Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 4)

Und zum Thema: Alles wird besser in Ländern, denen die USA die Pax Americana bringen, von meiner Seite aus immer wieder dieselbe fassungslos-bescheidene Frage:

Die drei Hauptkriege der USA im 21sten Jahrhundert waren bislang der Irak, Afghanistan und Syrien: Allesamt inzwischen Vorzeigestaaten für demokratische Tugenden, Menschenrechte und gesellschaftlichen Wohlstand.

Aber das liegt ja an der Kack-Religion in den Ländern, dass die einfach nicht begreifen wollen, wie gut wir’s mit ihnen wirklich meinen. Wir schmeißen da Bomben noch und nöcher drauf, aber die Blödmänner kapieren einfach nicht, dass da überall dick und fett Demokratie und Freiheit draufgeschrieben steht. Die müssen dich nur umsetzen, was wir ihnen in die uneinsichtigen Hirne bomben. Aber statt dessen: Ständig neuer Nachwuchs für die Terrorcamps in den Wüstenländern. Wo die auch immer herkommen… nicht zu verstehen. :thinking::face_with_peeking_eye:

Naja, im Iran wird’s bestimmt demnächst klappen mit Frieden, Freiheit und Demokratie. Gibt’s dann auch noch irgendeinen Soccer-Peace-Price für. Schöne Neue Welt!

Postskriptum Eins:

Der Vollständigkeit und Fairnis halber - der Globale Krieg gegen den Terror der USA hat zwar den Islamischen Staat (ISIS und Daesh) nicht verschwinden lassen (was auch auf militärischem Wege gar nicht möglich ist), aber zumindest dafür gesorgt, dass der Einfluss dieser bekloppten Fundamentalisten zurückgedrängt und auf das Niveau eines „normalen“ Terrorismus gestutzt wurde. Die Länder, in denen ISIS gewütet hatte, sind allerdings nach wie vor Kriegs- und Krisengebiete, dramatisch unterentwickelt und von demokratischen Strukturen genauso weit entfernt wie zur Jahrtausendwende.

Postskriptum Zwo:

Ich hatte das im April 25 schon mal gefragt:

Und über die Verbesserung der Lebensbedingungen in Afghanistan und Syrien im Vergleich zu 2000 wollen wir jetzt nicht wirklich auch noch reden, oder?

Falls das für dieses Jahrtausend noch nicht reicht: 2004 waren US-Truppen auch noch in Haiti mit militärischen Friedensmissionen engagiert. Haiti - das ist diese seither prosperierende, aufstrebende, wirtschaftlich boomende Insel neben dem kommunistischen Insel-Reich des Bösen - das Land, in dem Milch und Honig fließen. Die Kubaner wären glücklich, mit dem haitianischen Wohlstand tauschen zu dürfen.

Jau, wo US-amerikanische Militärstiefel den Strand betreten, blühen in der Folge Frieden und Freiheit - und den Menschen droht Wohlstand vom Feinsten.

Postskriptum Drei:

Wer hier jetzt rauslesen will, dass dies alles ein Plädoyer für venezolanische oder kubanische Demokratieerfolge sei, dem ist nicht mehr zu helfen. Nur: Den Menschen in den US-militärisch befreiten Ländern, Staaten und Regionen geht’s eigentlich meistenteils genauso beschissen wie vor ihrer Befreiung. Können ja mal mit afghanischen Frauen oder den Angehörigen von einer halben Million irakischer Kriegs-Folge-Toter darüber diskutieren. Aber in Venezuela - da bricht jetzt der Wohlstand aus, da wird jetzt alles anders, da wird jetzt alles gut.

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