Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 2)

Kann eine Erklärung sein… die andere:

16-24 jährige leben nicht in einem Elfenbeinturm. Haben noch nicht „ihre Schäfchen“ im Trockenen. Lassen sich nicht von Multimillionären die nicht in Deutschland leben (Kroos als Beispiel) das leben in Deutschland erklären.
16-24 jährige erleben beinahe täglich „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf“ (Zitat: KGE) auf Schulhöfen, in Discos etc.

Erklär einem 16-jährigen Autofanatiker, dessen großer Traum es ist mal einen Audi RS6 oder nen AMG zu fahren, dass die Zukunft elektrisch ist.

Ein 16-24 jähriger Jugendlicher hat evtl. auch die Schnauze voll in Dauerschleife „Holocaust“, „Tätervolk“ oder „Schuld“ zu hören. Ein 16-jähriger hat zu 90% keinen lebenden Verwandten mehr der aktiv am Holocaust beteiligt war.

Solange die Altparteien immer und immer wieder die Schallplatte „Deutschland und das Dritte Reich“ auflegen solange finden sie in der Altersgruppe keine breite Zustimmung mehr

Vielen Dank für die teilweise anregende Diskussion zum Wahlergebnis, die mich zu folgender Frage an Euch veranlasst:

Dass die CDU 30 Prozent und die SPD 14 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten haben, wird für beide Parteien als schlechtes Ergebnis interpretiert, 16 Prozent für die AfD hingegen als gutes.

Warum eigentlich? Warum sind 16 Prozent für die AfD numerisch nicht ein annähernd genauso gutes oder schlechtes Ergebnis wie 14 Prozent für die SPD? Und warum werden selbst 30 Prozent für die CDU numerisch als ein schlechteres Ergebnis gewertet als 16 Prozent für die AfD?

Wer jetzt sagt: „Ja, aber schau doch mal, wo die Parteien herkommen! Vor 20 Jahren kämpften CDU und SPD noch um die 40-Prozent-Marke, heute liegen sie bei 30 und 15 Prozent. Vor 15 Jahren gab es die AfD noch gar nicht, und heute liegt sie bei 15 Prozent!“, dem antworte ich: Die Beobachtung an sich ist richtig, aber diese Form der Argumentation setzt voraus, dass die Wahlergebnisse dieser Parteien einem festen Trend folgen, der sich auch in Zukunft ungebrochen fortsetzen wird, gewissermaßen wie ein absoluter, notwendiger historischer Prozess. Demnach wären CDU und SPD irgendwann prozentual irrelevant und die AfD bei über 50 Prozent.

Aber ist das so? Gibt es diese Notwendigkeit? Wird die AfD mit fortschreitender Zeit zwangsläufig bei Wahlen immer größere Stimmenanteile gewinnen? Wer sagt denn, dass ähnlich wie historisch die Grünen nicht auch die AfD irgendwann - und möglicherweise bereits heute - eine Art obere Grenze der Zustimmung in der Bevölkerung erreichen wird oder zumindest einen Punkt, ab dem weitere nachhaltige Zugewinne wirklich richtig schwierig werden?

Wenn man die geschichtliche Notwendigkeit einer immer stärker werdenden AfD negiert; wenn man annimmt, dass auch für die AfD die Bäume nicht in den Himmel wachsen und sich die Stimmen von Wahl zu Wahl quasi wie von selbst vermehren - und der Einbruch der AfD von über 20 Prozent in den Wahlumfragen für die Europawahl im Frühjahr auf jetzt tatsächlich 16 Prozent deutet an, dass diese Annahme nicht vollkommen unbegründet ist -, was bleibt dann noch von dem Bedrohungspotential der AfD? Ich meine das nicht als Relativierung, sondern als offene Frage.

Persönlich bin ich ganz wie @Faenger Optimist und weil ich keine geschichtliche Notwendigkeit eines sich immer weiter fortsetzenden Aufstiegs der AfD sehe, diesbezüglich auch ganz entspannt. Ich glaube, dass das Stimmenpotential für die AfD, was sie aus sich selbst heraus in einem positiven Sinne, das heißt über aktiven Zuspruch zu der Partei, ihrem Personal und ihren Werten, generieren kann, so, wie die Partei heute aufgestellt ist, nur noch begrenzt über das gegenwärtige Niveau hinaus aufwärtsmobil ist. Alles, was (deutlich) über den Zuspruch von heute hinausgeht, halte ich nur über zusätzlichen Treibstoff von außen wie etwa schlechte Politik der anderen Parteien oder einen außergewöhnlichen Katastrophenfall für möglich.

Das Schlechte daran? Die anderen, etablierten Parteien können mittels mangelhafter Politik dazu beitragen, dass die AfD (noch) stärker wird. Aber aus derselben Quelle entspringt auch das Gute: Die anderen Parteien haben es in der Hand, über gute Politik dazu beizutragen, dass die AfD es nicht wird. Und eine AfD mit 15 oder 20 Prozent, denke ich, kann unsere Gesellschaft verkraften.

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Da war cheffe ja leider nicht so für.
Er hat es vorgezogen die sachlich-inhaltliche Ebene zu verlassen und persönlich zu werden.
Frei nach dem Motto:
„Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an“

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Das würde uns alle interessieren (nehme ich zumindest an). Aber ich finde es wenig zielführend, dass wir „alten Männer“ uns Erklärungen aus den Fingern saugen; entweder man spricht mit den jungen Leuten direkt, oder wir warten ab, bis aussagekräftige Studien dazu vorliegen.

Eines allerdings können wir schon jetzt als gesichert annehmen: es gibt nicht die eine Erklärung; denn die 16- bis 24-Jährigen sind ein genauso heteregoner Haufen wie alle anderen Altersgruppen.

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Die beiden genannten Fahrzeuge zeichnen sich ja hauptsächlich über die Performance aus und gerade da sind E-Autos den Verbrennern hoffnungslos überlegen. Aber ich wollte nicht zu sehr abschweifen.

In welcher Welt soll denn das bitte passieren? Das klingt für mich wie ein Kopie des Cancel Culture Themas aus den USA, das schon dort eine vollkommen faktenfreie Erfindung eines Konservativen war um den Diskurs zu bestimmen.

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Ich würde als Lehrer behaupten, dass ich zumindest ein bisschen an der Quelle sitze. Natürlich habe ich gestern über die Ergebnisse mit meinen 10. Klassen diskutiert, weil da ja auch einige dabei waren, die zum ersten Mal wählen durften.
Es ist tatsächlich sehr unterschiedlich, was man hier zu hören bekommt. In meiner Gegend ist zwar die CSU noch deutlich stärkste Kraft, aber die AfD bekam auch ca. 20%, und einige Schülerinnen und Schüler geben durchaus offen zu, dass sie die AfD gewählt haben. Bei der Frage nach Gründen hört man verschiedenste Antworten.
Man bekommt tatsächlich die unterschiedlichsten Argumente geliefert, warum die AfD für so viele attraktiv ist trotz all der negativen Schlagzeilen der letzten Wochen.
Was man ziemlich häufig raushört, ist das Argument, dass diese negativen Schlagzeilen nur zu einem Teil der Wahrheit entsprechen und die Presse nicht die Wahrheit erzählt.
Vielfach sind es auch die oft gehörten Argumente, dass es Deutschland ohne EU besser ginge, weil die EU nur das deutsche Geld nimmt und dafür den Menschen in Deutschland das Leben schwerer macht, indem es z.B. immer mehr Bürokratie für die Landwirtschaft gibt.
Ich würde sagen, hier spielen soziale Medien und natürlich das persönliche Umfeld eine Rolle. Das kann der Bekannte sein, der einen Bauernhof daheim hat und über die Gesetze aus Brüssel schimpft aber natürlich auch das Video aus TikTok, das verschickt wurde und thematisiert, dass in den Nachrichten mehr und länger über die Nazi-Gröler von Sylt gesprochen wurde als über das Attentat von Mannheim.
Und dann kommen natürlich persönliche Erfahrungen dazu und die betreffen häufig die Thematik Migration. Hier stelle ich aber tatsächlich fest, dass viele Schüler zwischen Ausländern differenzieren. Eine allgemein ausländerfeindliche Position lässt sich nur bei ganz wenigen finden. Eine Abneigung gegenüber männlichen Personen aus dem arabischen oder nordafrikanischen Kulturkreis breitet sich hingegen immer weiter aus, weil die Schüler mit Mitgliedern aus dieser Gruppe eben auch negative Erlebnisse haben oder hatten. Wenn jugendliche Mädchen nicht mehr ins Freibad gehen wollen oder bestimmte Plätze wie Busbahnhöfe meiden, weil sie dort immer wieder belästigt werden, dann ist das erst einmal das, was sie persönlich betrifft und in diesem Augenblick auch wichtiger für sie wie Fragen nach Klimaschutz etc. Und auf die Frage: „Warum dürfen sich Leute, die eigentlich gar nicht hier sein dürften, bei uns so aufführen?“ finden viele andere Parteien in den Augen so mancher Jugendlichen (und auch Erwachsenen) nicht die Antworten, die die Jugendlichen in diesem Moment gerne hören würden. Und solche Sätze kommen teilweise von Schülerinnen und Schülern, die Praktikas im Ausland gemacht haben oder auch an Schüleraustauschen teilgenommen haben und die in ihrem privaten Umfeld mit Menschen aus der ganzen Welt chatten.
Allgemein kann man sagen, dass aus meinen Gesprächen deutlich rauszuhören war, dass sich persönliche Erlebnisse mit Meinungen aus dem Umfeld und den sozialen Medien vermischen und man auch Sehnsucht nach einer Zeit, in der es einfach weniger Sorgen für die Jugendlichen gab, heraushört. Ich habe meine Jugend in den 90er Jahren verbringen dürfen und da war alles gefühlt schon deutlich sorgenfreier.

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Heute vor 100 Jahren: Erklär einem 16-jährigen Pferdekutschenfanatiker, dessen großer Traum es ist mal einen Zweisspanner oder Vierspanner zu fahren, dass die Zukunft der Verbrenner ist.

Gerade in der heutigen Zeit mit aufstrebenden Parteien, deren Agenda Populismus, Fremdenfeindlichkeit, Menschenverachtung etc. beinhaltet, ist diese „Schallplatte“ wichtiger denn je.

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Ich sehe es auch so, dass es einfach ein gewisses Potential an Rechtswählern gibt. Gab es schon immer und wird es vermutlich auch in Zukunft geben, genau wie es eine gewisse Masse an ganz linken gab, gibt und weiterhin geben wird. Ist das schlimm? Nein, dass ist doch normal in einer Gesellschaft.
Solange die Mitte stark ist und vernünftige Politik macht, sind beide Ränder uninteressant.
Wenn aber das lösen von Problemen eingestellt wird und alle Kräfte verschwendet werden um an der Brandmauer gegen die rechte Gefahr zu bauen, dann geht der Schuss nach hinten los. Dann stärkst du mit jedem Stein diejenigen, die du eigentlich schwächen willst und am Ende hilft dir keine noch so hohe Mauer.
Bringt endlich eine vernünftige Richtung in die Themen Asyl, Migration, Wohnen, Heizen, Energieversorgung. Dann braucht keiner eine Mauer, weder nach links noch nach rechts.

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Die einzige Partei die eine Brandmauer nach Rechts benötigt ist die Union. Damit ist doch eigentlich schon alles gesagt.

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Wie könnt ihr nur so viel Angst vor einer 16%-Partei haben?
Vor lauter Schiss vor den Nazis könnt ihr gar keinen klaren Gedanken mehr fassen.

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Manche Beiträge lassen einen einfach nur noch fassungslos zurück.

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Das ist ein guter Punkt. Viel zu sehr lässt sich die Politik - allen voran die Union von dieser lauten Minderheit treiben.

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ich arbeite beruflich mit Jugendlichen und habe volles Veständnis wenn die langsam die Schnauze voll haben. Während Corona waren sie die Pandemietreiber und sollten permanent solidarisch sien. Übrigrens als es danach eine lebenbedrohliche Pandemie gab die vor allem Kinder betraf gab es keine Maßnahmen und null Solidarität. Die Jugendlcihen saßen zu hause alleine mit einem super schlechten Digitalunterricht und durften stupide ARbeitsblätter abarbeiten. Ich kenne einige die durften über Wochen keine GLeichaltrigen treffen ,aus Solidarität…Viele sind dabei krank geworden. Neu-Studenten durften in ihre mWG Zimmer isoliert rumsitzen. Die Mieten steigen und steigen, das Bafög ist ein Witz. klimawandel interessiert niemanden und damit ihre Zukunft also bleibt am Ende nur verleugnen. Gerade wurde der Generationenvertrag aufgekündigt, Rentenniveau bleit stabil zahlen kann es mal wieder: die nächste Generation. Die Schulklos würde kein ARbeitnehmer auch nur einen Tag akzeptieren und als Dank für all das dürfen bei einem Fachkräftemangel nciht etwas die Alten länger arbeiten nö, jetzt sollen dann wieder die Wehrpflicht eingeführt werden, auf jeden Fall sollen sie mal wieder was für die Gemeinschaft machen um vielleicht dann mal gege ndie Russen kämpfen zu dürfen? Wenn ich nur Politik für Menschen 50 plus mache, brauche ich micht nicht wundern wenn die Anderen sich abwenden

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Das geht in die Richtung, was Juli Zeh gestern bei „Hart aber fair“ gesagt hat:

"Wenn man wirklich meint, man kann eine Kampagne zur Wahl des Europaparlaments machen mit der Aufforderung, gegen rechts zu wählen – das ist zu wenig!
Man muss nicht GEGEN etwas antreten, man muss FÜR etwas antreten. Es reicht nicht, zu sagen, wir vereinen uns gegen die AfD! So wichtig und richtig das ist: Das ist nicht ausreichend als politische Botschaft. Das ist kontraproduktiv. Das nützt im Zweifel den anderen. Das war eine schlechte Idee!“

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Wenn deine einzigen Argumente öffentlich „aber die Nazipartei“ sind ist das nicht zielführend. Damit gewinnst du keinen einzige Wähler zurück.

@Sahneee hat ja die Realität beschrieben. Scheinbar sieht die aber vor lauter „Achtung die Nazis“ keiner!

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Da hast du einige Probleme richtig beschrieben. Wie man allerdings auf die Idee kommen kann, die AdD würde die Lösung dieser Probleme bereitstellen, kann ich nicht nachvollziehen.

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Früher, vor 15 bis 20 Jahren, dachte ich auch mal, dass eine Gesellschaft ein paar wenige Prozent Nazis und Idioten verkraften und abkönnen muss. Aber um es mal mit UH abgewandelt auszudrücken. The trend is not our friend.

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Natürlich resultiert die Bewertung „gutes/schlechtes Abschneiden“ auch aus einem Rückblick auf frühere Ergebnisse. Oder warum genau war die Saison 23/24 beim FCB eher so „hmmmm“, und die vom VfB so super?

Die 16% AfD sind ja nur ein Schnitt. Wir sehen Wahlbezirke, da liegt die Bande von Rassisten, Faschisten, Antisemiten, Steuerhinterziehern und Gewaltverbrechern bei über 40 (in Worten: vierzig!) %.

Die Bedrohlichkeit der Nazis bei „nur“ 16%? Sie kriegt immer mehr Zuschüsse, sie wird immer mehr normalisiert, sie entscheidet mit über die Schließung von Kulturzentren, sie streicht Gelder für Integration und soziale Projekte, auf Landesebene sitzt sie längst in sicherheitsrelevanten Gremien und informiert von dort aus unsere Feinde. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie ein intelligenter Mensch wie du das so verharmlosen kann.

Und unsere Probleme werden nicht kleiner oder einfacher. Im Gegenteil, sie werden immer komplexer, aber wir wollen keine Antworten, für die man studiert haben muss. Wir wollen einfache Antworten, die in ein 30 Sekunden-TikTok-Video passen, und vor allem soll alles so bleiben, wie es im Rückblick vielleicht mal war. Oder noch besser: jemand soll uns einfach sagen, dass alles gelogen ist, von den Juden und den Linken und den Medien: Covid19 ist ein Schnupfen, Klima ist Wetter, Wetter gab es schon immer, und früher war es sogar noch heißer, und wir können daran sowieso nix ändern. Und die scheiß Ukrainer sollen sich endlich ergeben, ich will hier billiges Gas aus Russland!

Allerdings bin ich im Gegensatz zu dir aber wohl auch Pessimist. Das war es eben mit Menschenrechten, Frauenrechte, Toleranz, Nächstenliebe, Freiheit, sozialem Ausgleich etc. Das sind ja alles ganz junge Ideen, die auch nur auf einem kleinen Teil des Planeten versucht wurden. 95% der Menschheitsgeschichte ist Brutalität, Kampf, Krieg, Recht des Stärkeren. Und damit kann ein ordentlicher Teil der Menschheit eben mehr mit anfangen. Wir wollen nicht regiert werden von Leuten, die Kinderbücher schreiben. Wir wollen den Typen, der oberkörperfrei mit einer Knarre auf dem Pferd sitzt und Bären abknallt. Wir wollen die Nazischlampe, die eben ohne mit der Wimper zu zucken auf Kinder schießen lässt. Wir wollen den Typen, der uns „a big, big wall“ verspricht, die die restliche Welt von uns fernhält. Und natürlich ist der Islam böseböse, aber das mit dem Händeabhacken für Diebe, kann ich das nochmal sehen? Und das mit den Mehrfach-Heiraten, und die Frau hat still zu sein? Das gefällt dem Krah von Welt. Und in der DDR war vieles besser, sehr vieles sogar.

Naja. Was soll’s. Um doch noch etwas gute Laune zu verbreiten, möchte ich mit einem kleinen Scherz enden: „Was denkt eigentlich die Jugend? Schalten wir rüber zu den Leuten, die 2024 noch von Discos reden!“

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Also wenn ich mich an meine Entscheidungen erinnere, die ich im Alter von 16-24 getroffen haben, kann ich aus heutiger Sicht auch vieles nicht nachvollziehen.
Unabhängig davon, bin ich kein Gegner des Absenkens des Wahlrechts.
@Sahneee , @willythegreat und @cheffe haben die Themen schon genannt.
Auch meiner Meinung nach: Es fehlt(e) die positive Message und es fehlt das richtige Medium / die richtigen Medien.

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Das erklärt nicht, warum es (okay, ab 18) bei der Bundestagswahl vor 3 Jahren so anders war. Das Einzige, was sich seitdem geändert hat, ist der offene russische Angriffskrieg. Entweder sind jetzt deswegen die Optimisten zuhause geblieben oder Putin hat über die Rechtsextremen, die er unterstützt, einen guten Propaganda-Job gemacht.

OMG. Sobald sie die Platte nicht mehr auflegen, schreiben Rechtsextreme unwidersprochen die Geschichte um, zur Not auch auf TikTok. Jede Jugend der letzten 50 Jahre inkl. meiner war davon genervt, ohne dass sie rechtsextrem wurde. Es war mehr ein „wir haben‘s ja verstanden“. Blöderweise fällt einem heute auf, es war noch viel zu wenig.

Es geht bei historischem Faschismus nicht um Zustimmung oder Ablehnung, das sind Fakten, Monumente monströser Unmenschlichkeit, bei denen wir detailliert wissen, wie es dazu kommen konnte und wie es sich entwickelt hat, auf dass wir es in seinen Anfängen verhindern können. Das war nie wichtiger als heute.

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