Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 1)

Die „widerlichen Kreaturen“ sind ein Insider.

Keine Ahnung, wo du das rausliest.

Wo habe ich ihnen denn das Menschsein abgesprochen?

Das kannst du nicht ernstgemeint haben, oder? Du gibst dem Wort „kontrafaktisch“ eine neue Dimension:

++ Rassistische Mobilisierungen und Gewalt schaffen insbesondere in Ostdeutschland ein flächendeckendes Klima von Angst und Unsicherheit ++ Anstieg von mehr als 15 Prozent bei rechten Gewalttaten – insbesondere Körperverletzungsdelikten ++ Täglich ereigneten sich im Jahr 2022 bis zu fünf rechte Angriffe alleine in 10 von 16 Bundesländern ++ Rassismus ist bei mehr als der Hälfte der Fälle das dominante Tatmotiv ++ 2.871 Menschen waren 2022 von 2.093 politisch rechts motivierten Angriffen allein in Ostdeutschland, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein direkt betroffen. ++ Antisemitisch motivierte Angriffe haben sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht. ++ Opferberatungsstellen registrieren auch eine Verdoppelung von Gewalttaten gegen Menschen LGBTIQA+ Community, insbesondere gegen queere People of Colour und Transpersonen wie Malte C., der in Folge eines queer- und transfeindlich motivierten Angriffs starb. ++*

Vielleicht war es ja von dir wirklich ironisch gemeint.
Was mich an deiner Argumentation fasziniert: Du suhlst dich geradezu in den allgegenwärtigen Gefahren, die von Migranten, Muslimen etc ausgehen. Den Ängsten, die du und deine Liebe(n) deswegen ausstehen müssen. Mit keinem Wort, keinem Gedanken, scheinst du dich in die Leute reinzuversetzen, die unter dem „Kampf“, den die „aufrechten Deutschen“ führen (wollen), um „ihr Land“ „zurückzuerorbern“ leiden - die TATSÄCHLICH, siehe Statistiken, einer Gefahr ausgesetzt sind, wenn sie zum falschen Zeitpunkt an der falschen Stelle draußen unterwegs sind. Man kann doch nicht das eine so aufbauschen und das andere so negieren.

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Alleine, dass es keinen Verband der Beratungstellen für Betroffene Linker, deutschenfeindlicher und Migrantengewalt e.V. gibt, sagt mir alles was ich wissen muss.

Negieren tut hier nur einer.

Wahnsinn auch, dass dort Malte C. steht, der von einem Tschetschenen totgeschlagen wurde. Ich frage mich, wieviele dieser Angriffe noch zurechtgeschustert worden um als „rechts“ zu gelten.

Spinner, Dödel und Kreaturen sind immer die Anderen.
Gibt ein nettes Spiel dazu:

Nee, nee.
Ich kann den rechten Spinnern genausowenig abgewinnen, wie den linken Spinnern.

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Warum taucht der tragische Tod von Malte C. in dieser Statistik auf? Wie @Kurt erwähnt hat, war es ein Tschetschene ohne deutschen Pass, der diese Tat begangen hat.
Münster: „Du bist kein richtiger Mann“, schimpfte Nuradi A. - dann schlug er zu - FOCUS online
Kein Wort von Rechtsextremismus, Rassismus oder Antisemitismus ist in diesem Bericht zu finden, nur der Bezug auf Homophobie. Es würde mich echt interessieren, wie man auf die Idee kommt, den Fall in die Statistik aufzunehmen und auch noch explizit im Bericht zu nennen. Ergebnis: werden solche Diskrepanzen aufgedeckt bzw. nur angesprochen, dann besteht natürlich die Gefahr, dass man den ganzen Bericht anzweifelt, auch wenn möglicherweise 99% der geschilderten Fälle und Zahlen stimmen sollten. Wer einmal lügt…
Ich verstehe allgemein einfach nicht, warum man immer wieder auf solche Diskrepanzen stößt. Die langwierige Weigerung nicht zwischen „Todesfall mit Coronainfektion“ oder „Todesfall durch Coronainfektion“ zu unterscheiden, könnte man hier auch aufführen.
Auch der Hütchenspielertrick von Gesundheitsminister Lauterbach bzgl. der Temperaturen in Italien fällt für mich unter diese Kategorie. Seit wann geben wir bei Temperaturen die Bodentemperaturen an? Dass die Werte dann natürlich deutlich höher ausfallen als bei der üblichen Messart der Lufttemperatur ist doch eigentlich klar.
Karl Lauterbach verärgert Italien mit Klimaalarm – „Er will nur Aufmerksamkeit“ (berliner-zeitung.de)
Mich würde echt mal eure Meinung interessieren: Handelt es sich bei all diesen Fällen um bewusste Täuschungsmanöver, um die eigene Agenda voranzutreiben oder um beispiellose Inkompetenz? Beides wäre nicht gerade beruhigend, aber falls ersteres stimmen sollte, wären wir wieder bei einem weiteren Puzzlestück, warum Parteien, die gegen das Establishment Stimmung machen, immer mehr Zulauf bekommen und viele Leute ihr Vertrauen in die traditionelle Berichterstattung komplett verloren haben und sich dann auf Plattformen und Nachrichtenportale begeben, die man auch nicht unbedingt als glaubwürdig bezeichnen kann und die vielfach für eine weitere Radikalisierung sorgen.

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In JOPs Zitat steht doch nirgends, dass es sich um die Tat eines deutschen Staatsbürgers handelte. Sondern um eine queer-feindliche Tat.

Weißt Du, ich verfolge das politische Geschehen seit ungefähr 56 Jahren, also seit ich 13 war. Meinen jugendlichen Zorn auf das damals in Schule und Gesellschaft (heute kaum vorstellbare) autoritäre Klima habe ich spätestens 10 Jahre später endgültig hinter mir gelassen, denn mit 23 hatte ich natürlich schon ein Verständnis für die Tragik eines Bundeskanzlers (Helmut Schmidt), zwischen zwei unerträglichen Alternativen entscheiden zu müssen: der höchstwahrscheinlichen Ermordung Schleyers (die dann auch geschah) und der Erpressung des Staates durch Terroristen. Dem Narrativ, die prominenten Gefangenen seien dann in ihren Zellen ermordet worden, konnte ich nicht folgen.

Seitdem habe ich viele politische Wendungen, manches sehr Gelungene, in erster Linie natürlich die friedliche Revolution in der DDR, aber auch diversen Murks erlebt. Das hat bei mir allerdings nie im Geringsten zur Folge gehabt, dass ich das politische System grundsätzlich in Frage gestellt oder mich für derartige Richtungen erwärmt hätte. Heute führt das dazu, dass mir häufig Fragen wie Deine gestellt werden. Unsichtbarer Subtext: „da du ja das System verteidigst und Medien konsumierst, die dasselbe tun: wie erklärst du dir bzw. rechtfertigst dies und jenes?“ Ich werde also quasi in (Mit-)Haftung genommen für alle möglichen tatsächlichen oder vermeintlichen Missstände, Fehler, Ärgernisse, etc. Häufig verbunden mit dem Hinweis, da müsse man dann doch praktisch gezwungenermaßen diese oder jene Konsequenzen ziehen.

Ich bin meistens gutwillig und gehe auf vieles „nach bestem Wissen und Gewissen“ ein. Aber manchmal sage ich auch einfach: „ich weiß es nicht und fühle mich auch nicht dafür zuständig, es zu erklären“. So auch hier. Mein Rat: findet es selber heraus. Und bleibt ehrlich. Damit meine ich: verzichtet auf Erklärungen abseits jeder Wahrscheinlichkeit. Warum jemand sich einer radikalen Richtung oder Partei zuwendet, dafür kann es viele Gründe geben. Dass aber, um sine ira et studio wahllos ein aktuelles Beispiel herauszugreifen, jemand der CDU zuneigt, dann aber, weil die SPD sie unter „rechts“ (EDIT: und als gefährlich für die Demokratie) subsumiert, von einem so heftigen Trotz erfasst wird, dass er sich nun der AfD zuwendet (wofür dann also die SPD wesentlich mitverantwortlich sein soll): das ist so weit von jeder mir bekannten Lebenswirklichkeit entfernt, dass ich dringend davon abraten möchte, solche Erwägungen zu vertiefen.

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:partying_face:
DAS (SCHWURBEL-)KARUSSELL - 7(0) Runden für n!x“ […oder: …„(Köchelnder…ähm…Übel…äh…Über:kochender-)Topf-sucht-(nütz…zu:gehör:igen-)Deckel/…Küchen-helfer (zwecks …:face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:)“]…!? :upside_down_face:

:face_with_spiral_eyes:

Zum Niederknien formuliert.

Ich werd das vervielfältigen und rumschicken.

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Warum dann unter dem Bericht zu rechter Gewalt? Macht auf mich den Eindruck, dass man zu vieles unter einem Dach zusammenfasst. Der Punkt mit den queerfeindlichen Überbegriffen passt da mMn eben nur bedingt rein und sollte Teil eigener Untersuchungen sein.

++ Opferberatungsstellen registrieren auch eine Verdoppelung von Gewalttaten gegen Menschen LGBTIQA+ Community, insbesondere gegen queere People of Colour und Transpersonen wie Malte C., der in Folge eines queer- und transfeindlich motivierten Angriffs starb. ++ *

Keine Ahnung, was da jetzt Stein des Anstoßes sein soll. Ich halte es da mit jep.

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Aufgrund deiner langen Beschäftigung mit Politik würde mich einfach mal interessieren, ob du es für möglich hältst, dass die jetzige Entwicklung auch einiges mit der Qualität der Politiker zu tun haben könnte. Ich habe mich auch schon vor 25 Jahren im Rahmen meines Studiums intensiv und interessiert mit der Geschichte der SPD beschäftigt, hege gerade wegen der Haltung der Partei in der Kaiserzeit und in der Weimarer Republik durchaus Sympathien dafür und komme zu der Einschätzung, dass sich Parteilegenden egal ob aus dem 19. oder 20. Jahrhundert ob der Arbeit ihrer aktuellen Genossen im Grabe umdrehen würden. Bei Union und FDP ist es mMn nicht anders.
Und genau das ist mMn nicht zu unterschätzen bei der Suche nach Gründen, warum über 1/3 (Tendenz eher schon 40% + x) der Wähler mit diesen drei Parteien, die mal über 80% der Stimmen auf sich vereinten, nichts mehr anfangen können.

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Der nächste Punkt im Jahresbericht ist dann irgendwann einmal eine Zunahme von Verkehrstoten durch Alkohol und überhöhte Geschwindigkeit?
Im Ernst: Jedes Opfer von Gewalttaten ist beklagenswert und ein Aufrechnen von Opfern linker vs. Opfer rechter oder islamistischer Gewalt widerstrebt mir persönlich komplett.
Es gefällt mir nur nicht, wie dieser Bericht vorgeht, denn die Gefahr, dass man jedes darin genannte Opfer einer Gewalttat von rechts zurechnet ist mMn zu groß.

Teils gebe ich Dir recht, teils habe ich meine Zweifel. Mit hinreichendem zeitlichen Abstand neigen wir, glaube ich, auch gerne dazu, die Dinge und Personen zu idealisieren. Früher gab es auch haufenweise Skandale, in den 60ern etwa die Starfighter- und die Spiegel-Affäre, beide mit dem Namen Strauß verbunden. Dann haben Politik und Polizei beim Schah-Besuch in Berlin Anfang Juni '67 einfach zugelassen, dass persische „Sicherheitskräfte“ mit Dachlatten auf die demonstrierenden Studenten einprügelten. Politisch verantwortlich, wenngleich sicher nicht Anstifter: der hochangesehene SPD-Bürgermeister Albertz. In den 70ern ein Ministerpräsident Filbinger (CDU), der die Todesurteile gegen die jugendlichen Deserteure der letzten Kriegstage verteidigte. Eine CDU, die sich bis weit in dieses Jahrhundert weigerte, diese zu rehabilitieren. In den 80ern eine SPD, die tief in den Neue-Heimat-Skandal verstrickt war, mit Spätfolgen für den sozialen Wohnungsbau bis heute. Ein Parteispendenskandal, in dem Kanzler Kohl sich auf einen Blackout berief, der sein Erinnerungsvermögen massiv beeinträchtigte. Um die FDP nicht zu vergessen: ein hochangesehener Außenminister Genscher, der gemeinsam mit seinen ebenfalls bestens beleumundeten Staatsminister(inne)n Dohnányi (SPD) und Hamm-Brücher (FDP) nichts unternahm, um eine junge Deutsche, Elisabeth Käsemann, aus den Fängen der argentinischen Militärjunta zu retten, während europäische Nachbarregierungen dies erfolgreich für ihre Staatsangehörigen betrieben. Grund für die deutsche Untätigkeit: unser Botschafter dort hatte abgeraten, da sie als Passfälscherin für fluchtwillige argentinische Regimegegner keine Gnade verdient hätte.

Schon diese kurze Aufzählung, direkt aus dem Gedächtnis ohne irgendeine Recherche, zeigt: es war, wie es so schön heißt, nicht alles Gold, was glänzte. Es gab aber die sozialen Medien nicht, die auch jede noch so geringfügige Unebenheit maximal hochkochen, was im Vergleich zu heute eine deutlich retardierende Wirkung hatte. Aber klar, wer will sich mit einem Willy Brandt, einem Ludwig Erhard und ähnlichen Hochkarätern messen? Man vergisst allerdings leicht, welchen medialen Dauerbeschuss z.B. Brandt vor seiner Kanzlerschaft (die er erst nach seiner dritten Kandidatur erreichte) aushalten musste. Jede Woche sah ich am Kiosk den Aufmacher der Nationalzeitung, die ihn als Vaterlandsverräter wegen seiner Flucht vor den Nazis nach Skandinavien brandmarkte und ihm seinen Namenswechsel vorwarf (sein Geburtsname war Herbert Frahm). Der war auch nicht immer der spätere Friedensnobelpreisträger.

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Hast du Neuere und Neueste Geschichte studiert, wenn ich fragen darf? (Diese Frage hat jetzt mit meiner nachfolgenden Antwort nichts zu tun.)

Die Gründe, warum die sog. Volksparteien derart an Stimmen verlieren, kann man aus meiner Sicht u.a. in drei Punkten ausmachen.

  1. du sprichst selber die Qualität der Politiker an. Aber ich würde diese Qualität nur sehr ungern historisch vergleichen, weil die neuen Medien ein gamechanger auf diesem Gebiet waren/sind. Die Meinungspluralität war sicher schon immer da, aber nicht diese Informationsdichte. Damit hat sich das Profil des Politikers einfach sehr geändert und damit eben auch die Qualität.

  2. die politische Emanzipation breiter Gesellschaftsschichten. Früher hat der Familienoberhaupt mehr oder minder für alle die Kreuzchen gemacht.

  3. die Erwartungshaltung der Wähler. Bekomme ich von dir nicht, was ich erwarte, mache ich bei der nächsten Wahl mein Kreuzchen an einer anderen Stelle. Ist aus meiner Sicht auch mit dem Konsumverhalten vergleichbar.

Diese drei Ebenen (und sicher auch andere) bedingen sich gegenseitig.

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das ausgerechnet von dir solch relativierenden Aussagen kommen hätte ich nicht gedacht… schade!

das unser Planet in großen Teilen nicht mehr lebenswert sein wird - dafür werden wir nicht 50 Jahren warten müssen…

und dass die AfD als unveränderte Rassistenpartei nicht in die Regierung kommt? darauf würde ich nicht wetten - man muss sich nur im europäischen Ausland umschauen… in vielen Ländern sind die Pendants zur AfD längst an Regierung etc. beteiligt…

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Danke für deine Beispiele und den kurzen Rückblick. Politische Fehlentscheidungen und auch persönliche Fehltritte gab es bei Politikern schon immer und wird es auch immer wieder geben. Auch wenn es schon immer gute Journalisten gab, die ihrer Kontrollfunktion teils vorbildhaft nachgekommen sind und so manche Verstrickung und manchen Skandal erst aufgedeckt haben, ist jeder Politiker natürlich jetzt noch viel transparenter und noch viel mehr unter Beobachtung, was aber eigentlich noch mehr zur Vorsicht mahnen sollte. Vielleicht waren auch die Berater und Mitarbeiter früher besser? :wink:
Zur generellen Frage der Qualität möchte ich allerdings noch sagen, dass sehr viele der von dir angesprochenen Beispiele trotz aller Kritik auch viel auf der Habenseite stehen haben, mit dem man sie assoziiert. Das ist dann tatsächlich auch ein bisschen wie im Fußball.

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Sehr schöne Analogie, die ich allerdings auch für die heutigen Politiker grundsätzlich gelten lassen würde. Und klar: was dem einen sein Goretzka, ist dem anderen vielleicht sein Andi Scheuer. :wink:

Wenn für jemanden bei den in der erweiterten Gegenwart (also etwa den letzten 20 Jahren) verantwortlichen Politikern das Glas allerdings niemals mindestens halbvoll sein kann, dann stimmt da etwas nicht, würde ich sagen. Auf den Fußball übertragen … aber lassen wir das! :sweat_smile:

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Ich finde deine 3 Gründe sehr gut und eben auch den Zusammenhang. Ich würde evtl. noch ergänzen, dass es früher einigermaßen feste Parteibindungen gab. Man musste gar nicht unbedingt Mitglied bei der Partei sein, sondern es reichte schon eine hohe Identifikation. Somit war man natürlich auch gnädiger mit Fehlern der „eigenen“ Partei.
Das fällt immer mehr weg, weshalb sich viele Wähler quer durchs politische Spektrum wählen, was in unserem System natürlich noch stärkere Auswirkungen hat als bei 2-Parteien-Systemen wie in den USA oder im Vereinigten Königreich. Die sog. Valenz-Wähler sind zudem bei ihrer Entscheidungsfindung noch stärker auf einzelne Politiker fixiert, denen sie am ehesten zutrauen, ihre Meinung zu vertreten.
PS: Ich bin Geschichtslehrer und habe somit alle Bereiche der Geschichte an der Uni durchgemacht, allerdings natürlich nur „kurz angerissen“. In manchen Bereichen bin ich etwas fitter und es geht etwas über rudimentäres Wissen hinaus, in anderen Teilbereichen habe ich während des Studiums so gut wie gar kein Wissen angesammelt. Vieles ist also auch nachträglich angelesen.

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