Das sind diese unsagbaren Dinge, die man mittlerweile sagen kann.
Absurdeste Vergleiche, aber bei dem aktuellen Overton-Fenster kein Problem. Wäre vor 20 Jahren undenkbar gewesen, dass jemand Extremisten die sich auf die Straße kleben irgendwie schönreden könnte.
Jetzt werden die Menschen als anrüchig dargestellt, die sich gegen diesen Alltagsterrorismus stellen. Aber auch da ist Deutschland leider mal wieder negatives Beispiel. Woanders wird soetwas nicht in diesem Maße geduldet. Es zeigt halt auch, dass die Behörden unterwandert wurden. Hat man ja auch schon offen zugegeben.
Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.
Macht es.
Also die Verschwörungs"theorien" sind mittlerweile so etabliert, dass man sogar stolz darauf ist, dass sie Realität sind.
Ich weiß jetzt nicht, wie alt Du bist. Ich bin 1977 politisch konfrontiert mit der RAF im deutschen Herbst geworden. DAS waren Terroristen.
Die Klimakleber sind von mir aus Störenfriede, Nervensägen oder Querulanten. Terroristen sind sie definitiv NICHT! Wer diesen Begriff hier absichtlich missbraucht, fährt eine eigene Agenda.
Und dass sich aufrechte Leute dagegen wehren müssen, ist halt hanebüchen. Es gibt tatsächlich Menschen, die den LKW Fahrer verteidigen, der den Klimakleber umgefahren hat und stellen den Fahrer als Opfer hin. Es ist so absurd…
Lies doch mal bitte richtig. Ich sprach von Alltagsterrorismus. Und natürlich ist es das! Die werden von Gerichten zu irgendeiner lächerlichen Geldstrafe verdonnert, die von den Spenden oder den dahinterstehenden NGOs bezahlt wird und kleben kurz darauf wieder auf der Straße.
Diese Endzeitsekte wird aber auch noch gewalttätiger werden, wenn man sie nicht stoppt.
Es ist diese Heuchelei, die den Leuten auf den Sack geht.
In den 90ern haben Neonazis Menschen verprügelt und sogar ermordet. Heutzutage passiert dergleichen nicht mehr und trotzdem wird so getan, als hätte man noch immer die Glatzenhorden auf der Straße.
Da ist die Gleichsetzung okay oder wie? Die letzten politischen Anschläge wurden alle von Lina E. und ihrer Gruppe durchgeführt. Und von den täglichen Messersteichereien von Migranten und Migrationshintergründlern fang ich gar nicht erst an. Das ist die alltägliche Gewalt. Rechte sind dagegen friedlich.
Die RAF fing mit Puddingattacken an.
Da legen die Klimakleber schon mal einen härteren Start hin.
Wir werden sehen, wie weit die sich noch radikalisieren.
Ein drolliger Vogel zu sein ist aber keine Ausrede. Auch ein geistig Behinderter kann Menschen terrorisieren, auch wenn er am Ende gar nichts dafür kann, weil ihm die Fähigkeit zur Reflexion fehlt.
Deswegen muss man aber einschreiten, wenn der zb täglich die Nachbarschaft zusammenschreit.
Damit hast Du ohne Frage recht, das sehe ich alles ganz genauso. Aber Du sagst es ja selbst:
Genau, das ist fast unmöglich. Zeiträume von mehreren Jahrzehnten sind insbesondere in der jüngeren Menschheitsgeschichte von hohen technisch-gesellschaftlichen Diskontinuitäten und Entwicklungssprüngen geprägt gewesen. Wer hätte im Jahr 1900 schon geglaubt, dass er im Jahr 1950 mit kommerziellen Flügen zwischen Amerika und Europa würde pendeln können, mit dem Penicillin der Durchbruch in der Bekämpfung der zuvor oft tödlichen bakteriellen Infektion entdeckt worden sein würde, der Mensch sich die Nutzung der Kernkraft erschlossen haben würde und das kommerzielle Fernsehen mit eigenem Bildschirm für jedermann Zuhause kurz vor dem Durchbruch stehen würde?
Wer hätte im Jahr 1950 geglaubt, dass der Mensch schon Ende der 1960er Jahre zum Mond geflogen sein würde, dass er sich im Jahr 2000 mittels eines kleinen, relativ günstigen „persönlichen Computers“ (PC) Zugang auf ein weltweit verzweigtes, visuell aufbereitetes elektronisches Informationsnetz namens „World Wide Web“ verschaffen können würde, und das ein kleines, unscheinbares Ding wie die Antibabypille dafür sorgen würde, dass die Geburtenrate in der ersten Welt dramatisch einbrechen würde?
Das alles sind Sprunginnovationen", aber auch in der inkrementellen Optimierung ist der Mensch enorm findig und schnell. Nur ein Beispiel: Im Jahr 2007 brachte Apple mit dem ursprünglichen iPhone das erste Smartphone nach heutigem Verständnis auf den Markt, und heute, gut 15 Jahre später, hat (zumindest in der ersten Welt) fast jeder mehr als eins davon und die mobile individuelle Nutzung und Verarbeitung von Informationen 24/7 ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Bedienung des Smartphones ist gewissermaßen zu einer Kulturtechnik wie das Lesen oder Schreiben geworden.
Du hast natürlich in einem engen Sinne recht, @anon2519908, wenn Du sagst: Wer kann schon wissen, was in 50 Jahren sein wird? Richtig, so ganz genau kann das niemand. Man kann selbstverständlich gewisse Entwicklungen per statistischer Modellierung auf Basis sinnvoll erscheinender Grundannahmen und Parameter ungefähr abschätzen, man kann gewisse plausible Szenarien dafür, was wie wo passieren könnte, erstellen und bewerten, man kann die Entwicklungspfade bereits existierender Technologien mathematisch gestützt fortschrieben usw., aber letztlich gibt es immer die Möglichkeit eines Penicillin, einer Antibabypille oder des Smartphones.
Ein zusätzlicher Vorteil zu dieser prinzipiellen Offenheit der Zukunft in Bezug auf die Klimafrage, der geradezu als Innovationsturbolader dient und in seiner Wichtigkeit für die Innovationswahrscheinlichkeit und -geschwindigkeit meiner Meinung nach kaum zu überschätzen ist, ist der, dass wir zwar als Menschheit heute noch nicht mit Sicherheit wissen (können), wie genau die technische Welt in 50 Jahren aussehen wird, aber dank der Klimamodellierung wissen wir ziemlich präzise, wie die natürliche Welt in 50 Jahren aussehen wird. Wir haben eine ziemlich gute Idee davon, welche Temperaturen und globalen Umweltzustände auf uns zukommen werden und in welchen Bereichen wir daher besonders dringend technologische Fortschritte machen müssen- sprunghafter und inkrementeller Natur -, um dem Menschen das Leben unter den dann gegebenen Bedingungen auf diesem Planeten noch halbwegs angenehm zu gestalten: Energie, Konstruktion und Bau, Landwirtschaft (grüne Gentechnik etc.), Mobilität, …
Das heißt, in Staaten auf der ganzen Welt, im Prinzip auf der gesamten Welt mit ihren acht Milliarden Menschen, wird nicht gewissermaßen ungesteuert, ziellos und zufallsoffen in verschiedensten Bereichen vor sich hin innoviert - vielleicht hier mal die Rakete und da mal die Kühltruhe und dort hinten den Laser -, sondern die Politik durch ihr Eingreifen und die Wirtschaft durch ihre Aussicht auf Profit allozieren ihre knappen R&D-Ressourcen überproportional zielorientiert und mit hoher Konzentration auf bestimmte, besonders wichtige - gewissermaßen menschheitsexistenziell wichtige - und potentiell hochrentable klimarelevante Forschungsfelder. Dies wirkt wie ein gigantischer, sich dramatisch verjüngender Wahrscheinlichkeitstrichter und Innovationsbeschleuniger, der wie ein Turbofan-Triebwerk die Luft nach hinten durch einen immer kleineren Konus pressend verdichtet und dabei enorm erhitzt und beschleunigt.
Dies, die grenzenlose Innovativität unserer Spezies sowie die prinzipielle Offenheit der menschlichen Existenz stimmen mich zuversichtlich, dass die Welt in 50 Jahren nicht im Klimafeuer untergegangen sein wird.
@Kurt, @anon19834089: Dürfte ich Euch, insbesondere Dich, @Kurt, ein bisschen um verbale Mäßigung bitten.
Ich bin sehr liberal und lasse hier wirklich alles stehen, aber ich möchte Euch dennoch bitten, Eure Beteiligung an diesem Thread nicht im Zuge der gegenseitigen Hochstachelung verbal aus dem Ruder laufen zu lassen. Das muss nicht sein. Man kann harte und grenzwertig menschenverachtende Positionen auch halbwegs neutral formulieren, jedenfalls neutraler und weniger abschätzig und spöttisch, als Ihr das zuletzt getan habt.
Ich möchte nicht, dass dieser Thread zu einem sprachlichen pissing contest wird, wer hier die schärfsten Thesen in der pubertärsten „ihr könnt mir gar nichts sagen!“-Attitüde raushauen kann. Bitte haltet Euch daran.
Ich denke, das ist ein wesentlicher Punkt, grade was sprachliche Präzision betrifft. @Alex hat ja recht, man kann in vielerlei Hinsicht auch optimistisch sein, was die Innovationskraft der Menschheit betrifft. Allerdings betrifft der Wandel im Klima zuallererst nicht die Welt, auch nicht den Planeten, sondern vor allem die Lebewesen, die sich darauf befinden, Menschen, Tiere, Flora und Fauna. DIE haben gewissermaßen die Arschkarte. Bezüglich des 50-Jahre-Schemas lässt sich leider sehr realistisch davon ausgehen, dass wir es durch Tun wie durch Unterlassen schaffen werden, ein paar hundert weitere Arten auszurotten. Unser Respekt vor dem Leben bezieht sich leider relativ ausschließlich, zumindest deutlich priorisierend auf die Menschheit. Was, wie so oft, sehr kurz gedacht ist, weil so vieles mit anderem zusammenhängt, im Positiven wie Negativen (wir brauchen etwa die Bienen, sollten aber zwecks Vermeidung von Pandemien Kontakt zum Lebensraum von Wildtieren eher meiden, aber hey: Wildtier-Handel bringt ne Menge Kohle, ist also ne Super-Idee).
Bei den Men In Black hieß es mal von Tommy Lee Jones ganz passend:
„Die Menschen sind nicht intelligent. Ein Mensch ist intelligent. Die Menschheit ist ein gefährlicher Haufen wildgewordener Bastarde…“ oder so ähnlich.
Ich will an dieser Stelle gar nicht inhaltlich dagegen argumentieren, weil es wenig bringen dürfte. Ich möchte aber auf eine Sache hinweisen, die von mehreren Usern an unterschiedlicher Stelle ebenso gehandhabt wurde und daher Missverständnisse ob absichtlich oder nicht vorprogrammiert sind.
Es werden Zeitpunkte sowie kürzere und längere Zeiträume gegeneinander nach Belieben ausgetauscht.
Auf ganze Episode deutscher Geschichte, antwortest du mit einer kurzen Phase und vergleichst auch noch die Gegenwart mit Zukunftsperspektiven.
Kann man so formulieren. Macht aber aus meiner Sicht wenig Sinn.
Nicht alle Puddingwerfer wurden zu Terroristen, die wir als RAF kennen. Welche Entwicklung einzelne Klimakleber noch nehmen werden, ist soweit offen.
…„Lieferten“ eben vielmehr eine „Vorlage“ zur „(moralisch-ethischen/…wohl-tuenden) Abgrenzung“ bzw. „(schweigenden) Zustimmung“ denn das „(…aufgeklärte) schlechte Gewissen“ … „(Reflexions-/…Verhaltens-auffordernd) zu terro…frei-zusitzen“…!?
Die „Verklärung“ hatte ich anfangs auch . Umso größer die Überraschung, dass man zu Themen rund um den FCB so streiten und sich angehen kann…
Der Politik-Thread ist ja entstanden, weil es in den anderen Threads immer wieder zu Debatten auch politischer oder gesellschaftlicher Natur kam, was nachvollziehbarerweise nicht jeder toll fand. Insofern fand ich die Ausgliederung in einen dafür gedachten Thread eigentlich gut; eigentlich finde ich das immer noch. Die teilweise Heftigkeit der ideologischen Ausschläge, um es mal so zu formulieren, hätte ich auch nicht erwartet, möchte mit dieser Einschätzung jedoch vorsichtig sein, da ich nicht ausschließen kann, dass manch Leser auch mich für irgendwie radikal oder ideologisch verblendet hält. Du hast das ganz richtig angesprochen: es ist immer auch eine Frage der Perspektive und der jeweils eigenen Verortung. Kleine Nähkästchen-Plauderei: ich hab mal (nicht sehr lange) eine Zeit mit einer Gruppen-psychologischen Einrichtung verbracht, ich hielt mich für zutiefst depressiv. Danach jedoch wusste ich, wie unfassbar normal und gewöhnlich ich bin…
Also, die Reibung an exorbitant anderen Positionen oder Erfahrungen hat auch sein Gutes, wenigstens Nützliches.
Deinen Post fand ich ziemlich cool, weil Leute wie ich, die grade diesen Thread gut füttern, auf so offene Worte angewiesen sind, um sich und die eigene Meinung jenseits der üblichen Beteiligten besser reflektieren zu können. Freilich hat es mich nachdenklich gestimmt, dich frustriert zu sehen; zu meiner persönlichen „Entschuldigung“ kann ich nur sagen, dass ich als ehemaliger Politologie-Student hier natürlich ein weiteres Fass mit einem großen Interesse aufgemacht sehe. Es ist zwar, wie schon mal erwähnt, höchst ungewöhnlich, in einem Fußball-Forum derart intensiv und ausdauernd über Politik zu sprechen, aber eigentlich hat es sich ganz natürlich entwickelt, und letztlich: warum auch nicht? Spricht letzten Endes auch eine klare Sprache bezüglich des FIFA- oder IOK-Unsinns, wonach Sport und Politik zu trennen seien oder nicht zusammengehörten.
Daher abschließend vielleicht nur zwei Tipps, wie ich damit umgehen würde:
Ich bin ein fleißiger Zeitungs-Leser und Nachrichten-Kucker. Ohne Scheiß, wenn man das immer macht, gibt’s Tage, da möchte man aus dem Fenster springen. Deswegen verordne ich mir ab und an eine ein-, zwei-tägige Pause, wo ich nur Musik höre oder ins Kino gehe oder gute Bücher lese. Keine Aktualität der politischen Weltlage, nur schöne Sachen.
Der zweite Tipp bezieht sich auf deine Anspielung zur Musik der 70er und 80er. Ich empfehle, falls noch nicht gut bekannt, das Gesamtwerk der SMITHS. (Ein biographisches Werk zur Band ist nicht umsonst so betitelt: SONGS THAT SAVED YOUR LIFE.)
Ach so, und ich denke, wenn die verfluchte Sommerpause rum ist, kümmern wir uns alle wieder mehr um die Bayern…
Alles klar.
Ich werd sie statt „Dödel“ einfach „widerliche Kreaturen“ nennen. Damit dürfte dann ja alles in Ordnung sein.
„Menschenverachtend“ sind übrigens die Klimakleber. Die pfeifen auf Menschenleben.
Vielleicht verwechselst du da was.
Merkur:
„Eine Sache, auf die ich zumindest im Hinterkopf mental darauf vorbereitet bin, ist, dass in unserem Stau jemand stirbt. Das ist etwas, was wir zumindest ein Stück weit riskieren müssen“, erklärt Christian Bläul in der Dokumentation „Letzte Generation – Ein Jahr mit einem radikalen Klima-Kleber“ des erst 18-jährigen Filmemachers Benedict Bartsch. Diese ist bei YouTube abrufbar.“
Gewagte Aussage. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht so hoch. Bei allen Staus in Deutschland, bei denen die wenigsten von Klimaklebern, sondern doch eher von Autofahrern verursacht werden, hört man selten von Notfällen ausgehend vom Stau.
Auf was sie aber definitiv nicht pfeifen ist die Menschheit und den Planeten.
Mir ging es tatsächlich gar nicht mal so sehr um das Demokratiefördergesetz selbst, sondern einfach um die Wortwahl, die hier von offizieller Seite, sprich von der größten Bundestagsfraktion gewählt wird.
Von der Position der SPD ausgehend ist (natürlich abhängig davon welchem Flügel der SPD man angehört) ziemlich viel rechts (in Bezug auf ihre eigenen Einstellungen) und vieles davon ist mMn nicht verwerflich und noch mehr ist zumindest noch auf einem verfassungskonformen Boden.
Man fasst hier mMn einfach zu viel zusammen und das wollte ich zum Ausdruck bringen. Ich halte es nämlich gefährlich, wenn man jemandem, der rechte Positionen vertritt (keine rechtsextremen wohlgemerkt) in irgend einer Art suggeriert, dass diese Positionen die größte Gefahr für eine Demokratie sind. So sorgt man mMn für eine Verärgerung bei Menschen mit einer konservativ-rechten Einstellung und erhöht die Chance, dass sie sich auch Parteien anschließen, die man nicht unbedingt stärken möchte.
Warum also nicht klar benennen, wo die Probleme liegen, anstatt mit dem schwammigen Begriff rechts für Unruhe zu sorgen. Das ist für mich Weimarer Republik Jargon in bester Tradition von „Der Feind steht rechts“ (bzw. links). Da finde ich ehrlich gesagt die Aussage aus Teilen der CDU/ CSU, dass der Gegner bei den Grünen zu suchen ist, zumindest klar formuliert und auch differenziert und ich würde mir wünschen, dass es andersrum auch so wäre.
Es ist erfrischend zu sehen, dass du gerne anderen menschenverachtende Haltungen vorwirfst, aber selbst natürlich völlig frei von jedwedem Fehlverhalten bist. Immer. Überall.
Definiere doch einfach demnächst, wer für dich unter den Begriff „Mensch“ fällt. Klima-AKTIVISTEN gehören wohl nicht dazu.
Und jetzt wirst du wieder irgendwas markieren und ein Gegenbeispiel aus Hinterdupfingen oder dem Jahre 1124 finden, das deine Sicht aber ganz unbedingt sowas von rechtfertigt…