Wollen wir wetten, dass sogar ein Wiedereinstieg machbar ist, wenn man das wollte?
selbstverständlich ist der möglich - mit entsprechend jahrelanger Vorlaufzeit… nur darum ging es…
ein kurzfristiger Wiedereinstieg um die vermeintliche Stromproblematik im Winter etc. (die so auch nie existierte) zu lösen war nicht möglich…
Das ist mir jetzt ein wenig zu plump, um das so stehen zu lassen. Der Atomausstieg begann in Deutschland mit den Beschlüssen des Kabinetts Schröder I. Damals waren die Grünen mit der SPD in Regierungsverantwortung und ein gewisser Trittin Bundesminister für Umwelt.
Auch bei der Abstimmung von 2011 (übrigens eine namentliche Abstimmung) hat die Fraktion der Grünen eindeutig für den Ausstieg gestimmt.
Die Grünen sind also sehr wohl für den Atomausstieg in Verantwortung zu ziehen. Ob der Ausstieg jetzt gut oder schlecht ist, möchte ich lieber den Experten überlassen.
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…Also, sind es nun „fehlge…verblendete (real-politisch un-fähige/…-willige) Idealisten“ oder … „(heuchlerische) Umfaller“…? - …„Bin/…wäre verwirrt“ (…wüsste ich „derartige“ Kommentare/…„Pam…Aufrüstungen“ nicht … „einzuordnen“)…!? ![]()
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Okay. Das mag sein. Es gibt ja auch Leute, die Atomkraft generell ablehnen und der Meinung sind, diese ließe sich nie wieder in Deutschland realisieren. Aber die kommt wieder.
Ich bin übrigens pro Atomkraft und jegliche Schwerindustrie ever since…
es geht ja bei der Diskussion in meinen Augen nicht um den langfristig geplanten (und absolut notwendigen und richten) Ausstieg sondern zum einen um den sehr plötzliche (wir kennen die Gründe) vorgezogenen und um die Diskussion eines völlig unrealistischen kurzfristigen Wiedereinstiegs
Vorab:
Hut ab vor deiner sachlichen und punktgenauen Argumentation während des Tages. Ohne dass wir in allen Punkten übereinstimmen müssen, finde ich das wohltuend.
Ich hätte nur eine Ergänzung zu obiger Bemerkung:
@anon49020724 hat das oben kurz angerissen, ich würde das nochmal auf den Tisch bringen. Nämlich die Frage, dass sich bestimmt viele einer „Realpolitik“ verschreiben würden, nur wie diese aussähe, würde dann doch wieder die üblichen Diskussionen auslösen. Es gibt da das Phänomen des „not in my backyard“: eine Mehrheit der Menschen wünscht sich beispielsweise durchaus mehr Umweltschutz. Würde man ihnen aber ein Windrad vor die Haustür stellen, wär’s damit schnell vorbei. Nur ein Beispiel, es gäbe mehrere, und trägt dem Gedanken Rechnung, dass nicht nur die Wissenschaft und das Verfassungsgericht jeder momentan tätigen Regierung ins Buch schreiben, dass die zukünftigen Generationen Anspruch etwa darauf haben, dass das Pariser Klimaabkommen erfüllt wird. In der deutschen Wirtschaft ist dieses Verdikt auch schon ziemlich flächendeckend angekommen. Da fragt man sich doch, warum es diese Regierung (bestehend aus zumindest zwei „nominell“ eher linken Parteien) mit ihrer momentanen Politik niemals schaffen wird, diese Ansprüche zu erfüllen. Die einzig mir einleuchtende Antwort ist: aus Angst, nicht mehr gewählt zu werden, wenn man den Menschen die Wahrheit sagt. Und diese Wahrheit würde lauten (ich höre K. jetzt schon laut aufschreien; soll er…):
Wir können so nicht weitermachen. Unsere ganze Lebensweise muss sich ändern.
Ich bin übrigens der Meinung, dass es mittel- und langfristig sogar wirtschaftlich sinnvoll und notwendig ist, mehr für den Klimaschutz zu tun. Und natürlich können wir uns in diesem komplexen Bereich über viele Details unterhalten, welche Wege zu beschreiten sind.
Meine Frage ist allerdings, warum ich Parteien irgendeine Kompetenz in diesem Bereich zubilligen soll, die über Jahrzehnte an der Regierung beteiligt waren oder sie sogar angeführt haben und uns (als Beispiel sei die Energiepolitik genannt) erst so richtig in die Sch… geritten haben.
Meines Erachtens ist die „bürgerliche“ Partei, die hier eindeutig die größte und offensichtlichste Kompetenz mitbringt, eindeutig mit den Grünen benannt. Und da gibt es nichts zu lachen, was das „bürgerlich“ betrifft. Man frage sich doch mal, warum das Wählerklientel, das man den Grünen zuspricht, das (ich zitiere nur die Analysen) höchste Bildungsniveau aufweist. Und die sogenannten Gutverdiener. Mehr bürgerlich geht kaum.
Momentan, hier komme ich auf @anon49020724 zurück, haben die Grünen die Rolle des Boten, der die unschönen Nachrichten überbringt. (Was sie übrigens nach meinem Geschmack viel deutlicher tun könnten. Aber da hat sich Habeck für eine andere Taktik entschieden.)
Und die Geschichte kennen wir alle:
Der Bote wird getötet.
Was aber an der Nachricht leider nichts ändert.
Jedenfalls, die Erwartung, eine Regierung ohne die Grünen würde eine wie auch immer geartete bessere, wirksamere Umweltpolitik anstreben oder umsetzen, ist meines Erachtens entweder naiv oder verrät halt eine andere Priorität.
Ich finde es immer zum Schreien, wenn man irgendwelche Klimaereignisse in 100 Jahren anmahnt, aber der IST-Zustand im Land geht einem am Arsch vorbei.
Was interessieren mich irgendwelche Pazifikinseln die absaufen, wenn hier der Ethnienkrieg ausbricht?
Wir können und werden so weitermachen. Und zwar der gesamte Globus. Was wir nicht können, ist ohne Anpassungen weiterleben und die werden kommen. Der Klimawandel wird kommen/weitergehen und der Mensch wird sich anpassen.
Das geschieht dann aber natürlich ohne deine Boten. Denn wie gesagt, den Leuten ist es egal was für Zukunftsvisionen du hast. Wer den Wohlstand nehmen will, der wird dafür bestraft.
Klingt nach Systemumsturz. Klingt nach Abschaffung der Demokratie.
100 Jahre wird man nicht warten müssen. Aber wird bestimmt interessant, wenn sich in 25 Jahren die Menschen hier die Köpfe wegen sauberem Trinkwasser einschlagen. Erste Zeichen sind da ja schon bei dem gewaltsamen Wegzerren gehen die Klimakleber zu sehen.
Mal abgesehen von der Ignoranz gegenüber anderen, sind diese Inseln dann vielleicht nur der Anfang. Und vielleicht setzen sich die Bewohner der Inseln in ein Boot und kommen nach Europa. Einfach nur weil sie leben wollen.
Ich versuche wirklich ernst zu bleiben und dir etwas Vernünftiges zu erwidern, aber du kannst doch nicht die Aktionen der Klimakleber mit Klimaschutz in Verbindung bringen.
Hast du Kinder? Enkel? Dann bitte halte dich mit deinem Urteil zurück. Denn DAS wäre Ignoranz gegenüber anderen. Ich bin kinderlos und werde es wohl bleiben. Damit ist mein ökologischer Fußabdruck safe bis in die Ewigkeit. Mir braucht man mit dem Thema einfach nicht kommen.
Kein Führerschein, kein Auto. Das ganze Leben ÖPNV. An mir liegts nicht. Und gerade deshalb lasse ich mir nichts erzählen. Und sollte irgendwann einer vor meinem Flixbus kleben, dann gibts auf die Fresse.
Hier ein Auszug aus einem bedenkenswerten Kommentar von Henrike Roßbach in der Süddeutschen Zeitung vom 15. Juni:
„Die geschmeidigste Haltung gegenüber der „Letzten Generation“ ist die, dass deren Mittel vielleicht ein bisschen drüber seien, die Ziele aber edel. Tatsächlich ist das arg bequem. Denn obwohl der Moralüberschuss in der Debatte es schwierig macht, verdienen auch die Ziele einen kritischen Blick. Die Forderungen der Aktivisten nämlich gehören zu einem Gesamtpaket aus Fortschrittsskepsis, Deindustrialisierung, „Degrowth“, also Abkehr vom Wachstum - und dem absoluten Anspruch, dass alle anderen gesellschaftlichen Notwendigkeiten hinter dem Klimaschutz zurückzustehen haben. Die Welt wird der deutschen Transformation zu einer klimaneutralen Industriegesellschaft jedoch nur folgen, wenn sie sich als wohlstandswahrendes Erfolgsmodell entpuppt. Und genau das muss das Ziel sein.“
Sie halten defintiv die Thematik in den Schlagzeilen. Klimaschutz geht nur mit Verzicht und einem Wandel der Gesellschaft. Ob mit diesen Aktionen die Thematik positiv bei der Bevölkerung ankommt, darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Mir ging es aber vor allem um die kurze Zündschnur, die manch ein Staustehender der Öffentlichkeit zur Schau stellt.
Hast du deinen eigenen Flix-Bus? Cool.
Hab übrigens auch keine Kinder. Demzufolge auch keine Enkel. ÖPNV kann ich nicht mithalten , da so gut wie nicht vorhanden. Ansonsten bemühe ich mich, könnte aber auf jeden Fall mehr machen. Freiwilliger Verzicht fällt halt schwer.
Ich wollte dich mit der Frage übrigens nicht angreifen. Aber ich lese das immer wieder. „Die Zukunft für nachfolgende Generationen“. Dabei ist die Überbevölkerung das größte Problem. Immerhin haben das ein paar der Klimasekten auch begriffen und stehen für Sterilisation und Kinderlosigkeit ein.
Ich habe einen Vortrag der „Letzten Generation“ besucht. Da wurde die stark negative Resonanz sogar als Vorteil bezeichnet, weil sie auch starke Gegenreaktionen hervorrufe, zum Beispiel gegen die Einstufung als Terroristen. Das mag sein, hat mich aber nicht völlig überzeugt. Für mich klang es ein bisschen nach dem Pfeifen im Walde. Generell leiten sie anscheinend ihr Vorgehen von Theorien über erfolgreichen bürgerlichen Widerstand her und beziehen sich auf Vorbilder wie Martin Luther King und Mahatma Gandhi.
Zu diesem Themenkomplex wurde mitgeteilt, dass der ökologische Fußabdruck eine Erfindung der Energielobby sei, um die Menschen gedanklich von den großen Veränderungen abzulenken, die Politik und Wirtschaft in die Wege leiten müssten, und sie dahin zu bringen, sich mit privatem, aber ineffizientem Klein-Klein (meine Formulierung) abzumühen und wegen des durch die Vergeblichkeit verursachten schlechten Gewissens keine politischen Forderungen zu stellen.
Die Grünen sind die verlogenste Partei, die man sich vorstellen kann.
Zusammen mit Frau Flak-Zimmermann sind die Olivgrünen mittlerweile die extremsten Wanderprediger der Hochrüstung.
Und wirklich links sind die schon lange nicht mehr:
Als CDU- und FDP-Politiker vor einiger Zeit hysterisch Einschränkungen des Streikrechts gefordert haben, ergab eine Umfrage, dass ausgerechnet Grünen-Anhänger ähnlich ticken.
Immerhin gibt es konstruktive Vorschläge für die Verwendung der - meist ungedienten - Olivgrünen Funktionäre:
Generell kann man jede Eigenschaft positiv oder negativ bezeichnen: also etwa „gründlich, genau“ vs „pedantisch“, etc.
So auch in der Politik. Folgende gängige Zuschreibungen gibt es für die Grünen:
„Prinzipienfest“ vs „ideologisch verbiestert“;
„anpassungsfähig, realistisch“ vs „verlogen“.
Da kann jeder sich aussuchen, was gefällt.
Eine Einschätzung, die ich sogar teilen würde. Nicht unbedingt, dass die Energielobby den Begriff erfunden hat, aber tatsächlich halte ich es für eine allzu bequeme politische Situation, den Umweltschutz auf das Wirken des einzelnen Individuums herunterzubrechen.
Aufgrund der zeitlichen Komponente der Lage müssen die großen Veränderungen und Anpassungen diesmal von oben kommen, fürchte ich. Nicht von unten.
Unabhängig davon halte ich das Vorgehen der „Letzten Generation“ in nicht allen Fällen für strategisch konstruktiv. Die Aktionen mit den Gemälden - kontraproduktiv. Die Sache am Flughafen - nachvollziehbar. Wäre ich Stratege bei denen, ich würde die Aktionen immer dorthin richten, wo sie thematisch hingehören.
Ich kann mir vorstellen, dass es einige unter den Aktivisten gibt, die die Demokratie tatsächlich für „zu langsam“ oder ähnliches halten, und die bereit wären, dementsprechend zu handeln. An dem Punkt wäre ich definitiv raus, das seh ich anders. Nichtsdestoweniger habe ich einen gewissen Respekt vor ihnen, und ein schlechtes Gewissen sowieso. Ich gehöre zu der Generation, die zuviel verbockt haben; ausbaden müssen es zu großen Teilen jetzt die Jüngeren. Ich denke, die wissen alle, dass sie sich arge Probleme durch ihre Aktionen einhandeln, aber ihre Verzweiflung ist so groß, weil sie sehen, dass nicht mal die kleinsten Forderungen in der Politik ankommen (Tempolimit), und die großen Linien mit der momentanen Ausrichtung ohnehin nicht passen.
Das ist ja super, dann sind sie ja für alle konservativen Knochen hier ab sofort wählbar.
Oder geht es nur darum, an den Grünen rumzumeckern, ganz egal, was sie machen?
Würden sie sich selber an die Front begeben, wären sie ja wenigstens mal konsequent…
Mich macht diese ganze Diskussion hier echt fertig. Ich erwische mich tatsächlich dabei, dass ich auch tagsüber in Gedankenschleifen zu den Beiträgen festhänge. Auch von anderen Plattformen ist man ja gewohnt dass ein Schlagabtausch selten zielführend ist, nicht nur weil man mehr oder minder anonym unterwegs ist, sondern weil die Diskussion nie zeitgleich und nur in Textform mit extrem viel Interpretationsspielraum stattfindet. Hinzukommen persönliche Befindlichkeiten der Teilnehmer sowie abwechselnd Verteidigungs- und Angriffshaltung. Dabei sind die meisten Beiträge viel zu kurz, um wirklich auf die anderen und deren Einwände einzugehen, was aber keine Kritik sein soll, sondern diese Form der Diskussion mit sich bringt.
Irgendwie hatte ich bis jetzt das Gefühl - und ich gebe zu, dass es ziemlich verklärt gedacht war - dass MSR wie eine große FCB Familie ist und wir irgendwie mehr oder minder in die gleiche Richtung denken. Es machte mir sehr viel Spaß die Kommentare live zu den Spielen zu verfolgen und man freute sich immer wieder die „gleichen Gesichter“ an den Spieltagen zu treffen.
Ich fürchte, das hat sich nun erledigt. Ich habe mich in letzter Zeit an @918 abgearbeitet und muss mich echt entschuldigen. Wenn man hier liest, welche Ideologien von anderen Usern unverblümt vertreten werden, ist 918 ein positiv Verrückter, der Fußball auf seine Art und Weise liebt und das hier entsprechend unter die Leute bringt.
Ich bin wahrlich nicht besonders klug und bin zwar ein großer Schwätzer, aber es fehlt mir dennoch eine gewisse sprachliche Eleganz, um meine Gedanken auch so auszudrücken, wie ich das gerne hätte. Dennoch lese ich hier Sachen, die mich schaudern lassen und frage mich, welche Erfahrungen man machen muss, um so eine falsche Perspektive dennoch so konsequent zu verfolgen. In diesem Zusammenhang fällt mir der Dunning-Kruger-Effekt ein, dass man vielleicht deshalb so überzeugt ist, weil man zu wenig Ahnung hat, um auch an der eigenen Kompetenz zu zweifeln.
Es wurde hier auch von der Wunsch nach „wieder normalen Zuständen“ schwadroniert. Wann war es denn je „normal“? In den 1980er Jahren? Um 1950? Vielleicht 1900? Und was bedeutet das überhaupt?
Dann kommt was von „bürgerliche Mitte“. Welche Mitte? Wenn man sogar nur die User hier nimmt, könnten wir keinen Konsens darüber finden, was die Mitte ist, geschweige denn, wer in der Mitte steht. Dass man sich selbst gerne als den „Normalo“ sieht, ist irgendwie erklärbar, sonst müsste man sich ja hassen.
Ich habe diese Zeilen wohl auch ein wenig aus der Perspektive geschrieben, dass ich mir etwas Frust von der Seele schreibe.

