Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 1)

(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

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Dass ich das noch erleben darf :hugs:

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Nein, wenn Du meinen Beitrag aufmerksam liest, wird Dir auffallen, dass hier keine bestimmte politische Richtung gewollt ist sondern eine bestimmte Diskussionsweise, unabhängig von der Richtung.

Und nur als empirisch relevantesten Adressaten bezüglich der Diskussionsweise habe ich Dich auch persönlich angesprochen, nicht wegen der Akzeptabilität oder Inakzeptabilität Deiner Inhalte.

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Ääh, nein?

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(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

das würde implizieren, dass diese Personen es auch zukünftig tun (wenn sie es je taten) und sich somit nicht an die neuen Regeln hielten… warum sollten sie es tun bzw. weshalb sollte Alex es nicht sanktinoieren und wie tief sitzt deine Angst nicht gehört zu werden (so erscheint es mir zumindest)?

auf gutes Gelingen nach den neuen Spielregeln

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Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn jemand die je aktuelle politische Meldung des Tages, die gerade das eigene Weltbild bestätigt, plus „XY hat abgewirtschaftet“ oder „XY ist ein Nazi“ oder etwas in dieser Art posten möchte, ohne dabei ein ausführliches sachliches Argument vorzutragen, das seine Meinung stützt, und ohne dabei ein wirkliches Interesse an einer Diskussion mit anderen Usern, die gegebenenfalls anderer Meinung sein könnten, mitzubringen, dann ist dieser Thread und dieses Forum zukünftig nicht mehr der richtige Ort dafür und der betreffende Kommentar wird gelöscht. Wenn diese Art der Kommentierung trotz des Löschens nicht aufhört, wird der ganze Thread zugemacht, für immer.

Es ist mir dabei völlig egal, ob solche Kommentare von A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z, 189, 819 oder 918 vorgetragen werden.

Dass ich dich explizit hervorgehoben habe, liegt nur daran, dass Du empirisch bisher der auffälligste Akteur bezüglich der Kategorie von Kommentaren warst, die hier zukünftig nicht mehr erscheinen sollen, was aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass Du der einzige Akteur warst.

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So kann man das natürlich nennen, wenn eine Person, die den Aufruf zum Genozid an den Juden nicht klar verurteilt, ihren Job verliert.

Ergo - cancel culture ist dann kein Problem, wenn die zu cancelnde Person nicht der eigenen Meinung entspricht.

Und das ist keine Wertung meinerseits bezgl. Israel / Hamas

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Ich habe das nicht mehr genau im Kopf. Aber war es nicht auch so, dass aufgrund spezieller Regeln (Freedom oder Hate of speech) sich das rechtlich nicht ganz so einfach darstellte?

Inhaltlich hätte es ein klares Ja sein müssen, das sehe ich auch so.

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Nein, es handelt sich in dem Fall einfach nicht um Cancel Culture.

Im Gegenteil: Wenn die Folgen der Cancel Culture „entcancelt“ werden, dann ist das ein Normalisierungsprozess und kann logischerweise dann nicht mit den gleichen Argumenten bedacht werden.

e: Viel interessanter ist ja die Debatte um „Kontext“, die im Zuge der Aussagen der Universitätsleiterinnen aufgekommen ist. Genau die hatten wir ja gestern ebenfalls. Entweder spielt Kontext eine Rolle und zwar immer, oder nicht und dann nie.

Der Kontext spielt immer eine Rolle. Sonst müsstest du in letzter Konsequenz jeden Schauspieler, der in seiner Rolle eine Drohung ausspricht, dafür haftbar machen.

Eine Diskussion über „Canceln“ und „Woke“, wird glaube ich schon daran scheitern, dass es für diese Begriffe, Definitionen wie Sand am Meer gibt.

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Gleichgültig wie viel extern produzierte Meinung wir hier reinpumpen: es ist doch klar, dass wir dadurch den Lauf der Dinge nicht einmal marginal verändern. Wenn wir aber hier einen Platz für eine gute Diskussionskultur schaffen, hat das schon eine gewisse Wirkung. Der Umgang miteinander ist - vorsichtig gesagt - mindestens so wichtig wie das momentane Durchsetzen der eigenen Meinung.

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ich bin ja nun wahrlich kein ausgewiesener Wirtschaftsexperte - meine Interessensgebiete liegen ganz woanders…

was mich wundert:
an so vielen Stellen (auch hier) wird auf die aktuelle Regierung eingedroschen und sie als Wurzel allen Übels ausgemacht…

dabei wird regelmäßig ausgeblendet, was die Vorgängerregierung(en) als Bilanz vorzuweisen hat und als Erbe hinterlassen hat…

ich sehe zusätzlich z.B. solche Infos hier:

und dann frage ich mich:
ist das was aus bestimmten Kreisen erzählt wird (auch hier) tatsächlich so ideologisch verblendet und folgt nur dem Ziel, den rot-grünen Feind zu diskreditieren? :man_shrugging:t2:

ich würde es gerne verstehen…

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auch hierzu würden mich mal die Meinungen interessieren?
dieser Artikel scheint mir realistisch faktenbasiert zu sein…

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Das ist immer auch eine Frage der Perspektive:

Im internationalen Vergleich gehört Deutschland mit seinen weiter eingetrübten Perspektiven zu den wachstumsschwächsten unter den Industriestaaten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt Deutschland für 2024 ein niedrigeres Wirtschaftswachstum als fast allen anderen Industrieländern voraus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte wegen schwächelnder Exporte nur um 0,6 Prozent zunehmen, heißt es im jetzt veröffentlichten „Economic Outlook“ der Organisation.

Viel Lob wird es von einer Oppositionspartei wohl nie geben. Und eine große Partei wie die Union hat natürlich auch die Mittel ihre Kritik öffentlich wirksam zu platzieren. Was mir allerdings Sorgen macht, ist die Art und Weise einzelner Politiker, die sich scheinbar an den US-Republikaner orientieren und Politik zu einem Kampf von Kulturen verkommt und nicht von besseren Ideen dominiert wird.

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Ich denke, wir haben alle unsere blinden Flecken.

Und zwar, das ist die Ironie, gerne mal zahlreicher, je höher das eigene Fachwissen - einfach, weil die Neigung steigt, sich bezüglich medialer Quellen nur noch in den eigenen Echokammern aufzuhalten.

Ähnlich wie du hab ich von Ökonomie nicht wirklich Ahnung, gemessen an der Allgemeinheit und dank Studium sind mir zwar zumindest die grundlegenden Theorien bekannt, aber mich mit einem Experten auseinanderzusetzen, würde ich mir nicht anmaßen.
Aber gerade deswegen versuche ich mich umfassend zu informieren, dabei verlasse ich eben auch mal meine bevorzugten Quellen. Gerade wirtschaftspolitisch fällt mir dabei schon länger auf, dass sich die Fachwelt in vielen Punkten dabei keineswegs so einig ist, wie es (auch hier) schon vermittelt wurde. Als Beispiel sei nur die legendäre Schuldenbremse genannt, die in der deutschen Politik annähernd sakrosankt wirkt, während sie anderswo als verfehlt und kontraproduktiv wahrgenommen wird - von Ökonomen, wohlgemerkt.
Jedenfalls existiert zwischen John Maynard Keynes und gewissen neoliberalen Vorstellungen ein sehr, sehr breiter Raum…

Ansonsten bringt es, wie ich finde, @Andy auf den Punkt:
Es ist immer auch eine Frage der Perspektive.
Aus der Sicht gewisser unternehmerischer Positionen wird wohl immer eine dementsprechende Sicht zu erwarten sein.
Aus der Sicht einer radikalen Klimaschützerin ebenso.

Die hohe Kunst der Politik wäre es, einen übergeordneten, interdisziplinären Blick zu bewahren und flexibel reagieren zu können - eben das Primat der Politik, nicht etwa das Primat der Ökonomie anzuwenden. Mich persönlich gruselt es immer, wenn ich den Blick mancher Ökonomen auf die Welt und das Leben sehe (wobei mir das mit manchen Juristen oder BWLern auch so geht :wink:)…

Und abschließend:
Die wirkliche Macht einer Bundesregierung, den Einfluss auf die Weltenläufte der ökonomischen Entwicklungen, halte ich für tendenziell eher über- als unterschätzt. Was natürlich einzelne Politiker nicht daran hindert, Wahlkampf zu betreiben und zu suggerieren, sämtliche Probleme lägen an der jeweiligen Regierung. Das ist in 99 von 100 Fällen unterkomplex.

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EDIT:
Ein schönes Beispiel fällt mir für mein Zitat grade noch ein.
Kürzlich hab ich ein Interview mit Carola Rackete gelesen, in dem sie auf die Frage, warum sie nicht zu den Grünen tendiere, was angesichts ihres Werdegangs doch naheläge, antwortete, dass ihr die Grünen in ihrem Blick auf die Ökonomie zu industriell-konservativ geprägt seien (meine Worte, sinngemäß). Das Problem läge im kapitalistischen System - endliche Ressourcen, fehlgeleitete Wachstums-Ideologie, man kennt die Argumentation.
So weit, so wenig überraschend. In ähnlicher Weise könnte man die Ansätze des Arbeitgeberpräsidenten vorhersagen.

Interessanter ist dann immer die Frage nach den Alternativen. Da blieb sie eine befriedigende Antwort allerdings schuldig. Und obwohl sie bezüglich der Analyse des Ist-Zustandes und der kritischen Haltung zu kapitalistischen Auswüchsen meine volle Sympathie hat, ist mir das dann zu wenig, zumal sie bei ihrer Kritik auch komplett unterschlägt, dass es bisher kein Wirtschaftssystem vermocht hat, ähnlich flächendeckenden Wohlstand herzustellen wie der Kapitalismus. Ich würde also sagen, auf eine gewisse Weise hat sie ähnlich ideologisch geprägte blinde Flecken wie der Arbeitgeberpräsident, der die Dysfunktionalität gewisser traditioneller Mechanismen übersieht oder gesellschaftliche Fehlentwicklungen ignoriert.

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Ich bin zwar nicht angesprochen, traue mich aber doch an eine Antwort:

@anon49020724 outet sich anfangs seines Posts als Nicht-Wirtschafts-Experte, stößt aber, wenn man den kompletten Post liest, auf widersprüchliche Meldungen/Aussagen bezüglich Zustand/Verantwortlichkeit der aktuellen deutschen Wirtschaftslage. Die „ideologische Verblendung“ bezieht er auf potenzielle Unterschlagung nicht genehmer Meldungen, die nicht in die jeweils herrschende Agenda passen.
Da er dann ausdrücklich und explizit und ergebnisoffen nachfragt, weil er das gerne verstehen würde, würde ich sogar sagen, dass das ausdrücklich einem Diskussionsansatz entspricht, den wir uns hier wünschen könnten.
Auch in seinem darauffolgenden Post fragt er nach Meinungen und formuliert einen Konjunktiv zu seinem persönlichen Eindruck eines Artikels - finde ich soweit vorbildlich, weil es allen anderen Raum lässt, dagegen zu argumentieren.

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@918: Das „auch hier“ hätte @anon49020724 sich sparen können, aber ansonsten erfüllte sein Post ziemlich gut die Vorstellungen, die ich für eine gelingende Diskussion hier habe: Eine ehrliche Verwunderung über einen Zustand der Welt, verbunden mit einer aufrichtigen Frage um eine Erklärung dafür.

@anon49020724s Beitrag war erkennbar nicht darauf aus, eine billige politische Message abzusondern, sondern um eine Erklärung für ein Problem, das ihm rätselhaft erscheint, zu bitten, mit erkennbar ernsthaftem Interesse an Antworten.

Genau so soll es sein.

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