Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 3)

„Ich gucke nicht rechts und nicht links, ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“

Friedrich Merz lässt seine Maske auch immer mehr fallen. Jahrelang musste ich mir von Mitgliedern der CDU/CSU anhören, dass man vorsichtig sein müsse, wenn man die Partei für rechte Positionen kritisiere. Nun baut Merz den Nazis den Weg zu Macht in einer wichtigen Debatte. Herzlichen Glückwunsch dazu. Unwählbar diese Partei.

Ich wünschte nur, die, die ihre Energie damit verschwenden, die CDU/CSU argumentativ zu verteidigen, würden endlich mal zu ihren Worten stehen und intern zeigen, was sie davon halten, dass ihre Partei sich derart niederträchtig entwickelt. Wenn es doch so viele Vernünftige dort gibt, wo sind die dann gerade jetzt, wo sich die Dinge so entwickeln, wie es viele seit Jahren befürchtet haben?

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Ich sehe die Sache etwas entspannter:
Wenn die Anträge der Union verfassungswidrig sein sollten (wie Teile der Grünen es behaupten) und sie dann nur durch Stimmen von Union, FDP, AfD und BSW durchgehen (eine Mehrheit für Union und AfD gäbe es nicht, nicht einmal mit der FDP zusammen) dann dürften sie wohl vom Bundesverfassungsgericht kassiert werden. Den Glauben in eine unabhängige Justiz habe ich zumindest noch nicht verloren und SPD, Grüne oder Linke können dann gerne einen Eilantrag stellen.
Sollten die Anträge verfassungskonform sein, wäre es sehr interessant, wie sich die einzelnen Parteien dazu positionieren.
Was mMn sehr aufschlussreich sein würde, wäre eine öffentliche Abstimmung ohne jeglichen Fraktionszwang. Jeder Abgeordnete aller Parteien im Bundestag sollte entsprechend seiner Meinung zum Thema abstimmen.
Von mir aus wird der Antrag vorher noch einmal diskutiert und an ein paar Stellen verändert. Aber auch so scheint mir das, was da mutmaßlich von der Union gefordert wird nicht so weit weg von dem zu sein, was beispielsweise Kanzler Scholz und auch Innenministerin Faeser seit längerer Zeit immer wieder ankündigen (aber nicht wirklich umsetzten). Es scheint mir auch nicht so weit von dem entfernt zu sein, was z.B. nach Solingen von schwarz-grünen Landesregierungen in offenen Briefen gefordert wurde, aber ebenfalls nie umgesetzt wurde, auch weil sich die Bundestagsfraktion der Grünen von ihren jeweiligen Landtagsfraktionen distanzierte. Ich würde es nicht ausschließen, dass sich Teile der SPD und auch Teile der Grünen im Bundestag mit einem nicht unerheblichen Teil der Unionsforderungen anfreunden könnten. Voraussetzung wäre natürlich, dass man sie frei abstimmen lässt, wofür mir aber der Glaube fehlt.
Es wäre im Übrigen der perfekte Zeitpunkt hierfür. Die Parteien würden 4 Wochen vor der Wahl zeigen, wie ihre Einstellung zu einem der für die Mehrheit der Deutschen mitentscheidenden Thema ist. Einzelne Abgeordnete müssten zudem vorerst keine Angst davor haben, von der Parteilinie abzuweichen, weil die Wahllisten fertig sind und keiner Angst davor haben müsste, dass ein Abweichen von der Parteilinie Konsequenzen für die Nominierung als Direktkandidat bzw. für die Listenposition hat.
Rechnen wir mal durch: Die Mehrheit liegt bei 367 Stimmen.
Geht man davon aus, dass Union und FDP ziemlich geschlossen für den Antrag der Union stimmen, würde das (geschätzt) schon einmal wohl mindestens 260-270 Stimmen ausmachen. (insgesamt sitzen 286 Abgeordnete in beiden Fraktionen). Somit fehlen noch ca. 100 Stimmen.
Bei aktuell 324 Abgeordneten von SPD und Grünen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ohne jegliche Fraktionsdisziplin etwa 100 mit einem in Punkten evtl. abgeänderten aber in der Grundausrichtung gleich bleibendem Vorschlag zur Verschärfung von Grenzkontrollen, Abschiebungen etc. konform gehen würden. Mit diesen 100 Stimmen wäre dann eine Mehrheit erreicht, ohne dass die Stimmen von AfD, Linken und BSW ins Gewicht fallen würden. Sollten diese Parteien auch noch Stimmen beisteuern würde das Ergebnis noch klarer ausfallen und somit den Gegnern einer Verschärfung der Gesetze zeigen, dass sie nicht nur in der Minderheit sind, sondern sogar in einer deutlichen Minderheit. Sollten den Stimmen von Union, FDP und Teilen der SPD und der Grünen noch ca. 30 Stimmen abgehen zu einer Mehrheit und diese würden von AfD und BSW beigesteuert, dann wäre das für mich auch kein Zeichen für ein Scheitern der Demokratie.
Und eines würde das Ganze mMn auch noch mit sich bringen: einen Stimmzuwachs für andere Parteien und nicht nur für die AfD. Es wäre mMn die einzige Chance, Wähler, die zwischen AfD und Union schwanken, fester an die Union zu binden, weil man sieht, dass die Union es ernst meint mit ihren Vorhaben. Ich denke aktuell ist die größte Wählergruppe, die sich noch nicht festgelegt hat, die Gruppe, die zwischen Union und AfD schwanken und das deshalb tun, weil sie der Union nicht zutrauen, konsequent für ihre Vorhaben einzutreten.

Das sehe ich nicht so.
Aber Merz nimmt eine „Art Zusammenarbeit“ in einer der aktuell wichtigsten Fragen in Kauf.

Meiner Meinung nach „muss“ er diese „Rechte“ Position aktuell vertreten.

Ich weiß nicht ob ich deinen Post zu 100% verstehe und wahrscheinlich geht meine Frage auch zuweit: Aber was wäre denn dein Vorschlag im Umgang mit der AfD und Migrationskrise ?

Die vorhandenen Gesetze anzuwenden wäre ein guter Anfang.
Der Mann hätte längst in Haft gemusst. Gerade für Bayern, das immer viel Wert auf law & order legt, ist das ein Tiefschlag.

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Ich bin nicht dafür verantwortlich, politische Vorschläge für den Bundestag zu formulieren.

Aber ich weiß, dass mir die politische Richtung nahezu aller Parteien in der Migrationsfrage nicht gefällt. Immer wieder ist die Rede von Verschärfungen, Abschiebungen usw. – meist als Aktionismus nach einer Tat formuliert, die medial groß gemacht wurde. Wo bleibt dieser Aktionismus beispielsweise bei den vielen Femiziden, die in Deutschland begangen werden? Manchmal habe ich das Gefühl, den Leuten ist die Herkunft wichtiger als die Tat selber. Hier findet seit Jahren eine False Balance statt. Ich behaupte nicht, dass Migration keinerlei Hürden mit sich bringt oder dass jemand, der in Deutschland derart kriminell wird, ein weiteres Aufenthaltsrecht haben sollte. Aber mir fehlt in dieser Debatte die Menschlichkeit denen gegenüber, die unter all diesen Forderungen und Beschlüssen am meisten leiden (und die in der Mehrheit sind), weil sie vor Krieg fliehen, weil sie in Angst leben und weil sie keine Perspektive mehr sehen. Unter anderem auch deshalb, weil Deutschland es seit Jahren nicht auf die Kette bekommt, Probleme auf dem Weg zur Integration anzupacken. Stattdessen gibt es populistisches Rumgebrülle von allen Seiten, das sich auch in der gesellschaftlichen Debatte immer mehr wiedergefunden hat.

Und Merz ist genau das: Ein gefährlicher Populist, der mit seiner Politik in die Karten der Rechten spielt.

Ich sage es sogar noch deutlicher: Was da abgezogen wird, ist abgrundtief peinlich und niederträchtig. Von nahezu allen Beteiligten. Die AfD lacht sich doch kaputt darüber, wie einfach es ihnen gelungen ist, den gesamten Diskurs nach rechts zu verschieben.

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Das ist für mich nur sehr schwer zu verstehen. Wenn eine Person X in Deutschland straffällig wird, ist das von den zuständigen Behörden zu ermitteln und von der gesetzgebenden Gewalt zu ahnden. Dabei ist es für mich völlig unerheblich, ob die Person aus Aschaffenburg, Bremen, Somalia oder Afghanistan kommt.

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So ist es.
Man muss sich doch nur mal fragen, was der Bevölkerung mit Merzens Forderungen und Sätzen vermittelt wird:
Nämlich, dass die AfD zurecht den Finger in vorhandene Wunden legt. Also warum nicht gleich AfD wählen?

Im Fall Aschaffenburg handelte es sich um ein Behördenversagen. Die gesetzliche Lage war klar, durch Fristversäumungen erfolgte keine Abschiebung. Und wie @Faenger schon anmerkt, waren die bayerischen Behörden zuständig, was das Poltern der CSU-Freaks nur umso peinlicher macht.
Wenn Merz die eh schon wacklige europäische Zusammenarbeit mit den populistischen Ansagen weiter schwächen will, sehe ich nicht, wie das die gesamte Problematik verbessern soll. Merz’ Ansatz ist nicht, „das Problem in den Griff zu bekommen“, wie er behauptet, sondern das Problem zu verschieben, auf Kosten vieler hilfsbedürftiger Menschen, auf Kosten komplexer Wirklichkeiten - und mit der weiter voranschreitenden Normalisierung einer rechtsradikalen Partei, deren Politikansatz nicht nur nicht widersprochen wird, sondern den man sogar noch imitiert, mindestens aber die Narrative übernimmt.

Und all dies, während man den Menschen die komplexen Ursachen für solche tragischen Fälle wie in Aschaffenburg verschweigt. Seit Jahren lässt man Menschen, die hier ankommen (oft genug traumatisiert), in großer Zahl weder arbeiten noch anständig Deutsch lernen. Man stellt sie mit Geld und Essen ruhig und überlässt sie ohne Perspektive sich selbst. Das rechtfertigt selbstverständlich keine Gewalttaten, zeigt aber den schon zu Beginn fehlenden Willen, sie überhaupt zu integrieren.

Ähnliches habe ich hier auch schon mal gefragt. Die offensichtliche Antwort ist, dass man bei Taten wie in Aschaffenburg die Schuldfrage schnell, schlicht und klar auf den durchgeknallten Ausländer schieben kann. Bei Femiziden käme man schnell zur Erkenntnis, dass diese in sehr großer Zahl im eigenen Wohnzimmer stattfinden, begangen vom Beziehungspartner. Und die lassen sich weder schnell abschieben noch in eine passende Schublade schieben - es sei denn, man denkt mal über das Patriarchat nach.

Den Menschen die Wahrheit zu sagen, wäre ein Anfang. Über europäische Regeln und Grundlagen einer Zusammenarbeit. Über zukünftige Migrationsbewegungen. Über humanistische Gründe (meinetwegen sogar christliche Motive), Menschen in Not zu helfen, statt sie gesetzlich in Generalhaftung zu nehmen oder ihnen eine Mauer vor die Nase zu knallen. Über die Notwendigkeit, Menschen eine Beschäftigung zu geben und dafür Manpower und finanzielle Mittel einzusetzen.
Und so oft es geht und darüber hinaus:
Den Menschen sagen, dass die Politik der AfD in jeder erdenklichen Hinsicht FALSCH ist, nichts verbessert, menschenverachtende Züge trägt, keine Probleme löst (und nein, nicht mal in Deutschland), sich europäisch nicht umsetzen lässt, keine Perspektive hat, faktische Lügen beinhaltet, Scheinlösungen suggeriert.

Was Merz macht:
Oh, das funktioniert, damit gewinnt man Wahlen? Dann machen wir das auch. Was kümmert’s mich, dass man fast 4000 Kilometer deutsche Grenze nicht lückenlos überwachen oder gar schließen kann?

Wir haben bereits jetzt das schärfste Asylrecht ever. Und offensichtliche Probleme bei der Umsetzung. Da sollte es auch nicht so vernunftbegabten Menschen klar sein, dass man durch weitere gesetzliche Verschärfungen wenig bewirkt - außer genau darüber zu reden, worüber auch die AfD ständig reden will.

Wem das wohl nutzt?

Übrigens: Söder ist nochmal schlimmer als Merz. Der redet schon exakt wie Trump. Dem ist die komplexe Wahrheit mittlerweile vollkommen wurscht, wenn er nur eine Stimme populistisch abgreifen kann. Das Wort niederträchtig halte ich für seine „Argumentations“-Ketten fast noch für zu harmlos.

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Ob es überhaupt zu einer Abstimmung kommen wird ist aktuell noch unklar.
Erst einmal müsste das Thema für eine Debatte auf die Tagesordnung genommen werden. Falls das geschieht, müsste ein Eilantrag für eine Abstimmung durchgehen für den eine 2/3 Mehrheit nötig ist. Somit könnte die Regierungskoalition verhindern, dass es zu einer Abstimmung kommt.

Ich habe jetzt inzwischen zig mal was geschrieben und wieder gelöscht weil mich das Thema (Populismus, AfD, rechtsdruck) doch sehr bewegt.

Ganz blöd gefragt: ist Populismus grundsätzlich etwas schlechtes ? Kann ich eigentlich Wahlen gewinnen ohne Populismus ? Ich glaube tatsächlich die wenigsten Menschen wollen eine fundierte Aufklärung. Vielen reicht die Schlagzeilen der Bild.

Aber allein schon das Signal notfalls auch mit Stimmen der Afd ein Gesetzt auf Bundesebene durchbringen zu wollen ist halt schlicht Wortbruch von Merz und das Ende der Brandmauer.
Da gibt es kein zurück mehr und der Weg zur Macht der Afd ist deutlicher den jeh.
Und wieder sind es die Konservativen und die (Neo-)Liberalen die den Nazis den Weg zur Macht ebnen.
Wir erleben in diesen Tagen wie Trump seine Macht ausnutzt um nicht nur sich und seine Broligarchie zu bereichern sondern auch wie der Versuch unternommen wird die Verfassung auszuhebeln.
Und die Reaktion von Merz ist nicht etwa sich von Rechts abzugrenzen und die Demokratie & die Verfassung zu verteidigen sondern verfassungswidrige Forderungen zu stellen und die Zusammenarbeit mit Verfassungsfeinden in Aussicht zu stellen.
Macht und Geld sind scheinbar wichtiger als unsere Demokratie.

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Der Duden definiert Populismus als eine „von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (…) zu gewinnen".

(Aus Google kopiert)

Populismus ist nicht rechts oder links sondern Stimmenfang durch einfache Antworten auf komplexe Probleme.
Wenn einfache, populistische Antworten tatsächlich Probleme lösen heißt das ja nicht, dass die Antworten schlecht sind nur weil sie populistisch sind.
Rechtspopulistische Forderungen sind halt fast ausnahmslos entweder nicht mit den bestehenden Gesetzen oder der Verfassung vereinbar oder sie adressieren die Probleme nicht in der Realität.
Bsp. Trump mit:

  • Zölle um die Inflation zu bekämpfen
  • mehr Soldaten an der Grenze.
  • Abschaffung Birthright Citizenship

Bernie Sanders wird hingegen als linker Populist bezeichnet.
Seine Antworten sind auch „einfach“ aber sie würden in der Realität etwas positives bewirken.
Bsp. Bernie:

  • Medicare for all
  • Reduzierung der Militärausgaben
  • Regulierung von Medikamentenpreisen
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Na sowas: Für die Berliner CDU gibt es auch gute Migranten.
Okay, es ist der Boss vom Remmo-Clan…

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Ich fürchte, das Unheil ist schon unkorrigierbar angerichtet. Wird eine potentielle Abstimmung verhindert, spielt das genauso in die Hände der AfD wie eine Abstimmung mit Stimmen der AfD. Die können das beides komplett für sich ausschlachten. Kann man so einem tollpatschigen Fritze den Kanzler zutrauen?

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Da ist auf jeden Fall etwas dran. Allerdings liegt das vor allem daran, dass es an Kapazitäten fehlt. Unsere Kindergärten platzen aus allen Nähten. In den Schulen ist es kaum anders. Bei Psychologen noch schlimmer. Bei Sozialarbeitern sieht es nicht besser aus und vom Wohnungsmarkt habe ich noch gar nicht gesprochen.
Quer durch die Republik hört man aus Kommunen (egal welchem politischen Spektrum die Stadtführungen angehören) dass es unmöglich ist, Migranten in dieser Anzahl sinnvoll zu betreuen.
Kurz gesagt: unsere Infrastruktur gibt es mMn momentan nicht her, Menschen in so großer Anzahl so zu fördern, wie es nötig wäre. Es muss also etwas geändert werden.
Und eine Lösungsmöglichkeit ist es dann eben, die Anzahl zu begrenzen, indem man zum einen versucht, dass nicht noch deutlich mehr dazu kommen und zum anderen die Zahl im Land kleiner wird, was eben bedeutet, dass auch nicht gerade wenige das Land verlassen müssen.
Das ist sicher nicht die einzige Lösung, aber wohl diejenige, die am meisten Zuspruch erfährt.

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Und die dümmste Lösung obendrein! Anstatt endlich mal zu investieren, die Schuldenbremse zum Mond zu schießen, auf nachhaltige Energieerzeugung zu setzen und den PflegerInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen und allen anderen in sozialen Berufen das Geld zu zahlen, das angemessen wäre spart man sich kaputt und sagt dann: Joa…unsere Infrastruktur ist leider nur für 60mio Deutsche ausgelegt, daher müssen über 20mio remigriert werden. Aber kein Stress…dadurch bricht garantiert nicht alles zusammen: Schließlich können Cindy, Kevin, Chantalle und Adolf-Wilhelm aus den östlichen Bundesländern die offenen Stellen als Lehrkräfte, ÄrztInnen, Ingenieur*Innen besetzen! Die können zwar nicht einmal gerade aus schauen, aber die Ausländer sind ja an allem Schuld, also passt schon.
Geilo! So schaffen wir das!
Die Briten sind auch mega happy über den Brexit…seitdem läufts bei denen auch wie am Schnürchen!

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Stimmt alle Ossis sind doof und rechtsradikal. Wie konnte ich das vergessen. Erst nachdenken, dann schreiben.

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Habe ich nicht geschrieben. Allerdings sind Menschen aus dem Osten ÜBERDURCHSCHNITTLICH doof und rechtsradikal. Zeigt ja auch der Wahlerfolg der AfD im Osten. Erst lesen, dann verstehen, dann antworten! :kissing_heart:

Sagen wir mal das der Osten historisch strukturschwächer ist als der Rest von Deutschland. Dadurch hat die AfD dort (wie früher die NPD) einen guten Nährboden.

Mal ganz generell zur Diskussion hier: Ich finde viele Meinungen hier sehr fundiert und wertvoll.
Aufklärung gegenüber AfD, Populismus und rechtsradikalität => Ja, unbedingt und ohne Kompromisse.
Hilft dies die AfD kleinzuhalten: glaube nicht.

Da ist einfach unsere Medienlandschaft zu sehr „populistisch/Schlagzeilenorientiert“, Klassiker ist natürlich die Bild.

Für mich in Summe ein bewegendes wie kompliziertes Thema ohne eindeutige Lösung.

Du Vollidiot! Doch genau das hast Du geschrieben. Und da für viele hier die CDU/ CSU schon rechtsradikal sind, kann ich dieses „Kompliment“ nur zurück geben.

Was gegen die AfD hilft ist Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Und ein Sozialstaat, der seinen Namen auch verdient. Wenn man aber seit Jahrzehnten nur die Schwächeren gegen die Schwächsten ausspielt passiert genau das, was wir jetzt sehen. Die Leute glauben, dass es ihnen besser geht, wenn man die Schwächsten remigiriert und zu verstehen, dass sie dann automatisch die Schwächsten werden.

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