Danke für Deine Antwort, @cheffe! Mir ging es tatsächlich nicht darum, rechtes Gedankengut oder gar eine pauschale Verurteilung des Islam zu rechtfertigen. Habe ich eventuell nicht klar genug getrennt.
Mir geht es generell darum, auch abweichende Meinungen zu tolerieren, solange sie in ihrer eigenen Logik konstruktiv dargelegt werden. Teilen muss man sie natürlich nicht.
Und genau aus diesem Grund erscheinen mir die schrillen, empörten Aufschreie, die Kurts Post provoziert hatte, im Kern als nicht wirklich weltoffen, liberal und pluralistisch.
Andere als widerlich, ekelhaft etc. zu diffamieren ist aus meiner Sicht eine bequeme Einstellung, die im politischen Diskurs nicht hilft und die Leute damit den wirklich extremen Parteien, wie der AfD, zuführt.
Das verstehe ich. Im Falle Kurt vermute ich nur, den brauchst du nicht mehr der AFD zuführen, der ist da geistig längst angelangt.
Ja, das mit der Weltoffenheit ist so eine Sache. Die meisten in unserem Land würden bestimmt behaupten, das seien sie auf jeden Fall. Aber wir haben alle unsere kleinen Ressentiments, fürchte ich. Ich teile, wie gesagt, deine grundsätzliche Einstellung, offen mit anderen, auch aus meiner Sicht seltsamen Meinungen umzugehen, und halte das sogar für lobenswert; ich würde nur gern anmahnen, dass die Toleranz auch mal so weit gehen kann, dass die von mir schon mal genannte „Wehrhafte Demokratie“ darunter leidet. Der Voltaire zugeschriebene Satz „Ich hasse das, was du sagst, aber würde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst“ ist in der Theorie und vor den Buchstaben des Gesetzes nur zu loben. Ich selbst würde gestehen, dass ich für mich Grenzen ziehe, weswegen ich mir das Recht herausnehme, mich mit so jemandem wie Kurt nicht mehr zu unterhalten. Das meine ich nicht undemokratisch, er wird’s verkraften, mir ist meine Zeit da zu schade. Und wie gesagt, er posaunt ja deutlich seine Meinung hier heraus, und ich kann natürlich nicht ausschließen, dass manch stiller Leser denkt: ist ja gar nicht so dumm, was der sagt… Damit muss ich dann halt klarkommen.
Oh, eins vielleicht noch:
Du schreibst, du tolerierst, falls eine „Logik konstruktiv“ dargelegt wird. Hältst du seine „Logik“ wirklich für konstruktiv? Mir kommt es eher spalterisch, kämpferisch - eben destruktiv vor. (Von Realismus mal ganz zu schweigen.)
Aber danke, dass du dich durch meinen Post nicht angegriffen gefühlt hast, sondern im Gegenteil nochmal erläuterst, worum es dir ging. Das schätze ich sehr.
Erkennst du den Hass nicht in diesem Post?
Kannst du die Menschenfeindlichkeit nicht sehen?
Ist dir der Populismus entgangen?
Siehst du nicht, dass in eigentlich jedem Satz rassistische Aussagen vorkommen?
Finde ich persönlich ekelhaft. Sei doch bitte so liberal, und halte meine Meinung dazu aus.
Ich muss das auch nicht tolerieren, nur weil er sich Mühe gegeben hat. Die Nationalsozialisten habe sich sicher auch „Mühe“ gegeben beim Völkermord. Muss ich deswegen nicht positiv hervorheben.
Und das Gute an der Realität ist ja, sie lässt sich auf Dauer nicht verleugnen. Die Zeit spielt für mich, egal ob sich ein cheffe mit mir jetzt auseinandersetzt oder nicht.
…Eben; „(besorgte) Reichs…Protestwähler“ etwa werden der AfD n!cht … „(selbst-geißelnd/…-betrügerisch bzw. … einfach/…bequem:er) zugeführt/-trieben“, sondern handeln vielmehr „eigen-verantwortlich“/„selbst-bestimmt“/…„wohl-über…-wissend“ (und … „ver:meiden“/…„säumen“ andere „Unmuts-Optionen“)…!?!
Welche anderen Unmuts-Optionen wären denn das? Die allseits beliebte Tierschutzpartei, mit der man seine Stimme verschwenden würde? Oder ist Nichtwählen besser, wo man dann überhaupt nicht wahrgenommen wird, weil die Nichtwähler schon immer überhaupt nicht berücksichtigt werden in der Sitzverteilung der Parlamente?
Das ist für mich allerdings kein Argument, um das Frauenbild von manchen muslimischen Männern nicht anprangern zu dürfen. Du wirst für so ziemlich jede Straftat, die von Muslimen in Deutschland begangen wird, auch mindestens ein Äquivalent finden, in denen deutsche Staatsbürger ohne Migrationshintergrund sich genauso abscheulich verhalten haben. Das eine rechtfertigt aber das andere nicht.
Was vielen sicherlich sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass so manche dieser Straftaten verhinderbar gewesen wären. An dieser Stelle sollte man nämlich erwähnen dürfen, dass diese Vergehen teilweise von Menschen begangen wurden und werden, die eigentlich keine rechtliche Grundlage dafür haben, sich in unserem Land aufzuhalten, weil es sich um abgelehnte Asylbewerber handelt, die allerdings trotzdem in unserem Land bleiben oder um Menschen, die eigentlich in anderen Ländern ihren Antrag hätten stellen müssen.
Das ist im Übrigen auch ein Thema, das mMn viele Wähler in die Arme der AfD treibt und gewiss nicht einfach zu lösen. Ich kann hier tatsächlich den Argumenten beider Seiten etwas abgewinnen, wobei auch hier das Ziel sein sollte, einen vernünftigen Mittelweg zu finden. Ob Länder, in die deutsche Ferienflieger abheben (z.B. Marokko) für junge muslimische Männer, die sich bei uns total chauvinistisch benehmen, so gefährlich sind?
Ich bin im Übrigen der Meinung, dass es viele wunderbare Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland gibt, die in jedem Fall eine Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellen. Es gibt aber eben auch diejenigen, denen ich keine Träne nachweinen würde. Sie sind in meinen Augen doppelt schlecht für unsere Gesellschaft:
sie begehen Straftaten, weil sie uns und unsere Lebensart als minderwertig erachten.
sie machen ihre sich tadellos verhaltenden „Glaubensbrüder“ zu Opfern von Pauschalisierungen und liefern damit einen Nährboden für spalterische Parteien.
Es gibt im Übrigen auch genügend „Bio-Deutsche“ bei denen ich nicht traurig wäre, wenn sie nicht in Deutschland wären, aber da die Ausbürgerung von deutschen Staatsbürgern seit DDR-Zeiten eigentlich nicht mehr praktiziert wird, würde ich mich persönlich erst einmal auf diejenigen konzentrieren, die sich nicht benehmen und die man ausweisen könnte.
An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch loswerden, dass ich mir wünschen würde, dass man keine gut integrierten Familien abschiebt, sondern sie als Belohnung dafür, dass sie sich integrieren auch im Falle eines abgelehnten Asylantrags im Land lässt. Hier werden mMn sehr viele Fehler gemacht und mich persönlich verwirrt und verärgert das ziemlich. Es verwirrt mich nicht so stark, als dass ich einer Partei wie der AfD auf den Leim gehen würde, aber bei manch anderem scheint es schon so zu sein und das wundert mich wiederum gar nicht.
…„(V!el-alles) Besser“ (!); Wenn Du Deine „Stimme“ bei der AfD/…„(Verfassungs-/Demokratie-feindlichen) Rechtspopulisten“ aber als „n!cht verschwendet“/…„alternativlos“ - …„Ich würde ja gerne, aber leider …“ - ansiehst, ist doch eigentlich … „alles gesagt“/…„bestätigt“…!?
Ich kann deine Aversion gegenüber diesen Standpunkten schon gut nachvollziehen, keine Sorge.
Nur weggucken und „ekelhaft“ rufen, reicht mMn nicht aus. Hier mal ein Beispiel dafür, wie kritisch selbst in der muslimischen Gemeinschaft einzelne Passagen des Koran gesehen werden, die Gewalt gegenüber Frauen legitimieren könnten. Diese Auseinandersetzung mit unbequemen Themen gehört für mich persönlich einfach dazu:
Ich nehme diese Probleme schon war, keine Sorge. Diese Probleme werden aber nicht mit Ablehnung ganzer Gruppen bzw. einer Quote von gerade noch so tolerierbarer Moslems gelöst. Wo soll das denn hinführen? Nur Abschiebung, macht man die Grenzen noch dichter als bisher? Oder geht man einen Schritt weiter, baut Ghettos und konzentriert unliebsame Personen in Lagern?
Die Lösung kann doch nur Bildung, Integration inkl. Familiennachzug und ein würdiges Umfeld (Stichwort Flüchtlingsheime) sein etc.
Mir sind manche Verhaltensweisen, die man dem Islam zurechnen kann, auch suspekt. Das geht mir bei anderen Religionen aber ähnlich.
Ich kann es drehen und wenden, wie ich möchte: Solch verallgemeinernde, menschenverachtende Texte dieses Users Kurt sind nur eines: Ekelhaft
Unsere Grenzen sind dicht?
Man könnte ja mal mit konsequenteren Abschiebungen anfangen.
Ist im Koalitionsvertrag der Ampel vereinbart. Was passiert? Wenig bis gar nichts.
Darf man sich halt über Umfragewerte nicht wundern.
Vielleicht geht es ja nur mir so, aber so wildbewegt die gestrige Diskussion war, so vorhersehbar war sie auch für mich: von Kurts grundlegendem Statement über die dadurch ausgelösten Reaktionen bis zu dem Patt, in das sie nun (zumindest vorläufig) austrudelte. Das für mich Erstaunlichste war daher im Grunde die Frage, die Alex an Kurt gerichtet hatte. Und damit ist für mich nun auch der spannendste Punkt, ob Alex selbst neue Erkenntnisse gewonnen hat, außer ein, zwei biografischen Details. Das ist ausdrücklich keine Kritik, denn allgemein gesagt lässt sich ja überhaupt nichts dagegen einwenden (sondern mag im Gegenteil Ausdruck einer positiven Offenheit sein), wenn jemand da noch Fragen hat, wo diese für einen anderen bereits allesamt beantwortet sind. Aber hier ist es eben so für mich: aufschlussreiche neue Aspekte oder Argumente, speziell von seiten Kurts? Fehlanzeige. Schade, dass man keine Wetten auf sein Statement abschließen konnte.
EDIT: Es spricht, finde ich, für Kurt, dass er die Frage tendenziell lieber per PN beantworten wollte. Aber ebenfalls vorhersehbar war, dass jemand ihn auffordern würde, dies öffentlich zu tun; und auch, wer dieser jemand sein würde.
Was soll er denn da auch argumentieren?
Vor allem, welche neuen Aspekte hast du dir erhofft? Ist doch alles hinlänglich bekannt.
Sobald Kritik am Islam oder unkontrollierter Masseneinwanderung geäußert wird, kommt umgehend die Rassismuskeule und dadurch wird doch sofort jede inhaltliche Auseinandersetzung im Keim erstickt.
Ich denke dass viele an Kurts Antwort interessiert waren. Neue Erkenntnisse haben sie nicht gebracht.
Warum du mir am Schluß wieder subtil eine mitgeben musst? Keine Ahnung.
Wirst es brauchen zum Glücklichsein. .
Was soll das? Es ist doch ganz einfach: Du warst es, und es war vorhersehbar. Weil Du vielleicht mehr als andere die in Aussicht stehende Suada nicht verpassen mochtest - was nun wirklich niemanden überraschen musste. Steh’ doch dazu! Immerhin bist Du, als noch nicht klar war, ob Kurt Deiner Aufforderung nachkommen würde, vorsorglich eingesprungen und hast in quasi vorwegeilender Vertretung selber ein paar Antworten gegeben, deren eine so verunglückt war, dass ich mich am Samstag mit ihr intensiv auseinandergesetzt habe.
Worauf zielt dann die Frage?
Dass du nicht diskutieren willst, hat man schon in deiner ersten Reaktion auf Kurts Beitrag gemerkt.
Hättest den „inhaltlichen Bullshit“ doch locker argumentativ auseinandernehmen können.