Was mich am meisten stört, ist die Doppelmoral, mit der Leid bewertet wird. Wenn Flüchtlinge an den Grenzen zurückgedrängt werden, in Wäldern elendig sterben oder unter unmenschlichen Bedingungen einen riesigen Umweg gehen müssen, um woanders eventuell aufgenommen zu werden (oder nicht), ständig im Unklaren darüber, ob sie den nächsten Tag noch erleben werden, ob sie insgesamt überleben werden, ob sie noch eine Zukunft haben, dann ist das tolle Politik von Polen und Ungarn, weil dieses Leid entweder in der Öffentlichkeit kaum stattfindet, oder diese Menschen für einen selbst eben Menschen zweiter Klasse sind (anders wärs ja nicht zu erklären). Lieber sollen die elendig sterben, weil es ja vielleicht sein könnte, dass einer unter ihnen irgendwann durchdreht und zum Attentäter wird. Und weil es ja eventuell vielleicht womöglich sein könnte, kulten wir Orban dafür ab, dass er tolle Zäune gebaut hat.
Klar. Gerade mal 10 Tage registriert, und schon sollen andere Dir die Arbeit abnehmen. Lustiger Ansatz. Wie wär’s, wenn Du erstmal Bälle und Tore schleppen würdest? Hat noch keinem Greenhorn geschadet.
Es wäre doch ein Einfaches, ein Gesetz zu verabschieden, dass alleine schon der Besitz solcher Waffen eine langjährige Haftstrafe nach sich zieht und bei Benutzung noch einmal ein paar Jahre draufgebrummt werden. So etwas hätte spätestens seit Silvester in Angriff genommen werden müssen, als es ebenfalls Jugendliche bzw. junge Erwachsene für lustig empfanden mit solchen Kugelbomben buchstäblich ein Feuerwerk zu veranstalten. Ich hoffe, dass die mittlerweile nicht schon wieder auf freiem Fuß sind.
Nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag: wie wäre es den Täter von gestern mit den Tätern von Silvester in eine Zelle zu sperren? Darwin läßt grüßen.
Im Ernst: es kotzt mich einfach an (egal von welcher Seite die Gewalt ausgeht), wenn jemand meint, für seine Probleme andere in Mitleidenschaft ziehen zu müssen, die absolut unschuldig sind oder meint, das Gewalt ein Mittel ist, um seine Weltanschauung durchzusetzen.
Ergänzend zu meinem Beitrag weiter oben: Wie groß wäre dieser Vorfall wohl medial und in den sozialen Medien gespielt worden, stünde dort nicht, dass der Täter ein Deutscher war?
Es ist die bittere Realität, dass der Unterschied zwischen einem „normalen Mord“ und dem, was groß gemacht wird, viel zu oft die Nationalität des Täters ist.
Aber auch so erhielt der Fall mMn für einen Angriff ohne Todesfolge ziemlich viel Aufmerksamkeit. Wenn ich bei google „messerangriff ratingen“ eingebe, kommen da schon einige Anzeigen auch von überregionalen Medien. (z.B. Spiegel, RND, tagesschau). Einige haben den Fall möglicherweise ausgewählt, weil sie dachten, dass Messerkriminalität möglicherweise auf einen Migranten als Täter hinweisen könnte.
Ich denke allerdings nicht, dass auf eine Berichterstattung ganz verzichtet worden wäre, wenn schon unmittelbar nach dem Angriff klar gewesen wäre, dass es sich um einen Täter deutscher Staatsangehörigkeit handelte.
Es handelt sich wie gesagt um einen Angriff ohne Todesfolge. Wird über so etwas eigentlich regelmäßig in den überregionalen Medien berichtet?
Ganz weit oben bei der Suchanfrage bei google kommt übrigens die Homepage der AfD, auf der über den Fall auch berichtet wird, obwohl die Tat ja nicht, wie es der AfD wohl besser passen würde, einem Migranten zur Last gelegt werden kann.
Furchtbar, ja, wie selbst die Öffentlich/Rechtlichen sich da (natürlich ungewollt, macht es aber nicht viel besser) vor den Karren der Rechten spannen lassen.
Aber in dem Fall wurde schon überregional berichtet, als noch gar nicht klar war, dass es sich um einen deutschen Täter handelt. Geschah das wirklich nur, weil man dachte, dass die Tat wahrscheinlich auf das Konto eines Migranten gehen würde und man quasi Angst davor hatte, eine Story zu verpassen, wenn man auf Details zum Täter wartet?
Wird so wirklich gearbeitet mittlerweile in Redaktionen?
Das ist ein (sehr nerviges) Missverständnis. Mir geht es darum, wie groß ein Fall anschließend gemacht wird in der gesamten Öffentlichkeit, wo diese Artikel auftauchen, wie darüber in der Folge berichtet wird.
Und wer behauptet, die Herkunft des Täters spiele hier keine Rolle, der lügt sich selbst an.
All das was Gerhart Baum im folgenden Video dazu sagt:
In den über zwei Jahren ist viel passiert,
ich würde nicht mehr davon sprechen, dass die Mitte infiziert werden könnte,
denn sie ist es bereits.
Und was deine Kritik zum ÖRR, den Medien, der Berichterstattung oder auch deine oben geschriebene vielschichtige Kritik angeht, sind nur die Folgen der Infizierung.
Der ÖRR ist aktuell scheinbar das, was Schiedsrichter beim Fußball sind. Egal wie groß die Rivalität zwischen zwei Teams ist, wird man nach dem Spiel häufig einen gemeinsamen Nenner finden, nämlich wie schlecht der Schiedsrichter war.
Aktuell ist zu beobachten, dass egal ob von links oder von rechts der ÖRR seine Prügel beziehen muss.
Hier wurde heute die Schwerpunktsetzung und der Umgang mit der AfD genannt. Die Gegenseite führt seit Jahren auf, dass die AfD im ÖRR ausgegrenzt wird. Zuletzt wurde als Begründung z.B. die Zusammensetzung des Publikums angeführt oder auch die Tatsache, dass Balkendiagramme nicht maßstabsgetreu dargestellt wurden. Auch den Vorwurf, dass Moderatoren voreingenommen sind, hört man immer wieder und dass bestimmte Moderatoren teilweise Narrenfreiheit genießen (z.B. Böhmermann) ist ebenfalls ein beliebtes Narrativ.
Ich muss sagen, dass beim ÖRR durchaus Dinge passieren, bei denen ich mich frage, was das soll bzw. wie man so unqualifiziert arbeiten kann.
Ein Paradebeispiel für Inkompetenz war für mich im letzten Jahr der MDR-Reporter, der Höcke vor der Landtagswahl interviewte. Er war nicht in der Lage auf Höckes spontane Entgleisung bzgl. Inklusion einzugehen, weil er lieber seinen „Knüller“ bringen wollte, dass Höcke seinen Wahlkreis wechselt. Und Beispiele dafür, wie es versäumt wurde, AfD-Politiker oder auch Frau Wagenknecht zu entzaubern, hätte es wahrlich genug gegeben. Ich denke mir oft bei Talkshows, warum man - wenn es mal gelingt, jemanden in Bedrängnis zu bringen - wieder die Daumenschrauben lockert.
Auf der anderen Seite frage ich mich aber auch, ob es angemessen ist, in der Tagesschau von linken Aktivisten zu sprechen, wenn darüber berichtet wird, dass ein Wahlbüro der CDU in Berlin gestürmt wurde und dort randaliert wurde (inklusive Bedrohung/ Einschüchterung der Mitarbeiter), ehe man beim Eintreffen der Polizei flüchtete. Das sind mMn keine Aktivisten, sondern Chaoten, Kriminelle etc. Es sollte mMn auch nicht passieren, dass ein öffentlicher Sender unter Androhung einer Klage von einem Verwaltungsgericht gezwungen werden muss, bestimmte Dinge bzgl. der letztjährigen „Wannsee-Konferenz“ nicht weiter zu verbreiten. Damit spielt man zweifelsfrei den Rechtsextremen in die Karten, weil die mal wieder die Integrität des ÖRR in Frage stellen können. Hier passieren so viele Fehler, dass jede Seite ihre Argumente hat, um ihre Anhänger zu überzeugen, dass der ÖRR entweder Steigbügelhalter der AfD ist oder einfach nur „links-grün versifft“.
Wobei es durchaus interessant wäre, ob der ÖRR noch wirklich großen Einfluss auf die Stimmabgabe der Wähler hat oder sich die Meinungsbildung schon eh in Richtung soziale Medien verabschiedet hat.
"Wusstest du, dass Deutsche in Österreich überdurchschnittlich kriminell sind? In manchen Bundesländern führen Deutsche mit Abstand die Liste der tatverdächtigen Nationalitäten an. 2023 wurden 14.727 Deutsche in Österreich tatverdächtig, dabei leben 232.786 Deutsche dort, was sie weit überdurchschnittlich tatverdächtiger macht als einheimische Österreicher. Sind Deutsche nicht integrierbar? Sind sie eine Bedrohung für den sozialen Frieden in Österreich? Liegt es an der Kultur, Religion oder den Vornamen?
Du weißt natürlich, dass das Blödsinn ist und die Staatsangehörigkeit nichts damit zu tun hat. Und auch, dass das eine manipulative Rechnung ist: Denn Deutsche können auch in Österreich Straftaten verüben, ohne dort zu wohnen. Die dort Lebenden haben nichts damit zu tun. Kein Wunder, dass sie so „überproportional kriminell“ erscheinen. Wenn man aber Vorurteile gegen Deutsche schüren wollte, könnte man diesen oder andere Tricks und Zahlen aus der PKS anwenden, um dich dazu manipulieren, zu glauben, es gäbe einen Zusammenhang zwischen Kriminalität und Herkunft. Genau das, was BILD, AfD & Co. tagtäglich leider sehr erfolgreich tun."
Am Ende ist es doch ziemlich offensichtlich warum das so ist.
Fremdenhass und Rassismus als Waffe um von anderen Themen abzulenken.
Man muss nicht über Themen wie Bekämpfung der Armut, die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Femizide, Altersstruktur und den Klimawandel sprechen wenn man den Hass und die Angst der Menschen auf Ausländer richten kann.
Und es ist natürlich eine Waffe um den Rechtspopulismus zu stärken und den Diskurs zu verschieben.
Russland und anderen Autokraten spielt das natürlich in die Karten wobei sie sich auch so kräftig einmischen.
Ich denke mal, dass es nur eine Minderheit der Deutschen ist, die ein generelles Problem mit Ausländern haben und ein Deutschland ohne Ausländer wollen. Diese Gruppe wird man nicht verändern.
Aber ich denke, dass man einer großen Gruppe derjenigen, die für härteres Vorgehen gegenüber Migranten eintreten, schon sehr entgegenkommen würde, wenn man Migranten konsequenter abschieben würde und zwar exakt diejenigen, die:
vom Verfassungsschutz als Gefährder eingestuft werden und deshalb die Polizei und andere Behörden hunderte von Arbeitsstunden kosten
die mehrfach straffällig geworden sind und hier vornehmlich im Bereich von Gewalt gegen andere Menschen
die bewusst zu erkennen geben, dass sie sich eine andere Form des Zusammenlebens nach radikal-islamischen Regeln wünschen
Wäre es zu viel verlangt, hier alles zu unternehmen, um diese Menschen, die auch innerhalb ihrer eigenen Community als Gefahr angesehen werden, aus Deutschland zu entfernen?
Das würde sicherlich nicht jede künftige Straftat verhindern. Es würde allerdings der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden mehr Kapazitäten für andere Fälle freischaufeln. Zudem würde es helfen, der Pauschalisierung entgegenzuwirken und es würde auch ein Zeichen setzen, dass der Staat die Ängste seiner Bürger wahrnimmt.
Ich verstehe persönlich nicht, wie man sich Sorgen darüber machen, was mit einem islamistischen Gefährder, einem mehrfachen Gewaltverbrecher oder einem Befürworter eines Kalifats in Deutschland nach einer Abschiebung nach Syrien oder Afghanistan geschieht. Mitleid ist hier mMn fehl am Platz, egal wie die Lebensbiographie dieser Person aussehen mag. Gerne dürften die Flugzeuge, die solche Menschen zurück in ihre Heimatländer bringen bei der Rückkehr nach Deutschland mit wirklich Hilfsbedürftigen aus diesen Ländern (vornehmlich Frauen, Kindern und älteren Personen) besetzt werden.