Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 3)

Na, na, na…nicht gleich persönlich werden, nur weil ich Fakten darlege.

Fakten? Du pauschalisierst um Dein eigenes Weltbild aufrecht zu erhalten.

In meinen Augen ein eindeutiger Zusammenhang. Wenig Bildung, wenig Migranten aber dennoch die höchsten AfD-Werte





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Dass die Bild und Co. immer schon von Hass, Hetze und Skandalen leben, ist ja unbestritten.
Aber liefern sie nicht genau das, was viele Bürger*innen in diesem Land lesen und hören wollen?
Mit dem Finger da NUR auf die Medien zu zeigen, finde ich nicht richtig.

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Hier ein Kommentar mit den besten Grüßen vom folkfriend:

"seit Jahren warne ich davor - wie wurde ich verlacht… und nun - im Sog von Trump - lassen Merz, Linnemann, Söder und Co. endgültig alle Masken und Hemmungen fallen - sie sind keine Steigbügelhalter der Faschisten, sie sind mittendrin und das ganz bewusst! :fu:t2:

ihr werdet euch noch umgucken - und dann geht das Gejammere los… wie konnte es nur wieder so weit kommen… :face_vomiting:

danke an alle, die hier weiterhin klare Kante zeigen und die Stellung da draußen halten - es wird schwer und gefährlich für uns werden, bleibt stabil! :fist:t2:

und danke für die vielen lieben Grüße und Erwähnungen an unterschiedlichen Stellen - ich habe sie alle gelesen :heart:"

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Ist der Satz aus einem Interview ? Woher kommt der Satz ?

Die Debatte darüber, dass dumme Menschen die AfD wählen, während kluge Menschen das nicht tun. Die Debatte darüber, dass sozial benachteiligte Menschen die AfD wählen, während wohlhabendere Menschen das nicht tun. Die Debatte, dass Menschen aus dem Osten das Problem sind.

All das lässt mich etwas wütend werden. Es ist unmöglich einen wahren Grundkern dieser Thesen zu widerlegen. Natürlich ist Bildung wichtig, natürlich führt soziale Ungleichheit zu Unzufriedenheit und im schlimmsten Fall zur Radikalisierung. Natürlich ist der Osten strukturell aus vielerlei Gründen bis heute benachteiligt. Gründe, mit denen man sich in Deutschland und vor allem auch im Westen nicht auseinandersetzen mag. Aber es ist leicht, mit dem Finger draufzuzeigen, zu pauschalisieren und mehr Bildung zu fordern. Schwerer ist es, zu differenzieren und die tatsächlichen Ursachen anzugehen.

Und auf diesem Weg zu ignorieren, dass die AfD keine reine Protestpartei für arme Menschen ist, sondern eine für die Reichen, die davon wirtschaftlich profitieren wollen – auf die Kosten der sozial Schwachen. Zu ignorieren, was in den USA rund um Superreiche wie Musk oder Zuckerberg passiert. Zu ignorieren, dass sehr gut gebildete Menschen, intelligente Menschen diese Partei nicht nur wählen, sondern auch ubterstützen oder aktiv in ihr wirken, wird dem Ganzen dann eben nicht gerecht.

Wir Menschen neigen dazu, vermeintliche Zusammenhänge zu suchen, die sehr simpel sind. Immer wieder die Ost-West-Schere anzubringen, wird nichts bringen. Auch im Westen hat die AfD mindestens Regionen, in denen sie stärker geworden ist. Wir kommen da nicht mit Spaltung heraus, sondern nur, wenn wir es endlich schaffen, uns gemeinsam für die Demokratie einzusetzen. Genau daran scheitern wir aber, während Superreiche die Welt zunehmen an sich reißen und den Weg für Faschismus ebnen. Das Hauptproblem sind jedenfalls nicht die, die kein Geld haben.

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Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung.

Leider auf Anhieb keine andere Quelle gefunden.

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Eines vorweg: mir Gefallen die Aussagen nicht.
„ Das Nazi-Bashing gegen die (AfD, Anm. d. Red.) und das Brandmauergerede müssen aufhören“, betonte Linnemann auf einer Wahlkampfveranstaltung in der Nähe von Paderborn. „Diese Partei steht auf dem Wahlzettel. Ja, da sind auch Rassisten dabei, aber sie werden durch Nazi-Vergleiche und Brandmauergerede nur noch bedeutender“, hielt er weiter fest.“

Ich halte es aber für Gefährlich die Union nun in eine rechtes Licht zu rücken.

Ja - in der AfD sind Nazis. Aber nicht nur. Die AfD als Partei bildet inzwischen einen guten Teil der Gesellschaft ab. Das ist das schwierige.

Meinen Post bitte nicht falsch verstehen, ich dulde keine Zusammenarbeit mit der AfD.

Aber man muss sich mit der Partei inhaltlich auseinandersetzten.

Die CDU hat teilweise 1 zu 1 Inhalte aus früheren Wahlprogrammen der Afd kopiert.
Die CDU/CSU hat Wahlplakate hängen, die von denen der Afd nur noch durch die Farbgebung zu unterscheiden sind.
Spahn tritt in Talkshows genauso menschenverachtend auf wie ein 0-8-15 Afdler.
Merz und Linnemann geben die Brandmauer auf und verteidigen Afd-Inhalte.
Merz „Paschas“ Kommentar hätte von jedem Afdler kommen können.
Die CDU ist mindestens rechts und in ihrer angedeuteten Zusammenarbeit & Forderung mit der Afd rechtsextrem und verfassungsfeindlich.
Oh und Söders CSU ist kriminell (die haben die PARTEI Wahlplakate geklaut - dumm nur dass diese getrackt wurden)

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Meine Frage mag jetzt provokant klingen, würde mich aber interessieren: inwiefern sind für dich (zumindest Teile) der SPD links-extrem ?
z.B.:

PS: das sich Kühnert zurückgezogen hat weiß ich und das Interview ist auch alt.

Die Forderung ist laut Grundgesetz erlaubt.

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Mal ne gute Zusammenfassung zur Absurdität der letzten Forderungen von Merz und co.

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Ich stimme nicht mit allem überein, was Jochen Bittner so schreibt (auch in diesem Artikel), von diesem Stück in der nicht eben rechtskonservativen ZEIT sollten sich einige Protagonisten der MSR-Forums-Bubble aber dringend angesprochen fühlen:

Da leider hinter der Paywall bzw. in der „alten“ ZEIT von letzter Woche hier ein kleiner Ausschnitt:

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Selten so etwas realitätsfernes gelesen.
Wäre schön wenn es auch nur ansatzweise einen Linksruck geben würde.
Den gibt es aber nicht, egal wie oft Konservative, Neoliberale und Rechte das behaupten in ihrer selbstauferlegten Opferrolle.
Das Overton-Window wird immer größer, Afd-Politiker sind offen rechtsextrem und Stammgast bei Talkshows, CDU/CSU/FDP und selbst SPD und Grüne haben ihre Positionen gegenüber Asyl-, Migrations- und Sozialpolitik verschärft und Klima- und Umweltpolitik als immer unwichtiger und sogar als realitätsfern eingestuft.
In Talkshows können CDU/CSU-, FDP- und Afd-Politiker ohne großen Gegenwind der Moderatoren verfassungsfeindliche Forderungen stellen.
Die Springerpresse führt seit Jahren immer stärker und ohne Konsequenzen Hetzkampagnen gegen alles links der CDU.
In Unis wird neoliberale Wirtschaft gelehrt.
Die CSU hat eine Kreuzpflicht bei öffentlichen Behörden beschlossen.
Die Polizei verprügelt regelmäßig Antifa- und linke/grüne-, meist friedliche Protestanten, während Solidaritätsbekundungen für Querdenker und Pegidademos nicht selten waren.
Christine Strobl, die Tochter von CDU-Legende Wolfgang Scheuble, ist seit 2021 Programmdirektorin von Das Erste (und man merkt das auch).
Wo bitte gibt es in Deutschland heute einen Linksruck?

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Sorry….aber das ist in allem ausgmachter Schmarrn!

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Ja so sind sie leider, die jungen Sozen.
In der Jugend radikale Forderungen und in einer Machtposition kleinlaut und dem konservativen Seeheimer Kreis hörig.
Wie oben schon gesagt wäre es tatsächlich theoretisch möglich aber praktisch nur mit einer linken absoluten Mehrheit umsetzbar, die es wohl nie geben wird.
Also bleibt von der Forderung nichts außer, dass Kühnert zum damaligen Zeitpunkt sich profilieren und Stimmenfang betreiben wollte.

Ich persönlich wäre für Sanders Forderung, dass es Milliardäre nicht geben dürfte.
Aber ich bin mir auch bewusst, dass diese zu mächtig sind, als dass sie es zulassen würden.
Warum schlage ich dann bei rechten, scheinbar realitätsfernen Forderungen Alarm?
Weil sie den Willen und Mittel (und Milliardäre) haben diese langfristig durchzusetzen.
Dazu kann ich wie so oft die Anstalt empfehlen.

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Ich fürchte, er meint Leute wie Euch @Migeem @Cosray8d (die Implikation, die Öffentlichen wären nach rechts gerückt ist ja geradezu aberwitzig)
Und offensichtlich geht es nicht um die letzten sechs Monate sondern um die letzten zwanzig Jahre.

Beziehst du dich explizit auf die von dir zitierte Passage oder den ganzen Artikel?
Denn dann würdest du schlicht ein intellektuell konservatives Meinungsbild vertreten.
Ein Meinungsbild, dass ähnlich wie die aktuelle CDU die Grünen und linken für das erstarken der Afd verantwortlich macht.
Jochen Bittner (der Autor des Artikels) scheint generell ziemlich empfindlich für linke Berichterstattung zu sein, hat er sich doch wegen einer ungenauen Darstellung zu seinen Verbindungen mit einer Denkfabrik mit „die Anstalt“ vergeblich angelegt.

Naja… Ohne Quellen wird/werden in diesem Meinungsartikel

  • der Klimawandel verharmlost; Klimaaktivisten etc. werden als „Apokalyptiker“ und autoritär dargestellt
  • aus dem Nichts vor Carolin Emcke gewarnt (Publizistin und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels) - diese mag scheinbar keine Debattenkultur
  • TERFs verteidigt und das Selbstbestimmungsgesetz (ohne Hintergrundwissen) kritisiert („linke Doktrin“) anhand einiger Warnungen von „britischen Kinderärzten“ & Unterstützer des Gesetzes sind scheinbar autoritär aufgetreten
  • der vermeintliche „linksruck“ für den Aufstieg von Trump und co - also den „rechtsruck“ mindestens implizit verantwortlich gemacht

Hier ist ein interessantes Zitat aus dem Artikel:
Auch wer Trump, Musk oder die AfD nicht als „faschistisch“ bezeichnen mag, muss die Gefahr sehen, dass der begonnene Backlash nach rechts gruseliger ausfallen könnte als der Linksruck der vergangenen Dekade.

Er sieht also die größere Gefahr von rechts - aber was ist dass denn für ein Vergleich?
Sind Rechte für LGBTQ+ und Klimaschutz gruselig?
Und vor allem ist sowas links und damit nicht zu unterstützen?
Was ist das für ein Weltbild was dieser Mensch da hat?

Zum Artikel nochmal:
Keine Argumentationsstruktur, nur Zusammenhanglose Kritik an „linken“ Themen.
Keine Quellen oder handfeste Beispiele an denen ein linksrutsch erkennbar war und schon gar nicht ob dieser einen Einfluss auf den tatsächlich stattfindenden rechtsruck hat.
Er scheint mir vor allem seine politischen Feindbilder zu projizieren, ihnen eine größere Macht zuschreiben als sie es je hatten und sie schlussendlich für ein real stattfindendes Problem schuldig zu machen.

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Am Anfang wird die New York Times zitiert, die über eine Studie zur Verschiebung politischer Ausrichtungen bei Anhängern bzw. Politikern der Demokraten und Republikaner berichtete.
Ähnliches findet man auch in Fachbüchern, wie z.B. beim Buch „Die unvereinigten Staaten von Amerika“ von Stephan Bierling (Politologe an der Uni Regensburg). Ich weiß nicht genau, ob er die gleiche Studie verwendete oder eine ähnliche, aber scheinbar werden solche Studien zu einem Links- bzw. Rechtsrutsch von Politikern bzw. ihren Wählern in akademischen Kreisen als so aussagekräftig angesehen, um sie in Fachbüchern zu verwenden. Es kommt auf jeden Fall heraus, dass es in den USA einen deutlichen Linksruck bei den Demokraten gab, genauso wie es einen deutlichen Rechtsruck bei den Republikanern gab. Dass die Zeiten, in denen es republikanische Abgeordnete gab, die progressiver waren als manche Demokraten seit den 1990ern bzw. frühen 2000ern endgültig vorbei sind, ist ein weiterer Punkt, den diese Studien thematisieren.
Ich kenne den Autor nicht und weiß auch wenig über seine Vita, aber ich interpretiere seine Aussagen nicht als eine Generalabrechnung mit linken Themen, sondern eher als Kritik an der mangelnden Diskursbereitschaft bei solchen Themen wofür er ja auch Beispiele aufführt.
Etwas fürs Klima zu tun ist wahrscheinlich auch in seinem Sinn. 2006 davon zu schreiben, dass sonst in 10 Jahren die Apokalypse droht, weil alles zu spät ist, ist allerdings eine Vorgehensweise, über die man streiten kann.
Und auch bei anderen Themen stören den Autor mMn nicht unbedingt die Entscheidungen, sondern die mangelnde Bereitschaft, darüber zu diskutieren, weil es in den Augen einiger Progressiver daran einfach nichts zu diskutieren gibt und jeder, der es trotzdem macht, entweder dumm, moralisch degeneriert oder „rechts“ ist. Und es gibt eben die Skepsis von Ärzten bzgl. Transerfahrungen in der Pubertät, es gibt die Skepsis darüber, ob zu viel unkontrollierte Migration eine Gesellschaft nicht überfordert etc. Diese Diskussion wurde aber oft nicht geführt, weil BEIDE Seiten es nicht wollten.
Gerade den Schluss des Artikels, in dem vor einer viel größeren Gefahr von rechts gewarnt wird, interpretiere ich so, dass der Autor nicht in einer rechts-konservativen Gesellschaft mit deutlichem Einfluss von rechtsextremen Politikern oder Geldgebern leben möchte, er aber einen Grund für deren Machtzuwachs auch bei den Linken sieht und zwar explizit ausschließlich nicht wegen deren Ideen, sondern wegen ihrer Vorgehensweise. Diese Ansicht muss man freilich nicht teilen. Ganz aus der Luft gegriffen scheint es mir in manchen Fällen nicht.

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