ich stimme deinem beitrag fast uneingschränkt zu - ja wirklich!
aber die grünen als protestpartei und entzaubert abzutun halte ich für grundfalsch!
sie sind in meinen augen ein unverzichtbares korrektiv und unentbehrlich - sie geraten aktuell unter druck auf grund der schizophren denke vieler menschen:
klima- und umweltschutz ja - soziale und gerechtere politik ja…
aber sobald die eigene lebenswirklichkeit von diesen elementar wichtigen themen berührt wird ist es auf einmal vorbei!
Bei solch einem Beitrag bleibt mir etwas die Sprache weg. Was ist „normal“? „Die Medien“ haben zu viel Macht und sind alle grün wie Schulen und Universitäten? Ohne „großen Besen“ geht nichts mehr? „Selbst MINT-Studenten müssen gendern“? „Umdenken in der kompletten Kulturlandschaft“? Wer „gehört zur Bevölkerung und wer nicht“? Das alles geht weit über eine angemessene demokratische Kritik hinaus, sondern unterstellt ohne Nachweis und fordert etwas ein, was unseren Grundwerten fundamental widerspricht.
Und ich lasse mich hier auch nicht mit irgendwelchen zitierten Textstellen zum Nazi machen. Ohne Mist, diese „unsere Grundwerte“ habt ihr alle doch so dermaßen pervertiert. Einen Scheiß geb ich da drauf.
Wer ernsthaft so tut, als müsste man die Zustände anno 2023 ertragen, weil das so unsere Grundwerte doch verlangen, der hat ne Meise.
Wenn du die Frage „wer gehört zur Bevölkerung und wer nicht“ nicht ohne tausend Ausflüchte und Händeringen beantworten kannst, dann tust du mir leid. Das ist aber DEIN Problem. Und ganz sicher nicht das von mir. Und genau das meine ich mit Normalität. Vollkommen irre!
Immerhin waren Grüne Politiker in bisher jedem kriegerischen Konflikt, in der die Bundeswehr eingesetzt war/wird, beteiligt. Also nicht in den Einsätzen sondern in den Entscheidungen. Eh klar.
Muss man auch erstmal fertigbringen als Partei, die seit ihrer Gründung für völlige Abrüstung und Frieden steht.
Dann hältst du eine Koalition Schwarz-Rot-Gelb für realistisch? Weil die einzige andere Alternative die sich stellt ist Schwarz-Grün-Gelb. Andere Mehrheiten existieren nicht. Insofern ist es doch nicht glaubhaft, wenn man die Grünen zu Gegnern stilisiert, wenn die am Ende wieder mit in der Regierung sitzen.
Ist das so? Günther und Wüst gehören zu den prominentesten Vertretern der Partei. Einem Söder kann man sowieso keine Prinzipientreue unterstellen, insofern dreht der sich so, wie der Wind weht. Merz ist sich selbst der Nächste. Sollte das mit Merkelkurs zu erreichen sein, dann wird dieser eingeschlagen.
Jamaika ist für mich die naheliegendste Möglichkeit der nächsten Regierung. Das heißt man bekommt grün, wenn man schwarz wählt.
Interessant ist doch nur, wie die Grünen das ihrer Basis verkaufen, aber bisher haben die noch jede Kröte geschluckt.
Es ist nicht absehbar, dass man eine Kurskorrektur mit einer der Parteien erreichen wird, deshalb wählen die Gegner des Kurses halt AfD. Das heißt doch nicht, dass man von der Machtergreifung träumt. Mir ist schon klar, wie die Verhältnisse stehen. Und Umfragen sind keine Wahlergebnisse.
Aktuell zerlegt die USA Deutschland wirtschaftlich. Auch da muss man wieder auf Trump hoffen. Denn America First macht der ja genauso wie Biden, aber die Leute mögen ihn nicht und wehren sich entsprechend eher.
„Ohne Mist, diese „unsere Grundwerte“ habt ihr alle doch so dermaßen pervertiert. Einen Scheiß geb ich da drauf.“
„Auch da muss man wieder auf Trump hoffen.“
Es ist dein gutes Recht, unsere Grundwerte, die im Grundgesetz hinterlegt sind, abzulehnen - bitte wundere dich aber nicht darüber, dass es dann Gegenstimmen wie von mir gibt, die diese Grundwerte verteidigen möchten.
Und was Trump angeht und sein Verhältnis zu einer Demokratie - nun ja, jedem das Seine.
Ich selbst sehe mich als Demokrat, du siehst dich scheinbar als jemand, der bestehende Demokratien eher aufbrechen möchte. Ich bin überzeugt davon, dass zumindest die Demokratie in Deutschland stark genug ist, dieser Tendenz zu widerstehen, auch wenn es nicht einfach ist.
" Jedem das Seine , lateinischsuum cuique , ist seit antiken philosophischen Theorien der Moral und Politik ein für die Fassung von Begriffen des Rechts und der Gerechtigkeit, insbesondere der Verteilungsgerechtigkeit, vielfach ins Spiel gebrachtes Prinzip (siehe auch Verteilungsprinzip). Es besagt, dass jedem Bürger eines Gemeinwesens das zugeteilt wird (bzw. werden soll), was ihm gebührt, etwa durch gerechte Güterverteilung. Je nach politischer Theorie oder praktischem Bezug werden verschiedene Präzisierungen vorgeschlagen. Der Status eines solchen Prinzips wird unterschiedlich bewertet."
Als gebilderter, normaler Bürger weißt du sicherlich, dass der Ausspruch" jedem das Seine" keinesfalls auf die NS-Zeit zurückgeht, sondern im Gegenteil von den Nationalsozialisten konterkariert wurde.
Aber wieso nimmst du dann nicht zur Kenntnis, dass die CDU eben NICHT signifikant andere Wege in den beiden Punkten verfolgt, sondern im Gegenteil gerade beim ersten Punkt ja überhaupt erst die Situation entstehen lassen hat.
Merkel hat die Schleusen geöffnet und seitdem macht sie keiner mehr zu. Auch in der CDU nicht. Auch in der CSU nicht.
Alex hat mich gefragt, ob ich denn raus gehe…Frage zurück, geht ihr eigentlich raus? Seht ihr die Städte nicht? Fahrt ihr keinen ÖPNV? Wer war eigentlich die letzten 10 Jahre mal auf dem Jobcenter?
Ich finde es irgendwie merkwürdig, dass man vorgeworfen bekommt, man falle auf die Rattenfänger der AfD rein, die ja sowieso keine Lösungen anbieten, wenn die Lösungen die faktisch angeboten werden ja gerade das Problem sind.
Wieso sollte ich denn jemanden wählen, der behauptet etwas anders zu machen, es aber faktisch genauso gemacht hat, als er an der Macht war, anstatt jemanden der behauptet es anders zu machen, dies aber bisher weder bestätigen noch widerlegen durfte.
Es gibt genau eine Partei, die ihre Hände in Unschuld waschen kann.
Mmmh, das soziale Korrektiv ist ja eher die SPD in der Koalition, die Grünen sind ja doch eher eine Partei der Besserverdienenden.
Und der Klimapolitik, dem mittel-und langfristig drängendsten Problem, haben sie mit der Verweigerung der Atomlaufzeitverlängerung einen Bärendienst erwiesen. In dem Bereich für mich eine Partei mit den richtigen Zielen, aber falschen Methoden.
bitte informieren - danke!
eine Verlängerung wäre gar nicht machbar gewesen und das ist hinlänglich bekannt!
der Ausstieg würde übrigens nicht von den Grünen beschlossen…