Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 2)

tut sie nicht… es ist mir auch zu blöd, dass immer und immer wieder ignoranten Typen wie dir zu erklären…

wenn du es nicht verstehst: arbeite an dir!

Doch. Tut sie.
Und das scheint gerade echt was auszulösen bei dir.
Grundsätzlich gut. Nutz das, um an dir zu arbeiten.

Warum? Um Hass zu schüren, falls es gerade benötigt wird?

Aus dem Internet wird man das Video sicher nicht herausbekommen. Aus einer Plattform wie X sicher schon. Falls man das möchte.

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Israel veröffentlicht auch Aufnahmen vom 07.10. Willst du behaupten, dass ist zum Hass schüren?

Es obliegt ja wohl am ehesten Stürzenberger und den anderen Opfern, ob sie wollen, dass die Aufnahmen on bleiben. Schließlich geht es um Aufklärung und Awareness.

Finde ich auch daneben. Kommt bei dir auch noch was anderes als whataboutism?
Die Hinterbliebenen dürften das sicher nicht so super finden, wenn jeder Honk sich den Mord immer und immer wieder ansehen kann.

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Sicher ist er aus Sicht eines normalen Menschen ein Extremist, aber die Einschätzung kommt natürlich immer aus der eigenen Position. Kann mir schon sehr gut vorstellen, dass Stürzi für die Neonazis hier im Forum ein „links-grün-versiffter Gutmensch“ ist.

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So, für 24 Stunden ist jetzt mal Pause. Alle können wieder runterkommen. Und der Provokations- und der Meldefuror? Die haben auch mal a Ruh’. Haben sie sich verdient.

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Dieses Thema wurde automatisch nach 23 Stunden geöffnet.

Mannheim wird zur Messerstadt.

Wundert mich nicht, ich bin jedes Jahr zwei Mal in Mannheim, seit 20 Jahren, was für ein Drecksloch.

Okay. Das Video sieht sehr fake aus. Wäre natürlich selten dämlich jetzt sowas zu inszenieren.

e: Tatverdächtiger in Psychiatrie.

Klassisch!!!

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Inwiefern klassisch. Kannst du das näher erläutern?

wir wissen doch alle, welches Geschwätz und Unterstellung dahintersteckt…

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Das überlasse ich ganz deine Fantasie. Der Täter von Hanau bspw soll vollständig „gesund“ gewesen sein

Ich glaube du bist da was ganz großem auf der Spur.

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habe bei Facebook einen, ich finde, sehr treffenden Kommentar von „Captain Futura“ gefunden - möchte ich euch gerne zeigen:

Manchmal warte ich damit zu Ereignissen etwas zu schreiben bis die größten Emotionen da raus sind und man zum Nachdenken kommt. Aus Internetsicht natürlich ein riesiger Fehler. Interessiert dann ja meist keinen mehr, weil längst anderes Thema die Gemüter erregt. Aber EXAKT darum gehts mir.

Mannheim. Was wurde da in den letzten Tagen nicht Schlimmes zu geschrieben.

Das Offensichtliche vorweg: Mein ungeteiltes Beileid gilt erst einmal den Angehörigen des Polizisten, der dort durch einen Attentäter sein Leben verloren hat.

Nun das weniger Offensichtliche: Dieses Attentat ist eigentlich für alle Seiten schwer zu instrumentalisieren, weil es (wie Realität nun mal so ist) ziemlich schonungslos die Komplexität aufzeigt.

Das Attentat galt einem radikalen Islamgegner. Es ist daher nett, dass da alles brav im Konjunktiv geschrieben wurde, ein islamistischer Hintergrund der Tat war aber ausnahmsweise schon von Anfang an von extrem hoher Wahrscheinlichkeit.

Auch wenn man Michael Stürzenberger aus guten Gründen unsympathisch finden darf - sein politisches Wirken ist im demokratischen Rahmen und untschuldigt absolut NICHTS an dieser Attacke. Posts in dem Sinne von: „schau mal was ihr da gesät habt!“ - ist in dieser Situation Victim Blaming. Realität ist komplex aber wir sollten uns einig sein: Das ist ein Anschlag für den in erster und zweiter Linie der Attentäter verantwortlich ist. Punkt.

Natürlich wurde der Angriff direkt von den üblichen AfD-Verdächtigen aufs äußerste instrumentalisiert. Daher das Foto. Denn das zeigt vor allem professionelle Polizeiarbeit. Von jemandem, der diesen üblen Spuk mit exakt einem Schuss entschieden beendet. Dieser jemand - ohne im zu nahe treten zu wollen - hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Migrationshintergrund und rettet gerade einen Islamkritiker. Wie gesagt: Realität ist komplex.

Bei so gut wie jedem Fall, in dem jemand mit einem Messer „herumfuchtelt“ und dann von der Polizei auf ihn geschossen wird, heißt es danach sofort gebetsmühlenartig „Polizeigewalt!“. Das ist absolut wohlfeil und auch das zeigt Mannheim aufs Traurigste. Ein Messer ist in Nahdistanz eine der tödlichsten Waffen. Ein Messer hat hier einem Polizisten das Leben gekostet, der eben nicht sofort wild rumgeballert hat. Das könnten sich manche bitte mal merken für die zukünftigen Sofaanalysen. Ja natürlich gibt es schlimme Fälle von Polizeigewalt aber die kannst du nicht von deinem Sofa aus ohne tiefgehende Infos erkennen, nur weil einer ein Messer hat und die Poilzei Pistolen.

Wo wir bei „wild rumgeballert“ sind. Es wurde direkt viel an der Polizeiarbeit kritisiert. Es gab ja ein Video zu der Tat. Gerade auch der Polizist, der getötet wurde (wusste man da noch nicht) wurde kritisiert. Bis dann eine Aufnahme aus einem anderen Kamerawinkel aufgetaucht ist und schonungslos offenlegt, wie FALSCH die ganzen Spontananylsen waren. Merke: Wenn du nur einen eingeschränkten Blick auf Dinge hast, einfach mal abwarten. Es ist aber offensichtlich in Zeiten des Internets UNMÖGLICH nicht SOFORT eine Position zu ergreifen und andere schuldig zu sprechen.

Also ich gebs euch kurz wieder: Da war entsetzliches Durcheinander, wir können heilfroh sein, dass wir keine amerikanische Polizei haben, die da am Ende noch wild reinballert und im Zweifel Unschuldige tötet. Da war der Attentäter, Ordner die wild rumsprangen, ein Messer, dahinter war kein Objekt, das Kugeln fängt, sondern offener Marktplatz.

Die Polizei hat in Form dieses Polizisten gewartet bis freie Schussbahn war und war dann noch so professionell, um EXAKT einen Schuss abzugeben, der den Angreifer gestoppt hat. Übrigens ohne ihn zu töten.

Der Rechtsstaat hat sehr entschieden NEIN gesagt.

Eigentlich kann man also sagen hat der Rechtsstaat seinen Job gemacht und das zu schützende Gut beschützt und er wird ihn jetzt mit ergebnisoffenen und fairen Gerichtsverfahren weiter machen. Ich weiß, das hat niemand da reingelesen, aber das ist, was ich da sehe.

In der taz hat man sich dann direkt beschwert, dass die Leute bei sowas sofort denken würden: „Ein Afghane wars“ und das wäre Rassismus.

Die Sache ist nur: Ja, es war jemand mit afghanischen Background. So etwas sind genau diese Artikel, die glaube ich EXAKT das Gegenteil von dem Gewünschten bewirken.

Im Anschluss auf diese gewagte Eröffnung kommt eine vogelwilde Linie nach dem Motto: „Terror kommt nicht durch den Fremden, es kommt durch westliche Bomben!“ Ja gut. ähm. Hä? Bei uns? Ach nee in Afghanistan. Und ich dachte dafür gabs nun wieder Gründe und selbst die Taliban kämpfen da inzwischen gegen den IS?

Weiter gehts dann mit: „Ja aber die Afghanen sind ja selber vorm Terror geflüchtet!“ - ja VIELE, aber wie dann jemand in den Kommentaren korrekt anmerkt: Wenn halt ein breiter Bevölkerungsquerschnitt einwandert, kommen durchaus nicht nur Opfer. Da wird auch der ein oder andere Islamist dabei sein.

Ich werde wirklich nie verstehen warum man nicht anerkennen kann, dass durch diese Einwanderungswellen die Gefahr islamistischer Anschläge steigt ABER gleichzeitig der weitaus größte Teil friedlich ist und eine faire Chance ohne Vorurteile verdient hat.

Denn diese Tat wurde durch einen Einwanderer gestartet und absolut entschieden durch jemandem mit migrantischem Background beendet. Realität ist komplex.

Aber Realität braucht auch Ehrlichkeit. Und zu Ehrlichkeit gehört: Wir WISSEN ziemlich robust aus der Psychologie, dass Menschen, die vor allem in der Kindheit Gewalt erfahren, diese auch eher später reproduzieren. Aber wenn es um Menschen aus Gesellschaften mit im Mittel höherem Gewaltlevel bzw. deutlich gewalttätigerer jüngerer Historie geht wird sich gerne um die Antwort gedrückt.

Also ja eine mindestens am Anfang höhere Gewaltwahrscheinlichkeit ist gegeben. Man weiß inzwischen, dass das zum Glück zügig abflacht, aber es gehört zur Ehrlichkeit das anzuerkennen. Und es gehört auch zur Ehrlichkeit anzuerkennen, dass selbst diese grausame Tat in diversen Videos der deutschen Islamistenszene Rechtfertigung oder sogar Beifall bekommen hat.

Merke: Totalitäre Ideen sind NIE mit einem demokratischen Rechtsstaat vereinbar - egal ob sie nun rechtsradikal oder islamistisch sind - ein demokratischer Rechtsstaat kann per Definition nur gemäßigte Positionen abbilden. Falsche Toleranz für radikale Positionen und vor allem deren versuchte Durchsetzung gefährdet den Rechtsstaat.

Die Idee einer Demokratie ist, die Meinung aller abzubilden. Die Idee eines Rechtsstaat ist es das Leben aller zu schützen. Beiden Zielen widersprechen aber regelmäßig totalitäre Ideologien.

Das große (und extrem traurige Finale) zu Mannheim sei hier ein Artikel des Sterns. Headline: „Dass Polizisten im Dienst ums Leben kommen, ist bedauerlich. Jeder tote Polizist ist einer zu viel. Aber es passiert zum Glück selten. Bauarbeiter leben gefährlicher.“

Das ist die Headline und glaubt mir: Es geht noch VIEL SCHLIMMER weiter. Z.B. mit diesem Zitat „In Hessen bekommen Polizisten und andere Beamte eine Angriffsentschädigung von 2.000 Euro - steuerfrei. Welcher Polizist hat da noch Interesse an einer Deeskalation?“ - um sodann in Richtung Polizeigewalt abzubiegen. Wohlgemerkt in einem Artikel über einen toten Polizisten. Whataboutism auf ganz neuem Level.

Ich glaube es würde der kompletten Gesellschaft gut tun mal etwas mehr Respekt zu haben. Auch vor Menschen, die einem entfernt stehen. Vielleicht gerade für die.

Und auch das hat sich übrigens hier gezeigt (Nachschlagen unter „Realität ist komplex“) - ja es gab schlimme Artikel und die Scharfmacher, gerade aus den AfD-Kreisen, die sofort mit „Remigration jetzt!“ um sich geworfen haben und dann wohl gerne auch den rettenden Polizisten remigriert hätten - aber es gab auch zum Glück viele bedachte Stimmen. Es gab sofort nach dem Anschlag von vielen Menschen Solidarität mit den Opfern dieses Anschlags. Natürlich übrigens genauso von Unionspolitiker wie von Grün, SPD und co.

Denn ja, das ist, was einen demokratischen Rechtsstaat ausmacht: Gemeinsame Regeln und Werte. Und dazu gehört durchaus auch Anstand.

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Ich sehe da den Zusammenhang nicht. Warum ist es hervorzuheben, dass jemand mit Migrationshintergrund einen Islamkritiker rettet, wenn das nunmal sein Job ist.

Es wurde im Internet ja auch schon behauptet, der Polizist sei selbst Muslim. Aber selbst dann würde ich erwarten, dass er mich als Polizist beschützt und hinterher fange ich trotzdem nicht an umzudenken, sondern kritisiere weiterhin diese Ideologie.

Gilt auch für roten und grünen Totalitarismus.

Kurz aus meiner Sicht zusammengefasst:

JEDER, wirklich JEDER der einem Polizeibeamten unnötige Polizeigewalt vorwirft, wenn er auf jemanden schießt, der ihn oder jemand anderen mit einem Messer bedroht, hat in meinen Augen jegliche Berechtigung verloren, jemals im Leben wieder ernst genommen zu werden … scheißegal aus welcher Ecke oder welchem politischen Lager.

Und ob diese Meinung jemandem gefällt oder nicht ist mir dabei völlig egal. Traurig genug, dass es idealistisch Verblendete (Extremisten) gibt, die von ihren idiotischen Reflexen nicht lassen können.

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