Das Baugewerbe hat auch Probleme Nachwuchs zu finden, weil der Job ziemlich hart ist.
Würde Verbeamtung helfen?
Ich sehe den Zusammenhang zu meinem Hauptargument nicht so wirklich?
Kann man in der Baubranche nur beim Staat arbeiten?
Man kann mit einem Lehramt-Studium auch woanders arbeiten.
Das Leben ist kein Ponyhof.
Dieser Beamtenapparat muss auch finanziert werden.
Theoretisch vielleicht, in der Praxis klingt mir das nicht so toll, zB hier:
Aber sehe schon - „selber schuld“ ist da wohl dein Fazit ![]()
Das Leben ist kein Ponyhof, ganz genau, selbst mit 1,0 Abschluss…
Nun, ich glaube jeder von uns hatte in seiner Schullaufbshn tolle und engagierte Lehrer, „normale“ Lehrer und auch einige Pfeifen. Bei mir haben die tollen Lehrer die wenigen Nieten auch zahlenmäßig klar übertroffen. Ich denke aber nicht, dass sich dies bei Abschaffung des Beamtentums ändern würde.
Und ich glaube auch nicht, dass das Besmtentum damit zu begründen ist, weil es nur 1 Arbeitgeber gibt. Ist das der Grund, dass Polizisten verbeamtet sind?
Und warum ist dies in anderen Ländern anders?
Nein, Lehrer müssen gut bezahlt werden, unterstützt und gestärkt. Auch gut ausgestattet. Aber Beamte? Nein, das müssen sie nicht sein.
Sollte es dann überhaupt Beamte geben und wenn ja in welchen Bereichen?
Weiterer Vorteil: Beamte dürfen nicht streiken.
Viel Spaß, wenn die Lehrergewerkschaften es angesichts immer schlechter werdender Rahmenbedingungen ähnlich machen wie Bahn oder Piloten und die Bevölkerung spontan nicht zur Arbeit gehen kann, weil das 7jährige Grundschulkind „schulfrei“ hat.
Das sind immer die gleichen billigen Argumente.
Sollten wir im Gegenteil nicht alle Bahn-Mitarbeiter, alle Piloten, das ganze Bodenpersonal verbeamten? Dann könnten die auch nicht mehr streiken.
Krankenhauspersonal, Pflege, Rettungsdienst, was ist mit denen?
Kinderpfleger und Erzieher? Wenn die mal streiken und die Bevölkerung nicht zur Arbeit kann weil sie bei den Kleinkindern bleiben muss. Viel Spaß. Also unbedingt verbeamten.
Jedes Jahr fällt die Schule mal aus den unterschiedlichsten Gründen aus. Der körperliche und volkswirtschaftliche Schaden dabei ist überschaubar.
Nein ist es nicht. Das legst du mir mal wieder in den Mund.
Wenn diese jungen Leute mit ihrem 1,0-Abschluss jetzt für den Rest ihrer Tage vom Sozialamt und der Tafel leben müssen ist das schon bitter.
Sie können halt nur Lehrer und das auch nur im Beamtenstatus. Schlimm.
Ja, Beamte soll und muss es geben. Polizei, Justiz würden mir da zunächst einfallen. Also wirkliche Staatsbedienste.
Wenn Lehrer Streikrecht haben, dann können Sie streiken - ja und? Streiken die dann jedes Jahr 4 Wochen lang? Und wird die Zeit, die sie - eventuell - streiken, vielleicht dadurch aufgehoben, dass es - eventuell - weniger Kranktage gibt? Und die Rahmenbedingungen gehören natürlich genauso - nein, eigentlich deutlich vorher! - verbessert.
Das Beamtentum will ich ja nur nebenbei abschaffen bei den Lehrern. ![]()
Und die „Drohung“, dass Lehrer streiken ist ja kein Argument dafür, dass sie Beamte sein sollen.
Du hast bislang nur Konsequenzen aufgeführt, was passieren könnte, wenn sie keine Beamte mehr sind. Aber eigentlich noch kein substanzielles warum sie überhaupt Beamte sein sollen oder müssen.
Warum Polizei und Justiz und Lehrer nicht? (gleicher Arbeitgeber)
Es gibt Judikative, Legislative und Exekutive.
Wo fallen da die Lehrer rein?
Ich zitiere einfach mal nur:
„Zur Exekutive gehört aber nicht nur die Regierung, sondern der gesamte Bereich der Verwaltung mit allen Bundesbehörden. Somit sind alle Staatsbediensteten einer der drei Gewalten zugeordnet (z.B. Lehrer = Exekutive, weil sie das Gesetz zu Unterrichten ausführen).“
Erich wusste es damals schon… ![]()
Brief an den Weihnachtsmann (Erich Kästner, Die Weltbühne, 1930)
Lieber, guter Weihnachtsmann,
weißt du nicht, wie’s um uns steht?
Schau dir mal den Globus an.
Da hat einer dran gedreht.
Alle stehn herum und klagen.
Alle blicken traurig drein.
Wer es war, ist schwer zu sagen.
keiner will’s gewesen sein.
In den Straßen knallen Schüsse.
Irgendwer hat uns verhext.
Laß den Christbaum und die Nüsse
diesmal wo der Pfeffer wächst.
Auch um Lichter wär es schade.
Hat man es Dir nicht erzählt?
Und bring keine Schokolade,
weil uns ganz was andres fehlt.
Uns ist gar nicht wohl zumute.
Kommen sollst du, aber bloß
mit dem Stock und mit der Rute.
(Und nimm beide ziemlich groß.)
Breite deine goldenen Flügel
aus, und komm zu uns herab.
Dann verteile deine Prügel.
Aber bitte nicht zu knapp.
Lege die Industriellen
kurz entschlossen übers Knie.
Und wenn sie sich harmlos stellen,
glaube mir, so lügen sie.
Ziehe denen, die regieren,
bitteschön, die Hosen stramm.
Wenn sie heulen und sich zieren,
zeige ihnen ihr Programm.
Und nach München lenk die Schritte,
wo der Hitler wohnen soll.
Hau dem Guten, bitte, bitte,
den Germanenhintern voll!
Komm, und zeige dich erbötig,
und verhau sie, dass es raucht!
Denn sie haben’s bitter nötig.
Und sie hätten’s längst gebraucht.
Komm, erlös uns von der Plage,
weil ein Mensch das gar nicht kann.
Ach, das wären Feiertage,
lieber, guter Weihnachtsmann!
Erstmal Österreich… ![]()
Dann spricht er von Bundesbehörden. Bildung ist bei uns ja Ländersache.
Und wer genau ist Philipp Hofer? Der sagt mir gar nix…
Das kann man grundsätzlich schon machen, hätte ggf. sogar für die angehenden Lehrer Vorteile (Argument kommt nachher). Aber Deine Grundprämisse, dass man damit Geld spart und mehr Lehrer finanzieren könnte, ist falsch: denn wenn die angestellten Lehrer nicht ein geringeres Nettoeinkommen haben sollen als die verbeamteten, dann hast du als Arbeitgeber (Staat) sofort höhere Kosten, weil du die Sozialabgaben ja auch sofort zahlen musst - anders als bei den Beamten, wo sich die Länder ja in die Tasche lügen, das Geld für die Pensionen nicht gleich zur Seite legen, sondern erst später ausgeben. Bleibt sich im Saldo zwar gleich, aber wenn du jetzt neue Lehrer einstellst, musst du als Staat die Rentenbeiträge sofort bezahlen, die Pensionen aber erst in 30-40 Jahren …
Bezüglich der Arbeitsplatz-Sicherheit gibt’s wenig Unterschiede; wer erstmal länger als 5 Jahre im öffentlichen Dienst war, ist eigentlich de facto auch schon unkündbar …
Jetzt zu meinem oben angedeuteten Vorteil: aktuell werden in Bayern junge Lehrer nach dem Referendariat gerne kreuz und quer durch den Freistaat geschickt, oft mit nur wenigen Tagen Vorankündigung, was z.B. eine Wohnungssuche unmöglich macht. Daher lassen sich schon jetzt viele lieber vor Ort vom Schulträger (Landkreis) anstellen anstatt verbeamten, um diesem Willkürakt zu entgehen.
Insgesamt: ja, Lehrer müssen definitiv nicht unbedingt Beamte sein. Aber das System jetzt umzustellen, löst kein Problem, kostet bis auf Weiteres bei gleicher Lehrerzahl erstmal mehr und welchen Vorteil es genau haben soll, wenn in 30 Jahren alle Lehrer Angestellte statt Beamte sind, habe ich noch nicht verstanden …
Mir auch nicht. Er scheint sich aber deutlich intensiver als wir beide mit solchen Themen zu beschäftigen ![]()
Dass es aber auch in Bundesländer die 3 Gewalten gibt sollte klar sein.
Und dass Lehrer einen staatlich verordneten Lehrplan, und alles was legislativ zum Bildungssystem fixiert ist, ausführen, denke ich passt durchaus zur Definition von Exekutive…
Mit den Kosten hast Du natürlich Recht, das wäre aktuell teurer. Langfristig aber natürlich günstiger.
Frage ist ja auch: warum werden denn aktuell immer mehr Lehrer „nur“ angestellt und nicht verbeamtet? Ja, natürlich viele Quereinsteiger, weil Lehrer gesucht werden. Aber diese werden ja zum Teil vor den Sommerferien gekündigt und dann wieder eingestellt - was ich für eine unglaubliche Schweinerei halte, nebenbei.
Ich finde, wir beide machen das hier doch auch ganz schön intensiv… ![]()
Hier mein Senf zum Thema Schule. Vorab, in meiner Familie gibt es sehr viele Lehrer in den Bereichen Grundschule und Gymnasium. Da wird schon mal bei der einer oder anderen Familienfeier intensiver diskutiert, da es unterschiedliche Vorstellungen gibt.
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PISA Studie Deutschland wird relativ schlechter:
Die Ergebnisse dieser Studie sollte man mit viel mehr Sorgfalt und Differenzierung betrachten, als es viel zu oft getan wird. Insbesondere der Ländervergleich macht in ganz vielen Fällen keinen Sinn.
Es werden Schüler verglichen, die sich in unterschiedlichen Klassen (9. oder 10. Klasse) befinden und in vielen Ländern werden im Gegensatz zu Deutschland große Bevölkerungsteile ausgeschlossen. Die PISA selbst erwartet nur eine Antwortquote von 80% aller Schüler) Beispiel 1: In Mexikos oder der Türkei besuchen 40 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 Jahren gar keine Schule mehr, vermutlich vor allem aus bildungsfernen Familien.
Beispiel 2: Die USA hat die Mindestquote an Schulen nicht erreicht (Quelle)
In Deutschland lag dagegen die Teilnehmerquote in der Vergangenheit bei über 99%. (Quelle). Dies spiegelt den Wissenstand eines Landes deutlich genauer wieder, mit dem „Nachteil“ dass Migration aus nicht deutschsprachigen Ländern sich erst einmal schlecht auf das Ergebnis auswirkt. Das bedeutet nicht, dass alle Migranten dumm sind, sondern dass ich bei einem Test in einer mit fremden Sprache schlechter abschließen werde. Dazu bevorzugt das Multiple Choice Setting bestimmte Länder, in denen dies regelmäßig angewandt wird.
Anderer Bias: In Ländern wie Korea erhält eine Mehrheit der Kinder Nachhilfe an privaten Schulen. -
PISA Studie Deutschland wird absolut schlechter:
Erste Erkenntnis: Die Verschlechterung der Ergebnisse liegt im allgemeinen Trend:
Das fällt zusammen mit der Tatsache, dass der Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund in den letzten Jahren stark gestiegen ist, was zusätzlich zu einer Verschlechterung fühlt. -
Beamtentum:
Aus meiner Sicht würde ein Ende der Verbeamtung kurzfristig zu deutlich mehr Ausgaben führen. Den bestehenden Beamten und Pensionären zahlst du weiterhin relativ niedrige Gehälter und hohe Pensionen. Ohne die Verbeamtung müssten die Länder den Beruf finanziell durch höhere Gehälter attraktiv gestalten, um dem Lehrermangel entgegen zu wirken.
Für mich spielt das Beamtentum bei der Qualität der Bildung eine untergeordnete Rolle. Eine Privatisierung würden die Möglichkeit erhöhen, engagierte Lehrer besser zu stellen, als faule Kollegen.
Wenn ich aber die Gehaltsstrukturen in Großunternehmen anschaue, habe ich meine Zweifel. Gleichzeitig würde eine zuverlässiger Unterricht bei spontanen Kündigungen durch einen Angestellten noch schwieriger werden.
ZUSATZ: @anon83403225 war schneller…
- Ist dann trotz schlechter Zahlen alles gut?
Mit Sicherheit nicht.
Beispiel Arbeitszeit Lehrerinnen:
Das „Deputatsstundenmodell“ stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist vollkommen überholt. Warum sollte eine Deutschlehrerin, die 30 Oberstufen-Klausuren korrigiert, die gleiche Bezahlung pro Unterrichtsstunde innerhalb des Deputats erhalten, wie der Sportlehrer mit „Türschwellenpädagogik“, der zur Abwechslung mal wieder Völkerball spielen lässt.
Beispiel Leistung der Lehrerinnen:
Im Unterschied zu anderen Ländern gibt es in D nahezu keinerlei Leistungsorientierung - oder belohnung. Guter Unterricht basiert allein auf der intrinsischen Motivation der Lehrerinnen, schlechter oder gar kein Unterricht bei Krankheit sorgt zu keiner Schlechterstellung.
Beispiel Administration und Digitalisierung:
Lehrer müssen sich heutzutage um jeden Schxxx kümmern. Studien- / Klassenfahrten, Laptops, WLAN, E-Mail- Adressen, Veranstaltungen, I-Pads, Klassenkassen, usw. Alles Dinge, die nur am Rande mit einem Lehrauftrag in Verbindung gebracht werden können und für Frust und schlechten Unterricht führen, weil die Zeit für die Unterrichts-Vor- und Nachbereitung leidet.
Beispiel Frühkindliche Bildung:
In D gibt es eine Schulpflicht, keine Kindergartenpflicht. Wenn ein Kind die Sprache zum Schulbeginn nicht beherrscht, rennt es ab Klasse 1 den anderen hinterher.

