Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 2)

Wieso kommt man eigentlich bei 9,5 von 10 Beiträgen von dir kaum mit dem Kopfschütteln hinterher?

9 „Gefällt mir“

Gut auf den Punkt gebracht. Tatsächlich habe ich bemerkt, dass mein mein Nacken sehr viel entspannter ist, seitdem er auf meine igno steht. Probier’ es mal aus. Ist besser als ein Termin beim Physio :wink:

Wenn man sieht von wem du die meisten „gefällt mir“ für deine Beiträge bekommen hast… muss ich mich nicht weiter mit dir beschäftigen :kissing_heart:

1 „Gefällt mir“

Weil es einfach nicht stimmt.

5 „Gefällt mir“

Maskendeals der CDU/CSU
von der Leyen und Pfizer
Lauterbach:

  • völlig Nebenwirkungsfrei
  • Impfung schützt völlig vor Ansteckung
  • naja schützt gut vor Ansteckung
  • okay schützt nur ein bissl vor Ansteckung
  • ja erwischt… schützt eigentlich gar nicht vor Ansteckung

Polizisten die Menschen regelrecht jagen weil sie keine Maske oder eine nicht richtig sitzende Maske aufhatten
Kinder die in kleinen eingezeichneten Quadraten „spielen“ durften
Etc pp

Come on…….

Bitte bei den Fakten bleiben

Und lieber, solange nicht alles geklärt ist, in Quadraten spielen, als eine große Welke riskieren.
Hinterher ist es leicht zu sagen, war übertrieben.

8 „Gefällt mir“

Können wir bitte die Corona Thematik in den Corona Thread verlegen? Haben wir alles mehr als einmal diskutiert.

Und ich kann mir den Quatsch einfach auch nicht mehr anhören.

Danke

8 „Gefällt mir“

So. Erste Bürgerpflicht erfüllt. Wählen gewesen. Europawahl, Stadtratswahl, Stadtbezirksbeiratswahl.

Ich frage mich, wieso man drei verschiedene Faltarten für Wahlzettel hat. Unterschiedliche Farben sind ein No-Brainer, aber diese Faltorgien finde ich teils etwas belastend.

1 „Gefällt mir“

In der DDR wurde wählen gehen hinter vorgehaltener Hand als „falten gehen“ bezeichnet :upside_down_face:

1 „Gefällt mir“

Und das ist der Song dazu. :wink:

EDIT: Der Refrain sollte doch jeden motivieren, wählen - äähh … falten - zu gehen.

1 „Gefällt mir“

Der Wahl-O-Mat spuckt mit für die Europawahl on top die SPD und die PdH aus.

Über das Ergebnis bzgl. der SPD bin ich sehr überrascht, aber das dürfte einfach an meiner starken Mischung aus umwelt-, links- und konservativorientierten Antworten liegen, die sich da am besten matchen, auch wenn ich das so nicht erwartet hätte.

Ich muss sagen, ich finde die Agenda der PdH sehr interessant und sie trifft meine Ansichten echt gut. Nur habe ich bei so einer Nischenpartei Sorge, dass da eventuell wieder Personen am Start sind, die sich bereits zweifelhaft hervorgetan haben.

Hat hier irgendjemand bereits Erfahrungen oder Kenntnisse über die PdH oder kennt irgendwelche Verfehlungen im Zusammenhang mit ihr?

Rein von ihrer Agenda wäre sie die perfekte Partei, muss ich sagen.

3 „Gefällt mir“

Ich muss lächeln, bei mir sieht’s ganz ähnlich aus. Ich bezeichne mich als Humanist, das ist die Partei der Humanisten, klingt doch nach nem perfect match, oder?

Aber ich gebe zu, ich hab nicht genauer nachgeforscht, da ich dazu neige, die potentielle Wahl einer Nischenpartei für eine quasi verschenkte Stimme zu halten, und dafür sind mir die Zeiten der Demokratie-Gefährdung zu ernst. Aber was ich bisher gelesen hab, klingt weitgehend vernünftig und unverdächtig. Bei der Europawahl halte ich die Wahl einer Nischenpartei prinzipiell für nachvollziehbarer zwengs fehlender 5%-Hürde, trotzdem werd ich’s nicht machen., sondern bei meinen Grünen bleiben.
Kurz, gestehe ich, hab ich auch an die DIE PARTEI gedacht, weil ich den Humor auf den Plakaten mag und vor allem, weil dieses Mal die wirklich großartige Autorin Sybille Berg für die kandidiert. Ich bin ein riesiger Fan :wink:.

6 „Gefällt mir“

Danke für die konstruktiven wie unterhaltsamen Einblicke, mein Bester :hugs:

Ich weiß auch nicht, ob ich sie bei einer LTW wählen würde, aber für die EW scheinen sie mir eine willkommene Option zu sein.

1 „Gefällt mir“

Ich hab mich mit denen noch gar nicht beschäftigt. Mir fällt bei der Lektüre ihrer fünf Kernpunkte auf, dass sie die Atomenergie ausbauen wollen. Das ist ja aktuell die Groteske schlechthin: die Union wirft den Grünen das Festhalten am von ihr selbst durchgesetzten Aussieg vor, ohne auch nur ein Wort darüber und über die Gründe, die dazu führten, zu verlieren.

2 „Gefällt mir“

Das wäre für mich dann allerdings schon ein Ausschluss-Kriterium.

2 „Gefällt mir“

Naja, mich triggert vor allem ein Punkt:

„Dank unserer Kreativität , Innovationskraft und Kooperation haben wir Wohlstand und Freiheit erlangt. Eine dafür entscheidende Grundlage legte die Wissenschaft . Auf ihr bauen wir unseren neuen Politikstil auf. Mit ihm begegnen wir den Herausforderungen Europas unaufgeregt und ergebnisoffen – nur so haben wir eine Chance, ihnen gerecht zu werden. Wir verschaffen Experten Gehör und entwickeln Lösungen auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen . Bevor wir uns zu einem Thema positionieren, sammeln wir gemeinsam mit Experten alle wichtigen Fakten – dann entwickeln wir unsere Position. Dabei orientieren wir uns nicht nur am wissenschaftlichen Konsens, sondern arbeiten auch selbst nach wissenschaftlichen Grundsätzen.“

Und bzgl. Atomkraft vertrete ich offenbar eine andere Meinung, die auch dazu passt.

Ich mag den Ansatz, Ideologien außen vor zu lassen. Auch wenn auf Dauer dieses Ziel fast unerreichbar scheint. So naiv bin ich da auch nicht. Aber versuchen kann man es ja.

4 „Gefällt mir“

Da bin ich dabei.

Vielleicht noch eine Bemerkung zur Atomkraft:
Natürlich lassen sich die Situationen in den einzelnen Ländern schwer vergleichen bzw. synchronisieren.
Was sich aber überall manifestiert, sind die gleichen Probleme, die hierzulande zum Atomausstieg geführt haben, und die auch heute noch trotz veränderter Parameter gelten (was auch eine gewisse Physikerin und Kanzlerin so beurteilt hat):

  • die ungelöste Frage des atomaren Abfalls
  • das Risiko eines Fallouts durch Umweltereignisse oder (und dieses Risiko ist sogar weltweit größer geworden) militärische Angriffe.

Einen wissenschaftlichen Ansatz zur jeweiligen Expertise sehe ich in allen Bereichen als unverzichtbare Basis. Allerdings gilt auch das, was ich schonmal bezüglich des bekannten Schmidt-Zitats erwähnte („Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“): in der heutigen Zeit brauche ich sehr wohl Visionen, nicht im Sinne von Ideologie, sondern was das Einstehen für Werte und Errungenschaften progressiver gesellschaftlicher Entwicklungen betrifft.
Allein ein Blick auf die Wahlprogramme rechts-populistischer Parteien hinsichtlich der Kultur (hab ich spaßeshalber diese Woche mal gemacht) ist da lehrreich.

Wenn’s nach der AFD geht, steht die deutsche Kultur, so übersetze ich es, vor allem für Schrebergärten, Gartenzwerge, Bratwürste und ansonsten für die Ablehnung jedes länderübergreifenden Austauschs. Künstler sind eh linksradikales Gesocks und Lumpenproletariat, wer braucht die schon…?

5 „Gefällt mir“

Vielleicht sehe ich es falsch, aber Politik ohne Ideologie kann es meines Erachtens gar nicht geben.

Wissenschaft beschreibt Erkenntnisse über die Zusammenhänge der Naturgesetze, der Gesellschaft und des Denkens. Ich schätze Wissenschaft sehr, und sie als Grundlage zu nehmen für politische Entscheidungen, halte ich für essentiell wichtig.

Im Gegensatz zu Wissenschaft geht es bei Politik um eine Priorisierung, im Idealfall um gesellschaftlichen Konsens, um verschiedene Interessen auszugleichen. Wissenschaft alleine ist nicht die Lösung für Politik: sie bietet eine Basis an, auf Grund derer dann Entscheidungen getroffen werden müssen. Und diese sind (so denke ich zumindest) in der Politik immer ideologiegeleitet. Welche auch immer das dann ist.

Streng genommen ist die Überzeugung, dass Wissenschaft eine gute Basis für Politik darstellt, ja auch eine gewisse Form von Ideologie…

7 „Gefällt mir“

sehr passender Kommentar!

8 „Gefällt mir“

Das ist natürlich jetzt ein weites Feld. Wir müssten uns zuerst mal einigen, welchen Ideologie-Begriff wir meinen: den von Marx? Lukacs?
Es geht ja erstmal nur um eine Form der Weltanschauung. Die Frage ist (marxistisch geprägt), ob mir die Struktur und Einbettung in herrschende Verhältnisse erlaubt, selbst eine solche zu entwickeln, gegebenenfalls Argumente und Evidenz heranzuziehen, um sie anzupassen.
Wissenssoziologisch hast Du Recht, da die Leitbilder, anhand derer wir als Gesellschaft funktionieren, weitgehend feststehen; aber je nach Perspektive lässt sich der Vorwurf einer ideologiegetriebenen Politik immer leicht formulieren.

Umgangssprachlich wissen wir aber hierzulande doch meist, was wir meinen:
Dass sich einer dem besseren Argument verweigert, weil er gewissermaßen der höheren Idee hörig ist. Ob das dann immer der Wahrheit entspricht, lasse ich mal dahingestellt. In erster Linie ist der Ideologie-Vorwurf also eine rhetorisch-strategische Waffe, um den politischen Gegner zu diskreditieren. In zweiter Linie kann man hochinteressante, lohnende Debatten um dieses Themenfeld führen.

Wir machen hier natürlich nur letzteres. :slightly_smiling_face:

7 „Gefällt mir“