Der Politik- und Gesellschafts-Thread (Teil 1)

Bitte @Kurt , lieber nicht.

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Setz ihn auf ignorieren, dann musst du sie nicht lesen :thinking:

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Als Feminist würde ich dieses Problem nie kleinreden wollen.
Allerdings würde ich mich halt gerne auch gegen diesen Generalverdacht wehren, der aus meiner Sicht auch mal andere Motive hat als die ehrenwerte Sorge um die Frauen in Deutschland. Und ich glaube, du weißt auch, was der statistisch mit Abstand gefährlichste Ort für deutsche Frauen Gewalt zu erleiden ist: das sind nämlich die eigenen vier Wände. Mit dem deutschen Ehemann drin.

Auch deine Sorge um die hiesige LGBTQ-Gemeinde rührt mich. Ernsthaft. Dazu muss ich nur sagen, dass der Fluchtgrund für so manche Zuwanderer aus „ganz anderen Kulturkreisen“ derjenige ist, dass sie sich als QUEER definieren…

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Ich hab zwei Töchter und deshalb ernsthafte Sorge.

Ist sicherlich so. Aber man beachte das Wort „manche“. Der Großteil der Zuwanderer aus bestimmten Ländern wird aber nicht von der tolerantesten Sorte sein.

:face_with_spiral_eyes:
…Was für „ver…schiefe“/…„halb-starke“ … „Verharm…Relativierungen“ (!?) - …„würde ich sagen/…es durchaus anders sehen/…anschauen“. :shushing_face:

Sorry, ich verstehe kein klingonisch :worried:

Mit den Leuten, die auch andere Motive haben, meinte ich explizit NICHT dich. Das hätte ich klarer formulieren sollen, sorry. Ich meinte eher gewisse politische Kreise, die das gerne anführen, die ansonsten aber nicht gerade Frauenrechte in den Mittelpunkt ihrer Agenda stellen.
Dir glaube ich das, und zwar Eins-zu-Eins. Ohne Hintergedanken.

Und das mit „manche“ Zuwanderer hast du auch richtig festgestellt, ich hab ja bewusst „manche“ geschrieben.

Ich bemühe mich nur um eine, wie sag ich’s, umfassende Wahrnehmung der Problematiken, die’s dazu so gibt.

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Und mir liegt nichts ferner als alle Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen in einen Topf zu werfen.
Aber wir müssen wachsam sein.

Eine Alternative mit eindeutig verharmlosender Wirkung. Hier nun ein Zitat aus dem unten verlinkten Beitrag, das schon deutlich macht, dass es sich in Wahrheit um ganz andere Dimensionen als um „ein paar verwirrte Jungs“ handelt:

„Der Attentäter von Halle offenbart in seinem sogenannten Manifest, das mittlerweile für authentisch erachtet wird, einen hasserfüllten Antisemitismus. Er sagt ganz klar, dass er so viele Juden wie möglich töten will, und dass er die Tat bereits als Erfolg verbuchen würde, wenn er auch nur einen einzigen Juden würde töten können. Er habe überlegt, ob er eine Moschee oder ein Antifa-Veranstaltungszentrum als Ziel wählen solle, aber am wichtigsten sei es, Juden zu töten. Er spricht in diesem Zusammenhang vom „Zionist Occupation Government“, der „Zionistischen Besatzungsregierung“, das ist eine in rechtsextremen Kreisen sehr präsente Verschwörungstheorie, die behauptet, Juden seien die wahren Drahtzieher der westlichen Demokratien.“

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Ganz unrecht hat Wohlfarth aber nicht.
Einfach mal die Betroffenen fragen, aus welcher Richtung im Alltag die Gefahr kommt.

Ich habe ja nicht geleugnet, dass es auch islamisch geprägten Antisemitismus hierzulande gibt. Die Gegenüberstellung in dieser Form verharmlost aber leider rechten Antisemitismus.
Auf diesen Aspekt geht der Beitrag ebenfalls ein:

‚Dass auf Deutschlands Straßen wieder antijüdische Hetzparolen gegrölt werden – fast 70 Jahre nach dem Ende des Holocaust – das war lange Zeit undenkbar. 2014 aber war die Zeit des Gaza-Krieges. Überall gingen palästinensische Organisationen auf die Straße und so wurden die Schmährufe als Israel-Kritik abgetan, die öffentliche Empörung über derartigen Protest war überschaubar.
Schnell machte der Begriff vom „neuen Antisemitismus“ die Runde. Manche Politiker sprachen gar von einem „importierten“ Problem. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel konstatierte Anfang 2018 in einem Interview mit einem israelischen Fernsehsender:
„Wir haben auch neue Phänomene, indem wir jetzt auch Flüchtlinge haben, zum Beispiel, oder Menschen arabischen Ursprungs, die wieder eine andere Form von Antisemitismus ins Land bringen.“
Tatsächlich sind Vorstellungen von einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung in der arabischen Welt weit verbreitet. Vielerorts wird Israel als der gemeinsame Feind beschworen. Allerdings kam dieses Problem nicht erst mit den Flüchtlingen nach Deutschland.
Darauf haben nicht nur die Ereignisse von Chemnitz im Sommer 2018 zuletzt ein grelles Licht geworfen. Zeitgleich zu den rechtsextremen Ausschreitungen war es dort auch zu einem Angriff auf ein jüdisches Restaurant gekommen. Die Täter: Neonazis.‘

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Und zu den Motiven deutscher Antisemiten heißt es:

‚Der „klassische Antisemitismus“ – der sich auf rassische und religiöse Vorstellungen stützt – ist in Deutschland nicht mehr allzu weit verbreitet. Aber der so genannte „sekundäre Antisemitismus“ – und da geht es vor allem um die Relativierung des Holocaust – und der israelbezogene Antisemitismus – sind in Deutschland weit verbreitet. Je nach Umfrage vertreten 25 bis 40 Prozent der Befragten solche Ansichten. Dahinter stecke, so die Sozialpsychologin, eine Täter-Opfer-Umkehr. Und der Versuch, die eigene Schuld zu relativieren:
„Indem ich den Opfern Mitschuld zuweise oder sage: ‚Juden benehmen sich auch nicht immer so super‘. Dann werden also die Opfer zu Tätern gemacht und gleichzeitig werden die Nachkommen der Täter etwas weniger zu Tätern und fühlen sich auch als Opfer. Forderungen nach einem Schlussstrich sind typisch oder Ärger darüber, dass den Deutschen immer noch die Verbrechen an den Juden vorgeworfen werden. Also plötzlich ist man selber in der Opferposition und muss sich gar nicht mehr mit der eigenen Verantwortung beschäftigen.“‘

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Dann lass es mich so formulieren:
…als Jude in Deutschland hätte ich Angst vor einem Aufleben der Rechtsextremen in Deutschland, noch mehr Angst hätte ich aber vor massenhafter islamischer Zuwanderung.

„Wenn’s der Wahrheitsfindung dient …“ (Zitat) :wink:

EDIT: Ich selber weiß nicht, wovor ich als Jude in Deutschland mehr Angst hätte, und mir allein schon diese Frage stellen zu müssen, würde mich womöglich krank machen. Vielleicht würde ich es so wie Du formulieren. Andererseits: es leben auch viele jüdische und arabische - in der Regel muslimische - Menschen friedlich zusammen. Es gibt auch immer wieder wunderbare Gemeinschaftsprojekte. Zum Beispiel Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra, " ein 1999 gegründetes Symphonieorchester, das zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern besteht. Das Ensemble wurde von Daniel Barenboim, Edward Said und Bernd Kauffmann gegründet und setzt sich für friedliche Lösungen im Nahostkonflikt ein.
Von einem friedlichen Zusammen jüdischer Menschen mit Rechtsextremen ist mir hingegen bisher nichts bekannt.

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Seh ich anders.
Eine Gefahr wird ja nicht kleiner, nur weil man feststellt, dass es noch eine größere Gefahr gibt.

Ist aber super geeignet um den Fokus wegzulenken.

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Genau meine Meinung. Ich hab sowas aber auch nie behauptet. Die Gegenüberstellung ist nicht von mir.

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Wär vielleicht taktisch gar nicht mal so doof, den Fokus auf die größere Gefahr zu lenken, bevor sie sich weiter ausbreitet und noch größer wird.

Kläre das am besten mit wohlfarth. Der hat sich diese Gegenüberstellung ausgedacht. Alex hatte nach Kurts Ängsten vor Überfremdung gefragt. Dies war ein Teil von wohlfarths Reaktion. Ich selbst relativiere hier gar nichts.

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Hab ich dir auch nicht unterstellt.

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