Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 1)

Du. Und ich rede über Maaßen, den Hoffnungsträger einer künftigen Partei der Mitte. :sweat_smile:

Auch das bedarf der Erwiderung. Der Verweis auf bestehende Verträge, z.B. zur territorialen Unabhängigkeit der Ukraine, ist keine Meinung, sondern faktenbasierte Argumentation, ebenso der Punkt zur „nationalen Identität der Krim“. Dass es darüberhinaus Positionen in der Forschung gibt, die diskutiert werden können und müssen, ist zweifelsfrei so.

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Muss dann wohl dieser Whataboutismus sein, von dem man soviel hört. :wink:
Seine angebliche Beratung bestand übrigens darin, zu einem Parteiausschlussverfahren gegen Höcke geraten zu haben.
Wäre doch toll gewesen, oder?

Professoren und Institute sind auf Staatsknete angewiesen.
Sie müssen also Wohlverhalten demonstrieren.
Vom ulkigen Youtube-Professor war nix zu hören, als „bestehende Verträge“ 2003 von den USA im Irakkrieg missachtet wurden. Oder wenn Israel permanent „bestehende Verträge“ durch den völkischen Siedlungsbau mit Füßen tritt.

Mit dem Versagen meinst Du natürlich das Scheitern der Weimarer Republik. Tatsächlich verursacht mir dieses Scheitern fast körperliche Schmerzen, in der Literaturwissenschaft werden ja die Jahre 33 bis 45 nicht behandelt, außer etwaige Exilliteratur. Mit der Weimarer Republik wurde uns, um eine Fußball-Metapher zu verwenden, ein Elfmeter zugesprochen, und wir haben ihn verschossen. Ich weiß nicht genau warum, aber diese vergebene Chance verursacht mir mehr Pein als die späteren Jahre.

Man muss aber auch die damalige Linke erwähnen: Viele Menschen hatten schon Angst vor einer Art „Deutschen sozialistischen Republik Russlands“. So unwahrscheinlich war diese Möglichkeit nicht.

Die Demokratie hatte zu der Zeit, zerrieben zwischen Reaktion (Kaiserreich) und Revolutionsstimmung (Sozialistische Republik), einfach keine Chance.

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Jaja, dieser Whataboutismus … Wenn Du von dem so viel hörst, meinst Du wohl auch mal auf Haldenwangs fatale CDU-Mitgliedschaft hinweisen zu müssen, stimmt’s?

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Spielt doch keine Rolle, wann von wem was nicht zu hören war. Echt jetzt. Wir sprechen vom hier und jetzt.
Herrgottnochmal.

Nur dass diese Linke wie stets maximal zerstritten war: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.“ So der Slogan der Kommunisten.

Ich empfehle zu diesem Themenkomplex die fabelhafte Trilogie „Wie eine Träne im Ozean“ von Manès Sperber.

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Ja klar, trotzdem war eine sozialistische Republik ein Damoklesschwert, eine wunderbare Drohkulisse für die Rechten.

Der Hinweis dient zur Einordnung einer möglichen Motivation, politischen Gegnern zu schaden.
Hat dir wohl nicht gefallen, seitdem versuchst du krampfhaft das Thema auf seinen Vorgänger zu lenken.

Nochmal:

Der Satz funktioniert einfach nicht. Beobachtung durch den Verfassungsschutz heißt nichts.

So unrecht hatten die Kommunisten da nicht.
Man denke nur an den Bluthund Noske.

Last exit: whataboutism. Äußert sich deine geliebte LINKE zu allen Menschenrechtsverstößen?

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Ja. Sollte nur die unversöhnliche Gegnerschaft der Linken illustrieren, von der die Nazis profitierten. Dazu gehört auch das Vorgehen der Komintern im spanischen Bürgerkrieg. George Orwell, der selbst dort kämpfte, schildert das eindrucksvoll in „Mein Katalonien“.

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Spielt in dem Zusammenhang keine Rolle, ich glaube Du hast nicht verstanden, um was es hier geht: Die Kommunisten als Drohkulisse für die Rechten.

Die Hauptdrohkulisse war aber die „jüdische Weltherrschaft“.

Die „jüdische Weltherrschaft“ war aber abstrakter, weniger sinnlich greifbar, die Linken standen auf der Straße, diese Gefahr war konkreter.

Meinem „Krampf“ kontrastiert aufs Angenehmste die Lockerheit, mit der Du Maaßens nennenswerte Böcke (um mal in der Fußballsprache zu bleiben) im Amt wie auch später zu beschönigen versuchst.
Das letzte Wort hierzu überlasse ich gerne Dir. :wink:

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Ich bin da so locker, weil Maaßen nicht das Thema ist. :wink:
Du versuchst es nur zum Thema zu machen, weil deine „Darf man nicht wählen, wird vom Verfassungsschutz beobachtet“-These nicht so richtig stichhaltig ist.
Der Verfassungsschutz wird halt gern instrumentalisiert, um politischen Gegnern zu schaden.

Tja, wenn ich sie denn aufgestellt hätte … :man_shrugging:

Ah, sorry.
Da bin ich durcheinandergekommen.

Was sollte denn dein Verweis auf Maaßen, um den es ja überhaupt nicht ging? :thinking: