
https://www.instagram.com/p/DMQrlupP6nD/?img_index=5&igsh=c3lqNTVhcmEycGQ0

Meanwhile in the White House: Donny Trump ist begeistert und kündigt an, Jimmy Kimmel sei „der nächste“ auf der Liste

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Noch zu meinen Studiums-Zeiten habe ich meinen linksdrehenden Kommilitonen lustvoll entgegengeschmettert:
Moral hat in der Politik nichts zu suchen!..
The times, they are a-changing.

Tatsache ist, sehr viele Menschen treffen ihre Einschätzungen über führende Politiker/-innen auf einer betont emotionalen Ebene. Und rein theoretisch würde ich Deinem Zitat zustimmen wollen.
Doch wenn sich Menschen von Trump und Co. einseifen lassen, dann tun sie das nicht, weil Entscheidung X oder Y so oder so fällt. Nicht selten wissen die Leute gar nicht, welche Entscheidungen wirklich gefällt werden, geschweige können sie einschätzen, was sie jeweils bedeuten.
Sie beobachten aber eine Verhaltensweise und Charakterzüge.
Ich bin vollkommen bei Dir, dass diese oberflächliche Art des Urteils Probleme mit sich zieht. Aber das wäre ein anderes Thema und hat etwa mit politischer Willensbildung zu tun.

Der Punkt ist, dass rechtspopulistische Politik heute zuallererst über genau das funktioniert, was Du bei meinen Ansätzen von progressiver Seite als nicht funktional („…geht nicht“) ansiehst. Doch, geht…! Nur machen’s die, sorry, Arschgeigen, die glauben, man müsse der Menschheit mal wieder zeigen, wie richtige Männer - Gewinner! - dem Bartel zeigen, wo man den Most holt: Es gibt keinen Konsens, nur Deals. Es gibt keine Mitleidenden, nur Konkurrenten. Es gibt keine Wahrheit, nur Einfluss.

Du liest meine Ansätze, den Kulturkampf aufzunehmen, immer nur als Betonung des Moralischen, Irrationalen, Aufdringlichen. Ich hingegen meine: aufdringlicher als der gemeine Rechtsradikale oder Autoritäre kann man eigentlich gar nicht sein.
Viel zu lange haben wir die verdrehte Weltsicht der Populisten durchgehen lassen und uns bemüht, sachliche, problemlösende Politik zu betreiben. Robert Habeck hat das so weit verfolgt, bis nur noch Spurenelemente grüner Politik zu finden waren (zumindest diesbezüglich wirst Du mir zustimmen, denke ich). Mit dem Ergebnis, dass die Grünen heute da stehen, wo sie stehen. Verzeih mir also, wenn ich nicht glauben will, dass sich gute Sachpolitik allein auszahlt.

Was sich auszahlt, ist die Fähigkeit, das Narrativ zu bestimmen. Stelle ich ganz wertfrei fest. Und verzeih mir meine Unbescheidenheit, wenn ich der Überzeugung bin:
Wir Progressiven haben die besseren Erzählungen.
Wir haben die attraktiveren Ideen. Wir haben die viel bessere Musik. Wir haben den Einklang mit den Realitäten. Wir haben die ganze Menschheit im Blick anstatt den Einzelnen.

Selbstlob stinkt? Mag sein. Aber sag mir:
Wieso soll das nur bei den Trumps dieser Welt funktionieren?

Oder um es mal wieder etwas intellektueller zu beschreiben:
Man kann das gesamte Wirken der Frankfurter Schule um Adorno, Horkheimer, Habermas, das bis in die frühen Neunziger so präsent war im politischen Leben, auch als hochmoralischen Versuch lesen, die Menschheit über Bildung, Kultur, Denken zu einer höheren Gesellschaft zu führen, die mehr auf die Kette bekommt als sich ständig auf die Nüsse zu hauen und den Planeten zu zerstören. Oder zurück zum ersten Prinzip unserer Debatte:
Man kann sich den Erfolg von Politikern vom Schlage Kennedy, Obama o.a. gar nicht ohne eine progressive Form des kulturellen Kampfes um Mehrheiten vorstellen. Und erst diese Strahlkraft verschafft einem die Möglichkeiten, wirklich mal die größeren Räder der Sachpolitik zu drehen.

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Toller Artikel!
Unbedingte Leseempfehlung!
Unbedingte Handlungsempfehlung!

Meine Auswahl an Zitaten von Natascha Straub s Artikel:

1 Klare Kante statt eines tonlosen Entsetzens
Seid nicht wie die demokratische Führungsriege. Seid schnell, seid scharf in der Reaktion. Autoritäre Charaktere verstehen nur autoritäre Antworten.

2 Keine Angstlust
Man muss die Köpfe der extremen Rechten nicht zu „Superstrategen“ adeln und ihnen Bildstrecken und Interviews geben. (…) Die extreme Rechte muss nicht der Nordstern der etablierten Politik sein, an dem man sich jeden Tag ausrichtet.

3 Nicht über jedes Stöckchen springen
Der radikalisierte Konservatismus setzt auf schnelle mediale Überwältigungskampagnen. (…) Wichtiger wäre es, reaktionsschnell eine Gegenmaßnahme (medial wie in den sozialen Netzen) bereitzuhaben, die den Kulturkampfversuch sofort abschießt. Die Themen sind so erwartbar, dass man sich ein eigenes Arsenal ohne große Mühe zurechtlegen kann.

4Gegeneskalation
Kulturkämpfe bieten ein menschenfeindliches Outlet. Es ist verfehlt, beruhigen zu wollen. Beruhigung ist eine Verliererstrategie. Denn der Frust ist berechtigt. Es obliegt demokratischen Kräften, ihn demokratisch zu deuten und zu lenken. Nur über die Bearbeitung des vorhanden Frusts kommt man politisch in die Offensive. Als beruhigende Verwalterin des Status quo geht man zu Recht unter.

5Es gibt keinen unsichtbaren Schiedsrichter
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das kein Fußballspiel ist. Es gibt keinen Schiedsrichter, der den Bruch von Usancen und Etikette bestraft. Auf die Ungeheuerlichkeit hinzuweisen und zu hoffen, dass Gelbe und Rote Karten verteilt werden, ist naiv. Sie kommen damit durch, es gibt niemanden, der das bestraft. Die demokratischen Kräfte in und außerhalb des Konservatismus müssen sich also selbst auf die Beine stellen. Empörung und Entsetzen sind zu wenig. Moralisch recht zu haben, ist zu wenig. Man muss dagegenhalten, auch wenn es wehtut.

Ende der Zitate!
Zu Punkt 3: Das klingt wie eine wirklich spannende Stellenbeschreibung, ein spannendes Projekt:

  • Produzent:in / Verfasser:in von medialen Sofort-Gegenmaßnahmen gegen rechtsextreme Troll-Kampagnen.
  • Antizipieren von Fascho-Medien- Kampagnen (stimmt, soviele Themen hamm die nicht)
  • Und Auf-Vorrat-Produktion von wirksamen Gegenmaßnahmen

Da hätt ich Bock auf… Könnte die LINKE mit den Grünen ne eigene Medien-Abteilung für gründen.

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In der Zwischenzeit, während Amerika auf seinen pädophilen Vergewaltiger-Präsidenten starrt, bombardiert Netanyahu zur Abwechslung mal Syrien - natürlich nur, um die drusische Minderheit zu schützen. In den Folgetagen seither dezimiert die israelische Luftwaffe gezielt syrische Infanterie und Panzerstellungen.

Selbst T-Online (weiß Gott kein Inbegriff eines antisemitischen Portals) merkt an:
„ Die israelische Armee kann in Syrien vor allem ihre militärische Überlegenheit ausspielen. Ähnlich wie im Libanon kann es Angriffe auf ein anderes Land starten, weil die israelische Armee militärisch deutlich überlegen ist. Bei dem Luftangriff auf Damaskus starben etwa 15 Angehörige des syrischen Verteidigungs- und Innenministeriums – im Normalfall wäre ein derartiger Angriff eine Kriegserklärung.“

Netanyahu glaubt, das Recht zu haben, jedes Land mit islamistischen Machthabern präventiv bombardieren zu dürfen. Bzgl. Syrien hat er formuliert, dass Israel eine entmilitarisierte Zone im Süden Syriens mit Gewalt zu seinem Schutz durchsetzen würde. Mit derselben Logik wütet Putin seit drei Jahren in der Ost-Ukraine.

Ich habe ein Interview mit einem orthodoxen amerikanischen Juden gesehen, der sagte: „Seitdem Netanyahu in Jerusalem an der Macht ist, ist der gefährlichste Platz für Juden auf der Welt - Israel.“
Mit meinen Worten: Bald wird kein Araber mehr leben, der noch bereit wäre, mit Israel Frieden egal welcher Art zu schließen. Und Netanyahu wird ohne Krieg gegen die ganze arabische Welt politisch nicht überleben können.

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Zum Thema Schule.
Ich habe heuer die Aufgabe, in einer schulartunabhängigen Deutschklasse zu unterrichten. Das heißt übersetzt, dass an bayerischen Realschulen und Gymnasien, also an Schularten die vom Niveau her über dem der Mittelschule liegen, Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet werden, deren sprachliche Kenntnisse nicht für eine Teilnahme am Unterricht an einer Mittelschule reichten und die man durch gezielte Förderung in kleinen Gruppen in 1-2 Jahren so weit bringen möchte, dass sie in einem normalen Klassenverband an einer der drei Schulformen Gymnasium, Realschule oder Mittelschule einen Schulabschluss machen.
So sieht es in der Theorie aus. Die Klassenstärke umfasst aktuell 12 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 13 (maximal erlaubt wären 16 Kinder, aber durch Umzüge in andere Landkreise oder Bundesländer sind es aktuell eben nur noch 12) und ist somit sehr überschaubar. Die Kinder werden dort ausschließlich von ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet, die teilweise sogar eine Extraausbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache haben.
Dennoch haben wir am Ende dieses Schuljahres (2 Wochen noch bis zu den Ferien) Kinder, die gefühlt maximal 10 Wörter Deutsch sprechen und kaum jemanden, der nach diesem einen Jahr (die Kinder sind aber meistens sogar schon seit 3 oder mehr Jahren in Deutschland), in der Lage wäre, auch nur einfache Arbeitsanweisungen - egal ob schriftlich oder mündlich - zu verstehen. Kurz gesagt: trotz eigentlich guter (und vor allem finanzintensiver Förderung) gelingt es kaum, zufriedenstellende Fortschritte zu erzielen. Und wenn man sich mit anderen Kollegen aus bayerischen Schulen unterhält, die ebensolche Klassen eingerichtet haben, erhält man Antworten, die zu 99% deckungsgleich sind.
Was immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass es meistens 1 oder 2 Schüler aus jeder Nationalität gibt (also z.B. bei den Ukrainern, Syrern, Afghanen oder Somaliern), die die Sprache zumindest rudimentär beherrschen, und dann für ihre Landsleute den Dolmetscher machen. Prinzipiell spricht nichts gegen diese Hilfe. Allerdings sinkt dadurch oftmals auch die Motivation für diese Schüler, sich zu engagieren. Man hat ja schließlich jemanden, der einem übersetzt und wenn das nicht klapp, hat man immer noch Übersetzungsprogramme am Handy, das natürlich immer verwendet werden darf, auch wenn eher selten das Übersetzungsprogramm läuft.
Was wir hier also erleben, ist im Kleinen das, was sich an fast allen deutschen Schulen in der jeweils niedrigsten Schulart eines Schulsystems abspielt. Die Unterrichtssprache mag zwar Deutsch sein, aber viele Kinder sehen gar nicht mehr die Notwendigkeit, Deutsch überhaupt zu lernen, weil sie es nicht für nötig erachten.
Natalie Pawlik, die Integrationsbeauftragte der SPD, die als 6jähriges Kind mit ihren Eltern und Großeltern aus Russland nach Deutschland auswanderte, berichtete unlängst davon, dass sie als Kind deshalb schnell Deutsch lernen musste, weil sie sich sonst außerhalb ihres familiären Umfeldes nicht hätte zurechtfinden können. So war sie schon als Grundschulkind so weit, ihre Großeltern, die sich beim Erlernen der Sprache bedeutend schwerer taten, zu Arztbesuchen zu begleiten. Und genau diese Notwendigkeit eine Sprache zu lernen ist auch der Grund gewesen, warum man Mühen auf sich nimmt.
Wenn es heute aber funktioniert, ohne Deutschkenntnisse zumindest vernünftig in Deutschland zu leben, kannst du Förderprogramme auflegen, so viel du willst und könntest wahrscheinlich viele Millionen statt für Bundeswehr in Sprachkurse investieren und du wirst trotzdem nicht erreichen, dass die Motivation sich erhöht.
Und da finde ich den Vorschlag, von Aufteilung der Schüler gar nicht mal so abwegig, weil dadurch einfach der Druck, Deutsch lernen zu müssen, höher wird. Noten, Aussichten auf bessere berufliche Perspektiven etc. sind nicht für alle Motivationsaspekte, die ausreichen würden. Es ist eben manchmal nicht nur der Fehler des aufnehmenden Landes, zu wenig Geld für sprachliche Förderung zu investieren.
Ich würde es durchaus begrüßen, bei der Zusammensetzung von Klassen die Deutschkenntnisse und die verschiedenen Ethnien sehr stark einzubeziehen, weil es mMn für einen langfristigen Lernerfolg mitentscheidend ist, die Notwendigkeit für das Erlernen der Sprache zu sehen und - entschuldige irgendwelche Allgemeinplätze - bei 10 Syrern in einer Klasse ist nun einmal eher zu erwarten, dass ein paar davon den ganzen Schultag kein Wort deutsch sprechen werden.
Im Erwachsenenbereich ist es übrigens nicht anders. Auch hier muss man mMn die nationale Zusammensetzung in Sprachkursen und gerade auch im Berufsleben dahingehend überdenken, dass zu viele Menschen aus einem Land im gleichen Beruf auch Nachteile für die Integration bedeuten können.
Ich weiß von einer dänischen Firma in Esbjerg, die bewusst Frauen aus Somalia in unterschiedliche Abteilungen versetzt hat, weil folgendes Phänomen zu beobachten war:
Die erste Frau, die von der Firma eingestellt wurde, war als einzige Somalierin gezwungen, schnell Dänisch zu lernen, um sich in ihrer Arbeitsumgebung zurechtzufinden. In den kommenden Jahren kamen immer mehr dazu und viele davon hatten überhaupt keine Motivation mehr, die durchaus vorhandenen Sprachkurse zu besuchen bzw. den Kontakt zu anderen Arbeiterinnen und Arbeitern außerhalb ihres Kulturkreises zu suchen, da sie ja jemanden hatten, der die Arbeitsanweisungen in ihre Muttersprache übersetzen konnte. Abhilfe schaffte tatsächlich erst das bewusste Versetzen in andere Abteilungen der Firma. Hier sehe ich also durchaus eine Bestätigung dafür, dass das auch an Schulen funktionieren könnte und man hier tätig werden muss.
Wenn dich das an Selektion, Ghetto etc. erinnert, dann halte ich dagegen und sage, dass das bisherige System die Ghettobildung noch mehr fördert.

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Danke für die ausführliche Rückmeldung @willythegreat ,die zeigt, dass Du über weit mehr Praxiserfahrung als ich verfügst, welche natürlich auch mich sehr nachdenklich macht.

Dein Beispiel der dänischen Firma scheint mir überzeugend. Aber das Problem von Menschen, die Jahrzehnte in Deutschland ohne wirkliche Sprachkenntnisse leben, ist weder neu noch wird es durch Quoten gelöst.

Ich hatte einen Angestellten über Jahre, Türke in zweiter Generation, in Deutschland geboren, aufgewachsen, ausgebildet, perfektes akzentfreies Deutsch, der in der Türkei geheiratet hatte und seine Frau mitbrachte nach Deutschland. Die Kinder sind inzwischen groß und aus dem Haus. Die Frau spricht immer noch kein Wort Deutsch.
Aus der ersten Gastarbeiter:innen-Generation der 60er/70er Jahre sind so manche nicht über ein bruchstückhaftes rudimentäres Deutsch hinausgekommen.
Ein zweiter Mitarbeiter meiner Firma war polnischer Maurer, ein da Vinci mit der Kelle. Er lebt jetzt seit rund 25 Jahren in Deutschland und ist über ein Radebrechen nie hinausgekommen. Ich hab ihm Sprachkurse bezahlt, täglich mit ihm Frühstück und Mittag geteilt, wir waren gut befreundet und haben oft Freizeit miteinander verbracht. Die Sprachkurse hat er zum Flirten benutzt, sobald eine polnische Frau drauf ansprang, machte sie seine Hausaufgaben. Die dritte ist bei ihm eingezogen, sie leben heute noch zusammen - und er spricht mit ihr natürlich polnisch. Die Frau spricht inzwischen einigermaßen fehlerfrei Deutsch. Mein da Vinci spricht genauso viel Deutsch wie im Jahre 2000: „Machen remont? Keine Problem.“
Die Geschichte soll sagen: Nicht alle Sprachprobleme lassen sich beheben - weder durch Quote noch mit viel Kohle.

Es braucht mehr Menschen wie Dich, die unsere Integration beraten.

Aber dennoch: dass die CDU einen Quoten-Deckel für Klassenzusammensetzungen fordert, das tut sie nicht, um Lehrer:innen vor Ort zu stärken und unterstützen. Sondern weil sich das leicht vermarkten läßt als „wir sorgen für unsere deutschen Kinder“ - ganz im Sinne von @Alex

Eine Quote (ganz abgesehen vom Wahnwitz der praktischen Umsetzung - wer prüft? welche Kriterien? neue Behörde?) löst mbMn nicht ein einziges Problem.
Ich sehe viel mehr Bedarf an Entscheidungs- und Handlungsfreiraum für die Lehrer:innen vor Ort (im Sinne einer „dänischen“ Lösung z.Bsp.) Und nach wie vor glaube ich nicht, dass eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung in deinem Berufsumfeld nicht ebenfalls helfen würde - und zwar spürbar.

Ich persönlich bin zum Beispiel beeindruckt vom Projekt der Scoring Girls der Tekkal-Schwestern Tugba und Düzen. Die Mädels in den Interviews (zwei, drei, fünf Jahre in Deutschland) sprechen fließend Deutsch. Und kommen weiß Gott nicht aus bildungsnahen Elternhäusern. Aber sie lernen die Sprache, machen Schulabschlüsse, beginnen Ausbildungen.

Ich glaube weiterhin an die Kraft des gemeinsamen Machens.

PS: und bin weit davon entfernt, das Thema Integration auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber ich fürchte, eine Schul-Quote für Migrant:innen führt uns kaum weiter.

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Das Problem ist, wenn man so etwas wie ein Aufbrechen von Strukturen, in dem Fall der Zusammensetzung einer Klasse bzw. einer Schule durchführen möchte, das Ganze durch Gesetze geregelt werden muss und diese durch nachvollziehbare, belastbare Zahlen hinterfüttert werden müssen.
Was passiert sonst? Jemand klagt dagegen und zwar aus Klägersicht wohl auch zurecht. Lass mal Familie XY einen Brief von der Schule zugeschickt bekommen, in dem steht, dass ihr Kind aufgrund seiner (noch) zu mangelhaften Deutschkenntnisse und der Tatsache, dass schon in jeder Klasse der Jahrgangsstufe mehrere Kinder mit ebenfalls gleicher Nationalität und den gleichen Defiziten sitzen, an eine andere Schule in einem anderen Dorf, Stadtteil… gehen muss, weil die Schule sich dadurch mehr Fortschritte für die Entwicklung des Kindes erhofft. Die Klage beim Schulamt oder wo auch immer ist wahrscheinlich schneller eingereicht, als wir uns das alle vorstellen können. Natürlich im konkreten Fall auch zurecht, weil es mit Unbequemlichkeiten (längerer Schulweg) verbunden ist. Wenn du hier die Entscheidungsträger nicht mit konkreten Quoten absicherst, wird es nur Klagen und Beschwerden und keinerlei Besserung geben. Und da hilft es sicher nur wenig, wenn man den Schulen mehr Handlungsspielraum gibt. Ich bin bei Weitem kein Freund davon, dass Schulen nur Befehlsempfänger von Ministerien sind, aber in dem Fall braucht es mMn klare Vorgaben von oben, um die Schulen zu stärken. Und so manche Schule in bestimmten Vierteln ist mMn aktuell nur noch zu retten, wenn bestimmte Strukturen aufgebrochen werden. Und da sollte man dann nicht nur die Sprache als Argument anführen, sondern auch bestimmte Verhaltensweisen, bei denen wir uns hinterfragen müssen, ob wir sie tolerieren wollen. Wollen wir, dass an so mancher Schule eine konservativ muslimische Mehrheit homosexuelle Lehrer schikaniert bzw. allgemein weiblichen Lehrkräften das Leben zur Hölle macht. Wollen wir, dass sich männliche Jugendliche gegenüber muslimischen Mädchen als Sittenwächter aufspielen? Wollen wir, dass Lehrer im Unterricht das Thema Holocaust nicht mehr thematisieren, um keine Jubelstürme aus diesem Kulturkreis hervorzurufen? Das alles ist Alltag an so manchen Schulen in Deutschland.
Ich denke, die Antwort muss genauso wie bei Schulen mit erhöhtem Anteil an rechtsextremen Nachwuchshohlköpfen und ihren menschenverachtenden Thesen sein: Keine Toleranz.
Und klare Kante - z.B. auch in Form von Schulverweisen bzw. dem erzwungenen Wechsel an eine andere Schule - ist mMn kein Zeichen von fehlendem pädagogischen Einfühlungsvermögen, sondern von Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft und die Zukunft unseres Landes.
Und einmal ganz unpädagogisch gesagt: je mehr Arschlöcher auf einem Haufen sitzen, desto schwerer ist die Klasse zu unterrichten.

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Ja Du hast mich grundsätzlich überzeugt. Danke. Bezüglich der Ausführungsdetails (und der öffentlichen Einführung) bleibe ich besorgt. Ich fürchte, dass im Kielwasser einer solchen politischen Regelung weitere Einschnitte folgen. Das Ganze macht keinen Sinn ohne gleichzeitige personelle und finanzielle Stärkung einer Integrationspolitik. Und da befürchte ich eine Stärkung der ideologischen Gegner von inklusiver und integrativer Bildungsarbeit.

Aber erstmal: Ja, die Bildungsbehörden brauchen legislative Grundlagen, die ein Aufbrechen fest- und vor die Wand gefahrener Strukturen ermöglichen. Das sehe ich genauso. Du hast recht: es kann keine willkürlichen Aktionen geben, sonst versinken die Schulen in Klagewellen.

Und nein: Ich begrüße keineswegs, wenn…

Ich hab Dir mit meinen beiden Beispielen signalisieren wollen, dass mir das weiß Gott nicht schmeckt. Aber ein christlich-fundamentalistischer Rollback wie derzeit in den USA ist mir ebenso ein ebensolch humanistischer Graus: Und es geht auch hier in Deutschland bereits los, dass sich die fundamentalistischen Sittenwächter die Kontrolle über die Gleichberechtigung der Frau zurückerobern. Wie sonst wäre es möglich, ohne jegliche inhaltliche Grundlage eine beruflich hoch angesehene Frau in aller Öffentlichkeit komplett zu vernichten - auf der Grundlage von Verleumdungen, Lügen und Beleidigungen, ohne dass die Verantwortlichen dafür in Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden?
Klare Kante gegen Fundamentalismus - ich stelle mir eine unheilige Allianz von AfD-Propagandist:innen wie BvS, christlichen Lebensschützer:innen gegen Homosexuelle und queere Lehrer:innen vor, die von muslimischen Männern kopfnickend befürwortet wird.
Fangen wir mal mit klarer Kante an - Nius, Reichelt und BvS wegen Verleumdung öffentlich anklagen - eine Dokumentation des Ablaufes, im Bundestag verlesen von Jens Spahn, mit anschließender Entschuldigung bei FBG von Fritze Merz - datt wär doch mal n Zeichen gegen religiösen Wahn und Fundamentalismus.
Klare Kante gegen Arschlöcher auf einem Haufen - da brauchst Du mich nicht lang bitten! Weder in der Schule noch sonstwo!

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Meinst du, dass nicht auch gegen einen männlichen Richter eine ähnliche Kampagne aufgezogen worden wäre? So sehr die Maßnahmen zu verurteilen sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass es anders gewesen wäre, wenn statt FBG ein Mann mit ähnlicher Reputation und ähnlichen Ansichten vorgeschlagen worden wäre.
Ansonsten ist es natürlich sehr bedenklich, wie gerade im Bereich Gleichberechtigung an den Stellschrauben gedreht wird.
Für klare Kante bin ich auch immer zu haben. Genauso, wie du von der Union eine klare Abgrenzung zu Rechtspopulisten forderst, würde ich es aber auch einfach mal stark finden, wenn auch andere Parteien in einem Bereich, in dem man auch eigene Anhänger oder potentielle Wähler verprellen könnte, „auf den Putz hauen“. Wie wäre es, wenn sich Heidi Reichinnek mal ans Rednerpult stellt und klar Stellung bezieht, dass jeder Migrant in Deutschland, der seine Frau oder Tochter unterdrückt, der Juden verbal oder körperlich attackiert, der andere sexuelle Orientierungen vehement ablehnt und queere Menschen beschimpft, der meint, dass man sich nicht an Gesetze halten muss oder dass jede nicht-verschleierte Frau quasi Freiwild ist, mit einer solchen Einstellung unerwünscht ist. Wie wäre es mal damit, klar zu sagen, dass jeder Politiker und jede NGO, die solche Verfehlungen mit dem Hinweis auf kulturelle Unterschiede oder schwierige Biographien relativieren will, einer bunten Gesellschaft keinen Gefallen tut. Mit solchen Aussagen wäre mal Eindruck zu schinden.
Wenn konservative Politiker gegen Straftäter aus migrantischem Niveau schimpfen bzw. Linke, SPD oder Grüne sich gegen Rechtsextreme auflehnen, dann ist das vorhersehbar und hat für mich auch etwas von - ich zitiere den Song „Awarenesskonzept“ vom neuen Album von Feine Sahne Fischfilet - Gratismut, mit dem man bei der eigenen Klientel punkten kann, aber kaum jemanden aus dem anderen Lager beeindruckt. Das ginge hingegen mit den von dir vorgeschlagenen Beispielen und auch mit den von mir angeführten Möglichkeiten ganz gut wie ich finde. Wird es passieren? Ich denke eher nicht, denn wenn mal jemand etwas sagt, das gegen Teile der eigenen Klientel bzw. deren Weltbild geht, heißt es gleich Feuer Frei und es gibt einen veritablen Shitstorm, siehe Cem Özdemir, an dessen Aussagen bzgl. seiner Töchter ich nachwievor nichts Schlimmes finden kann (die Diskussion hatten wir vor ein paar Monaten schon einmal).

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Danke für diesen lesenswerten Beitrag, @willythegreat. Zwei kurze Gedanken dazu:

  1. Ich habe erhebliche Skepsis, ob eine Migrantenkinder-Höchstquote für Schulklassen funktionieren würde oder sinnvoll wäre. Wie aus dem von mir verlinkten Gespräch zwischen Frau Schmoll, Frau Stein und Herrn Schleicher hervorging,
    a) beträgt in vielen Gegenden Deutschlands der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bereits 40 Prozent und mehr. Damit sind flächendeckende Obergrenzen schon rein logisch unmöglich, sofern sie unterhalb dieses Werts liegen sollen (was ja wahrscheinlich wohl der Fall wäre);
    b) ist das Problem von für den Schulunterricht zu schlechten Deutschkenntnissen mit der Heuristik „Migrationshintergrund“ nicht sinnvoll erfasst, weil es
    b1) einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund gibt, die bereits in der zweiten oder dritten Generation hier sind und vollkommen hinreichendes Deutsch sprechen; und weil es
    b2) auch sehr viele „herkunftsdeutsche“ Kinder gibt, vornehmlich aus sozial und ökonomisch schwachen Familien, die keine schuladäquaten Deutschkenntnisse haben.
    Eine Migrantenkinder-Höchstquote würde konzeptionsbedingt erste fälschlicherweise und letzte nicht erfassen.

  2. Um einmal dem Techno-Optimisten in mir freien Lauf zu lassen: Vielleicht sind Deutschkenntnisse für Schüler nichtdeutscher Herkunft bald ohnehin nicht mehr wichtig, zumindest was ihre Chancen bei der Ausbildung und die Verständigung am Arbeitsplatz betrifft. Ein Smartphone hat heute ein jeder und Echtzeit-Übersetzungen mit Sprachausgabe von zahlreichen Sprachen ins Deutsche und zurück sind keine Science-Fiction mehr, sondern praktische Wirklichkeit. Nach Tausenden von Jahren schickt sich der technische Fortschritt an, die babylonische Sprachverwirrung wieder zu beenden. Diese Alternative zur Anforderung der Beherrschung der deutschen Sprache hätte praktisch ganz extreme Vorteile:
    a) Die Kinder könnten zu Hause mit ihren Familien durchgängig in ihrer Herkunftssprache kommunizieren und wenigstens eine Sprache vernünftig lernen (mindestens eine Sprache vernünftig zu beherrschen, bliebe ja immer noch notwendig);
    b) man könnte sich all den zeit- und personalintensiven Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht sparen und den Kindern in der gleichen Zeit stattdessen lieber Mathematik, Physik oder Geschichte beibringen oder sie handwerklich oder sportlich fördern.

    Das Problem, das damit noch nicht gelöst ist, ist das der generell insuffizienten Beherrschung überhaupt irgendeiner Sprache, das ja auch nennenswert viele herkunftsdeutsche Kinder aus sozial und ökonomisch schwachen Familien betrifft. Das Problem wäre separat zu betrachten.

Ich würde hier etwas präzisieren:
es geht mir vorrangig um die Kinder, die überhaupt oder fast kein Deutsch verstehen und hier sollte es mMn eine Lösung geben, die sicherstellt, dass der Anteil solcher Kinder in einer Klasse nicht zu hoch ist wegen der von mir angesprochenen negativen Folgen für den Spracherwerb.
Dein anderer Gedanke ist etwas, worüber man sich gerne Gedanken machen kann. Ich kann mir vorstellen, dass das in manchen Berufen ganz gut funktionieren könnte, in anderen aber nur sehr schwer.
Mit dem Gedanken, dass ich in einem Land leben möchte, aber dafür nicht einmal die Sprache sprechen muss, tue ich mich persönlich schwer, denn ich möchte ja auch mit den Menschen dort außerhalb meines eigenen Kulturkreises kommunizieren können und zwar wenn möglich ohne Hilfsmittel digitaler Art. Ich finde, dass das Beherrschen der Sprache ein wichtiger Faktor für die Integration ist, aber vielleicht bin ich da zu altmodisch.

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Macht sie. Zur Genüge.
Sie verwendet lediglich ein Wort anders als Herr Özdemir oder Du.
Bei ihr steht nicht das Wort „Migrant“, sondern das Wort „Mann“.

Doch wenn ich dich recht verstehe, soll Heidi ab sofort die Kritik an Männern,

… Christdemokratischen Männern überlassen, um sich von Männern wie Dir nicht der „Moral im Höhenflug“ bezichtigen lassen zu müssen: Ausgewiesenen CDU-Feministen wie Fritze Merz, für den Vergewaltigung in der Ehe kein Straftatbestand sein sollte.

Heidi, (be)halt fortan deine Klappe und „deine tollen Phrasen“ gefälligst bei Dir: Den Kampf gegen Arschlöcher, die…

…übernimmt jetzt @willythegreat mit seiner Christdemokratischen Diversity-Guerilla (CDDG) unter Vorsitz von Julia Klöckner.

Und eins noch Heidi: All die Alibi-Sprüche hinter deiner „Gold-Fassade“ kannst Du Dir künftig sparen - ist eh alles nur Fishing for Feine Sahne, Du bist von @willythegreat durchschaut.
Dein Abgeordnetenhonorar zum großen Teil in einen Rechtshilfe-Fond spenden, bringt nix mehr - mach’s wie einer der anderen Straftäter im Bundestag,…

Mach’s wie Dobrindt von der CDU und brich EU-Recht (Dublin III). Mach’s wie Bystron von der AFD, betreibe Geldwäsche für russische Internetportale und verstecke dich hinter deiner EU-Parlaments-Immunität.
Mach’s wie Thomas Hacker von der FDP, lass dich wegen zweimaligem Steuerbetrug zu einem Jahr auf Bewährung verknacken und kandidiere währenddessen erneut für den Bundestag.

Und damit das klar ist, Heidi:
Die wahren Arschlöcher sind die, die billigen Applaus absahnen, indem sie
„Für Menschrechte, Klimafrieden, gegen Nazis, und alles Schlechte, Supernova, Massenmord im Sonnenschein, Bequem im Szenekiez, Queers for Palestine“ agitieren.
@willythegreat hat dich fotografiert, Heidi: auf der Sonnenliege im „Free Palestine“- Badeanzug mit Selfie-Smartphone in der Linken und in der Rechten einen Sex-on-the-beach, den der schnuckelige Neger-Kellner gebracht hat.
Und anschließend hat @willythegreat Deine Public-Relations-Show entlarvt, auf der Du
mit viel Gratismut mal wieder migrantische Messermörder

…bevor Du in deinen „Szenekiez“ zurückkehrst, um Dich dort im Club von Deinen „besten neuen“ Fischfilet-Freunden abfeiern zu lassen:
„Applaus, Applaus
Der Vorhang geht auf und alle rasten aus
Applaus, Applaus
Ob Freund, ob Feind, alle stimmen mit ein“

Heidi - Du bist durchschaut! @willythegreat hat Dir die goldene Maske vom selbstgerechten Gesicht gerissen!

Aber es ist richtig, was Du zum Ende sagst

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@Manowar: Keine Sorge, gelegentlich lese ich schon noch mit. Ohne diesen Post bewerten zu wollen, spreche ich Dir die Legitimation ab, ihn - oder andere - zu melden. Du genießt hier Duldung trotz Hausverbots, diese bedeutet nicht, dass Du Dir Freiheiten herausnehmen kannst. Die Auseinandersetzung über strittige Kommentare musst Du schon den regulären Mitgliedern der Community überlassen. Meine Meinung.

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Mit Verlaub, mein werter @Gratschifter, aber das ist schon ein gewaltig polemisch formulierter Text, der @willythegreat auch ganz persönlich angreift. Ich denke, das hast du überhaupt gar nicht nötig: du bist wortgewandt und hast in zahlreichen Beiträgen auch hier im Politikthread bewiesen, dass man sehr meinungsstark und mit Argumenten unterfüttert eine Position vertreten kann. Ähnliches hat @willythegreat oben gemacht, denke ich: die Argumente passen dir vielleicht nicht, aber so zu kontern hilft m. E. wirklich nicht weiter.

Wie könnte @willythegreat denn aus deiner Sicht auf solch eine auch auf ihn persönlich abzielende Polemik reagieren, ohne dass es ebenfalls polemisch und persönlich wird?

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