Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 3)

Du hast echt eine interessante Auffassung des Wortes ignorieren. Seit Monaten redet man über kaum was anderes.

Sag mal, ganz direkte persönliche Frage:
Checkst du das echt nicht oder macht es einfach nur Spaß zu hetzen und zu verallgemeinern, um Menschenfeinden Leute und Stimmungen zuzutreiben?

In letzterem Falle empfehle ich dir nochmal meinen Beitrag weiter oben durchzulesen, dann wirst du dich sicher wiederfinden, mein Lieber.

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Finde ich toll wie selbstkritisch und ehrlich da Vettel sich gibt.

Denn im Grunde ist das ja der Kern der ganzen Geschichte - wir alle können unser jetziges Leben nur so wie bisher führen weil wir eben in Kauf genommen haben, dass dies auf Kosten des Planeten geht.

Selbst wenn wir aber (theoretisch) bereit wären unser Leben komplett umzustellen nachdem lange quasi in Saus und Braus gelebt - wir können nicht erwarten, dass auch der Rest der Welt, dem so ein Leben bisher nicht möglich war darauf, verzichten wird, wenn dies eigentlich für immer mehr dieser Leute grundsätzlich möglich wird.

Also müssen wir Wege (und diese Wege sind ja Gott sei Dank durchaus längst offenstehend in Form von alternativen Energien - sie sind nur noch nicht so billig wie fossile Brennstoffe was aber eh nur noch ne Frage der Zeit bis sich auch das ändert) finden wie man ein modernes Leben führen kann auch ohne dabei unseren Planeten zu ruinieren - alles möglich, nur wollen muss man es eben wirklich…

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Eine republikanische Senatorin, die nicht erst jetzt Trump öffentlich kritisiert. Beachtlich, solche Courage!

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Eine der wenigen Republikaner_Innen mit Rückgrat. Bezeichnend, dass es eine Frau ist. Von Männern ist so ein Verhalten vielfach unwahrscheinlicher.

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Lieber @MiaSanFCB, liebe alle,

Ich habe Verständnis dafür, dass Du Dich ausgegrenzt fühlst. Es scheint, dass jeder, der in diesem Thread eine vom „links-grünen Mainstream“ oder von @admin persönlich abweichende Meinung publiziert, von der Diskussion ausgeschlossen oder zumindest als Verbreiter rechter Narrative abgemahnt wird. Für kontroverse Meinungen, so scheint es, ist hier kein Platz.

Aber das stimmt nicht. Ich selbst zum Beispiel bemühe mich hier im Thread immer wieder darum, mit bewussten Einwürfen gegen eine vermeintliche oder tatsächliche „links-grüne“ Mehrheitsmeinung Kontrapunkte in der Diskussion zu setzen, und @willythegreat vertritt hier in vielen, vielen Posts mit größter Äußerungsfreiheit eine konservative Sichtweise, ohne dafür jemals von Justin oder anderen Diskussionsteilnehmern angegriffen, geschweige denn gelöscht oder gesperrt worden zu sein (wie ich übrigens auch nicht).

Es scheitert also nicht am Inhalt. Du bist, wie alle anderen auch, herzlich eingeladen, hier ohne Scheu Deine Meinung zu aktuellen politischen Themen zu posten, auch wenn sie kontrovers ist.

ABER: Diese Erlaubnis gilt nicht unbedingt. Es gibt einige Grundregeln, die wir im Moderatorenteam aufgestellt haben und an die Du Dich, wie jeder andere auch, halten solltest, wenn Du hier mitmachen willst, ohne dass Deine Beiträge (und Du) unter Beschuss geraten:

  1. Beleidige niemanden, provoziere niemanden.
  2. Poste keine Links zu rechtsradikalen oder rechtsextremen Quellen. Jedes Argument, das es wert ist, gehört zu werden, kann auch ohne solche Quellen vorgetragen werden.
  3. Mache gute Argumente, erkläre Deine Gedankengänge. Bedeutungsschwangeres Raunen und das Machen vager Andeutungen, bei denen ein Großteil des Gemeinten nur suggeriert wird, wollen wir hier nicht sehen. Es bringt auch keine guten Argumente hervor.

Wenn Du Dich an diese Regeln hältst, wenn Du höflich und sachlich auftrittst und nachvollziehbar argumentierst, dann bist Du hier herzlich willkommen und ich als Moderator werde mich dafür einsetzen, dass Du hier jederzeit mitdiskutieren kannst, egal wie kontrovers oder „gegen den Mainstream“ Deine Meinung auch sein mag.

Wenn Du es aber nicht schaffst oder schaffen willst, dann kannst Du davon ausgehen, dass die Karriere Deines „MiaSanFCB“-Avatars eher früher als später in einer permanenten Sperre enden wird. Ich wünsche mir das aufrichtig nicht. Ich sähe es gerne, dass Du hier weiter mitdiskutierst. Es liegt an Dir.

(Alle Hinweise zum korrekten Mitdiskutieren gelten auch für alle anderen).

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Warum die AfD so viele Wàhler aus der Arbeiterklasse dazugewonnen haben.

Ein sehr interessantes und für mich einleuchtendes Interview aus der SZ

Auszüge davon…

Der Industriesoziologe Klaus Dörre hat in zahlreichen Studien Einstellungsmuster und Lage deutscher Industriearbeiter untersucht, oft in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften.

Klaus Dörre: Der Anteil der Arbeiter, der AfD wählt, steigt seit Jahren. Bei der Wahl zum Europaparlament waren es noch 33 Prozent, jetzt sind es bei der Bundeswahl 38 Prozent. Bei den Arbeitslosen kam die AfD auf 34 Prozent, fast das Dreifache der SPD. Bei den Landtagswahlen in Thüringen haben 49 Prozent der Arbeiter AfD gewählt, in Brandenburg 46 Prozent, in Sachsen 45 Prozent. Nicht nur der Wahlerfolg der AfD in dieser Gruppe ist überdurchschnittlich hoch, sondern auch der Zuwachs seit den letzten Wahlen.

Kann man das einfach mit Abstiegsängsten und Wohlstandsverlusten erklären?

Das greift zu kurz. Wir haben in verschiedenen Studien Industriearbeiter in der Automobilindustrie befragt. Das sind Leute, die relativ gut verdienen, aber um ihren Status fürchten. Bei VW zum Beispiel wurde die Beschäftigungssicherungsgarantie bis 2029 erkauft mit einer Produktivitätssteigerung um 30 Prozent im Dreischichtsystem. Die Arbeiter im VW-Werk Kassel-Baunatal sagten uns, das ist Schmerzensgeld für unsere verlorene Lebenszeit. Sie haben völlig zu Recht das Gefühl, dass ihre Probleme in den öffentlichen Debatten nicht vorkommen. Dieses Gefühl, nicht gesehen zu werden, nicht anerkannt und ernst genommen zu werden, ist uns bei unseren Befragungen von Industriearbeitern immer wieder begegnet. Das erzeugt ein Gefühl der Kränkung, das Rechtspopulisten gekonnt bewirtschaften.

Geht es dabei nur um Arbeitsbedingungen und fehlende Sicherheit?

Nein, das geht viel weiter. Das betrifft auch so etwas wie Wertorientierung, kulturelle Prägungen, Lebensformen. Es geht natürlich auch um Geld, aber subjektiv wiegt es manchmal schwerer, wenn die eigenen Vorstellungen vom guten Leben gesellschaftlich missachtet werden. Wenn jemand auf dem Land lebt und in Eisenach in der Fabrik arbeitet, braucht er ein Auto, und vielleicht hat er auch Spaß daran, ein schnelles Auto zu fahren. Diese Leute registrieren sehr genau, wenn in Teilen der öffentlichen Debatte Autos, erst recht solche mit Verbrennermotor, verteufelt werden. Die Leute arbeiten hart, sie sind stolz auf ihr Häuschen und ihr Auto. Das ist ihr Entwurf vom guten Leben. Wenn das infrage gestellt wird, rappelt es. Sie wollen nach Feierabend ihre Ruhe haben und sich ganz sicher nicht „von Leuten, die von Bandarbeit keine Ahnung haben, irgendetwas vorschreiben lassen“ – das ist ein wörtliches Zitat aus unseren Befragungen.

Wer will ihnen denn in ihrer Freizeit Vorschriften machen?

Sie fühlen sich von bessergestellten Akademikern und einem grünen Diskurs bevormundet, der zum Beispiel ihre Liebe zum getunten Auto verachtet. Arbeiter in ländlichen Industrieregionen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordhessen, waren lange Zeit klassische SPD-Klientel. Sie sind in ihren Wertvorstellungen relativ konservativ, etwa was die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern oder die Zentralität von Familie angeht. Dieses traditionelle Familienbild sehen sie bedroht. Die AfD nutzt das aus. Die Festanstellung war für diese Arbeiter verbunden mit etwas, was wir Sozialeigentum nennen, also Partizipationsrechte, soziale Rechte, soziale Sicherungssysteme. Das konstituierte den Status eines Sozialbürgers. Je stärker das erodiert, etwa weil soziale Rechte oder die Festanstellung bedroht sind, desto aggressiver werden tradierte Geschlechterrollen und Familienbilder verteidigt, als sei das ein letzter Halt, wenn alle Sicherheiten wegbrechen.

Es will ihnen ja niemand ihre Familie oder ihre Vorstellungen von Männlichkeit wegnehmen. Woher kommt die Aggression?

Vom Empfinden, dass das, was man selbst als normal empfindet, infrage gestellt wird. Sie haben permanent das Gefühl, dass in den gesellschaftlichen und medialen Öffentlichkeiten über alles Mögliche, jede Minderheit und jede sexuelle Orientierung geredet wird, und dass sie selbst mit ihren Lebensentwürfen nicht mehr vorkommen. Und wenn doch, werden sie als spießig und provinziell missachtet. Das kommt bei ihnen als Angriff auf ihre Vorstellung von Normalität an. Aber es gibt immer auch das genaue Gegenteil, zum Beispiel queere Arbeiterinnen und Arbeiter, die ganz andere Lebensentwürfe und Beziehungsformen haben und das auch offensiv vertreten.

Und das alles ergibt eine explosive Mischung des Gefühls der Bedrohung und Zurücksetzung?

Das Unbehagen großer Teile der Arbeiterschaft hat viel mit dem Eindruck zu tun, dass die Würde der eigenen Arbeitstätigkeit und Statusposition verloren geht. Das ist Ehrverlust, eine altmodische, aber sehr treffende Bezeichnung von Max Weber. Das ist in der Arbeiterschaft sehr stark verbreitet. Französische und amerikanische Soziologen kommen in ihren empirischen Studien zu ganz ähnlichen Ergebnissen. Es gibt nicht nur die Angst vor materiellem Statusverlust, man kann sich auch kulturell missachtet fühlen.

Das Interview geht noch weiter. Der hier beleuchtete Teil aus meiner Sicht auf, wie zersplittert unsere Gesellschaft ist. Die große Frage ist, was machen wir damit?

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Ein Anfang wäre: Politik nicht mit dem Dampfhammer. Nicht dieses extreme schwarz oder weiß. Gut oder schlecht.

Damit fängt es doch schonmal an. Dieses „euch gehts doch gut in der Automobilindustrie. Was habt ihr euch zu beschweren“ hört man ständig und überall. Das diese Menschen für unseren aktuellen Wohlstand gesorgt haben wird komplett übergangen. Stattdessen ist man „der Boomer“, „der alte weiße Mann“, „der Umweltzerstörer“ etc. pp.

Das Interview mit Klaus Dörre geht, wie Du sagst, in der Tat noch weiter. Auf reale Verschlechterungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen antworte die AfD ungeachtet ihrer marktradikalen Programmatik mit einem für viele attraktiven Angebot: der Aufwertung durch Abwertung anderer. Sie definiere Verteilungskonflikte zwischen unten und oben zu Konflikten zwischen innen und außen um und schürten das Ressentiment. Aber die durch die Abwertung anderer und die Wahl der AfD erhoffte Kompensation der eigenen Kränkung sei illusorisch, eine Scheinrebellion. Denn soziale Sicherheit und kollektive Wirkmacht würden dadurch ja in keiner Weise verbessert.

Du fragst, was man machen kann. Sicher ist es wichtig, für diese Zusammenhänge ein Bewusstsein zu entwickeln. Dörre weist darauf hin, dass Olaf Scholz Respekt gerade auch für hart arbeitende Menschen versprochen hatte; das müsse aber auch durch reale Politik unterlegt werden.

Noch etwas kann man tun. Ebenfalls in der SZ thematisiert Maxim Biller dies in einem streitbaren Kommentar zum AfD-Verbot. Er fragt, worauf die demokratischen Politiker eigentlich noch warten wollen, bis sie den Antrag beim Bundesverfassungsgericht endlich stellen. Die in Art. 21 GG
Abs. 3 gewählte Formulierung („Beeinträchtigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“) sei doch keine zu hohe Hürde.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_21.html

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Da frage ich mich, was das für eine reale Politik denn wäre.

das sind doch gerade die Dinge die in diesem Interview angesprochen werden.

Ich habe nur Antworten für mich selbst, im Kleinen. Aber keine die gesellschaftliche Relevanz hätten.

Ich glaube, dass wir das einfach bestmöglich „aussitzen“ müssen.

Das ist so ein Generationen Ding. Die alten schimpfen auf die jungen. Die jungen auf die alten.
Gab es schon immer und wird es immer geben

Ich bin mir nicht sicher. Natürlich wird es einen Unterschied machen, wenn die Jahrgänge bis ca. 1970 - 1972 tot sind. Das kann aber noch dauern :wink: .

Es ist auch nicht nur einen Frage der Generationen glaube ich. Wir haben Stadt-Land, Ost/West, Nord/Süd, Akademiker/Arbeiter, Naturwissenschafter/Geisteswissenschafler oder was weiß ich noch alles. Aus meiner Sicht gibt es eine Zersplitterung der Gesellschaft.

Aber, dass man deswegen radikale Parteien wählt? Dass man rechtes Gedankengut salonfähig machen will? Radikalisierung ist doch keine Lösung für die Probleme der Gesellschaft. Oder?

Ja, wir hatten schon mal die Wahl der NSDAP. Aber unter ganz anderen Vorzeichen.

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Meiner Meinung nach bekommt man das auch nicht mehr gekittet. Zumindest nicht ohne einen Riesen Knall.
Unsere gesamte Gesellschaft ist doch auf unendliches Wachstum aufgebaut. Jetzt wo man merkt, dass das einfach nicht möglich ist bricht alles zusammen.

Die Vorzeichen sind egal… Geschichte wiederholt sich. Nicht in der Form von 1933 (zumindest nicht bei uns) aber von einem dritten Weltkrieg sind wir nicht weit entfernt

Ein großes Problem sehe ich in der Kommunikation und zwar auf zwei Ebenen.

Die Grünen haben schon diesen Duktus des „Oberlehrers“, der von oben herab Dinge vorgibt oder voraussetzt. Du musst die Leute aber mitnehmen, sonst verfängt die beste Idee nicht.

Schlimmer aber noch ist die Kommunikation der politischen Gegner - Union, FDP, Springer - die mit Halbwahrheiten, Fetzen aus komplexen Zusammenhängen, falschem Framing eine Diffamierung betreiben und betrieben haben, die einen Großteil der Spaltung zu verantworten hat.

Dies können Grüne, Linke und SPD übrigens auch. Permanent Nazi rufen bringt nicht wirklich weiter, vereinfacht gesagt.

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Und jetzt bin ich mal gespannt, wie Merz die Suppe auslöffeln will, die er sich - und uns - da eingebrockt hat.
Grüne wollen Gesetzänderungen von Union und SPD nicht zustimmen

Passend dazu die Geschichte aus dem STERN, wie Merz den Wortbruch schon im Herbst vorbereitet hat. Wenn das stimmt, ist seine Kanzlerschaft eigentlich schon wieder vorbei. Merkel wusste schon, was sie mit ihm gemacht hat.

:thread:Die Erzählung des Schulden-Wortbruchs der Union geht so: Die Welt ist plötzlich eine andere, also muss sich die eigene Politik plötzlich ändern. Doch hinter den Kulissen wurde alles schon viel früher eingeleitet. Wir haben @sternde die Ereignisse in der CDU rekonstruiert. 1/5 (https://x.com/JuliusBetschka/status/1898995378650812704/photo/1)

EDIT: mit besten Grüßen vom Folkfriend jetzt ohne paywall:
https://archive.is/GvyjV

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Neuwahlen?
Alice und ihre Freunde reiben sich schon die Hände…

Ganz ehrlich ist die CDU aber spätestens jetzt nicht mehr wählbar! Spätestens jetzt sollte es auch der blindeste gemerkt haben was Merz für ein bissl Macht alles tut.

Ich glaube nicht, dass die AfD wesentlich mehr Prozentpunkte bekommen würde. Ist nur die Frage: wohin wandern die CDU Wähler? Wenn sie überhaupt wandern :weary:

Ich mache mir mal einen Kommentar des Liedermachers Hans-Eckart Wenzel zu eigen:
Eine neue Provinzposse wird gegeben: Das abgewählte Parlament erteilt einem noch nicht gewählten Kanzler das Recht zur Änderung des Grundgesetzes, um einen gigantischen Kriegskredit zu ermöglichen, weil das neugewählte Parlament, also der aktuelle Wählerwille, nicht für eine solche Entscheidung zu gewinnen ist. Läuft das eigentlich noch unter dem Genrebegriff Demokratie? Schulden fürs Militär sind Ehrenschulden. Die Frage, ob Kultur oder Militär ein Gemeinwesen zusammenhält, soll eindeutig beantwortet werden. Die SPD ist seit über 100 Jahre darin geübt, Kriegskredite zu bewilligen. Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? Ein kleiner Staatstreich aus der Finanzetage Merz: Sondervermögen oder demokratische Enteignung der nächsten Generationen.

Nur kurz zu diesem Thema. Wachstum ist doch weiterhin möglich. Es gibt ganz viele Punkte in der wir noch wachsen können. Einerseits durch verbesserte Lebensbedingungen weltweit. Aber auch in den industrialisierten Ländern durch neue Technologien, neue gesellschaftliche Werte und Normen (als Beispiel die Kinderbetreuung die es so ja vor 30 Jahren noch fast nicht gab, heute ist es normal. Das ist ein ganz neuer Zweig der sich da gebildet hat).

Zu sagen, das ist das Ende, kann man natürlich machen nach den letzten 2 Jahren. Ist aber aus meiner Sicht viel zu früh. Durch Corona, die Lieferprobleme weltweit und den Krieg in der Ukraine haben wir schon Faktoren, die große Auswirkungen hatten, dessen Auswirkungen aber auch wieder kleiner werden (oder gar verschwinden). Ein Wiederaufbau der Ukraine könnte gar (sollte es jemals dazu kommen) ein Wachstumsfaktor sein.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass diese Untergangszenarien (dazu gehört sicherlich auch, das Prognostizieren des Ende allen Wachstums) uns nicht weiterhelfen werden. Ich glaube wir müssen schauen, dass unsere Wirtschaft wieder in Gang kommt.

Stichwort Effizienzverbesserung, schlankere Strukturen, Investitionen in modernere Technologien, Abbau von Bürkratie und Regulierungsregelungen etc.

Sollte das alles keinen Effekt haben, können wir uns immer noch mit dem Ende des modernen Wirtschaftssystems auseinandersetzen. Aber nach ein paar Jahren Rezession oder Stagnation ist das doch eindeutig zu früh (meine Meinung).

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Aber mit was? Andere Länder haben uns schon lange den Rang abgelaufen:

Chipproduktion
E-Autos
KI
etc. pp

Eigtl alle Zukunftsweisenden Technologien kommen nicht aus Deutschland.
Oder übersehe ich etwas in dem wir führend sind?

Umwelttechnologie
E-Autos sind wir immer noch dabei.
Chips werden nach wie vor in D hergestellt.
Maschinenbau & Automatisierung
Chemische Industrie

Da sind wir überall mit dabei. Beim Thema KI können wir immer noch „Trittbrettfahrer“ sein.
Dazu sind wir in der Forschung ordentlich aufgestellt. Beispiel beim Thema Akkus, eine Schlüsseltechnologie der Zukunft (meine Meinung).

Wäre es so schlecht um uns bestellt, hätten wir längst Massenarbeitslosigkeit. Wir haben leider Strömungen von allein Seiten, die uns weismachen wollen, dass Deutschland überhaupt nichts taugt und wir keine Chance mehr hätten.

Probleme haben wir ja. Sogar größere. Das sehe ich auch so. Aber deswegen kaputulieren und sagen, das wird alles nichts mehr, wir sind hoffnungslos hinter allen anderen. Das sehe ich nicht.
Vor allem was bringt das? Destruktives Denken hilft nicht.

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